Destiny - Gibt es sowas wie Schicksal?

GeschichteKrimi, Romanze / P18
Derek Morgan Dr. Spencer Reid Jennifer "JJ" Jareau OC (Own Character)
09.09.2019
18.02.2020
5
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09.09.2019 1.325
 
Hallo ihr Lieben,
diese Idee spukt mir schon eine Weile im Kopf rum und wollte jetzt mal nieder geschrieben werden.
Ich hoffe es gefällt.

Lasst doch ein wenig Feedback da und sagt mir mal was ihr davon haltet.

Viel Spaß beim Lesen :)

Achja! Die Charakter und so sind natürlich nicht von mir. Nur die Idee zu dieser Geschichte. Geld krieg ich dafür auch nicht. Alles just for fun. :D


I
Es war heiß! Saige atmete erleichtert auf, als sie das FBI – Gebäude betrat. Hier ließ es sich aushalten. Klimaanlage und ein Vorrat an Kaffee.
Der aktuelle Fall raubte ihr den Schlaf. Es waren schon zwei Kinder tot aufgefunden worden und eben hatte ihr Vorgesetzten sie angerufen und gesagt, dass ein weiteres Kind verschwunden war. Das war das dritte Kind in drei Wochen. Der Täter war schnell und sie hatten kaum Hinweise. Sie betrat das Büro und steuerte direkt die Küche an. Danach legte sie ihre Sachen auf ihren Tisch und ging zu ihrem Vorgesetzten, Jake Easton.
„Ah, Sophia. Da wir noch immer kaum Hinweise haben und es bereits das dritte vermisste Kind ist, habe ich die BAU angefordert.“ Sophia stutzte und unterdrückte ein Augenrollen. Sie hatte schon beim ersten toten Kind die BAU anfordern wollen. Dennoch nickte sie nur und verließ Jakes Büro wieder.
Sie ging direkt in den Konferenzraum, bereitete die Beweise, Tatortfotos und alles was sie sonst noch zu dem Fall hatten für die BAU vor. Das war für sie die Gelegenheit ebenfalls noch mal alles durchzugehen. Sie war immer noch davon überzeugt, dass der Täter eine Täterin war. Die Kinder waren ordentlich angezogen und in Teppichen eingerollt gefunden worden. Weibliche Täter waren zwar selten, aber nicht unmöglich.
Sie hatte einen Vortrag von David Rossi, einem FBI Agent der BAU, zum Thema Profiling besucht, aber Jake wollte nichts von ihrer Theorie hören. Für ihn war eine Frau zu so etwas nicht fähig. Es ging ihm schon gegen den Strich, dass sie eine der besten Agents in seiner Abteilung war. Aus dem Augenwinkel sah sie, dass Jake sein Büro verließ. Sie stand auf, trat aus dem Konferenzraum und beobachtete ihren Vorgesetzten.
Der ging auf eine Gruppe von drei Leuten zu, eine Blondine, ein sehr streng aussehender, dunkelhaariger Mann und ein etwas älterer Mann, den sie als David Rossi erkannte.
„Agent Easton?“, fragte die Blonde, „Ich bin Agent Jareau und das sind die Agents Hotchner und Rossi. Der Rest des Teams sieht sich die letzten Tatorte an.“ Jake nickte und schüttelte den Agents die Hand. „Schön sie hier zu haben. Ich werde ihnen Agent Woodly zur Seite stellen. Sie bearbeitet den Fall. Wir haben den Konferenzraum für Sie vorbereitet.“ Sophia musste den Drang ihre Augen zu verdrehen unterdrücken. Sie hatte schließlich alles vorbereitet und das allein, aber sie hatte nichts anderes erwartet. Sie lächelte stattdessen und stellte sich den Agents vor: „Saige Woodly. Schön sie hier zu haben, trotz der schrecklichen Umstände. Leider haben wir kaum Hinweise. Der Täter arbeitet sehr sauber und hinterlässt kaum Spuren. Wenn Sie mir Spekulation erlauben: Ich denke es könnte sich um einen weiblichen Täter handeln.“
Kaum hatte sie das gesagt, grätschte Jake bereits dazwischen und sagte: „Ich hab ihr bereits gesagt, dass dies Theorie Unsinn ist.“ Saige hätte ihm am liebsten das überhebliche Grinsen aus dem Gesicht geschlagen. Zu ihrer Überraschung sagte Agent Rossi: „Sie waren in meinem Seminar, nicht wahr?“ Sophia nickte und Rossi wandte sich an Jake: „Sie könnte Recht haben Agent Easton. So wie die Kinder abgelegt wurden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihr Täter eine Frau ist.“
Jake schaute dumm aus der Wäsche und verließ, etwas Unverständliches vor sich hin murmelnd, den Konferenzraum. „Danke Agent Rossi. Die Theorie hatte ich schon vorher, aber Agent Easton war anderer Meinung, wie sie ja gesehen haben. Deswegen konnte ich in die Richtung nicht viel tun.“ Saige zuckte entschuldigend mit den Schultern. „Nichts zu danken Agent Woodly. Ich bin beeindruckt, dass Sie ihre Theorie, trotz der Ablehnung ihres Vorgesetzten, mit uns geteilt haben.“ Rossi lächelte Saige an und wandte sich mit Agent Hotchner den Tatortfotos und Akten zu. „Ich besorg Ihnen mal Kaffee. Den habe ich heute aufgesetzt, dann ist er zumindest ein wenig genießbar.“ Saige kicherte. Rossi bat um einen Schuss Milch in seinem Kaffee, Hotchner wollte seinen schwarz und Agent Jareau lehnte dankend ab.
