Furchtlos

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Eric OC (Own Character) Tobias "Four" Eaton Tori
09.09.2019
16.11.2019
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Ich musste wohl eingeschlafen sein denn als ich meine Augen öffnete war es bereits früh am Morgen. Ich drehte mich in meinem Bett um und sah auf meinen Wecker.

05:33 eigentlich viel zu früh um aufzustehen aber weil ich gestern so früh eingeschlafen bin konnte ich sowieso nicht mehr schlafen. Also stand ich auf und ging erstmal duschen. Als ich aus der Dusche kam wickelte ich mich in ein Handtuch und meine nassen Haare in ein extra Handtuch. Ich sah mich im Spiegel an und rüttelte meine Haare mit dem Handtuch trocken. Als sie halbwegs trocken waren ging ich in mein Zimmer und holte mir mein Oranges Kleid und die dazu passenden Sandalen aus meinem Schrank. Ich zog mich an und ging wieder ins Bad um meine Haare zu föhnen. Ich machte mir wieder einen geflochtenen Zopf und steckte mir wieder meine Blumen Spangen ins Haar. „Was mach ich hier denn eigentlich, Blümchen ins Haar, was ist denn los mit mir" dachte ich.

Ich blickte schnell auf die Uhr, da es nun zu spät war um an der Frisur noch etwas zu ändern behielt ich die Spangen im Haar. Ich lief die Treppen runter in die Küche, dort machte ich mir schnell ein Müsli und setzte mich an den Tisch. Ich steckte mir gerade den letzten Löffel in den Mund als mein Vater rein kam und mich anlächelte. „Egal was du heute wählst mein Schatz, ich bin stolz auf dich und deine Mutter wäre es genauso" meinte er.

Traurig sah ich zu Boden. Wenn ich mich gegen die Amite entscheide ist mein Vater ganz alleine, da meine Mutter vor 3 Jahren verstorben ist. „Ich weiß was du denkst" meinte er. „Aber ich will nicht dass du Rücksicht auf mich nimmst. Ich will dass du das wählst was du sein willst, was du bist. Ich liebe dich trotzdem egal welcher Fraktion du angehörst."

Ich fiel meinem Vater um den Hals und sagte leise „Ich liebe dich auch Dad"

Mein Dad und ich gingen zu dem Hauptplatz wo auch heute wieder der Transporter die Jugendlichen und ihre Eltern zum Versammlungsplatz brachte.

„Heute ist es soweit" dachte ich nervös.

Als wir vor dem Versammlungsplatz hielten nahm mein Vater meine Hand und drückte sie sanft. Er lächelte und formte mit den Lippen "Alles ist gut" dann stieg er auch schon aus. Ich kletterte hinter ihm aus dem Transporter und wir stellten uns in die Reihe der Amite und warteten darauf dass die Türen aufgemacht wurden. Plötzlich konnte man einen Zug hören und ich drehte mich um, ein Ferox nach dem nächsten Sprang aus dem fahrenden Zug und alle jubelten dabei.
„Ich würde niemals in oder aus einem fahrenden Zug springen, die sind doch verrückt und ich soll eine von denen sein?" dachte ich.

Vor uns gingen die Türen auf und alle strömten in das große Gebäude. Jede Fraktion hatte ihren eigenen Abteil und jede Familie einen eigenen Sitzplatz den mein Vater und ich nun ansteuerten. Als alle Platz genommen haben trat Marcus Eaton vor und sprach über unser Fraktionssytem, den Krieg und wie es zu unseren Fraktionen kam.

Ich hörte nur halb zu.

„Fraktion vor Blut" sagte Marcus und alle im Raum anwesenden sagten es ihm nach.

Meine Gedanken umkreisten mich, was sollte ich nur machen. Was sollte ich nur wählen. Die Altruan mit ihrer grauen Kleidung, die die sich der Nächstenliebe verschrieben haben. Jedem zu helfen, nie an sich selbst denken, nie Spaß haben, nie in den Spiegel schauen zu dürfen. Nein das war nichts für mich.

Die Ken mit ihrer blauen Kleidung, die die immer nur lernten und alles erforschten. Den ganzen Tag vor Büchern sitzen. Das war auch nichts für mich.

Die Candor mit ihrer schwarz und weißen Kleidung, die die niemals lügen, immer nur die Wahrheit sagen. Sie waren unsere Richter weil man sie dank ihrer Ehrlichkeit als Gerecht hält. Ich hab schon zu oft gelogen und ich könnte auch niemals immer nur die Wahrheit sagen also kann ich die auch ausschließen.

Die Amite mit der bunten Kleidung, meine Geburtsfraktion, die die immer lachen, auf Feldern arbeiten und immer freundlich sind. Kann ich noch so sein? Kann ich in dieser Fraktion bleiben? Bei meinem Vater?

Oder die Ferox mit der schwarzen Kleidung, die mutigen, die Beschützer der Stadt. Eventuell ein klein wenig verrückt. Laut meinem Test gehöre ich dort hin, aber ist das wirklich so? Ich habe bei dem Test eher instinktiv gehandelt als wirklich nachzudenken.

„Keira Black" wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich stand also auf und umarmte meinen Vater. Er lächelte mir zu und machte mir den Weg frei.

Nun ging ich also die Stiegen runter, ich musste gleich wählen und wusste immer noch nicht wohin ich sollte, wohin ich gehöre.

Als ich vor den Schalen stand sah ich sie mir alle genau an.
Graue Steine für die Altruan, Glas für die Candor, Wasser für die Ken, Erde für die Amite und glühende Kohlen für die Ferox.

Ich blickte auf und sah in das genervte Gesicht von Marcus Eaton der mir zunickte. Ich schnitt mir also in die Hand und hielt sie zwischen die Schalen für Amite und Ferox. Kurz blickte ich nochmal zurück zu meinem Vater der mich lächelnd anschaute und leicht nickte.

Also drehte ich mich wieder zu den Schalen drehte meine Hand und ließ das Blut in die Schale tropfen. Ein zischen ertönt und dann die Stimme von Marcus, Ferox.

Die Ferox fingen an zu jubeln und ich setzte mich zu ihnen. Kurz wagte ich einen Blick zu meinem Vater der mich Stolz anlächelte. Ich lächelte zurück, ich hatte es geschafft ich war nun eine Initiantin der Ferox.
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