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von Telda
KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Hermine Granger Severus Snape
11.09.2019
11.09.2019
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Hey^^

ein kleiner OS, nicht sehr lustig...

Die Originalgeschichte stammt von rickmanfan1978  
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Weihnachtsball

Er beobachtete, wie sie den Ballsaal mit ihrer Begleitung betrat. Irgendein Dummkopf, der sie nicht verdiente. Er hatte seine dreckigen Pfoten um ihre Taille, als würde er sie besitzen.

Er sah zu, wie sie ihre Köpfe zusammensteckten, sie etwas flüsterte und sie über einen privaten Scherz lachten. Sie tupfte mit einer Serviette seinen Mundwinkel ab. Sie tanzten, so eng umschlungen, dass sie genauso gut an der Hüfte zusammengewachsen sein könnten.

Hermione war gelangweilt. Ihr Date, Henry, unterhielt sich mit einer blonden Hexe, die ein schulterfreies Kleid trug, das ihr beträchtliches Dekolleté enthüllte. Er starrte praktisch auf die Zwillingsgipfel hinunter und hatte dabei völlig vergessen, dass sie überhaupt existierte. Sie überlegte, ob sie den Weihnachts-Ball verlassen sollte. Ein schneller Blick zeigte, dass die meisten sowieso bereits gegangen waren, bis auf ein paar Tänzer auf dem Parkett.

Als sie den Riemen ihrer Handtasche über die Schulter schob und zum Ausgang lief, versperrte ihr jemand den Weg. Sie blickte auf, bereit, ihm gehörig die Meinung zu sagen. Es war Snape – und er schwankte auf den Beinen.

„Geht es Ihnen gut, Sir?“ fragte sie aufrichtig besorgt.

Als Snape sprach, wusste sie sofort, dass er besoffen war. Hoffnungslos besoffen.

„Sie!“

Seine schwarzen Augen verengten sich vorwurfsvoll. Er trat einen schwankenden Schritt vor. Erschrocken trat Hermione einen Schritt zurück.

„Sie!“ wiederholte er, das Wort ausspuckend, als würde es ihn anekeln.

„Ich?“ fragte sie und sah sich um, hoffend, dass er jemand anderen meinen könnte. Niemand wollte das Ziel des Zornes ihres früheren Tränkeprofessors sein.

Er drängte sie gegen die Wand. Die unebenen Steinkanten gruben sich in ihren Rücken. Das war unangenehm, da ihr Kleid aus Seide war.

„Sie", knurrte Snape undeutlich und zeigte mit einem unsicheren Finger auf sie. Er verfehlte und stupste stattdessen die Steinmauer, "sind nicht berechtigt."

Sie standen ziemlich nahe und jedes Wort, das von ihm ausgeatmet wurde, roch nach Alkoholdämpfen. Puh ... Wie viel hat er getrunken?, dachte sie Wenn sie schon darüber nachdachte, hatte sie nicht einmal erwartet, ihn bei einem Ball wie diesem zu sehen.

Sie sah ihn mit großen Augen an. Betrunken wie er war, versperrte er ihr mit seinem Körper den Weg zum Ausgang. Sie glaubte nicht, dass er sich bewegen würde, wenn sie ihn anstieß.

„Nicht berechtigt ... nach Hause zu gehen?" vermutete sie hilfreich.

Snape schüttelte nur den Kopf und schwankte auf den Beinen. Er schien zu versuchen, die richtigen Worte zu finden, aber sie fehlten ihm. Das kam nicht oft (tatsächlich nie!) vor, dass Professor Snape die Worte fehlten. Seine Wangen waren rot von all dem Whisky, den er getrunken hatte. Tatsächlich verbesserte das sein Aussehen.

Mit noch immer geschlossenen Augen begann er: „Sie dürfen nicht jedes Jahr Verabredungen mitbringen, die Sie nur wegen Ihres Status nach dem Krieg begleiten. Die Sie dann für das nächste vollbusige Weib fallen lassen, das ihnen ihre Titten ins Gesicht schiebt…!“

Oh Merlin, ein Vortrag. Hermione versuchte unter seinen Armen hindurch zu schlüpfen, aber er presste sie grob gegen die Wand, als wäre sie ein Kerl.

„Au!“ protestierte sie.

