Kämpfe für dein Glück

von Fresa
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Andrea Herrera Jack Gibson Maya Bishop Robert Sullivan
11.09.2019
16.09.2019
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Willkommen zu meiner Geschichte über Andy x Robert. Eigentlich hatte ich eine andere Idee im Kopf, aber dann habe ich heute das Staffelfinale der zweiten Staffel gesehen und die Idee hat sich in meinem Kopf festgesetzt und musste aufgeschrieben werden. Ich fand es gelinde gesagt sch*ße, wie es zwischen Andy x Robert gelaufen ist und bis die dritte Staffel bei uns läuft dauert ja noch eine Ewigkeit.

Die Updates werden unregelmäßig sein, je nachdem wie ich zum Schreiben komme.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.



Disclaimer: Bis auf die Idee gehört mir nichts. Ich verdiene kein Geld mit meinem Geschrieben.




Kämpfe für dein Glück

-1-

Abgewiesen

Andy konnte nicht glauben, dass Robert sie mehr oder weniger rausgeworfen hatte. In ihrem Kopf herrschte eine vollkommene Leere und ihr Herz schmerzte. Ihr kam es vor, als würde sie in einen tiefen Strudel gezogen und es ging immer weiter abwärts, wo eine tiefe Schwärze auf sie wartete. Wieso hatte er das getan? Sie war sich so sicher gewesen, dass er es genauso gewollt hatte, wie sie. Anscheinend ja nicht! Andy fühlte sich so dumm. Wie sollten sie jetzt bloß zusammen arbeiten? Sie wollte ihn am liebsten gar nicht mehr sehen. Nie wieder. Doch das ging ja bekanntlich nicht, da er ihr Captain war. Gerade jetzt verfluchte sie den Moment, wo er der neue Captain der Wache geworden war. Hätte doch bloß einer von ihnen – Jack oder sie – den Posten bekommen, dann wäre ihr diese Demütigung erspart geblieben. Sie hätte diese Erfahrung nicht machen müssen.

Ziellos lief sie durch die Straßen Seattles. Ihre Gedanken drehten sich im Kreise und dröhnten laut in ihrem Kopf. Langsam bahnten sich erste Tränen ihren Weg. Andy kämpfte dagegen an, sie wollte nicht weinen. Nicht wegen ihm. Er war ihre Tränen nicht wert. Sie wollte nicht wegen eines Mannes weinen. Doch sie schaffte es nicht die aufkommende Tränenflut zurück zu halten. Sie verlor den Kampf. Unaufhörlich begannen sie ihre Wangen hinab zu rollen und sie hörte auf dagegen ankämpfen zu wollen. So ließ Andy den Tränen freien Lauf. Diese verschleierten ihre Sicht und sie stolperte mehr blind als sehend weiter.

Wie durch ein Wunder gelangte sie ohne Zwischenfälle nach Hause. Hoffend, dass Maya bei Jack war. Sie wollte jetzt nur alleine sein und schon gar nicht wollte sie mit jemanden reden. Doch das Glück war leider nicht hold. Ihre beste Freundin und ihr Ex waren natürlich ausgerechnet heute nicht bei Jack. Sie seufzte und ohne ein Wort zusagen, verkrümelte sich Andy in ihre Zimmer, kuschelte sich in ihr Bett und ließ ihren Tränen freien Lauf. Sie konnte und wollte die Tränenflut auch nicht stoppen und es war ihr mittlerweile auch egal. Hier sah sie niemand und wenn schon. Sie schämte sich ihrer Tränen nicht.

Es klopfte an ihrer Tür. „Andy, alles okay bei dir?“, wollte ihre beste Freundin wissen. In ihre Stimme schwang Besorgnis mit.

„Ja, alles okay. Ich habe bloß starke Kopfschmerzen“, kam es von Andy und sie hoffte, dass Maya das schlucken würde. Doch sie kannte Andy besser und wusste, dass etwas nicht in Ordnung war. Daher öffnete sie die Tür und trat einfach ein.

