Hinter dem Tor

von Hibiskus
GeschichteAllgemein / P12
12.09.2019
14.02.2020
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Wir irrten schon seit mehreren Stunden durch den Wald und ich hatte so langsam das Gefühl, dass wir besser morgen weitersuchen sollten. Morgen lief motiviert voran und führte uns einmal quer durch den ganzen Wald. Ich wusste nicht mal mehr wo wir waren und ich kannte diesen Wald ziemlich gut. Kaja (und ich auch) hatte am Anfang auch motiviert versucht das Mädchen zu finden.
(Aus irgendeinem Grund war Morgen sich sicher, dass ihr Bestimmter ein Mädchen ungefähr in meinem Alter war. Sie redete die ganze Zeit davon wie sie glaubte, dass ihr Bestimmter sein könnte. Inzwischen nervte sie mich damit, andererseits war es spannender als der 1.000.000 Baum den wir heute sahen.)
Inzwischen trottete sie ziemlich unmotiviert hinter Morgen her. Ich wusste, dass sie meine Meinung teilte, von wegen Morgen weitersuchen. Gerade kamen wir an einem großen Waldweg an. Ich wurde von den vielen Spaziergängern, Fahrradfahrern und Hundebesitzern neugierig und erstaunt angeschaut. Ein Hund begann in unsere Richtung zu bellen und knurrte. Kamm halt nicht alle Tage vor, dass ein junges Mädchen mit einem Pferd und einem riesigen Hund ausritt. Ohne Leine, Trense oder Sattel natürlich. Wenigstens sahen sie nicht was Morgen und Kaja wirklich waren (ein Wolf und ein Einhorn), sonst hätten sie sich nicht nach ein paar Minuten einfach umgedreht.

Wir liefen eine Weile den großen Weg entlang schließlich war die Wahrscheinlichkeit das Mädchen zu treffen hier größer als abseits aller Wege. So langsam wurde es dunkel und ich begann zu frieren. Ich beugte mich runter zu Kaja's Ohr und flüsterte: " Wir sollten nach Hause und Morgen weitersuchen." Kaja brummte nur zustimmend und trabte ein wenig schneller um mit Morgen, die immer noch motiviert und unermüdlich voraus lief, mitzuhalten. "Hey! Morgen!", rief ich um die Aufmerksamkeit des Wolfes zu bekommen, "Wir gehen nach Hause und suchen Morgen weiter, das hat heute keinen Sinn mehr, na los kom- Hey! Morgen!?"
Sie hatte mir am Anfang mit unerfreutem Gesichtsausdruck, aber mehr oder weniger aufmerksam zuhört.
Nach kurzer Zeit hatte sie aber ihre Ohren gespitzt, ihre Nase in den Wind gehalten und war dann ohne Vorwarnung einfach losgerannt. Kaja gallopierte los, damit wir Morgen nicht verloren.
 "Hey! Morgen was soll das?", fragte ich Morgen von Kopf zu Kopf.
 "Sie ist hier ganz in der Nähe! Ich spüre das, ich weiß wo sie ist!", antwortete der Wolf aufgeregt.
 "Na dann...geht die Suche woll noch etwas weiter.", seufzte ich.
 "Mal sehen ob wir das Mädchen finden.", meinte Kaja ebenfalls seufzend und hielt nach Morgen Ausschau.
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