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Das Zeitalter der Saiyajin

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Het
OC (Own Character) Son Goku Vegeta
06.09.2019
11.06.2021
74
298.275
18
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
11.06.2021 4.360
 
Meike: Überraschung! *grins*
Goku: Hä? Sollte nicht erst morgen das neue Kapitel kommen?
Meike: Richtig. Aber mein Mann und ich fahren heute Abend spontan ein paar Tage in den Urlaub, das heißt, ich weiß nicht, wie und wann ich überhaupt mal dazu komme, den Laptop anzuschmeißen. Aber das Kapitel wollte ich euch trotzdem präsentieren. Immerhin wartet ihr jetzt schon lange auf die Auflösung des Cliffhangers ^^ Da wollte ich euch nicht noch eine Woche warten lassen.
Vegeta: Gute Entscheidung. Sonst hätte ich dich auch einen Kopf kürzer gemacht...
Meike: *seufz* Wie gut, dass ich das nicht für dich, sondern für die liebe Leserschaft mache.... -.-
Vegeta: Wie bitte?! -.-
Meike: Reg dich nicht auf! Ich bin gleich schon wieder weg und dann hast du wieder zwei Wochen lang Ruhe.
Vegeta: ...
Meike: Danke. Also! Film ab!

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Staffel 5:


Kapitel 71:

Die Ruhe vor der Sturm


Hustend und schreckhaft einatmend schreckte Raika aus diesem furchterregenden Albtraum wieder hoch. Sofort saß sie senkrecht auf dem harten Untergrund. Desorientiert und panisch sah sie sich um.
„W-was...zur Hölle...ist passiert...?“, murmelte sie leise vor sich hin und erkannte, dass sie in einem tiefen Krater zu sein schien.
Ihr ganzer Körper schmerzte, besonders ihr Herzmuskel. Irgendwie schien ihre Pumpe nicht mehr richtig rund zu laufen, als würde sie zwischendurch ins Stolpern geraten. Prüfend fasste sie an ihr Herz und überprüfte dessen Rhythmus. Tatsächlich war der Puls nicht so rhythmisch wie er eigentlich sein sollte. Entweder spürte sie kurze Doppelschläge, oder ihr Herz setzte einfach mal für zwei bis drei Sekunden komplett aus.
„Fuck... Das ist gar nicht gut!“, fluchte sie mürrisch und blickte eher reflexartig auf ihre Hände. Merkwürdige, vor Schmerz pochende Linien in allen möglichen Farben zeichneten diese. Sie verliefen auch über ihre Arme. Unter dem zerrissenen Kampfanzug konnte sie entdecken, dass diese Zeichnungen auch ihren Bauch und ihre Beine zierten. Vorsichtig strich die Saiyajinkriegerin über die Spuren. Es fühlte sich an, als sei sie an diesen Stellen schwer verbrannt worden.
Ein leises, verärgert klingendes Knurren verließ ihre Lippen. Das gefiel ihr gar nicht. Was war nur geschehen? War das Ganze vielleicht doch kein Traum gewesen...?

Kurz entschlossen sah sie nach oben. Doch zu ihrer Verwunderung zeigte sich über ihr strahlender Sonnenschein. Es mussten doch Hinweise zu finden sein, die sie zu einer Erklärung führen könnten.
An ihren ebenfalls schmerzenden Kopf fassend, hievte sie sich langsam auf die Beine und schwebte anschließend aus dem Krater heraus. Sich die Gegend ansehend, bemerkte sie, dass hier entweder ein heftiger Kampf oder ein fürchterliches Unwetter getobt haben musste. Dieser Landstrich war noch verwüsteter als normalerweise. Einschlaglöcher und Krater säumten den verbrannten Boden. Hier würde wohl nie wieder irgendetwas wachsen können.

„Scheiße...“. Damit wurde Raika endgültig klar, was passiert war. „...das war also wirklich kein Traum...“.

