Useless Life

von xNickyx
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace Trafalgar Law
11.09.2019
11.09.2019
1
3386
2
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
 
Alles begann im späten Sommer, zu diesem Zeitpunkt war ich 20 Jahre alt und sehr naiv.
„Papa, wenn ich dieses Studium beginne musst du mich jeden Tag abholen, ja?“
Ich wusste nicht wie oft ich an diesem Morgen immer die selben Worte zu ihm sagte. Ich lebte noch bei meinen Eltern in einem kleinem Dorf, dessen Verbindungen recht katastrophal waren.
„Kleines, ich möchte doch auch das du Medizin studierst. Ich meine von mir kannst du auch vieles lernen, aber Grey's Anatomy schaust du dir ja nie mit mir an.“ sprach er belehrend. Ich seufzte.
Wie nervig es doch war, das er der Meinung ist ein Ass in der Medizin zu sein, weil er sich tag täglich diese Serie ansah. „Jaa...also wie gesagt ich wäre jeden Tag gegen 17:30Uhr da.“
„Ist in Ordnung.“ und damit ging er lachend die Treppe hinunter zu seinen Tieren.

Er liebt Tiere wirklich sehr, besonders die Kühe haben es ihm angetan. Weshalb wir in einem runtergekommem Bauernhof lebten. Es war ihm egal, wie das Haus aussah. Hauptsache den Kühen ging es gut.
Er verbrachte all die Zeit damit Traktoren und andere Maschinen auf vordermann zu bringen.
Arbeiten? Nein, das kam ihm nie in den Sinn. Solange der Staat zahlte, die Tiere genug fressen hatten, ging es ihm gut. Selten kommt es vor, das er wenige Monate mit dem Lkw ins Ausland fuhr, für irgendeine Firma. Sobald er dann Geld bekam, hörte er auf, kaufte ein Traktor und gut ist.
Meine Mutter teilte nur bedingt diese Liebe, aber solange sie über das sonstige Geld ( das nicht wirklich viel war) verfügen konnte, war sie glücklich. Mehr oder weniger. Denn trotz alle dem, hasste sie ihn. Ich erinnere mich an keinen Tag, an dem meine Eltern nicht stritten. Doch da sowohl sie, als auch er verschuldet waren, blieben sie zusammen. Es entwickelte sich zu einer Hassliebe.
Am Anfang wollte sie nicht wegen mir und meinen Geschwistern gehen. Nun da alle 4 älteren Geschwister ausgezogen sind, blieben nur noch meine kleine Schwester und ich. Und ehrlich gesagt, sind schon so viele Jahre vergangen, das ich stark bezweifle das die beiden sich jemals trennten. Immerhin brauchten sie ja aneinander...

Aber wieder zurück zum hier und jetzt.

Kaum das mein Vater unten die Tür geschlossen hat, kam es wütend von meiner Mutter
„ Dieser Nichtsnutz! Immer nur draußen den ganzen Tag, statt hier mal was zu machen..“ Immer wieder das selbe. „Was soll er denn machen? Lass ihn doch einfach machen. Als er hier saß hast du ihn die ganze Zeit angemeckert, das er gehen soll und jetzt machst du Theater..“

Meine Mutter lachte höhnisch und der Spott glänzte in ihren Augen „ Ah schön Alice! Liebst du deinen Papa? Glaubst du er fährt dich jetzt früh zur Schule, hahaha das kannst du vergessen. Er liebt die Kühe mehr als dich.“ Ich seufzte. Es war nie leicht mit ihr zu reden. Sie kam aus Spanien und hat es in den nun über 20 Jahren, bisher noch nicht geschafft 100% deutsch zu sprechen oder zu verstehen. Es war oft anstrengend, da man sich mit ihr manchmal wie mit einem Grundschulkind unterhalten muss. Mein Blick zur Uhr zeigte mir das ich knapp dran war, wenn ich nicht den Bus verpassen wolllte. Also zog ich mir schnell meine Schuhe über, hob meinen Rucksack vom Boden auf und sagte ihr kühl „ Ich gehe zur Uni-ver-si-tät nicht zur Schule.. Außerdem kommt jetzt ein Bus, also warum sollte Papa mich hinfahren?“ Doch sie ignorierte mich und las ihre Zeitung.
Was für eine liebenswürdige Frau.

