Mitten ins Herz

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
Hermine Granger OC (Own Character) Severus Snape
11.09.2019
12.10.2019
22
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Wie versprochen das nächste Kapitel!
Viel Spaß beim Lesen, meine Lieben!!!
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Hogwarts bereitete sich auf seine Schüler vor. Die Sommerferien neigten sich dem Ende zu und Minerva Mc Gonagall saß in ihrem Büro, vor ihrem Schreibtisch saß Madame Pomfrey. Die Schulleiterin seufzte tief „Wie lange wirst du weg sein?“ Die Medihexe blickte schuldbewusst auf ihre Hände „Ein halbes Jahr… mindestens! Aber Minerva, ich habe mich um alles gekümmert!“ Bei diesen Worten zog Minerva Mc Gonagall ihre Augenbrauen hoch,blickte ihre langjährige Kollegin fragend an, die dies zum Anlass nahm und weitersprach „Du weißt doch, dass Miss Granger ihre Ausbildung im Mungos absolviert hat… ein alter Bekannter erzählte mir, sie sei überragend gewesen und er war sehr enttäuscht, als sie das Jobangebot dort abgelehnt hat. Nun… und ich habe mich, mit dem Wissen darum in der letzten Woche bei ihre gemeldet. Sie wird mich vertreten Minerva, aber sie dürfte auch gleich hier eintreffen, denn ich dachte mir, dass wir dann gemeinsam vielleicht noch einiges besprechen könnten!“ Erstaunt sah Minerva zu Madame Pomfrey, nickte dann kurz „Fein!“

Hermine sah zum Schloss hinauf, schon zu lange war sie von hier fort gewesen, dachte sie. Sie lächelte zufrieden und tat den ersten Schritt. Es fühlte sich so gut an, wieder hier zu sein. Drei Jahre war sie nun nicht da gewesen und trotzdem fühlte es sich an, als sei es erst gestern gewesen, als sie mit ihrem Abschluss in der Hand weggegangen war.

Während Harry und Ron mittlerweile ihre Aurorenausbildung hinter sich gebracht hatten, hatte sie sich zur Heilerin ausbilden lassen. Sie war eine der Wenigen, die nicht nur Stumpf vor sich her arbeiteten, sondern auch hier und da einen anderen Weg einschlug und ebenfalls zum Ziel kam, zum Leid vieler sogar besser oder schneller. Hermine wollte nicht in der Massenabfertigung des Mungos arbeiten, das war ihr schnell klar geworden und nun war sie wieder hier… auf Hogwarts und hoffte, dass Minerva Mc Gonagall zustimmen würde, dass sie Madame Pomfrey vertrat, denn sie hatte durchaus ihre Forderungen…

Hermine betrat das Schloss, blieb kurz stehen und schloss ihre Augen, bevor sie dann zügig den Weg zum Schulleiterbüro einschlug. Ihre Gedanken schweiften ab, denn im Anschluss musste sie noch ins Zaubereiministerium, so kam es dann auch, dass sie in einen Geist ihrer Vergangenheit hineinlief. „Haben sie denn keine Augen im Kopf!“ fuhr sie eine eisige, schneidende Stimme an. Hermine taumelte zurück und hob den Kopf. Sie sah in das wütende Gesicht ihres früheren Tränkemeisters. „Entschuldigen sie vielmals Professors!“ meinte Hermine und lächelte ihn freundlich an. „Ich entschuldige nicht!“ fuhr er eisig fort, doch nur langsam realisierte er, wer vor ihm stand. Was verdammt noch mal tat Miss Know-it-all hier? Sie hatte hier nichts zu suchen, er bedachte sie noch mit einem letzten Blick voller Abneigung und Kälte, bevor er sie stehen ließ und mit schnellem Schritt an ihr vorbei schritt. Hermine sah ihm nach. Er hatte sich nicht verändert, dachte Hermine, noch immer sorgte er dafür, dass sie das Gefühl eines Kloses im Hals hatte. Zuletzt hatte Hermine ihn in der heulenden Hütte gesehen und hatte mit erschrecken festgestellt, dass ihr Professor bald sterben würde, damals hatte sie sich eine Träne nicht verkneifen können. Doch es war alles anders gekommen. Während das Gelände nach der Schlacht rund um Hogwarts von Auroren nach überlebenden Todessern abgesucht worden war, hatte man ihn schwach und blutüberströmt in der heulenden Hütte gefunden. Er war nicht bei Bewusstsein gewesen und hatte dann einige Zeit im St. Mungos verbracht. Harry hatte sich damals ungeheuer darüber aufgeregt, dass man ihn dort wie einen der überlebenden Todesser behandelte, Auroren abstellte um eine Flucht zu vermeiden und die Presse war voll davon, dass man die rechte Hand Voldemorts verhaften konnte. Nach seiner langwierigen Genesung war er dann nach Askaban gebracht worden und Harry hatte ihr und Ron Professor Snapes Erinnerung gezeigt, hatte sie allen gezeigt, bis man, nach eingehender Prüfung Professor Severus Snape aus dem Zaubereigefängnis entließ.  Hermine schüttelte kurz den Kopf, um ihre Gedanken zu vertrieben und setzte ihren Weg fort.