Saige ging in die kleine Küche und bereitete den Kaffee vor, als sie zwei fremde Stimmen hörte, die mit einer weiteren, sehr bekannten Stimme sprachen. „Gott ich brauch gleich dringend einen Kaffee. Du auch Morgan?“ „Sicher“, antwortete der Angesprochene „Schwarz, genau wie du.“ „Danke, dass ihr mich auch fragt.“, grummelte eine weiche melodische Stimme, die Saige auch noch nach all den Jahren eine Gänsehaut verursachte.
Seufzend bereitete sie drei weitere Tassen vor. Zweimal schwarzen Kaffee und einmal mit einem Schuss Milch und sechs Würfeln Zucker.
Mit dem Tablett voll Kaffee betrat Saige wieder den Konferenzraum. Sie ging zu Hotchner und Rossi, die vor der Pinnwand standen und gab ihnen den Kaffee.
Agent Jareau reagierte und stellte den Rest des Teams vor, während Saige ihnen die Kaffeetasse  reichte. Agent Morgan und Agent Prentiss begrüßten Saige freundlich, während Dr. Spencer Reid zu tief in die Akte vor ihm vertieft war, um irgendwas zu registrieren. Er war so vertieft, dass er nicht einmal bemerkte, wie Saige ihm die Tasse auf den Tisch stellte. Danach zog sie sich an die Tür zurück und hörte den Agents zu.
Agent Hotchner erzählte den dazugekommenen von Saiges Theorie einer Täterin, was sofort auf Zustimmung stieß. „Wie seid ihr darauf gekommen? Die Fotos sind ja nicht so aufschlussreich. Ich meine ich stimme euch zu. Die Ablageorte sind sorgfältig gewählt. Die Kinder lagen trocken und vor Tieren geschützt.“, sagte Agent Morgan. Reid nickte zustimmend und sagte: „Der Pathologe bestätigt das im Prinzip auch. Die Kinder waren weder unterernährt, noch schmutzig. Die Täterin hat sie gut versorgt, bevor sie sie beseitigt hat.“ Hotchner nickte und sagte: „Agent Woodly hat diese Theorie aufgestellt, basierend auf den Fakten die sie hatte. Sie kennt schließlich alle Einzelheiten.“ Saige lächelte ein wenig verlegen, während Reid an seinem Kaffee nippte. Er machte große Augen: „Wow, Morgan! Du hast dir also endlich gemerkt wie ich meinen Kaffee trinke. Es geschehen ja doch Wunder.“ Morgan lachte: „Sehr lustig Pretty Boy, aber ich muss dich enttäuschen. Ich hab den nicht gemacht. Agent Woodly war so nett uns allen Kaffee zu bringen.“ Reid runzelte die Stirn und Morgan tat es ihm gleich, als er seine Worte noch einmal überdachte. Sie hatte auf dem Weg in den Konferenzraum darüber gesprochen und Agent Woodly vorher nicht gesehen. Außerdem hatten nur er und Emily geäußert wie sie ihren Kaffee tranken. Reid murmelte: „Aber woher…?“ Er drehte sich in seinem Stuhl um und sah Saige direkt an.
Für einen Moment entglitten ihm sämtliche Gesichtszüge, als er Saige erblickte. Diese machte äußerlich einen ruhigen Eindruck, als sie lächelte und Spencer begrüßte: „Hey“ Mehr konnte sie gerade nicht sagen. In ihrem inneren tobte ein Gefühlssturm, den sie nur schwer bändigen konnte. „Hey.“, flüsterte Spencer zurück, der sich wieder gefangen hatte. Der Rest des Teams beobachtete sie erstaunt, bis Agent Jareau sagte: „Ihr zwei kennt euch?“ Saige nickte: „Ja. Aber wir haben uns ewig nicht mehr gesehen.“ Damit wandte sich Saige wieder der Akte und dem Fall zu.
Während die anderen Saige musterten, beobachtete Morgan ihr hauseigenes Genie. Wer Reid nicht gut kannte, hätte gedacht es wäre alles in Ordnung. Aber Morgan kannte ihn besser. Reids Hände verrieten ihn. Er hatte seine Finger ineinander verschlungen und knetete sie unaufhörlich, was ein Zeichen dafür war, dass sein Verstand auf Hochtouren arbeitete.
Der Tag verflog während sie alle Details noch mal durchgingen. Um 22:00 Uhr entließ Hotchner sie nach Hause. Für Saige war es selbstverständlich gewesen, dass sie ebenfalls blieb, während Jake pünktlich Feierabend gemacht hatte.
Während die BAU in ihr Hotel fuhr, machte Saige sich auf den Weg in ihre Wohnung. Wie so oft in den letzten Wochen schlief schlecht. Sie hatte das Gefühl etwas zu übersehen.