Als ich am Zimmer meiner kleinen Schwester vorbei kam, wollte ich gerade ihre Tür öffnen als meine Mutter laut rief „ Miri, schläft noch. Lass sie in Ruhe!“ Ich riss meine Augen auf und rannte zu meiner Mutter „ Ja, aber wir müssen los. Sie muss zur Schule!“
„Ihr geht es nicht gut. Sie hat Bauchschmerzen.“
„ Ahja, ich muss jetzt los! Tschüss!“
„ Ok Ali, bis dann ich liebe dich“
, Ja, ich dich auch..“

Ich rannte die Treppe hinunter, nahm mein Fahrrad und schrie ein lautes „Tschüss“ in der Hoffnung das mein Vater das hörte. Danach stöpselte ich mir mein Headset in die Ohren und ließ die wunderbare Musik von System of a Down laufen.
Denn nicht's beruhigte mich mehr, als Metal am Morgen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Nur noch 10 Minuten und dann bin ich endlich da. Ich war so aufgeregt, Ich schrieb meinem Freund Corby noch eine Nachricht, bevor ich dann nicht mehr dazu komme.
Schatz, ich bin jetzt gleich bei der Uni.Bin total aufgeregt. Ich ruf dich wenn ich Schluss habe an, ok? Vermisse dich! Bis dann, ich liebe dich

Mit Corby war ich nun bald 2,5 Jahre zusammen. Er lebt noch bei seiner Mama, mit der ich mich ganz und gar nicht verstehe. Nur weil ich nicht kochen kann und nicht bekannt für Ordnung bin, bin ich nicht's für ihren Sohnemann. Zum Glück lässt er sich nicht davon beeinflussen. Er selbst steckte noch mitten in seiner Ausbildung zum KFZ-Mechaniker. Zwar wollte er damals unbedingt zur Polizei, doch er bekam eine Absage, da er zu unsportlich ist. Ich musste darüber schmunzeln, denn recht hatten sie schon. Er konnte mich ja nicht mal hochheben, ohne zu zittern anzufangen.
Nachdem er sich informierte und die Ausbildung anfing, blühte er von Tag zu Tag mehr in diese Materie auf. Ich freute mich für ihn, einzig der Geruch von Abgasen & Öl die wahrscheinlich für immer in seiner Haut eingebrannt war, störte mich. Aber es gibt schlimmeres.

Nun stieg ich aus der überfüllten Bahn aus und stand schon vor der Uni. Wie praktisch, das die Bahn direkt davor anhielt.

Die Universität war kein imposantes Gebäude. Es war relativ schlicht gehalten, keine großartigen Verschnörkelungen, Statuen oder sonstiges. das ganze Gebäude war in einem hellen grün und gelb Ton gestrichen, das vielleicht nicht jedermanns Sache war. Einzig der Brunnen der sich mitten auf dem Gelände befand, gab einem etwas besonderes für's Auge. Auch wenn dieser nur von kurzer Weile diente, denn bei genauerem Betrachten sah man die etlichen Zigarettenstümmel die, die Reinigungskraft noch nicht weggeräumt hatte.

Zigaretten.. Mir schüttelte es schon alleine bei dem Gedanken. Einmal, als ich 14 Jahre war klaute ich meinem Onkel eine Zigarette. Und ich sag euch, es war einfach nur ekelhaft.
Mit Alkohol sieht es genauso aus. Es schmeckte doch gar nicht? Außerdem verstand ich nie Leute die Party's, Alkohol und vielleicht sogar Drogen brauchten um glücklich zu sein.
Wofür benötigte man das?

Ich brauchte dies alles nicht, um glücklich zu sein. Ich konnte das auch so.
Jedoch habe ich bisher nicht's anderes kennengelernt. Ich durfte nie weg mit Freunden auf Party's, da mein Vater mich nicht dabei unterstützte wie so schön sagte. Also fiel abholen immer flach und bei wem übernachten, erst Recht nicht. Ich habe immer meine Klassenkameraden zur Schulzeit beneidet, wenn diese immer von ihren Erlebnisen erzählten und wie ihre Eltern alles für sie machten. Selbst 5 Uhr morgens noch raus fuhren um ihr Kind abzuholen. Das war für mich immer nur Wunschdenken, weshalb ich schon relativ früh anfing der PlayStation immer mehr meiner Zeit zu geben.

