Ich und Ich

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Heiji Hattori Kaito Kid / Kaito Kuroba Shinichi Kudo
11.09.2019
20.11.2019
14
13990
6
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Dieses Kapitel
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Albumtitel: Ich + Ich
Info: Mein Beitrag zum Projekt “Mein Lieblingsalbum erzählt”
https://forum.fanfiktion.de/t/12658/1
Interpret: Ich + Ich
Kapitel: 16
Pairing: Kaito x Shinichi

Alle Songexte in den einzelnen Kapiteln sind von Ich + Ich, und von der gleichnamigen CD, nicht von mir.

Vielen Dank an meine Betaleserin Phine Tacs. :)


Warnung: Darkfic, OOC (Shinichi ist krank...)

Ich und Ich
Ich und ich
wir beide sitzen hier allein am Tisch
Ich und ich
wir sind die einzigen, die uns besuchen
Ich und ich
wir kennen uns seit vielen Jahren
Ich und ich
wir stellen uns die gleichen Fragen
Geht der Mond heut' im verborgenen auf
oder können wir ihn sehen

Drei Wochen.

Vor drei Wochen fing alles an.

Oder hatte es schon früher begonnen? Ich weiß nicht mehr, wann genau ich den Spaß an meiner Arbeit verlor. Es war ein schleichender Prozess. Ich merkte, dass ich morgens kaum noch aus dem Bett kam, lustlos meinen Kaffee trank, um mich dann auf Arbeit, ins Präsidium zu schleppen.

Dort war es tagein, tagaus das Gleiche: Akten, Computerarbeit, klingelnde Telefone. Ein wenig Abwechslung brachte es mir, wenn ich zu einem Tatort fahren, und einen Mordfall aufklären konnte. Doch trotz dessen wurde mir der Stress mit der Zeit zu viel.

Ich verlor meinen Antrieb von Tag zu Tag immer mehr. Bis ich es irgendwann nicht mehr aus meiner Wohnung schaffte. Ich konnte mich mit Mühe und Not aus dem Bett schleppen, aber vor die Tür ging ich so gut wie gar nicht mehr. Ich aß auch kaum noch etwas. Meine Freundin Ran, die ich zu Beginn noch hatte, machte mir Vorwürfe. Ich sollte mich nicht so anstellen, gestresst wäre jeder mal. Und ich sollte wieder vor die Tür gehen, um auf andere Gedanken zu kommen. Nur, dass ich zu dieser Zeit schon in der Abwärtsspirale steckte, und ihre Vorschläge viel leichter gesagt, als getan waren.

Meine Fähigkeit, Freude zu empfinden, schwand immer mehr. Dazu kamen dann noch Schlafstörungen. Ran schimpfte mit mir, dass ich nichts mehr mit ihr unternahm. Zwischendurch entschuldigte sie sich noch, sagte, dass sie es nicht so meinte. Doch wenn sie mich umarmte, fühlte ich nichts. Genauso gut hätte ich mich an einen Betonklotz lehnen können.

Ich grübelte oft. Es waren immer dieselben Fragen, die mir durch den Kopf gingen.

Was war nur los mit mir?

Warum war ich nicht mehr in der Lage, raus zu gehen?

Wieso fühlte ich nichts mehr für meine Freundin?

Weshalb half mir nicht mal mehr Kaffee gegen die Müdigkeit?

Und das wichtigste: Wie würde meine Zukunft aussehen?

Vor zwei Wochen hatte ich einen Anruf von Kommissar Megure erhalten, meinem Chef. Er erklärte mir, dass ich beurlaubt wäre. Man hätte auf Arbeit gemerkt, dass es mir immer schlechter ging, und er wollte wissen, was los war. Das konnte ich ihm auch nicht sagen. Ran, die das Telefonat mithörte, sah mich nur hilflos an.

Ich fühlte mich, als ob ich fallen würde. Immer tiefer, in ein schwarzes Loch. Wie konnte ich den Fall aufhalten? Ich wusste es nicht.


Fortsetzung folgt...