Außenseiter

GeschichteAbenteuer, Angst / P12
Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sasuke Uchiha
11.09.2019
11.09.2019
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*Kekse hinstell*

Viel Spaß!


Das Mondlicht schlang sich um die zierliche Gestalt, die die dunklen Gassen hinab ging. Die Frau bewegte sich wie fließendes Wasser. Ihre Haut war rein wie Seide, ihre Figur zum Niederknien und ihr Haar fließend, zartrosa, wie Kirschblüten. Eine weiße Maske bedeckte ihr Gesicht gänzlich und ließ sie im natürlichen licht wie ein Geist erscheinen. Menschlichkeit war in diesen Gassen ein längst vergessener Luxus, hier hieß es entweder Leben oder Sterben und so kam es das die meisten Diebe, Mörder oder Frauenhelden, die sich in den dunklen Gassen tummelten bereits nach wenigen Wochen jede Hemmung verloren. Es war ein harter Kampf und nur die Starken besaßen eine Zukunft. Gespenstisch hallte das Geräusch, welches ihre Lackschuhe verursachten auf den Straßen wieder und ließ die Bewohner erzittern. Jeder kannte dieses Geräusch und die klugen hielten sich von der grausamen Frau fern, die man nur Green Lady nannte. Nicht das sie etwas Grünes an sich hatte, aber die Pest hier im Munde nur Green Lady, war harmlos gegenüber ihr.
Die Frau näherte sich ihrem lang ersehnten Ziel und ließ nochmals einen prüfenden Blick über;
liebevoll ausgedrückt, ihre Rasselbande, schweben. Ganz vorne unerschrocken, natürlich, der größte Spinner der Namenlosengassen, Naruto Uzumaki, seine Kameraden nannten ihn nur Fuchsjunge. Die Namenlosengassen waren ein Ort den die Reichen schon lange vergessen hatten oder besser gesagt vergessen wollten. Natürlich gab es hin und wieder Schräge Vögel die vergeblich versuchten aufzuräumen. Aber solange sie ihren fetten Arsch nicht selbst hierher bewegten und selbst dann nicht, war es unmöglich die Krummen Dinger zu unterbinden.
Hinter dem Fuchsjunge kauerte im Schatten, Hinata, eine kleine Schönheit die wie ihre Meisterin einer Puppe glich. Ganz in ihren Lila Umhang gehüllt sprach die schüchterne Frau nie. Narren hätten sie als schwach und nutzlos betitelt, aber diese wussten nicht, das die Green Lady, nur starke “Freunde“ besaß. Diese hier versammelten Diebe und Meuchler waren Außenseiter und diese Eigenschaft war es, die sie so stark machte. Stumm lächelnd trat sie auf ihre Kameraden zu, unter ihrem Umhang ihre heißgeliebten Langschwerter versteckt, die sich perfekt an ihren Körper schmiegten. Sie hatte die beiden Zwillingsklingen jede einzeln getauft, ihre Namen lauteten;
Hisui und Kage.
Neji, ein blinder Straßenjunge, den sie vor einem Jahr halb verhungert aufgenommen hatte, erspähte sie als Erstes. „Meisterin Green Lady-sama!“, rief er und hob den Kopf, sie wusste, dass er sie nicht sehen konnte und trotzdem kam es ihr so vor, als durchbohrten sie seine weißen starren Augen. Der Fuchsjunge grinste breit und ließ seine Finger kommentarlos in seine Orangenen Taschen gleiten. Sie wusste, dass er das nur tat, um sie zu ärgern. Immer musste dieser Nichtsnutz einen viel zu weiten Orangenen Mantel tragen, der ihn viel zu auffällig machte. „Wir gehen.“, sagte sie ohne Umschweife. Ihre Rasselbande erhob sich, die Gesetze der Straße verlangte es, das immer nur vier ihrer Gefolgsleute, sie zu ihrem Treffen begleiten durfte. Den Vierten in der Rasselbande erspähte sie ganz hinten. Rock Lee, ein dünner Junge, ohne Talent, könnte man meinen. Er besaß vielleicht kein Talent fürs Kämpfen oder Reden, aber dafür war er der schnellste Langfinger weit und breit. „Lady-sama, warum tragen nur sie Waffen?“, fragte Hinata schüchtern und ihr Gesicht glich in Sekunden einer Tomate. Der Fuchsjunge hob aufgeschreckt seinen Kopf und sah neugierig zu ihrer Anführerin. Diese ließ sich viel Zeit mit der Antwort: „...Das schien mir nur fair.“, erwiderte sie gedehnt. „War ja klar, dass sie uns nichts verrät.“, murrte Naruto schmollend und bekam gleich darauf eine von Neji verpasst. „Lass den Quatsch, Luser, oder willst du um deine Zunge ärmer sein?“
