"I'll never let you go, Hermione..." - A tragedy story

GeschichteRomanze, Tragödie / P18
Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
11.09.2019
26.03.2020
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"NEIN.... NEIN... NEEEEIIIIINNN!", hallte eine Stimme durch den ruhigen Fuchsbau. Die Nacht wurde seit Wochen fast täglich gebrochen durch die Albträume, die Hermine nun durchlitt.
Die ersten Wochen waren vergangen seit Hermines Rettung, doch es war fast nichts mehr wie es für Ron einmal war.
Trotz seiner großen Bemühungen Hermines Erinnerungen zurück zu holen, hatte alles kein Erfolg. Hermine konnte sich schlicht und einfach nicht an ihn, die Weasleys, Harry oder sogar an ihre alte Schulzeit in Hogwarts erinnern geschweige denn an den Kampf mit Voldemort, den sie all die Jahre geführt hatten.
Und jetzt kamen noch die schrecklichen Albträume von Hermine dazu, die alles noch schwieriger machten als es sowieso schon war.
"Hermine... Bitte, beruhige dich!", sagte das rothaarige Mädchen, das vor Hermines Bett nun hockte und eine Hand von Hermine in ihrer hielt. Es war Ginny, Rons Schwester, die eigentlich eine sehr gute Freundin von Hermine nach all den Jahren wurde, doch auch an sie konnte Hermine sich nicht erinnern.
"WEG! NEIN!!! BITTE!!!", schrie Hermine unter bitteren Tränen und wandt sich auf dem Bett hin und her, als würde sie unter Todesqualen leiden. Ginny war verzweifelt, sie konnte Hermine einfach nicht beruhigen. Gerade als sie aufstehen wollte, um Ron zu holen, kam dieser schon in das Zimmer gestürmt. Er ließ sich sofort zu Hermine auf das Bett fallen und nahm sie in den Arm. Er wusste sofort was zutun war, denn dies tat er schon einmal für sie... als Hermine im Malfoy-Anwesen von Bellatrix Lestrange schrecklich gefoltert wurde, erging es ihr danach ähnlich. Viele Nächte wurde sie auch da von schlimmen Albträumen geplagt, doch dieses Mal war es eine Spur schlimmer. Ron war der einzige im Fuchsbau, der sie beruhigen konnte so wie auch an diesem Abend. Hermine schrie nicht mehr, dafür schluchzte sie aber nun unaufhörlich gegen Rons Schulter. Obwohl sie sich noch immer nicht an ihn erinnern konnte, war es nur Ron, der es schaffte sie zu beruhigen und das empfand er als ersten Fortschritt in allem. Es waren keine Worte notwendig, um Hermine zu beruhigen, nur seine Körperwärme und seine Schulter reichten aus, dass Hermine sich nach knapp einer Stunde beruhigt hatte und in Rons Armen wieder einschlief. Ron wich keine Minute mehr in dieser Nacht von ihr und hielt sie so lange in seinen Armen wie sie es zuließ.

-

Am nächsten Morgen wachte Ron auf und bemerkte wo er lag, in Hermines Bett. Das letzte Mal roch er ihren tollen Duft so intensiv, als sie sich das letzte Mal voneinander verabschiedeten bevor Hermine gemeinsam mit Ginny sich auf in die Winkelgasse machten und das schreckliche Schicksal sich ereignete.
Ron schreckte hoch, als er bemerkte, dass Hermine nicht mehr in ihrem Bett lag.
Oh Ron... Du bist so ein Trottel! Wärst du nicht hier liegen geblieben. Ich war ihr bestimmt zu aufdringlich! Eindeutig! Sonst läge sie noch hier...