Er fuhr in einem sanfteren Ton fort, sein Akzent wurde durch das Trinken stärker. „Es ist Dir nicht erlaubt, in diesem Kleid so umwerfend und so schön auszusehen. Du darfst mir nicht jedes Mal den Atem rauben, wenn Du einen Raum betrittst. Es ist Dir nicht erlaubt...“, er hielt inne und seine nächsten Worte klangen so nüchtern, dass Hermine überrascht war, „mir mein Herz zu stehlen.“

Endlich war er mit seiner Tirade fertig und atmete schwer, als hätte es ihn unendlich viel Kraft gekostet, all dies zu sagen. Er hatte aufgehört zu schwanken und seine Augen waren geschlossen, als wollte er sie nicht ansehen. Für jemanden, der so introvertiert war wie er, was musste es ihn gekostet haben, ihr all dies entgegen zu spucken.

Sie sah eine dünne Spur silberner Tränen über seine linke Wange rinnen. Sein Gesicht war ausdruckslos, doch die Tränen verrieten ihn. Sie hob die Hände, bemerkte, dass ihre Hände zitterten und wischte sein Gesicht trocken. Er zuckte bei ihrer Berührung zusammen und sie stieß sich von der Wand ab, kam näher und hielt den Kontakt aufrecht. Sie sah, wie die Anspannung bei ihrer Berührung von seinem Gesicht verschwand, er sich einen Moment der Hingabe und Hoffnung erlaubte und sein Gesicht in ihre zarte Handfläche schmiegte.

„Es tut mir leid“, sagte sie, das Schweigen brechend.

Seine Schultern sanken herab, er hatte diese Reaktion von ihr erwartet. Aber es fühlte sich gut an, wenn auch peinlich, alles auszusprechen, was er aufgestaut hatte. Er nickte leicht und wandte sich ab, um sein gebrochenes Herz zu pflegen.

Sie zog an seinem Ärmel und er sah zurück.

„Es tut mir leid ...“, begann sie, „dass Sie glauben, ich würde Ihnen das Herz stehlen, ohne im Gegenzug mein Herz zu geben. Und es tut mir leid", sie lächelte entschuldigend, "dass ich Ihnen mein Geständnis nicht so poetisch und unvergesslich machen kann wie Ihres."

Hat sie gerade gesagt, was er glaubte, dass sie es gesagt hatte? Snape weigerte sich aufzuschauen, weil er Angst hatte, diesen alkoholbedingten Tagtraum zu zerstören. Er schaute weiter auf ihre Finger an seinem Ärmel, sein Herzschlag dröhnte in seinen Ohren.

„Sir?“ Sie zog wieder an seinem Ärmel.

Er schaute in ihre Augen und konnte darin echte Besorgnis für ihn erkennen. Und einen Hauch von Liebe. Könnte sie lernen, einen Mann wie ihn zu lieben? Er stand starr wie eine Statue und wusste nicht, was er tun sollte.

Also trat Hermione näher und schlang ihre Arme um seine Brust. Und als er immer noch nicht reagierte, nahm sie seine Arme und legte sie um ihre Taille, wo sie hingehörten. Und als er nichts weiter tat, stellte sie sich auf die Zehenspitzen und küsste sein Kinn.

Langsam sah er auf die Hexe in seinen Armen hinunter. Von solchen Momenten hatte er nur zu träumen gewagt. Es war so surreal, er fühlte sich ... übel. Beunruhigt stieß er sie zum zweiten Mal in dieser Nacht von sich, als er spürte, wie sein Magen sich hob, dank all dem Alkohol, den er zuvor in sich hineingeschüttet hatte. Er schaffte es kaum nach draußen, wo er sein Abendessen und verschiedene andere Flüssigkeiten, die er zuvor eingenommen hatte, auskotzte. Er würgte schrecklich, als sich sein Magen hob. Eine warme Hand auf seinem Rücken, die ihn beruhigte, ihn stützte und ihm half, auf den Beinen zu bleiben.

Als der letzte seiner Kämpfe vergangen war, half Hermione ihm auf die Beine. Sie sah besorgt aus und runzelte die Stirn. War sie besorgt – um ihn? Sein Herz machte einen kleinen Satz.
Sie wischte seinen Mund mit einer Serviette trocken, die sie vorsorglich mitgebracht hatte.

„Das wird eine großartige Geschichte, die wir unseren Kindern erzählen können", überlegte sie.

„Kinder?" Er hatte gerade erst erklärt, wie er für sie fühlte und hier war sie, schon bereit, seine Kinder zu gebären. Sein Herz schwebte.

„Ich bringe Dich nach Hause“, bot sie an, ihre Hand an seinem Ellbogen stützte ihn und hielt ihn.

Er nickte, zu stolz, um nein zu sagen. Zusammen standen sie da und der ältere Slytherin stützte sich auf die jüngere Gryffindor, als wäre es das Natürlichste der Welt. Als sie sich bereit machten zu apparieren, drehte sich Snape zu Hermione um, die seinen Umhang fest um ihn schlang.

„Hermione?“

„Hmmm?“

„Danke.“