Maya setzte sich zu Andy aufs Bett und schlug die Bettdecke weg, die sie sich über den Kopf gezogen hatte. „Was ist passiert? Und fang ja nicht wieder mit den Kopfschmerzen an. Du hast mit Sicherheit keine Kopfschmerzen, viel mehr Herzschmerz. Also was ist passiert?“, blieb Maya beharrlich.

Immer noch rollten Tränen Andys Wangen hinab. Sie wusste, dass sie verloren hatte. Ihre beste Freundin würde solange bleiben bis wusste, was passiert war.

„Robert …“, schluchzte sie leise.

„Was ist mit Sullivan?“

„Na ja … wir haben uns vorhin geküsst und sind dann in sein Zimmer. Ich wollte die Tür abschließen und als ich zurückgekommen bin, war er plötzlich so komisch. Total verändert und er dann hat mich weggeschickt …“ Ihr brach die Stimme weg und ein Schwall neuer Tränen lief ihre Wangen hinab. Maya zog sie in ihre Arme und streichelte ihr beruhigend über den Rücken.

„So ein Idiot. Es tut mir leid. Dabei hatte ich das Gefühl, dass er ebenso auf dich steht.“

„Anscheinend nicht … Dabei … dabei …“

„Dabei?“

„In LA als wir vor dem Feuer in einen Pool springen und untertauchen mussten, waren wir schon kurz davor uns zu küssen. Ich verstehe ihn nicht …“

Andy tat ihr unsagbar leid. „Vielleicht ist es wegen seiner toten Frau?“

Daran hatte sie auch schon kurz gedacht, aber das konnte es nicht sein. So schüttelte sie seinen Kopf. „Das glaube ich nicht.“

„Dann sollten wir herausfinden, was der Grund ist.“

„Was soll das bringen? Am liebsten würde ich ihn gar nicht mehr sehen …“

Maya drückte ihr einen Kuss auf die Schläfe. „Ach Süße. Das geht leider nicht. Er ist unser Captain und wenn du nicht die Wache wechseln willst, wird sich daran auch nichts ändern.“

„Das weiß ich doch … Es wird seltsam werden … Verdammt.“

Maya sah Andy eindringlich an. „Du hast dich in Sullivan verliebt!“ Keine Frage, sondern eine Feststellung. Sie wollte schon verneinen, aber es stimmte. Diese Erkenntnis traf sie mit voller Wucht und hob ihre Welt aus den Angeln. Konnte der Tag noch mieser werden? Anscheinend schon.

So nickte Andy lediglich.

„Schöne Scheiße.“

„Du machst mir ja Mut.“

„Uns wird schon was einfallen. Ich mag es nämlich nicht, wenn meine beste Freundin unglücklich ist, wo ich gerade glücklich bin.“ Maya verschwieg jedoch den peinlichen Moment auf der Wache. Damit wollte sie Andy in ihrer jetzigen Situation nicht belasten.

Ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Dann ab mit dir zu Jack. Ich komm schon alleine klar.“

„Bist du sicher?“, vergewisserte sich Maya.

„Ja bin ich.“

„Okay, aber wenn was ist, melde dich.“

„Mach ich.“

„Kopf hoch. Wir finden heraus, was mit Sullivan los ist und dann bekommst du dein Happy End“, sagte Maya sanft, drückte sie noch einmal und verließ dann ihr Zimmer. Aber wollte sie überhaupt noch ein Happy End mit Robert? Ihr Herz kannte die Antwort. Ja, sie wollte ihn. Aber wie sah es mit ihm aus? Andy wollte nicht glauben, dass er sie nicht wollte. Sie hatte ganz deutlich gespürt, dass er sie ebenso wollte. In seinen Augen hatte sie das Verlangen gesehen. Es musste einen Grund geben, wieso er sie abgewiesen hat und den würde sie herausfinden. Sie würde kämpfen, so wie sie es schon immer getan hatte. Daher war jetzt auch Schluss mit den Tränen.

„Ich werde herausfinden, was mit dir los ist, Robert!“, flüsterte sie kämpferisch und ballte ihre Hände zu Fäusten.


***
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