Als Hermine das Büro der Schulleiterin betrat, stand diese auf, kam zielgerichtet auf sie zu und schloss sie in ihre Arme. „Ich war so frei, Miss Granger das Passwort für den Wasserspeier anzuvertrauen!“ meinte Poppy ruhig, worauf Minerva nur nickte. „Wie schön Hermine, komm, setz dich zu uns… möchtest du Tee?“ Hermine lächelte entspannt und nahm auf dem Stuhl neben der Medihexe Hogwarts Platz. „Ich habe gehört, dass du Poppy vertreten würdest, solange sie fort ist!“ Hermine sah beide Frauen an „Ja, das würde ich gerne tun… jedoch gibt es da noch etwas abzuklären…“ Neugierig blickte die Schulleiterin ihre frühere Schülerin an „Natürlich… dein Gehalt, die Wohnung…“ Hermine biss kurz auf ihre Unterlippe und erklärte dann „Ja, das auch, aber es gibt da noch etwas von enormer Wichtigkeit… Ich würde hier gerne anfangen, aber ich habe auch ein Angebot des Ministeriums… ich würde dort gerne für einige Stunden die Woche mit den Auroren und den Auszubildenden arbeiten, denn Kingsley möchte die Lücken im Wissen um die Notfallversorgung schließen…- Wissen, dass dort bisher nicht vermittelt wird!“ Minerva beugte sich mit ihren Armen auf den Schreibtisch „Wie viele Stunden und wie könnten wir sicherstellen, dass du vor Ort bist, wenn wir dich brauchen!“ Hermine schlug ihre Beine übereinander „Nun, ich denke wir werden schon eine Lösung finden… drei Stunden die Woche, also nicht sonderlich viel!“ Madame Pomfrey sah Hermine wohlgesonnen an und auch Minerva lächelte „Wir werden schon einen Weg finden, mein Kind… aber nun erzähl doch mal, warum hast du nicht im Mungos angefangen, ich habe gehört, sie wollten dich dort!“ Hermine seufzte, begann dann zu sprechen „Nun, diese Massenabfertigung dort und dann diese vorgeschriebenen Vorgänge, selbst wenn ich weiß, dass es anders besser geht… das wäre auf Dauer nicht haltbar. Außerdem scheint die Presse zu glauben, dass ich ihnen gehöre. Sie lauern mir regelmäßig auf und das nervt mich ungemein!“

Severus eilte mit seinem Buch unter dem Arm in seine privaten Räume, er konnte es kaum glauben, was wollte dieses nervige Kind hier. Wollte es ihm weiter auf die Nerven fallen. Er hatte seinen Augen nicht getraut, als er sie gesehen hatte… sie ihn angelächelt hatte. Was fiel ihr ein, ihn anzulächeln. Das war die Schuld von Harry Potter, natürlich. Kaum hatte er seine Räume erreicht, warf er das Buch auf das Sofa, legte seine Robe ab und warf sie achtlos zur Seite.