Daraufhin schwieg die kleine Kruppe, die sich in den dunklen Gassen erstaunlich geschickt voranbewegte. Schließlich blieb Green Lady, an einer breiten Straße Stehen. Links von ihnen lag das Meer ruhig und funkelnd, rechts nur graue Mauern dunkler Häuser. Schon von weitem hatte sie die fünf Personen gesehen, die sich unbeirrt einen weg auf sie zu bahnten. Ihr Anführer Killerbee, ein stämmiger braungebrannter Mann im mittleren Alter. Die beiden Clans waren, seid langer Zeit Feinde und stets darum bemüht dem anderen das Leben schwerzumachen. „Killerbee.“, begrüßte sie ihn schlicht, mit erhobenen Fingern. Killerbee nickte ihr stumm zu und ließ einen misstrauischen blick über ihre Gruppe streifen. Während die Green Lady, seine Männer musterten. Männer waren nicht untertrieben, die kleine Mannschaft bestand ausschließlich aus Männern. Alles unbekannte, die der alte Kauz absichtlich ausgesucht hatte. „Ich habe nur eine Frage die heute Nacht geklärt werden muss.“, knurrte der unermüdliche Mann und suchte ihren grünen blick. „Ich höre?“, flötete sie und setzte sein hübsches lächeln auf. Ihre Augen trafen sich, Kommentarlos bohrten sich ihre blicke ineinander. Der alte Mann war nicht zu durchschauen, schließlich fragte er bedrohlich: „Wie sieht deine Lage aus? Bist du Feind oder Freund?“, er verlangte von ihr also ihre Karten offen auf dem Tisch auszubreiten. Nur zu gern, aber das Spiel endet erst bist der erste den Tisch verlässt mein bester. Sie genoss die zum zerreißend gespannte Stimmung und die Acht Augenpaare die sich abwartend auf sie gelegt hatten. „Im Moment bin ich weder Feind noch Freund.“, erwiderte sie und ließ alle Spannung aus ihrer Haltung fallen. Ein Knurren drang aus Bees Kehle. Zornig beobachtete er sie und schien über seine Antwort nachzugrübeln. „Und wie mache ich dich zu einem Freund?“
„Solange wir die gleichen Ziele verfolgen kannst du mich als verlässliche Gefährtin betrachten.“, sprach sie gelassen. Bee war die zu nichts führende Unterhaltung endgültig leid. „Was willst du?“, fluchte er ungehalten und betrachtete sie abschätzig. „Was hast du?“, fragte sie ungeniert und lächelte provozierend freundlich. Bee spannte sich an, zwang sich aber sichtlich zur Ruhe und ging wirklich auf ihre aus seiner Sicht Unverschämtheiten ein. „Ich kann dich in Gold aufwiegen lassen.“, brummte er und machte einen Schritt auf sie zu. Als sie nicht zurückwich, nahm er diese Geste als, stumme Einverständnis Erklärung sich weiter zu nähern. „Mehr als das, unsere Clans, in einer gemeinsamen Zukunft, wie klingt das für dich?“
Sie legte den Kopf schief, betrachtete den weißhaarigen und ließ musternd den blick über ihn Streifen. In Wahrheit hatte sie nicht eine Sekunde gezögert. Langsam ging sie schmeichelnd auf ihn zu, suchte sanft Nähe, wie eine Katze. „Killerbee...“, murmelte sie, legte eine behandschuhte Hand auf seine Wange. Ihre Gesichter waren sich bereits ganz nah, sie konnte seinen beschleunigten Atem auf ihrer Wange spüren. Selbst die dünne Maske, die sie trug, konnte nicht verhindern, dass sich alles in ihr zusammenzog. Ihm so nah zu sein widerte sie an, aber sie ließ sich nichts anmerken. „...da gibt es nur ein Problem...