Dachte Ron zähneknirschend und mit schlechtem Gewissen über sich selbst nach und stand auf. Er hätte sich dafür selbst ohrfeigen könne, aber war es nicht das, was Hermine im Moment brauchte? Aufmerksamkeit, Geborgenheit und eventuell seine Liebe? Ron schüttelte sich aus diesen Gedanken und ging die endlosen Stufen des Fuchsbaus hinunter. Als er in der Küche ankam, war er überrascht Hermine nicht mit am Tisch sitzen zu sehen. Nicht, dass er davon ausging, denn sie weigerte sich seit sie im Fuchsbau zurück war strikt dagegen mit allen am Tisch zu sitzen. Es war ihr unangenehm, denn sie kannte niemanden mehr von ihnen. Also aß sie ausschließlich auf ihrem Zimmer, wenn man es ihr Zimmer nennen konnte? Hermine wusste es nicht genau. Dennoch war Ron fast fest davon überzeugt sie hier unten in der Küche anzutreffen, wo sollte sie sonst sein? Er überflog die Köpfe seiner Familie, aber er entdeckte das buschige, braune Haar von ihr nicht.
"Ron...", kam es von seiner Mutter, die seinen Teller sofort mit Eier und Speck befüllen ließ "Schön, dass du wach bist, mein Junge. Komm, setz dich und iss was, dass du etwas zu Kräften kommst."
Ron jedoch kam der Aufforderung seiner Mum nicht nach und hatte sofort nur ein Thema: "Wo ist Hermine denn? Hat sie jemand von euch gesehen?"
"Oh ja" Ron sah sofort seine Mutter überrascht an, als sie diese Antwort von sich gab. "Sie hat sich etwas zu Essen genommen und ist in den Garten gelaufen. Vor etwa zwanzig Minuten. Hat sie dir nicht Bescheid gesagt?"
Ron schüttelte nur den Kopf und blickte auf die Ausgangstür. Er nahm eine perfekt geröstete Scheibe Bacon von seinem Teller und nahm einen Bissen, danach legte er diese wieder angebissen auf seinen Teller zurück und lief noch immer mit dem Blick auf die Tür, die zum Garten hinausführte, an seinen Familienmitgliedern vorbei und öffnete diese. Er ging hinaus in den nun fast verblühten Garten. Es war mittlerweile Herbst geworden und die Blätter, die noch an einer Eiche hingen, waren mittlerweile bunt gemixt und verlieh dem ganzen Garten ein tolles Ambiente. Die Sonne, die noch am Aufgehen war, ließ den Fuchsbau in orange-gelb erstrahlen und vereinzelt konnte man einen Vogel vorbeifliegen oder zwitschern hören. Ron war das alles aber egal. Er starrte eine Zeit lang auf die Stelle, wo jetzt gerade Hermine saß. Sie hatte auf der Gartenbank Platz genommen und ihre Beine angewinkelt, doch was Ron am meisten beruhigte war nicht, wie sie dort saß, sondern dass sie etwas Bestimmtes in den Händen hielt, was ihn so viel Hoffnung gab, die er in den letzten Wochen vergeblich gesucht hatte... Ein Buch, genau genommen ihr Lieblingsbuch über die Geschichte von Hogwarts. Er erkannte sofort, dass es ihr altes Schulbuch war, da es mittlerweile deutlich verschlissen aussah und die Farbe des Buches schon verblasste. Sie sah so normal und wunderschön aus, dass man niemals denken würde, dass nichts mehr so ist wie es einmal war. Ron dachte einige Zeit darüber nach, ob er wirklich auf sie zugehen sollte und sie stören sollte, aber dann dachte er, dass er sich eventuell bei ihr entschuldigen sollte für diese Nacht, dass er einfach bei ihr eingeschlafen war. So nahm er seinen ganzen, noch immer vorhandenen Gryffindormut zusammen und lief langsam auf sie zu. Er hätte sie stundenlang so anstarren können, sie sah perfekt und wunderschön aus, auch wenn sie etwas abgemagert war. Doch störte das Ron überhaupt nicht. Ihre Locken wehten leicht mit dem Wind mit, der immer mal wieder über das weite Feld wehte, das gleich in der Nähe des Fuchsbaus war und auch die Sonne verlieh Hermine einen unglaublichen Teint, dass man ihre Blässe, die sich durch ihre großen Qualen noch immer in ihrem Gesicht abzeichneten, fast gar nicht mehr wahrnahm.