Hermine Granger, was wollte sie nur hier?

Diese Frage sollte sich schon bald aufklären, doch dies ahnte Severus zu diesem Zeitpunkt noch nicht. An dem Tag, bevor das Schuljahr beginnen würde, trafen sie die Lehrer in einer von Minerva angesetzten Besprechung. Severus saß missmutig, die Arme vor der Brust verschränkt, auf seinem Platz neben Minerva Mc Gonagall, die sich soeben von ihrem Platz erhob. Ihr Blick sah in bekannte Gesichter, jedoch fehlte Madame Pomfrey darunter. „Wie euch sicher schon allen aufgefallen ist, fehlt Poppy in unseren Reihen, jedoch haben wir es geschafft eine wunderbare Vertretung für sie zu finden. Solange Poppy also nicht hier sein kann, wird Miss Hermine Granger sie vertreten. Sie wird heute jedoch erst etwas später zu uns stoßen, da sie noch etwas im Ministerium zu tun hat.“ Severus Snape sah zu seiner linken und murmelte „Das kann doch nicht dein ernst sein!“ Der Schulleiterin entging dieser Kommentar nicht und so erwiderte sie für alle hörbar „Miss Granger ist ausgebildete Heilerin und wird netterweise hier aushelfen.“ Severus verdrehte mit genervter Miene seine Augen „…hattest du niemand anders zur Auswahl?“ Professor Mc Gonagall sprach mit deutlicher Stimme „Jeder, der Miss Granger kennt, wird es ebenso sehen wie ich… ich denke nicht, dass jemand Poppy besser vertreten könnte als Hermine Granger!“ Severus lachte geringschätzig auf „Sie wird nur Ärger machen!“ Nun begegnete ihm ein Blick von der Schulleiterin, der keinen Wiederspruch gelten ließ und sie meinte ruhig „Es reicht Severus!“

Severus war froh, als die Besprechung beendet wurde und war der Erste der schwungvoll aufsprang und mit wehendem Umhang den Raum verließ. Er konnte es nicht glauben, hatte Minerva Hermine Granger als Vertretung angestellt. Sie hatte nicht mit ihm gesprochen, hatte es einfach beschlossen, wozu war er denn der stellvertretende Schulleiter, wenn er über solch personelle Veränderungen nicht informiert wurde. Nun würde also dieses impertinente Mädchen hier durch die Gänge laufen und sich vermutlich überall einmischen, ungefragt und neunmalklug… Er war innerlich aufgewühlt, sein schwarzes Haar hing ihm ins Gesicht und mit flatternden Umhang und großen Schritten schritt er durch den Eingangsbereich in Richtung der Kerker, als er vor ein Hindernis prallte. Er hob seinen Kopf an, die Haarsträhnen fielen auseinander und blickte in glänzende, braune Augen, dann nahm er die Gesamtperson wahr. „Sie sind zu spät!“ Seine eisige Stimme ließ das Blut in ihren Adern gefrieren, doch Hermine reckte ihr Kinn und meine so selbstbewusst, wie es in diesem Moment möglich war „Ich wünsche ihnen auch einen angenehmen Abend Professor!“ Dann ging sie mit straffen Schultern an ihm vorbei und ließ ihn stehen. Hermine war froh ihm entronnen zu sein und machte sich wie abgesprochen auf den Weg zum ihrer neuen Chefin.