“, flüsterte sie schmeichelnd und kam noch einen getänzelten schritt näher. Nicht einmal ein Blattpapier hätte noch zwischen sie gepasst. Killerbee zog angespannt den Atem ein, nicht in der Lage sich der hübschen Frau zu entziehen. Sie hatte ihn genau da, wo sie ihn haben wollte. „...du widerst mich an!“, fauchte sie und ließ ihr schnurren ihm selben Moment fallen. In Killerbees Gesicht war Planke Wut geschrieben, doch im nächsten Moment ließ er jede Mimik fallen. Ausdruckslos und leise fluchend sackte er in sich zusammen, wie ein nasses Herbstblatt, das träge zu Boden sank. Sie hatte seine Unaufmerksamkeit ausgenutzt und ihn mit Kage erstochen. Die scharfe Klinge funkelte Matt im Mondlicht und zeigte den fassungslosen Männern ihre ganze Schönheit. „Sieht fast so aus, als Existiere der Kumagakure-Clan nicht mehr.“, säuselte sie und lachte den verdutzten Gestalten ins Gesicht, natürlich sahen die Männer, ihr unausstehliches lächeln hinter ihrer Maske nicht, aber sie merkten, dass sie das Mädchen über sie lustig machte. „Tötet sie.“, knurrte einer der Muskelprotze heiser und der nächste zog eine Pistole, er hielt den lauf direkt an ihre Maske und grinste sie, mit einem ausdruckslosen Grinsen an, seine Zähne waren spitz wie die eines Haifischs. Sie konnte ein Zittern sich gerade noch verkneifen, aus dieser Situation kam sie wohl nicht mehr so leicht raus. Naruto hinter ihr keuchte, wurde jedoch bei dem Versuch ihr zu helfen unsanft von Neji aufgehalten. „Ich verstehe.“, flüsterte sie gebrochen und funkelte den Mann an. „Ihr gehört also zu den Ältesten...“
Die ältesten waren eine Organisation die, die Straßen der Namenlosengassen kontrollierten, sie agierten im Verborgenen und zeigten nie ihr Gesicht. Wer zu den Ältesten gehörte, sonnte sich in einer unberechtigten Aufmerksamkeitspanne und konnte von den bereits verarmten Clans Besitztümer fordern. Mit anderen Worten für die Ältesten war ihr alltäglicher Überlebenskampf nichts als ein amüsantes Spiel. Der Haruno-Clan war der erste, der sich gegen die Ältesten erhoben hatte und die Ära, der Diebe und Schmuggler auslöste. Jeder der gerissen genug war, spielte das Spiel um Macht mit, sodass man sich nie sicher seien, konnte, ob man Feind oder Freund gegenüber stand. Der muskulöse Mann zog seine Kapuze, mit der freien Hand herunter und offenbarte seine ledrige blasse Haut. Im fallen Mondlicht machte er einen kränklichen Eindruck, doch der erste Eindruck täuschte ganz sicher. „Kluges Mädchen und jetzt verrate mir mal, wie du das herausfinden konntest, es hat doch nicht etwa ein Vögelchen gesungen oder?“, knurrte der Älteste drohend und drückte seine Waffe fester gegen ihre Maske. „Es war einfach, der Kumagakure-Clan, konnte noch nie gut mit Macht umgehen.“, flüsterte sie, ihrer Stimme nicht mehr Herr. „Der Clan war fast am Ende und Plötzlich, vor einigen Monaten, gewann er an Macht und Einfluss, das stank bis zum Himmel.“
Die Augenbrauen ihres Gegenübers zogen sich zusammen. „So so.“, sagte er gedämpft, die Haifischzähne fest aufeinander gepresst. Sakura spannte sich wieder an, der Älteste Packte ihren Arm. „Aber so einfach kommt man uns nicht auf die Spur! Wie hast du das angestellt!“, bellte er und drückte zu, ihr Handgelenk schmerzte so sehr, als würde es gleich zerspringen. „Ganz einfach!“, presste sie hervor und machte keine Anstalten sich zu wehren. „Eigentlich nur aus Zufall, ihr konntet eben noch nie gut mit Menschen umgehen!“
Alle ihre Sinne schrien, als sich der Mann sich etwas zu ihr herunterbeugte und ihre Nähe suchte. Sie hasste Körperkontakt mehr als alles andere und dieser Kerl war ihr viel zu Nah. „Rede!“ Blaffte er sie an.
„Vergiss es!“
Sie gab sich mutiger als sie sich fühlte.
Der Schuss hallte in ihren Ohren nach, sie sah gerade noch die rauchende Waffe, bevor sie zu Boden stürzte.