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Es regnet immer in Askaban

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12 / Gen
OC (Own Character)
12.09.2019
19.11.2019
10
16.727
3
Alle Kapitel
29 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
12.09.2019 750
 
Willkommen!
Diese Geschichte entstand ursprünglich, weil ich nicht an meiner Psychologie-Studiums-Abschlussarbeit weiterschreiben wollte. (Prokrastinieren auf hohem Niveau...) Inzwischen habe ich viele, viele Ideen- und schaue einfach Mal, wie weit ich komme :)
Der Geschichtenname ist ein Arbeitstitel und wird sich vermutlich noch einige Male ändern!

Sollte sich jemand als Beta-Leser*in berufen fühlen: Meldet euch gerne bei mir!

Auch sonst bin ich über jedes Feedback dankbar. Ich würde wirklich gerne meinen Stil insgesamt verbessern, also wenn euch Dinge auffallen, gebt mir gerne Rückmeldung! Ich freue mich darüber sehr!

Ich wünsche euch, dass das Lesen euch soviel neue Perspektive auftut, wie mir das Schreiben!
Alles Liebe, Emi



Prolog

„Wir brauchen Ihre Hilfe“ hatte in dem Brief gestanden.
Professor McGonagall starrte auf die elf Kinder, die in Decken gehüllt auf dem steinigen Boden des Konferenzraumes kauerten.

„Wir haben heute die Inhaftierten von Askaban begutachtet“, hatte der Ministeriumsmitarbeiter, ohne ihr in die Augen zu sehen, gemurmelt, während sie durch die Gänge hasteten. Erst vor der Tür wand er sich ihr kurz zu, sein Blick den ihren weiter meidend.
„Unter ihnen fanden wir auch einige... ihrer Schüler.“
Bevor Professor McGongall etwas hatte sagen können, hatte er die Tür geöffnet und da stand sie und sah in leere Gesichter.
Fiona Grayson war erst letztes Jahr nach Gryffindor sortiert worden. Sie schien im vergangenen Jahr keinen Zentimeter gewachsen zu sein. Noah Arrington hatte seinen Arm um sie gelegt, eine tröstende Geste, obwohl sein Gesicht so weiß und erstarrt war wie ihres. Seine Verwandlungen hatten immer zu Neonfarben geeignet, die selbst Minerva zum Schmunzeln brachten. Sie vermutete, dass er es inzwischen mit Absicht machte, besonders weil die Farbgebung jedes Spruches bei seiner ZAG-Prüfung perfekt gewesen war. Andrew Wells hatte sein Gesicht in der Schulter des Älteren versteckt. Auch Lisa Walter und Mary Blue hielten die jüngeren Kinder nahe. Sie alle starrten zu Professor McGonagall auf.
„Kinder“, sagte sie nur und ließ sich neben ihnen auf die Knie sinken.
Sie wusste nicht, wer von ihnen zuerst begann zu weinen.

Ihr letzter Besuch bei der Familie Grayson lag nur zwei Jahre zurück. Doch Mr. und Mrs. Grayson sahen um Jahrzehnte gealtert aus. Mrs. Grayson sprang Professor McGonagall fast schon an, packte sie an der Robe und schrie „Wo ist sie?“ Mr. Grayson stand nur da und schaute sie an wie eine Erscheinung.
Minerva legte sanft ihre Hände um die der verhärmten Mutter und trat ein.
„Ich werde ihnen alles erzählen. Und dann werde ich sie zu Fiona bringen.“
Noch mehr Tränen. Immer wenn Minerva glaubte, ihr Herz könne nicht weiter brechen, fand sich ein Stück Verzweiflung mehr.

Professor McGonagall fühlte sich schwer, schwer und müde. Die Medihexe, die sie begleitete, versuchte die Fragen der aufgewühlten Eltern zu beantworten, doch auf die wichtigsten Fragen, gab es nichts zu sagen. Keine Erklärung. Nichts, was trösten könnte, nichts was Heilung bringen würde. „Warum wurde meinem Sohn das angetan?“ „Werden unsere Kinder sich wieder erholen?“ „Wie konnten Sie das zulassen?“

Noah Arrington starrte an die Decke. Er schaut nicht auf, auch nicht als Professor McGonagall sich neben ihn setzt. Die Familie Arrington war vor neun Monaten vermisst gemeldet worden. Noah hatte sich nicht selbst registriert, Noah war geholt worden. In dem Ministeriumsbericht wurde die Exekution der vier Nicht-Magischen Familienmitglieder in unerträglicher Detailtreue beschrieben. Niemand wusste, warum es bei dieser einen gezielten Verhaftung geblieben war.
Noah hatte sich geweigert etwas zu essen und Tränke zu sich zu nehmen. Als er die kleineren Kinder losgelassen hatte, hatte er sich schlaff auf ein Bett legen lassen. Seitdem hatte er sich nicht mehr gerührt. Er sah so leblos aus...
Minerva nahm seine Hand. Sie versuchte den nagenden Gedanken an neun Monate Askaban aus ihrem Kopf zu verbannen. An Kinder, die nichts verbrochen hatten und doch bestraft wurden. An Dementoren, die das schlimmste, dass in einem schlummerte immer wieder an die Oberfläche holten. Sie wollte nicht an neun Monate Askaban denken und tat es doch.


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Anmerkung
Im siebten HP-Band berichtet der Tagesprophet offen über die Gefahr, die von Muggelgeborenen ausgeht. Voldemort setzt Pius Thicknesse als Zauberminister ein und tritt nicht selbst öffentlich in Erscheinung. Es meldet sich die Frau eines Ministeriumsangestellten (Cattermole) freiwillig zu ihrer Anhörung vor der Muggelgeborenenregistrierungsbehörde.
Diese Punkte scheinen für mich widersprüchlich zu sein. Deswegen ist der erste dieser drei Punkte in dieser Fanfiktion abgeändert. Das Zaubereiministerium und der Tagesprophet verhalten sich nicht von Anfang an offen Muggelgeborenenfeindlich. Sie sagen dubiose Dinge, stellen in Frage wie vertrauenswürdig Muggelgeborene sind- aber ihre Botschaften werden erst mit der Zeit deutlicher.
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