Tatsächlich hatte sie sich diesem hochgefährlichen Gewitter entgegen gestellt und sich absichtlich von den Blitzen treffen lassen, um ihrer Berserkerform näher zu kommen.
War sie vollkommen geisteskrank geworden? Warum tat sie sich das immer wieder an? Hatte sie mittlerweile so wenig Selbstachtung, dass ihr ihr eigenes Leben ganz und gar egal geworden war?
Raika verabscheute sich in diesem Moment noch mehr, als sonst schon. Das hätte gewaltig schief gehen können. Sie fühlte sich so, als habe ihr Herz vor ihrem Erwachen eine ganze Zeit lang gar nicht geschlagen. Wie viel Zeit vergangen war, konnte sie auch nicht sagen.

Ohne weiter darüber nachzudenken, flog die Kriegerin zu ihrer Höhle zurück, in der sie ihr Lager aufgeschlagen hatte. Kurz sah sie an sich herunter. Ihr Kampfanzug hing in Fetzen, sie war übersät von schlecht verheilten Wunden und Blitzmalen. Sie war verdreckt, sie stank höllisch, ihre Haare waren struppig und ungepflegt.
Alleine schon deshalb hatte sie sich dazu entschieden, ihre Haare kürzer zu halten. Weder hatte sie die Mittel, noch Zeit und Lust, um ihre lange Mähne zu pflegen. Dafür fehlte ihr jegliche Motivation, jeglicher Anreiz. Es war ihr schlichtweg egal geworden.
Und obwohl sie in einem so miserablen Zustand war, stieg sie ohne weitere Umwege in ihre Raumkapsel und programmierte sie so, dass sie zu ihrem Heimatplaneten zurück flog. Sie würde nur gut einen Tag brauchen. In der Zeit konnte sie sich zumindest ausruhen und etwas zu Kräften kommen.

~

„Bulma? Wo ist denn mein Brustpanzer?“, fragte Broly seine Frau und kramte gerade in einer Schublade unter ihrem gemeinsamen Bett.
Die Beiden lebten immer noch gemeinsam im Palast, hatten von Vegeta allerdings ein größeres Quartier zugeteilt bekommen, in denen sie bequem mit ihrem Sohn Trunks wohnen konnten.
„Schau doch mal im Schrank neben der Kommode“, rief sie aus dem Nebenzimmer zurück.
Sie saß mit ihrem schwarzhaarigen Sohn an ihrer Brust auf einem Schaukelstuhl und wiegte ihn beim Stillen leicht hin und her.
Kurze Zeit herrschte Stille, bis der Saiyajin erfreut antwortete: „Hab' ihn!“

Wenig später kam er fertig eingekleidet aus dem Schlafzimmer und ließ motiviert seine Fäuste knacken.
Die junge Mutter schenkte ihm ein liebevolles, wenn auch leicht besorgtes Lächeln. „Pass bitte gut auf dich auf, Broly!“
„Keine Sorge“, erwiderte dieser, kam auf sie zu und gab ihr einen Kuss. Anschließend strich er seinem Sohn mit einem stolzen Grinsen über den Kopf. „Halte dich bereit, Bulma. Sobald es hier für euch zu gefährlich wird, gebe ich dir Bescheid und du sorgst dafür, dass ihr weit so weit weg kommt, wie es irgendwie möglich ist... Okay?“
„In Ordnung“. Die Erfinderin von der Erde nickte ihm entgegen und richtete ihr Oberteil, da ihr kleiner Halbsaiyajin gerade fertig war, seinen Durst zu stillen. „Hoffentlich könnt ihr den Kampf gegen die Cyborgs weit außerhalb der Stadt führen. Dann muss ich meine Position nicht verlassen“.
„Das hoffe ich auch. Aber wir wissen es nicht. Dem kleinen Wurm und dir darf nichts passieren...“. Ein weiteres Lächeln umspielte seine Lippen, als er seinem Sohn die Hand hin hielt und dieser fröhlich quietschend nach einem Finger griff, diesen fest umklammerte.
Bulma erhob sich von dem Schaukelstuhl und drückte ihrem Mann noch einen Kuss auf die Wange. „Wenn ich irgendetwas tun kann, sag mir bitte Bescheid. Du weißt, dass ich nicht gern untätig herum sitze. Und immerhin geht es hier um Cyborgs. Wenn ihr also zufällig einen Schaltplan findet...“.
Broly grinste leicht. „Ich glaube zwar nicht, dass uns so was zufällig in die Hände fällt, aber gut... Wenn das wirklich passiert, kontaktiere ich dich“.

