Always

von FeeDina
GeschichteDrama, Romanze / P18
Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle OC (Own Character) Severus Snape
13.09.2019
10.10.2019
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Als Avery erwachte, war sie allein. Sie befand sich augenscheinlich nicht mehr in Hogwarts. Die bodenlangen Fenster zu ihrer linken, waren mit dunklen Vorhängen verdeckt und ließen kaum Tageslicht durchdringen. Avery befand sich wohl in einem Schlafzimmer, es war prunkvoll eingerichtet. Ein großer, schwerer Kronleuchter hing in der Mitte des Raumes von der Decke hinab. In einer Ecke des Zimmers befand sich eine Sitzecke, bestehend aus einem Sessel und einem Sofa. Beides aus dunklem Leder. Das Bett in dem Avery lag war riesig, alle vier Bettpfosten gingen in die dunkel vertäfelte Decke über. Das Bett war aus eben solchem dunklen Holz. Die Bettwäsche war aus teuer aussehender Seide, Decke und Kissen waren in Grün gehalten und das Laken war Silber. Augen rollend schob Avery die Decke zur Seite, mit der man sie zugedeckt hatte.
Als würde sie in einem teuren Hotel übernachten. Aber Avery war sofort klar, dass es sich hier sicher um alles andere, als ein Hotel handelte.
So setzte Avery sich auf und wischte sich die wirren Strähnen aus dem Gesicht. Ein Blick an sich herunter ließ sie die Stirn runzeln. Jemand hatte sie umgezogen. Avery trug eine dunkelblaue Bluse und eine schwarze und eher legere Hose. Vor dem großen Bett standen ein Paar Schuhe, schwarze Ballerina-ähnliche Schuhe, mit leichtem Absatz.
Avery ärgerte sich von Mal zu Mal mehr, darüber, dass sich jemand erdreistet hatte, sie anzufassen, geschweige denn auszuziehen und in diesen Fummel zu stecken.
Sie wäre nicht sie, wenn sie es auf sich sitzen lassen würde.
Die junge Hexe versuchte ihrem Ärger irgendwie Luft zu machen. Sie war es selbst schuld. Sie hätte nicht so leichtgläubig durch die Schlossmauern gehen sollen. Warum hatte sie nur die Augen vor der Dunkelheit die um sie herum herrschte, verschlossen?
Sie seufzte, erhob sich vom Bett und steuerte geradewegs die Fenster an.
Sie hatte an das Gute glauben wollen. Und ja, irgendwie hatte sie gehofft das in Severus Snape etwas gutes steckte, als nur der verbissene und gehasste Professor. Sie wusste, was ihm widerfahren war. Sie wusste es. Schließlich war sein Mentor auch ihrer gewesen. Aber war sie nicht genau an der selben Stelle gewesen, wie Snape? Verzweifelt, allein und die Liebe war gestorben? Avery kniff die Augen etwas zusammen. Nein, sie wollte nicht weinen. Für niemanden wollte sie weinen. Auch nicht für sich, obwohl alles in ihr schrie Ballast abzuwerfen.
Kopf schüttelnd riss sie die Vorhänge zur Seite und strahlender Sonnenschein sprang sie augenblicklich an.