Nachdem ich in der 2. Etage angelangt bin, suchte ich noch das Zimmer 209. Die Flure hier wurden immer voller, alle drängelten und schuppsten, damit sie noch rechzeitig zu ihren Unterricht kamen, der in 5 Minuten anfing. Wir neuen hatten im Gegensatz zu den anderen heute 15 Minuten später.
Endlich sah ich von weitem mein Zimmer und nachdem ich rein wollte, kam ein Junge mit blonden Haaren und länglichem Gesicht raus und rannte mich fast zu Boden. „Ey! Kannst du nicht mal aufpassen?!“ motze er mich an und lief schnell weiter. Idiot!, dachte ich mir einfach nur. Wie oft passiert das denn noch? Warum werden kleine Menschen immer übersehen und weggehauen? Ich wünschte mir ja auch mehr als 1,60m groß zu sein, aber leider ging das nicht!
Es ging nicht!

Nun war ich im Klassenzimmer und überflog mit meinen hellen, braunen Augen den Raum. Mist! Es sind schon so viele da? Hoffentlich bekam ich noch einen Platz und da!
In der letzten Reihe neben einer kupferhaarigen jungen Frau war noch ein Platz frei. Ich beeilte mich schnell neben ihr zu kommen, bevor jemand anderes mir den Platz weg nimmt. Als ich etwas außer Puste neben ihr an kam, lächelte ich sie schüchtern an und fragte sie leise. „Ist neben dir noch frei?“

Doch leider hörte sie mich nicht, da sie vertieft in einem Gespräch über Make Up, wie ich nach zwei Sätzen von ihr mitbekam, mit einer dunkelhaarigen Schönheit war. Immer wieder gab es das Problem, das Menschen mich nicht verstanden, da ich zu leise sprach. Was zu Hause bei mir oder bei Corby nie der Fall ist, warum ich immer so extrem schüchtern gegenüber Fremden war, wusste ich einfach nicht. Ich holte kurz Luft und sprach nun etwas lauter „ Entschuldigung!“
„Ja?“ kam es von der oranghaarigen, überrascht und leicht erschrocken blickte sie mich an.
„ Ist neben dir noch frei?“
Sie schaute mich kurz verwirrt an und meinte dann freudenstrahlend.
„ Na klar, setz dich ruhig! Ich bin Nami und das neben mir ist Robin.“
Glücklich darüber, das sie so offen ist setzte ich mich freudenstrahlend neben ihr.
„ Danke! Ich bin Alice. Freut mich euch kennenzulernen.“
Wir lächelten uns an bevor aber ein weiteres Wort unsere Münder verlassen konnte sprach eine tiefe, bestimmende Stimme laut.

„ Hallo alle miteinander. Ich bin euer Professor und Klassenleiter Shanks. Ich bevorzuge es euch zu duzen, sollte jemand ein Problem damit haben sieze ich denjenigen gerne.“ Sein Blick ging prüfend durch die Reihe, nachdem keiner Protest eingereicht hat, fuhr er fort. „ Ich teile jetzt erstmal Blätter aus die ihr ausfüllen müsst, darauf klebt ihr euer mitgebrachtes Pass-“ Die Tür öffnete sich plötzlich ein großer schlanker junger Mann trat ein. Er hatte rabenschwarzes Haar und wirkte sehr müde. Dementsprechend sprach er gelassen „ ich hab verschlafen, sorry. “
Shanks ein Mann mittleren Alters mit feuerroten Haaren, was ihn ganz und gar nicht unattraktiv machte, blickte ihn erst böse an und lachte dann aus tiefsten Herzen. „Wie immer was? Schnapp dir ein Stuhl und setz dich ganz hinten mit hin, es ist alles voll.“

Er, dessen Name ich noch nicht kannte, zuckte mit den Schultern nahm sich einen Stuhl und lief in meine Richtung. Ohne weiteren Worte platzierte er den Stuhl einen halben Meter von mir weg, womit er halb im Flur war und den Tisch kaum nutzen konnte. Stinke ich etwa oder was hat er für ein Problem mit mir? Naja, nachdem die Blätter bei mir angekommen sind, überreichte ich ihm auch noch ein Blatt und als er diesen entgegen nahm, sah ich zuerst die Tattoos auf seinen Fingern die das Wort Death zierte und dann seine Augen. Es waren stahlgraue Augen, die so besitzergreifend, geheimnisvoll und noch etwas anderes, das ich zu diesem Zeitpunkt nicht deuten konnte, lagen in diesen tief in die Seele blickende Augen, einzig die tiefen Augenringe zerstörte leicht den gesamten Ausdruck. Er nahm das Blatt ohne weiteres und schwieg die ganze Zeit.