"Hey...", kam es von Ron, der jetzt schüchtern neben der Bank auf der Hermine saß, stehenblieb und ein kleines, schiefes Grinsen von sich gab.
Hermine sah von ihrem Buch auf und sah zu Ron hinauf. Er lächelte sie so an, dass Hermine sofort weiche Knie bekam. Sie konnte es sich nicht erklären, aber er hatte einen unglaublichen Effekt auf sie. Kaum betrat er den Raum oder war in der Nähe, fing ihr Herz wie wild an zu schlagen... Aber war es wirklich richtig? Sie fragte sich dies ständig in den letzten Tagen, denn eigentlich kannte sie ihn doch gar nicht. Er war ihr so unbekannt, aber dennoch... Er hatte etwas, was sie irgendwie mochte. Seine Art und Weise, wie er sprach, sein Lächeln, seine Stimme und vor allem... wie sehr er sich um sie bemühte und kümmerte. Es war ziemlich süß, das musste Hermine sich eingestehen. Und letzte Nacht war es tatsächlich für sie viel leichter, als er neben ihr einschlief und sie in seinen starken Armen hielt. Bei diesen Gedanken wurde sie leicht rot und räusperte sich dann, um ihm zu antworten: "Guten Morgen, Ron"
"Ähm... Dürfte ich vielleicht?" Ron zeigte auf den Platz neben ihr und Hermine rückte zur Seite und lächelte: "Nur zu... Es ist noch genug Platz."
Ron war erleichtert. Scheinbar war sie nicht sauer auf ihn, wegen letzter Nacht, immerhin bot sie ihm den Sitzplatz neben sich an oder war es nur der Höflichkeit halber? Ron zweifelte wieder an sich und setzte sich etwas schüchtern neben sie. Hermine konnte es sich nicht verkneifen. Ein kleines Lächeln umspielte ihre Lippen. Sie versuchte es so gut es ging zu verstecken und starrte nach unten auf ihr Buch, das sie in ihrem Schoß platziert hatte. Ron starrte geradeaus auf das Feld und einige Momente war es still zwischen ihnen. Er kratzte sich immer wieder verlegen am Hinterkopf oder Nacken und wusste nicht so recht, was er mit seinen Händen anstellen sollte. Es war so komisch zwischen ihnen geworden... irgendwie fast wie im sechsten Schuljahr zu Hogwartszeiten. Ron schmunzelte leicht bei den Gedanken und sah auf seine Hausschuhe, die er trug... Es waren braune Hauspantoffeln und sie waren alles andere als attraktiv. Rons Ohren wurden rot, als er bemerkte wie unmöglich er eigentlich aussehen musste.

-

Ginny stand am Küchenfenster, als sie ihrer Mum beim Abwasch half und hatte den besten Blick nach draußen in den Garten und sah Ron und Hermine ganz schüchtern auf der Gartenbank sitzen.
"Beim Barte des Merlin", kam es von ihr "Harry, ich glaube dieser ganze Liebesquatsch bei den beiden geht von vorne los!".
Harry stand von seinem Platz auf, wobei der Stuhl über den Holzboden schliff und knarrende Geräusche von sich gab. Er stellte sich neben seine Freundin und sah ebenfalls aus dem Fenster: "Ich hoffe, dass es dieses Mal keine sieben Jahre dauert oder erst wieder ein Krieg ausbricht bis die beiden sich endlich küssen!".
"Also Kinder!", kam es von Molly, die nun mit ihrem Zauberstab das trockene Geschirr in den Schrank räumen ließ: "Nun lasst die beiden doch. Sie werden etwas Zeit brauchen. Hermine erinnert sich nicht mal an etwas... Ihr werdet sehen, bald werden sie sich küssen und irgendwann gibt es vielleicht ganz viele kleine Ronnilein! Hach Arthur, wäre das nicht großartig?"
"Mum, bitte... Ich möchte sowas nicht hören! Außerdem guck sie dir doch an... Also wenn ihr mich fragt, werden wir weitere sieben Jahre warten müssen! Harry, du musst da doch etwas tun können, oder?", sah Ginny nun Harry an, der noch immer aus dem Fenster starrte.