Genau deswegen wollte sie stark sein und es auch bleiben.
Der September war kühl, aber die Sonne trug noch immer die Restwärme des Sommers mit sich. Und sobald sie es schaffte durch die Wolken zu brechen, so schickte sie einen Hoffnungsschimmer in Averys Herz.
Sie ließ den Blick sinken und starrte auf ihre Füße, in den Schuhen, die so gar nicht zu ihr passen wollten.
Ja sie war traurig, am Boden zerstört.
Nicht wegen Snape, sondern wegen dem, was ihr das Herz zerreißen würde. Sie würde sterben, tat es bereits, Stück für Stück. Lange hatte sie ihrem Schatten nicht mehr in die Augen geblickt. Und sie hatte Angst davor, wusste, dass er anders war, als damals.
Das Klopfen an der Tür ließ die Blonde aufhorchen. Sie wandte sich um und ihr gegenüber stand niemand geringeres als Severus Snape. Er blickte sie so unleserlich wie eh und je an. Die Kälte die er ausstrahlte machte ihr keine Angst, eher machte es ihr ihre ausweglose Situation bewusst.
„Wo ist meine Tasche?“, fragte Avery gerade heraus, war allerdings erschreckt, wie anders ihre Stimme klang.
Es war nicht zu erkennen ob Snape diese Veränderung auch auffiel. Falls ja, ließ er sich nichts anmerken.
„Er will dich sehen.“, sagte er monoton und in Avery keimte langsam die Wut.
„Schön, und ich will wissen wo ihr verdammt nochmal meine Tasche habt!“
Snape machte einen bedrohlichen Satz auf sie zu, was die junge Hexe jedoch komplett unberührt ließ.
„Du bist nicht in der Position, um solche Fragen zu stellen. Wenn du welche hast, kannst du sie Ihm gerne stellen.“ Avery schmunzelte, als sie Snapes Zauberstab sah, den er in der Hand hielt. Er war wütend, sie wusste zwar nicht wieso aber zumindest war sie nicht die Einzige, der es schlecht ging.
„Pack deinen Zauberstab weg Severus. Ich habe meinen zwar nicht hier, wäre dir jedoch immer noch haushoch überlegen.“
Damit kam sie gemächlich auf ihn zu, er tat was sie sagte, auch wenn seine Augen ihrer Aussage zu widersprechen vermochten.
Er war klug, wenn er es nicht versuchte.
„Nun, dann bring mich zu ihm, ich freue mich schon riesig.“, gab Avery witzlos zu und auch das Schmunzel war komplett aus ihren Zügen gewichen.
Snape setzte sich augenblicklich in Bewegung und Avery folgte ihm. Sie gingen einen dunklen Korridor entlang der mit schwarzem Marmor gefliest war. Die Absätze ihrer Schuhe gaben ein, für sie sehr lautes Geräusch von sich, während sie dem Todesser folgte.
Klack, klack. Klack, klack.

Angelangt an eine prunkvoll anmaßende Flügeltür, die Snape ohne Umschweife öffnete, ließ Avery innerlich zusammen zucken. Sie folgte ihm weiterhin, hatte aufgegeben ein Wortgefecht mit ihm zu halten, war es doch alles, was sie vor dem unvermeidbaren ablenken konnte.
Sie betraten einen Salon, ein große Tafel befand sich in der Mitte des Raumes, an denen viele Menschen platz genommen hatten. Auch von dieser Decke hinge teuer aussehende Kronleuchter.
Avery blickte reihum, immer nur kurz in jedes Gesicht, das am Tisch saß.
„Ihr dürft gehen!“ Eine Stimme erklang, eisig und unheilvoll. Sie hatte nichts mehr von dem was Avery kannte.
Einige der anwesenden Todesser waren schnell daran diesen Ort zu verlassen. Andere wiederum blickte Avery argwöhnisch an, sahen auf sie herab, als wäre sie nur eine dreckige Schabe.
Schließlich, Avery war in einem großen Abstand zu der Tafel stehen geblieben und sah sich im Salon um. Nur um nicht dem entgegen zusehen, was ihr genau gegenüber saß.
Snape allerdings ging eiligst auf seinen Herrn zu und ging in die Knie.
„Herr.“, sagte er. Avery unterdrückte ihren Würgereflex und wandte den beiden den Rücken zu. Sie wollte niemanden sehen. Am allerwenigsten Voldemort.
„Schweig“, kam die eisige Antwort. Lange war es still, Avery wusste nicht  was hinter ihr geschah. Sie vermutete, das der dunkle Lord gerade wahrscheinlich den Kopf des Professors durchsuchte, nach etwas brauchbarem. Ihrer Meinung nach eine Methode die in ihr den Anschein erweckte, als sei Snapes Loyalität angezweifelt.
„Aber Herr.“
Ein erstickter Schrei ließ Avery herum schnellen. Ein Bild der Grauens offerierte sich ihr. Snape war in sich zusammen gesackt und schien gegen unerträglichen Schmerz anzukämpfen. Schmerzensschreie wollten aus ihm heraus brechen aber er versuchte sie zu unterdrücken, was ihm nur wenig gelang.
So wagte Avery den allerersten Blick auf Voldemort, und er war weniger erschreckend, als sie befürchtet hatte.
Ihre langsamen Schritte hallten im Salon wieder, während sie auf die beiden Männer zu ging, sich hinter Voldemort positionierte. Sie hatte Angst, dass er ihre Furcht spürte, galt sie in diesem Moment nur Snape, der sich auf dem Boden unter Schmerzen wandt. Es zerriss ihr Herz, dass Er zu solchen Mitteln griff.
„Hör auf.“, sagte Avery, versucht, ihre Stimme ruhig zu halten.
„Schweig!“, bellte Voldemort und schien den Fluch auf Snape zu konzentrieren, denn plötzlich hallten die Schreie des Professors durch den Salon und Avery hatte das Verlange sich die Hände auf die Ohren zu pressen.
Eiligen Schrittens minimierte sie den Abstand zum dunklen Lord, auch wenn alles in ihr schrie Reißaus zu nehmen.
„Bitte.“ Averys Stimme zitterte aber sie war auch nicht mehr Herr über ihre Furcht vor Voldemort. Er jagte ihr riesige Angst ein. Seine Methode der Bestrafung war grausam. Nicht einmal die Carrows waren so kaltblütig.
„Tom, bitte hör auf.“, flehte die blonde Hexe und legte eine Hand auf seine Schulter.
Mit einem Mal verstummten Snapes Schreie und er lag einfach nur regungslos dar. Allein seine hektische Atmung ließ die Hexe wissen, dass er noch lebte.
„Geh mir aus den Augen.“, zischte der dunkle Lord und Snape, in seinem geschundenen Zustand, nahm beinahe wortwörtlich die Beine in die Hand.
Die Tür des Salons fiel nach ihm ins Schloss und so war Avery allein mit dem dunklen Lord.

