Fünf - Nach dem Regen

von Fofinha
GeschichteDrama, Romanze / P16
Anakin Skywalker / Darth Vader Jango Fett Obi-Wan Kenobi OC (Own Character) Padmé Naberrie Amidala Yoda
11.09.2019
01.08.2020
30
67.544
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01.08.2020 606
 
Music: Message to bears – You are a memory

Furcht ist nichts schlimmes. Man wird weiser aus den Erfahrungen, vor denen man sich fürchtet und sich ihnen letztendlich stellt. Man wird schneller, in jeder Entscheidung, die durch Furcht erzwungen wird. Und stärker, weil man irgendwann realisiert, dass man sie besiegen kann. Furcht vermag einen zu lähmen, doch auch innezuhalten und nachzudenken, bevor man den nächsten Schritt wagt. Sie ist ein Instinkt. Fliehen oder Kämpfen? Ich hatte beides getan. Ich war geflohen und ich hatte gekämpft. Furcht hatte mich immer begleitet. Furcht vor dem Ungewissen. Furcht vor der unendlichen Weite dieser Galaxie. Ich hatte sie besiegt…hatte gewonnen. Ich war so weit gekommen, hatte mehr erlebt, als ich mir jemals vorstellen konnte und jeden furchterfüllten Moment genutzt meine Grenzen zu erkennen.
„Weil, Kami, ich dich liebe!“
Verwischte Bilder. Wald. Stahl. Wärme.
„Ich kann dich nicht sterben lassen.“
Hitze. Erschütterung. Ein riesiger Feuerball am blauen Himmel.
„Geh nicht!“
Schritte. Soldaten. Trampelnde Stiefel.
„Das Leben ist rau und unbarmherzig und es tut weh!“
Blinkende Lichter. Musik. Pochender Herzschlag.
„Sie ist ein Mensch!“
Ernste Gesichter. Braune Roben. Misstrauen.
„Es ist deine Entscheidung allein. Du kannst sie treffen.“
Roter Stein. Dunkelheit. Machtlosigkeit.
„Du wurdest erschaffen, um dem Jedi Orden zu dienen…“
Sand. Zorn. Verwirrung.
„Das ist es, was einen Menschen ausmacht.“
Stille. Nacht. Geborgenheit.
„Du wirst noch viel mehr sehen, Kami. Mehr, als du dir jemals vorstellen konntest.“
Unendliche Weite. Sterne. Lichtermeer.
„Möge die Macht mit Euch sein, Fünf.“
Stechendes Blau. Regen. Kälte.
„Kapsel fünf öffnen!“
Ein Zischen umgab mich, immer noch rotierten die Bilder in meinem Kopf. Ich verstand sie nicht. Irritiert beobachtete ich, wie das dicke Glas vor mir nach oben klappte. Es kam mir vor, als hätte ich nur für einen Moment geträumt. Diese blauen Augen verfolgten mich, während ich langsam meine Hand bewegte und das Beatmungsgerät von meinem Mund zog. Wie lange war es dort gewesen? Die Luft, die ich nun einatmete brannte in meiner Lunge. Alles schmerzte, jede noch so kleine Bewegung prallte auf mich ein und verhinderte, dass ich meine wilden Gedanken zu fassen bekam.
Ein Gesicht tat sich vor meinem verschwommenen Blickfeld auf. Ich blinzelte. Große mandelförmige Augen, ein gönnerhaftes Lächeln und spindeldürre Finger hoben sich vor dem grauen Hintergrund ab.
„Sie ist wach!“, sagte die Stimme, die ich für immer aus meinen Gedanken hatte löschen wollen. Siha-Gal zog mich aus der Kapsel, bugsierte mich auf eine stählerne Liege zu und ließ zu, dass ich mich langsam auf die kalte glatte Oberfläche setzte. Keine Regung war in seinen Zügen zu sehen. Als warte er gespannt ab, was geschah. Benommen huschte mein Blick zu allen Seiten. Bis mich die Erkenntnis traf, ein schmerzhafter endloser Blitz zuckte durch mein Innerstes.
Ich war zurück. Zurück auf Kamino. In Tipoca City. In Siha-Gals Labor.
Seine regungslosen Züge hatten sich während meiner Erkenntnis zu einem hämischen Grinsen verzogen.
„Willkommen zurück, Fünf!“

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Meine lieben Leser!
Ja, ich weiß, welch ein Schock?! Aber hiermit endet der erste Teil von Kamis Abenteuern. Ich habe definitiv Pläne und Storylines für den zweiten Teil fertig, doch geschrieben ist das Ganze noch nicht einmal im Ansatz, doch das wird es werden, auch wenn es dauern könnte. Also schaut doch ab und zu einmal bei mir vorbei, vielleicht geht das Ganze schneller als gedacht oder es dauert. Das kann ich schwer abschätzen und Gut Ding will Weile haben ;)
Ich hoffe euch hat es trotz des Endes/oder vielleicht gerade wegen des Endes gefallen. Ich danke allen lieben Lesern, die hier eifrig Reviews hinterlassen haben oder es noch tun werden.
Ihr werdet bald wieder etwas von mir...lesen!
Liebe Grüße  und bleibt gesund!
Eure Fofinha
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