Während sich die jungen Eltern verliebt ansahen, klopfte es an ihrer Wohnungstür. „Broly? Bist du soweit? Vegeta wartet schon und du weißt ja, wie ungerne er das tut“, ertönte die Stimme von Radditz durch die Tür.
„Bin fertig!“, rief der Ältere zurück, gab der Mutter seines Sohnes noch einen Kuss und verabschiedete sich von ihr.

~

Auf dem Gang begrüßte Radditz ihn freundlich mit einem Handschlag.
„Na, wie ist das Leben als frisch gebackener Papa?“, fragte der Langhaarige grinsend, während sie den Gang entlang liefen, in Richtung des Büros des Königs, in dem Vegeta eine Lagebesprechung einberufen hatte.
„Es ist super! Der Kleine ist zwar echt anstrengend, wenn er schreit oder quengelt, aber er jetzt schon stark wie sonst was“.
„Wie hoch ist seine Kampfkraft?“
„Wenn er wütend ist, oder normal?“ Das Grinsen des Vaters wurde immer breiter und stolzer.
Die Augen des Jüngeren weiteten sich kurzzeitig, bevor er fragte: „Ist das denn so ein großer Unterschied?“
Broly lachte amüsiert auf und klopfte auf die Schulter seines Freundes. „Oh ja, mein Freund“.
„Ja, dann spann mich nicht länger auf die Folter! Sag an!“, forderte Radditz interessiert.
„Na ja, wenn Trunks ruhig ist, liegt seine Kampfkraft bei mickrigen Zwölf, aber sobald er weint oder sauer wird, schießt sie auf über Sechstausend!“
„Sechstausend?! Du willst mich doch verarschen!“ Dem Langhaarigen fielen beinahe die Augen aus dem Kopf, doch der Ältere schüttelte nur stolz lächelnd seinen Kopf.
„Das ist mein voller Ernst“.
„Wahnsinn! Dafür, dass er nur ein Halbsaiyajin ist... Wirklich erstaunlich. Das hätte ich nie erwartet“.
„Tja, die Mischung scheint ordentlich Potential zu haben“.
Radditz streckte seine Arme nach oben und verschränkte sie anschließend hinter seinem Kopf. „Vielleicht sollte ich mir auch eine Frau von der Erde suchen...“.
„Solange du meine Frau nicht anfasst...“, gab Broly zurück, konnte sich sein zufriedenes Grinsen einfach nicht verkneifen, als sei es in seinem Gesicht fest getackert.
Die Partnerschaft mit Bulma und ihr gemeinsames Kind machten ihr glücklich. Er war motivierter denn je.

Der Jüngere grinste kopfschüttelnd zurück, schnitt dann jedoch ein anderes Thema an. „Übrigens tut es mir echt leid, dass wir uns erst jetzt sehen. Ich hätte dir ja schon früher zu deinem Nachwuchs gratuliert, aber Vegeta hat mein Trainingspensum in den letzten Wochen wirklich massiv erhöht“.
„Kein Problem, Radditz. Der Kurze ist ja erst ein paar Wochen alt. Hat sich das Training wenigstens gelohnt?“
Diesmal zog Radditz seine Mundwinkel bis hinter beide Ohren. „Na, aber sicher!“
„Heißt das, unser Team besteht nur noch aus Supersaiyajin?“, fragte Broly überrascht, während sie gerade um eine Biegung gingen und somit kurz vor dem Erreichen ihres Ziels waren.
Der Langhaarige nickte. „Oh ja! Und mit meiner langen Mähne sieht das richtig genial aus! Als wäre das eine ganz andere Form vom Supersaiyajin!“
„Jetzt gib mal nicht so an, Brüderchen! Ich bin dir immer noch einen riesigen Schritt voraus“, entgegnete ihm Kakarott neckisch grinsend und begrüßte die Beiden anschließend. Er wartete schon vor dem Büro Vegetas auf sie.