"Was soll ich denn da tun?", fragte Harry, während er mit gerunzelter Stirn nach draußen sah.
"Meine Güte... Hast du all die Jahre nur bei den beiden zugesehen? Nicht mal ein kleiner Liebeszauber? Merlin, die beiden sind völlig verloren!" Ginny amüsierte es nun und sie lachte etwas. Harry sah sie nun an und verschränkte seine Arme vor seiner Brust: "Ich habe mein bestes getan, okay?"
"Ach ja? Was denn, Mr. Potter? Komm, nenne mir eine Sache, die du damals unternommen hast, um beide zur Vernunft zu bringen. Und Däumchen drehen und zusehen gilt nicht!", gab sie frech zur Antwort und schlug ihm spielerisch mit ihrem Abtrocknehandtuch auf den Oberarm.
Harry tat so als würde er stark nachdenken und grinste sie dann frech an: "Ich habe Ron eins, zwei Mal ein paar Tipps gegeben... Also mit ihm gesprochen!"
Ginny lachte höhnisch auf: "Ha... Du Beziehungsexperte! Das war ja dann sehr erfolgreich!"
"Na warte!" und Harry schnappte sich Ginny und fing an sie zu kitzeln, wodurch Ginny laut lachte, sodass man es auch bis nach draußen hörte.

-

Hermine und Ron drehten sich zur Haustür um, um zu schauen, was dort drin geschah, als sie Ginny so lachen hörten und nach einer Weile sahen sie dann wieder zurück zum Feld, wo der leichte Wind hindurchwehte und es aussah, als würden sich Wellen in dem Feld bilden.
"Harry scheint mit deiner Schwester sehr glücklich zu sein", sagte Hermine und brach die Stille, die seit einer gefühlten Ewigkeit herrschte seit Ron sich neben sie gesetzt hatte.
"Ja, scheint so...", gab Ron als Antwort und streckte seine langen Beine von sich, damit er auf der Bank etwas gemütlicher sitzen konnte.
Einige Momente hörte man nur wieder das Lachen von Ginny aus dem Fuchsbau hinaushallen, aber Hermine ließ etwas nicht los, also musste sie Ron fragen.
"Ron, kann ich dich etwas fragen?"
Ron sah zu ihr hinüber und bemerkte, dass sie ihn ansah. Sein Herz raste wie wild, denn schon lange hatte sie ihn nicht mehr so angesehen.
"Ja, natürlich.", antwortete er kurz und knapp und gab ihr zu verstehen, dass sie ihn fragen konnte, egal was sie auf dem Herzen hatte.
Hermine setzte sich etwas aufrechter hin, klappte ihr Buch zu und sah ihn an: "Nun ja, ich habe mich gefragt... Also... Wir waren zusammen?"
Ron schluckte. Ganz toll, jetzt ist ihr bestimmt etwas Schreckliches mit dir eingefallen und jetzt will sie dir sagen, dass es nie wieder etwas wird zwischen euch... Ron Weasley, du bist so ein Versager! Was will sie auch mit dir? dachte Ron nach, während er ihr als Antwort nur zunickte.
"Waren wir lange zusammen?", fragte sie weiter und Ron wusste nicht genau, worauf Hermine nun hinaus wollte. Er sah sie etwas überrascht an: "Ähm... Nein, nicht wirklich. Wir haben jetzt Oktober, im Mai sind wir zusammen gekommen, während des Krieges."
"Während des Krieges? Wart mal... Du meinst wir haben uns, während dieser Krieg in Hogwarts herrschte, geküsst? Da ist uns erst eingefallen uns zu küssen? Was für ein Timing, was?", gluckste Hermine nun amüsiert und Ron konnte nicht anders als auch etwas zu lachen, denn es stimmte. Es war wirklich ein so beklopptes Timing, dennoch war es für sie, als würden sie es zum ersten und letzten Mal in ihrem Leben sich küssen. Beide lachten etwas und Ron liebte es ihr Lächeln nach so langer Zeit wieder zu hören und als Hermine sich langsam beruhigt hatte, sah sie wieder Ron an: "Ich kann mich an etwas erinnern, Ron!"