Man(n) hätte ja auch mal Danke sagen können?

Nun denn, nach dem die Stunde relativ schnell vorüber ging,da dies der erste Tag war und man eigentlich nur Einführungen und Belehrungen bekam, kam ich leider nicht dazu ein Wort mit dem geheimnisvollen, attraktiven Mann zu wechseln. Da dieser nach dem Klingeln das Zimmer sofort verließ und weg war. MOMENTMAL! Attraktiv? Pfui Alice. Willst du mich verarschen?
Du hast einen Freund! Also sieh zu das du hier FreundINNEN kennenlernst.

Ich drehte mich also nach links und lächelte Nami an. „Wollen wir zusammen raus und frühstücken?“ Nami packte derweil ihre Tasche zusammen, fragte Robin leise etwas, die mich kurz musterte und dann nickte. „Na dann los Alice, richtig?“
Mein Lächeln war durchweg standhaft geblieben und weiterhin fröhlich meinte ich zu ihr.
„Ja genau Alice.“

So verging der erste Tag wie im Flug und ehe man sich versah war Wochenende. Dies war die schönste Zeit, denn diese ermöglichte es mir meinen Freund endlich zu sehen.
In der Woche durfte ich nicht bei ihm übernachten, das fand seine Mutter nicht toll und es hätte ja sein können das die kleine Alice ihrem Liebling dazu überredet blau zu machen und den ganzen lieben Tag mit ihr zu verbringen.

So etwas ist zwar bisher noch nie passiert, aber sie kennt meinen Drang dazu einfach nur zuhause zu sein und faulzulenzen. Dies wiederum ist meiner Mutter zu verdanken. Ihr ist die schulische Bildung ganz und gar nicht wichtig. Warum lernen und arbeiten, wenn der Statt zahlt?
Demzufolge gab es Tage, wo ich einfach blau machen durfte und nicht zur Schule musste. Ich war jung und wer würde dazu nein sagen, wenn die Mutter selbst sagt Kind, bleib Zuhause es ist so viel Schnee draußen und es ist kalt. Es lohnt sich nicht. Ich mach dir was leckeres zu essen und du kannst fein Play Station spielen.

Natürlich war es dumm von mir, dem nachzugehen aber es ist so nun mal passiert und geprägt hatte es mich auch. Wenn auch nicht gerade zum positiven.

Sehr froh bin ich darüber, diese Universität gefunden zu haben. Denn im Gegensatz zu den anderen, ist es hier fast egal was für Noten du mitbringst. Es geht einzig und allein darum mitzukommen, eigen Fleiß mitzubringen und durchzuhalten. Denn die Medizin ist wie ich später mitbekam wirklich sehr schwer und möchte eigentlich das du nur lernst.

Nun war ich hier bei Corby und wir machten uns fertig. Denn obwohl ich selbst gar kein Geld hatte, ging es Corby finanziell sehr gut. Und so passierte es von Wochenende zu Wochenende das er vieles mit mir unternahm und dies für mich zahlte. Wo ich nicht's dagegen hatte.

Jetzt stand erstmal essen gehen an, danach Kino mit Freunden. Morgen sind wir ganzen Tag im Schwimmbad und am Sonntag gehen wir bummeln und er begleitet mich zum Zug, damit ich nachhause konnte.

Es war jedes Wochenende voll mit Tätigkeiten geplant und so trostlos es unter der Woche bei mir aussah umso mehr Mühe gab sich Corby damit, mir ein wunderschönes Wochenende zu verbringen.
Ich war wirklich sehr dankbar dafür, das er mir so vieles ermöglichen möchte.

So verging die Zeit.

Ich freundete mich mit Nami und Robin an, unternommen hatten wir bisher noch nicht's (manchmal hatte ich das Gefühl sie verheimlichten mir etwas), aber in der Uni sah man sich immer mal und sprach über belangloses. Den unbekannten Tättowierten habe ich seither nicht wieder gesehen.

Bis nach 2 Wochen folgendes geschah....
Review schreiben