Hermine nutzte den nächsten Tag, um die Vorräte Poppys zu sichten. Sie war gut aufgestellt, was Hermine nicht überraschte. Dann machte sie sich daran, ihren Schreibtisch und das Büro nach ihren Bedürfnissen einzurichten, dann setzte sie sich und schrieb eine Liste mit Tränken, die sie noch zu den bestehenden Vorräten ergänzen wollte. Professor Mc Gonagall hatte ihr gesagt, dass alles, was sie an Tränken bräuchte von dem Tränkemeister Hogwarts angefertigt werden würde. Hermine seufzte, denn ihr war nur zu gut bewusst, dass sie all diese Tränke ohne Schwierigkeiten selbst zubereiten könnte. Zusammenarbeiten mit Severus Snape? Hermine verkrampfte bei dem Gedanken daran, denn wie es schien, hatte sich seine Art in keinster Art und Weise verändert. Hermine stützte seinen Kopf auf ihre Hände und schloss die Augen, bevor sie in ihre winzige Wohnung ging, um sich für das Abendessen fertig zu machen.

Als Hermine nun in die große Halle trat, stürmten Erinnerungen auf sie ein. Ihr Herz hämmerte und so kurz stockte sie, dann ging sie mit festem Schritt zum Lehrertisch. Noch war die Halle leer, die Schüler waren bisher noch nicht eingetroffen. Die Schulleiterin kam auf Hermine zu, fasste ihre Hände und sah sie mit einem warmen Blick an „Komm, nun sitzt du auf der anderen Seite!“ Hermine erwiderte den warmen Blick und folgte ihr zum Tisch. Professor Mc Gonagall deutete auf den Platz neben Severus „Dein Platz!“ Ungläubig sahen Hermine und auch Severus auf die Schulleiterin „Minerva, was soll der Unsinn!“ zischte Severus. Minerva verzog ihre Lippen zu einem schmalen Strich, legte ihm ihre Hand auf die Schulter und meine nun mit Bedacht „Ich denke, du wirst es überleben!“ Sie bedeutete Hermine sich zu setzen und Severus fragte sich still, ob Minerva ihn verhöhnen wollte. Severus würdigte Hermine keines Blickes und hielt seine Augen starr geradeaus, sah wie die ersten Schüler in die große Halle traten. Mit den Schülern kam ein undurchdringliches Stimmengewirr. Hermine rutschte unruhig auf dem Stuhl hin und her, Severus bemerkte dies. „Können sie nicht still sitzen Miss Granger?“ Sein Blick richtete sich weiterhin auf die sich füllende Halle. „Ich bevorzuge es, meine Gesprächspartner anzusehen!“ gab sie ruhig zurück, Severus drehte seinen Kopf nur leicht „…hören sie auf, so herum zu rutschen! Sitzen sie still!“ Hermine kramte in ihrem Umhang, zog dann ein Pergament heraus, legte es vor ihren Sitznachbarn „Diese Tränke bräuchte ich noch!“ Severus sah auf den Zettel, und zog interessiert eine Augenbraue hoch, dann nickte er.

Zurück in seinen vier Wänden, zog Severus das Pergament von Hermine aus seiner Tasche und warf erneut einen Blick hinauf. Er war erstaunt, denn viele dieser Tränke hatte es an dieser Schule, noch nie im Bereich des Krankenflügels gegeben. Anerkennend legte er den Zettel zur Seite, Hermine Granger, der Kopf des goldenen Trios zeigte auch hier, wie uneingeschränkt ihr Blickfeld war. Severus trat an einen Schrank und nahm sich Feuerwiskey heraus. Während er seinen abendlichen Absacker zu sich nahm, saß er mit aufgeknöpftem Hemd in seinem Sessel. Severus ärgerte sich über Minerva, denn unterstellte er, dass sie ihm Hermine absichtlich auf den Plätz neben ihn gesetzt hatte. Das kleine unausstehliche Ding, das ungemein gut roch. In jenem Moment, fuhr er mit seiner Hand nervös durch sein Haar und versuchte den Gedanken zu verdrängen. Er stellte fest, dass es wieder einmal Zeit wurde eines der einschlägigen Lokale aufzusuchen, wenn er tatsächlich in diesem Moment an den Geruch einer Frau dachte, die er verabscheute.

Ja, er verabscheute sie und er verabscheute ihre Freunde. Sie störte seine Ruhe, mit ihr würde Unruhe in die Schule kommen und Severus begann die Zeit zu zählen, bis sie wieder verschwinden würde…


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Eure Elli
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