Rons Kopf schoss zu ihr und sein Herz schlug aufgeregt gegen seine Brust: "Wirklich?"
Hermine nickte: "Ja, es war glaube in unserer Schulzeit... Es ist eigentlich eine so bescheuerte Erinnerung, aber ich erinnere mich, wie ich scheinbar mit jemanden Streit hatte und er mich beleidigt hatte... Und plötzlich bist du dazwischen und hast dich mit ihm geprügelt und ich war sogar noch etwas sauer auf dich? Stimmt das oder bilde ich mir das ein?"
Ron erinnerte sich und es war damals Malfoy, der einen blöden Spruch gegen Hermine brachte und sie sehr fieß beschimpfte und da ist Rons Geduldsfaden gerissen und er ist auf ihn losgegangen. Hermine war danach nicht wirklich dankbar, sondern war sogar sauer auf Ron, dass er wegen sowas noch von der Schule fliegen würde und sie sich alleine wehren könne. Ron kann sie sehr gut daran erinnern, denn es tat ihm damals irgendwie weh, dass sie sauer auf ihn deshalb war, doch eigentlich hatte er das schon vergessen. Dass sich Hermine ausgerechnet daran erinnern konnte, wunderte ihn.
"Es stimmt tatsächlich...", sagte Ron nur kurz und knapp und sah auf seine Hände hinunter.
"Ron! Komm bitte rein und hilf kurz deinen Vater!", kam es nun von Molly aus dem Fuchsbau.
Ron seufzte, er wäre noch stundenlang bei ihr sitzen geblieben und hätte sich mit ihr unterhalten, aber die Pflicht griff wie eine Schlinge nach ihm und er hatte keine Chance zu entkommen.
Hermine beobachtete Ron eine Weile und als er gerade aufstehen wollte, hielt sie ihn kurz am Arm fest: "Sich für ein Mädchen in Gefahren zu begeben und sich zu prügeln, zeugt von viel Mut und... Liebe!", erklärte Hermine etwas schüchtern und lächelte leicht: "Und dass du ein wirklich toller Junge bist!"
Ron sah zu Hermine und lächelte sie kurz an: "Danke... Ich konnte Malfoy damit nicht durchkommen lassen, weißt du? Er war ein richtiges Arschloch! Er hatte es verdient!"
Hermine lächelte noch immer und war etwas rosa im Gesicht: "Ich glaube ich habe mich nie dafür richtig bedankt!"
Nun stand sie auf und ohne, dass Ron wusste, was mit ihm geschah und ohne weitere Vorwarnung gab Hermine ihm einen kleinen, aber süßen Kuss auf seine stopplige Wange. Sein Herz sprang wie wild gegen seine Brust und sein Blut floss kochend durch seinen Körper und schoss in sein Gesicht, das sich durch rote Ohren und Wangen dort abzeichnete.
"Danke!", flüsterte sie noch immer leicht grinsend und ging dann in den Fuchsbau. Ron stand eine Weile dort und konnte nicht fassen, was geschehen war. Hatte gerade wirklich Hermine, die alles vergessen hatte, ausgerechnet ihm einen Kuss auf die Wange gegeben? War das eben wirklich passiert? Ron fasste sich kurz an die Stelle, wo vor wenigen Sekunden noch Hermines Lippen waren und er starrte zur Tür des Fuchsbaus und sah wahrscheinlich aus, als hätte er seine völlige Besinnung verloren oder einen Klatscher beim Quidditch-Turnier vor den Kopf bekommen.
"Ron, nun komm! Dein Dad wartet!", mahnte nun Molly und Ron wurde aus seinen Gedanken gerissen. Er blinzelte mehrmals bis er halbwegs seinen Verstand wieder bekam und lief dann mit etwas wackligen Füßen in den Fuchsbau, um seinem Vater bei einer für ihn völlig sinnlosen Beschäftigung zu helfen, doch er konnte den ganzen Tag nicht mehr aufhören zu lächeln und an nur eine einzige Person zu denken... Hermine!