Liebe, und andere Katastrophen

von Schiriki
GeschichteRomanze, Fantasy / P12
Angelika Darken OC (Own Character) Smeralda Tarabas Xellesia
11.09.2019
15.09.2019
2
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Kapitel 1

Fluchend lief ich zwischen den zwei Männern, die auch noch meine Hände gefesselt hatten. Selbst wenn sie nicht gefesselt wären, könnte ich trotzdem nichts ausrichten. Schließlich waren das zwei Riesen, und ich war nur eine kleine Frau.
Ich war einfach nur zur falschen Zeit, am falschem Ort. Dieser Ort hieß "Königreich der blauen Berge". Und unglücklicherweise wurde ich dabei erwischt, wie ich einem Bettler etwas Geld gab. Da das anscheinend verboten war, und gerade diese netten Typen von Riesen sahen, wurde ich sofort festgenommen. Sie waren natürlich Mitglieder der königlichen Garde. Sie brachten mich in den Palast. Als wir dort ankamen, wurde ich in eine große Halle gebracht. Alles hier wirkte so luxuriös, und doch kalt. Vor einem imposanten Thron stellten mich die zwei Riesen ab. Ich fluchte immer noch, und versuchte mich zu befreien. Noch während ich mit den Fesseln kämpfte, schaute ich zu dem Thron. Auf diesem sass ein Mann. Ich schätzte ihn auf ca 45 Jahre. Er tuschelte gerade mit einem anderen Mann, der neben dem Thron stand. Einer der Riesen räusperte sich. Da erst blickten die zwei Männer zu uns.
"Ahh. Da ist ja die Verbrecherin!" Empört starrte der auf dem Thron sitzende Mann mich an. "Wie ich hörte, hast du einem Bettler Geld gegeben. Einfach so! In meinem Königreich werden Bettler nicht unterstützt. Und auch nicht jene, die ihnen helfen!" Noch während der Mann sprach überkam mich eine unbändige Wut. Was bildete sich dieser Typ eigentlich ein! Wie konnte man nur so herzlos sein! Ich ließ den schier endlos langen Vortrag über mich ergehen. Nach gefühlten Stunden betraten ein junger Mann, und eine junge Frau die Halle. Da sich vor ihnen verbeugt wurde ging ich davon aus, dass sie zur königlichen Familie gehörten. Die Frau nahm neben dem Thron Platz. Der Mann ging merklich langsam an mir vorbei.
Er musterte mich direkt. Ich wusste dann auch sofort, dass er kein gewöhnlicher Mensch war. Sowas spüre ich gleich. Er blieb neben der Frau stehen, und starrte mich immer noch an. Währenddessen wurde ich verurteilt. "Vier Wochen Gefängnis". Ich sagte die ganze Zeit nichts. Hätte bei diesen Idioten eh nicht viel geholfen. Aber dafür plante ich schon meine Flucht.

Das Gefängnis stand auf dem Palasthof. Es war ein viereckiger Holzblock, mit kleinen Zellen. Nachdem wir es betreten hatten, wehrte ich mich nochmal heftig. Die Riesen schubsten mich dafür umso heftiger in eine Zelle. Später am Abend lag ich auf dem Boden, starrte die Decke an, und plante meine Flucht. Plötzlich hörte ich leise Schritte! Die Wachen konnten es nicht sein, die trampeln eher. So leise wie möglich rutsche ich bis zu dem Gitter. Vor der Zelle steht die junge Frau von vorhin. Sie war sehr hübsch. Lange schwarze Haare, braune Augen, und blasse Haut. Neugierig schaute sie mich an. Ihr erwiederte ihren Blick genauso Neugierig. "Wer bist du?" Meine Stimme war nur ein flüstern. "Ich heiße Angelika. Wie heißt du?" Ich heiße Meena. "Freut mich dich kennen zu lernen", sagte Angelika. Und mich erst! Ich grinste in mich hinein, während ich Angelika die Hand reichte.