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Die wilden Hühner und das wahre Leben

von Pocca
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Melanie Klupsch Wilhelm Blödorn / Willi
11.09.2019
15.01.2020
5
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11.09.2019 390
 
Frieda liegt bäuchlings auf dem großen Bett, dass sie sich mit ihrem Freund Willi teilt und scrollt durch die Indien- Reiseberichte auf ihrem Notebook. "Jetzt guck dir das mal an" ruft sie aufgeregt ihrem Freund zu, der gerade an einer neuen Kommode herumschraubt "Der Typ von diesem Reiseblog hat bei einer indischen Familie gelebt und sich deren Tagesablauf angeschaut und miterlebt. Das ist doch genau das was ich vor habe"
"Lass mal sehen was du da hast" seufzt Willi während er auf seine Freundin zu schlendert und ebenfalls durch den Bericht scrollt. "Aber so ganz alleine in den Armenvierteln Indiens? Also wenn du mich fragst ist das ziemlich gefährlich. Außerdem sprichst du doch gar nicht deren Sprache. Kannst du nicht einfach bei deiner Hilfsorganisation bleiben und dir zusammen mit denen die Slams ansehen? "
Etwas genervt verdreht Frieda die Augen und schüttelt den Kopf. "Das ist aber nicht das Gleiche. Kannst du nicht vielleicht doch mit nach Indien kommen?" Frieda schickt ein kleines Augenklimpern, welches sie sich von Melanie abgeguckt hat hinterher, um ihrer Frage etwas Nachdruck zu verleihen.  
Müde atmet Willi auf und gibt seiner Freundin einen Kuss auf den Scheitel. "Nein. Du weißt ganz genau, dass es nicht geht. Ich kann mir im Betrieb nicht einfach frei nehmen, weil meine Freundin mit mir nach Indien reisen will"
Traurig gibt Frieda das Thema auf. Natürlich weiß sie, dass Willi sich nicht einfach frei nehmen kann, gerade jetzt wo er voll integriert in der Schreinerei ist, seinem alten Ausbildungsbetrieb, aber er versteht auch nicht wie wichtig ihr das ganze Thema um die Ungerechtigkeit auf der Welt ist. Dabei könnte es so einfach sein. Aber er gibt ihr die Freiräume, damit sie ihrem "Hobby" nachkommen kann.
Als Friedas Smartphones das Eingehen einer neuen Nachricht verkündet, fährt diese vor Schreck zusammen. Es ist Trude die allen mitteilt, dass die ehemalige Klassenlehrerin und der Biolehrer der Hühner und Pygmäen jetzt, fünf Jahre nach der Geburt einer gemeinsamen Tochter endlich heiraten werden und alle herzlich eingeladen sind.
Frieda freut sich sehr und erzählt Willi sofort von den Nachrichten. Für beide ist klar, dass sie auf jeden Fall dorthin gehen werden, allein schon um all die Freunde wieder zu sehen die man über die Jahre aus den Augen verloren hat.
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