Goku war mittlerweile ein sehr wichtiges Mitglied ihres Teams geworden. Nicht nur aufgrund seiner Stärke, nein, er war den Anderen vor allem im Bereich 'taktisches Zusammenarbeiten' ein ganzes Stück voraus, deswegen stand er den Prinzen bei der Aufteilung der Teams zur Seite und gehörte somit auch zum Kreis seiner engsten Vertrauten. Auch, wenn Vegeta das nicht unbedingt in den Kram passte, aber zumindest hatten sie es geschafft, ihre Streitigkeiten im Großen und Ganzen beiseite zu legen und sich nicht mehr an die Gurgel zu springen. Freunde würden sie wohl keine mehr werden, aber zumindest akzeptierten und respektierten sie einander.
Außerdem bemerkten sowohl Goku als auch Vegeta, dass sie am meisten Fortschritte machten, wenn sie gegeneinander kämpften. Ihre Rivalität und ihr ähnliches Energielevel, machte jeden Kampf zu einer neuen Herausforderung, brachte sie jedes Mal an ihre Grenzen und weit darüber hinaus. So waren die letzten Monate ihres Trainings sehr intensiv gewesen. Nebenbei hatten sie auch Tarble und Radditz dazu gebracht, den Supersaiyajin zu erlernen, sodass sie für den Kampf besser gerüstet waren.

~

Unter einem leisen Knarzen öffnete sich die Tür zu dem Büro des Königs, welches nun von den beiden Prinzen genutzt wurde. Prinz Tarble streckte seinen Kopf hinaus, begrüßte seine Freunde und bat sie herein. Vegeta saß, wie es zu erwarten war, auf dem ehemaligen Stuhl seines Vaters und legte einen Haufen Unterlagen zur Seite, die er bis zu diesem Moment studiert hatte.
„Moin Vegeta“, begrüßte Goku seinen Widersacher fröhlich seine rechte Hand hebend.
„Ich weiß wirklich nicht, wer dir jetzt schon wieder ins Hirn geschissen hat, Kakarott, aber dies ist kein feierlicher oder gar fröhlicher Anlass!“, zischte der Thronfolger. Vegeta wirkte gereizt und nicht so, als sei er zu Späßen aufgelegt.
Entschuldigend hob Kakarott auch seine zweite Hand und ließ das Lächeln prompt aus seinem Gesicht verschwinden.

Währenddessen stellte sich Tarble neben seinen Bruder und der Ältere der Prinzen erhob wieder das Wort: „In weniger als einer Stunde werden die Cyborgs im südlichen Randbezirk der Hauptstadt auftauchen. Irgendwelche Ideen, wie wir vorgehen sollen?“
Goku beugte sich währenddessen vor und zurück und sah sich verwundert um.
„Was ist, Kakarott? Suchst du deinen Verstand?“
„Nein, Vegeta, lass doch die blöden Sprüche! Ich frage mich nur, wo meine Schwester und mein Vater sind...“.
Tarble erklärte sofort: „Oniara und Bardock werden nicht mit uns an vorderster Front kämpfen. Oniara koordiniert die Mittelklasseneinheit, die in der gesamten Hauptstadt verteilt sind. Das Gleiche gilt für Bardock, der sich bereit erklärt hat, die Unterklasseneinheit zu befehligen. Er hat immerhin den besten Draht zu diesen. Sobald ihnen etwas Verdächtiges auffällt, schlagen sie Alarm und tun ihr Bestes um die Feinde solange in Schach zu halten, bis wir eintreffen“.
„Oh...ach so“. Goku nickte verstehend und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Vegeta.
„Ich würde vorschlagen wir verteilen uns im südlichen Bezirk und warten dort auf die Cyborgs“, schlug Radditz schließlich vor.
„Wenn wir den Worten dieses Jungen überhaupt vertrauen können...“, schmiss Broly mit skeptischem Unterton in den Raum.
Der Kronprinz weitete kurz seine Augen, während er den Gleichaltrigen musterte. „Oh, das können wir...“, ließ er verlauten und dachte: >>Nachdem er wirklich ein Kind mit dem Erdlingsweib gezeugt hat und es Trunks genannt hat, bin ich absolut überzeugt...<<
Goku nickte. „Ja, da stimme ich Vegeta zu“.
„Komisch, dass ihr euch ausgerechnet dabei so einig seid...“. Verwundert ließ der frisch gebackene Vater seinen Blick zwischen Goku und Vegeta hin und her hüpfen.
Der ältere Prinz räusperte sich und überging das Thema einfach. „Also werden wir uns aufteilen. Tarble, Broly und ich durchkämmen den südlichen Randbezirk. Kakarott, du wirst mit Radditz den Rest absuchen. Aufgrund deiner momentanen Tele-Dingsda bist du schließlich am besten dafür geeignet große Flächen abzudecken. Außerdem kannst du dich direkt zu einer abfallenden Aura teleportieren und sie in Sicherheit bringen, falls einer unserer Leute angegriffen werden sollte“.
„Sind die Zivilisten soweit aus der Gefahrenzone gebracht worden?“, fragte Broly.
„Ja, die Häuser müssten weitestgehend leer sein. Alle Einwohner wurden vor kurzem informiert, dass wir uns auf einen Angriff vorbereiten müssen. Es sind also nur noch die anwesend, die unbedingt an vorderster Front dabei sein und kämpfen wollen“, berichtete Vegeta.
„Gut, denen ist dann auch nicht mehr zu helfen“. Desinteressiert zuckte Radditz mit seinen Schultern.
Sein jüngerer Bruder schüttelte resigniert den Kopf. „Ich habe so das Gefühl, dass ich heute aus dem Teleportieren nicht mehr heraus kommen werde“.