Avery wagte nicht ihre Hand von seiner Schulter zu nehmen, aus Angst, dass es eine Rektion bei ihm auslöste, die ihr nicht gut tun würde.
„Es tut mir leid.“, sagte sie deshalb, ehrlich.
Langsam aber sicher erhob Voldemort sich aus seinem Stuhl, der eher an einen Thron erinnerte.
Er wandte sich zu der jungen Hexe um und sah ihr direkt in die Augen.
„Was genau tut dir leid. Dein Verrat oder deine Flucht vor mir?“, fragte er knurrend. Seine knöcherne Hand fasste an ihre Wange und strich beinahe sanft darüber. Sie ließ es geschehen, denn sie sah sich nicht in der Position, ihm Kontra bieten zu können.
„Ich habe dich nicht verraten, Tom.“ Die Augen des dunklen Lords verdunkelten sich und ein wütender Schimmer lag darin.
Avery sah nur noch seine Hand, die vorher ihre Wange gestreichelt hatte, auf sie zuschnellen, bevor er ihr einen Schlag verpasste.
Ächzend stolperte Avery einen Schritt zurück. Ihre Hand fasste an ihre nun schmerzende Gesichtshälfte. Sie erwiderte seinen Blick nun. In seinem lag Zorn, womöglich über ihre Worte, er glaubte ihr nicht.
Zuerst war die junge Hexe einfach nur sprachlos und schockiert.
Er hatte sie geschlagen! Im ersten Moment stachen Tränen in ihren Augen, denen sie nicht die Oberhand gewähren wollte. Doch sie konnte schwören, dass er das sicherlich sehen konnte. Ihre Mimik war nicht so kalt wie seine.
Tief durchatmend richtete sich Avery auf und blinzelte ein paar mal, bis auch die restlichen Tränen verschwanden und sie wieder Herrin ihrer Sinne war.
„Und es wundert dich noch, dass ich geflohen bin? Du hättest mich doch ohne Umschweifen getötet, wenn ich etwas nicht zu deiner Zufriedenheit getan hätte. Warum ist es dir überhaupt wichtig. Ist ja nicht so, dass du auch nur den Hauch positiver Gefühle in dir hast.“, zischte Avery und ging an Tom vorbei, der ihr, er wirkte beinahe sprachlos, über ihre Dreistigkeit.
Zielstrebig erreichte sie die Flügeltür und öffnete diese.
„Und das zeigt, dass du nicht den Hauch einer Ahnung hast, Avery.“, verhallten seine Worte hinter der jungen Hexe, bevor sie den Salon verließ.


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Nicht so lang wie gewollt, das Kapitel aber ich denke es hat viel Handlung.
Ich hoffe ich springe nicht zu sehr und es ist in einem gewissen Grad verständlich. ^^

Was ist das wohl zwischen Tom und Avery? Woher sie sich wohl kennen?
Wir werden es noch heraus finden.
Und warum der arme Severus wohl so leiden musste?
Weiterhin viel Vergnügen beim Lesen.
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