Plötzlich piepste das Kommunikationsgerät an Tarbles Handgelenk. Ein Soldat der Raumschiffswartung war in der Leitung und sein Gesicht erschien auf dem Bildschirm des Kommunikators.
Der kleinere Prinz wendete sich von seinem Bruder ab, ging ein paar Schritte von diesem weg, nahm das Gespräch an und wisperte: „Ich sagte doch, keine Anrufe! Wir sind in einer sehr wichtigen Besprechung!“
„Aber Prinz Tarble! Es ist eine Raumkapsel im Hafen eingetroffen!“, rief der Unterklassenkrieger aufgeregt.
Der Angesprochene stutzte. „Heute sollten doch keinerlei Kapseln abheben, oder landen. Ich habe Wochen für die Planung gebraucht!“
„Das ist es ja! Wir verlangten natürlich, dass sich der Insasse identifiziert, aber wir erhielten keine Antwort und nur sehr schwache Lebenszeichen aus dem Inneren der Kapsel. Also haben wir die Kapsel landen lassen, weil der Insasse offenbar schwer verletzt ist...aber...“. Der Saiyajin stockte und wirkte plötzlich nervöser.
„Was denn?!“, harkte Tarble ungeduldig nach. Dies war wirklich nicht der richtige Zeitpunkt für Verzögerungen.
„I-ich glaube, Ihr kennt sie, Eure Hoheit... Wartet...“.
Der Soldat verschwand aus dem Bildschirm und drehte die Kamera des Kommunikators in die Richtung der Kapsel. Zuerst war nicht klar, worauf der Krieger anspielte, aber nach ein paar Sekunden und bei genauerem Hinsehen erkannte Tarble die Saiyajin im Inneren der Kapsel, die bewusstlos und schwer verletzt in der Kapsel lag.
Vor Schreck weiteten sich seine Augen und er beendete augenblicklich das Gespräch. Der Zweitgeborene Prinz wandte sich mit bleichem Gesicht wieder zu seinen Teamkameraden, die ihn alle verwundert wartend ansahen.
„Es... Es ist Raika“, stammelte er.

Noch in dem Moment, als er es ausgesprochen hatte, sahen sich die ewigen Konkurrenten mit ernstem Gesichtsausdruck an, als hätten sie genau auf diesen Moment gewartet. Vegeta sprang von seinem Stuhl auf, stützte sich mit einer Handfläche auf dem Schreibtisch auf und hüpfte elegant über diesen, während Goku ihm seine linke Hand reichte und schon zwei Finger seiner Rechten an seine Stirn legte, auf der Suche nach einer Aura, in direkter Umgebung des Raumhafens. Der Kronprinz griff nach der Hand seines Widersachers und schon in der nächsten Sekunde lösten sie sich vor den fassungslosen Blicken ihrer Freunde in Luft aus.

Verblüfft und vollkommen perplex standen die übrigen Elitekrieger im Raum und sahen sich ratlos an.
„Was zur Hölle war das denn gerade?“, fragte Radditz, immer noch auf die Stelle starrend, an der sein Bruder und sein bester Freund vor einer Sekunde noch gestanden hatten.
„Wer hätte gedacht, dass die Beiden mal so harmonieren, wenn es um Raika geht?“, ließ Broly mindestens genauso verwundert verlauten. „Sah fast so aus, als hätten sie genau für diesen Einsatz geprobt“.
„Zumindest weiß Vegeta die momentane Teleportation von Kakarott zu schätzen“. Der Langhaarige streckte seinen Nacken und wechselte das Thema zum jüngeren Prinzen blickend. „Sollen wir uns schon mal aufteilen und unsere Positionen einnehmen?“
Tarble nickte zustimmend und verließ daraufhin mit Radditz und Broly das Büro, um sich vorsorglich in der Hauptstadt zu verteilen. Sie hatten schließlich einen strickten Zeitplan. Die Cyborgs würden sicherlich nicht auf sie warten.

~

Goku hatte auf die Schnelle tatsächlich die Aura des Soldaten gefunden, der direkt neben der Raumkapsel stand, in der Raika lag. Mit einem nicht zu deutenden Gesichtsausdruck wendete er sich an den Unterklassenkrieger neben sich.
„Wie geht es ihr?“
Etwas erschrocken von der plötzlichen Ankunft des Prinzen und dessen hochrangiger Begleitung, weitete der Angesprochene seine Augen, antwortete aber nach einem strengen Blick von Seiten Vegetas.
„Sie lebt...aber ihre Vitalzeichen sind sehr schwach... Die Scanner zeigen, dass ihr Herz eine gravierende Rhythmusstörung aufweist. Mehr können wir erst sagen, wenn sie zur Krankenstation gebracht und dort eingehender untersucht wurde“.
Sofort stieß Vegeta seinen Rivalen unsanft zur Seite, um die junge Frau näher zu betrachten. Raika sah wirklich schlecht aus. Ihr Brustkorb hob und senkte sich nur ganz minimal, ihre Atmung war extrem flach. Ihr Kampfanzug hing in Fetzen und ihr gesamter Körper war von Blitzmalen gezeichnet. Diese zogen sich über ihre Arme und ihre Beine. An ihrem Bauch waren auch welche zu sehen.
„Wir haben keine Zeit zu verlieren! Ich bringe sie zum Krankenflügel!“, beschloss der Prinz, hockte sich vor die Kapsel und wollte seine Ex-Freundin gerade auf seinen Arm nehmen.
„Nichts da, Vegeta! Ich bringe sie!“, widersprach der Jüngere.
„Was fällt dir ein, mir zu widersprechen?!“, fauchte Vegeta sichtlich gereizt.
Auf keinen Fall wollte er seine große Liebe wieder in den Armen seines Rivalen sehen.
Doch Goku sah ihn weiterhin ruhig, jedoch mit ernstem Gesichtsausdruck an. „Ich kann sie viel schneller zu unseren Ärzten bringen...“.
Vorsorglich legte Goku schon mal seinen Zeigefinger und den Mittelfinger an seine Stirn und breitete den anderen Arm aus, um die Verwundete zu übernehmen.
Der Ältere knurrte leise. Er wusste genau, dass Kakarott Recht hatte. Ohne ein Wort dazu zu sagen, hob Vegeta die Verletzte hoch, behielt sie jedoch in seinem Arm und legte eine Hand an die Schulter seines Konkurrenten.
„Kann losgehen...“.
So musste Vegeta Raika nicht in Gokus Obhut übergeben und trotzdem hatten sie Beide das Gefühl ihr helfen. Schließlich wollten sie Beide nur ihr Bestes.

~

In der nächsten Sekunde befanden sie sich schon im Krankenflügel des Palastes, direkt neben einem Arzt, der erschrocken seine Unterlagen fallen ließ. Der bebrillte, ältere Mann einer fremdartigen Aliengattung ließ das Papier unachtsam am Boden liegen, als ihm bewusst wurde, wer da neben ihm aufgetaucht war.
„Prinz Vegeta, Eure Hoheit!“ Ehrfürchtig verbeugte sich der Mediziner, der einen langen Schnabel im Gesicht trug, worauf seine Brillengläser ruhten. Anschließend fiel sein Blick sofort auf die verwundete junge Frau. „Haben die Kämpfe schon begonnen?“
„Nein“, antwortete der Thronfolger ruhig. „Sie ist gerade mit einer Kapsel angekommen... Sie bedarf dringend medizinischer Versorgung...“.
„Raika muss so schnell es geht wieder fit werden“, ergänzte Goku leicht nervös. „Wir brauchen sie unbedingt im Kampf“.
Vegeta nickte zustimmend, woraufhin der Arzt sich sofort abwendete und die beiden Krieger hinter sich her winkte. Er ließ alles stehen und liegen, diese Patientin hatte jetzt Vorrang, alleine schon, weil der Thronfolger ein persönliches Interesse an ihr hatte.

Als er den Namen 'Raika' hörte, stellten sich ihm alle Nackenhaare auf. Es gab diese Gerüchte in der Bevölkerung, dass eben diese Raika sowohl mit dem Thronfolger, als auch mit Kakarott eine Liebschaft gehabt haben soll. Doch seit ein paar Jahren war sie verschwunden. Es hieß, dass sie bei Kakarott auf der Erde gewesen war, doch sie war nicht mit ihm zurück gekehrt. Danach hatte niemand irgendetwas von ihr gehört. So hielt man es in weiten Teilen der Bevölkerung tatsächlich nur für ein Gerücht. Dass sie wirklich existierte und die beiden Elitekrieger ungewöhnlich besorgt zu sein schienen, ließ den Mediziner kräftig schlucken.

„Legt sie auf die Trage, dann werde ich mir erst mal einen groben Überblick verschaffen“, ordnete er an und suchte derweil sein übliches Werkzeug heraus, was er für eine Untersuchung brauchte. Anschließend sah er sich flüchtig um.
„Zum Glück haben wir im Vorfeld noch ein paar neue Meditanks bestellt...“, murmelte der Bebrillte, hatte gefunden, wonach er gesucht hatte und scannte erst einmal ihren Körper, den Vegeta vorsichtig auf die Trage gelegt hatte.
Kakarott und er wichen nicht von ihrer Seite. Viel zu beunruhigt waren sie von ihrem Zustand und wollten wissen, wie es dazu gekommen war.

Nach endlosen Sekunden, in denen der Arzt Raikas Körper abgetastet und mit einem kleinen Gerät, welches in etwa die Größe eines Kugelschreibers hatte, jeden Quadratzentimeter ihrer Haut gescannt hatte, stieß dieser grübelnde Laute aus.
„Es sieht fast so aus, als wäre sie kopfüber in einen Stromgenerator gefallen. Ihr gesamter Körper ist elektrisch geladen...“. Vorsichtig zog der Doktor an ihrem Arm den zerrissenen Stoff ihres Kampfanzuges zur Seite.
„Seht Ihr das, Eure Hoheit? Das sind Narben, die nur von Blitzen stammen können. Ihr Herzmuskel hat wohl einiges abbekommen. Es ist fraglich, ob wir das wieder hinkriegen...“.
Ein wütendes Knurren drang durch Vegetas Lippen, die er krampfhaft aufeinander presste. Diese Aussage gefiel ihm ganz und gar nicht. Raika hatte schon einmal Probleme mit ihrem Herzen gehabt. War sie jetzt überhaupt noch einsatzfähig? Beim letzten Mal hatte es schon lange gedauert, bis sie wieder richtig kämpfen könnte. Aber jetzt...? Es gab für Raika einfach keine Zeit, sich vernünftig zu erholen.

„Sieh zu, dass du das hinbekommst! Wenn sie nicht wieder fit wird, mache ich dich persönlich dafür verantwortlich!“, drohte er, während er seine Arme vor der Brust verschränkte und den Blick kaum von der Bewusstlosen abwenden konnte.
Goku wollte eigentlich etwas dazu sagen und den Prinzen beruhigen, doch irgendwie... Irgendwie konnte er seine Wut verstehen. Er fühlte sich gerade selbst nicht anders. Zu gern hätte er gewusst, was passiert war. Wie war sie an solche Verletzungen gekommen? Von ihrem Halsband konnte es nicht sein. Das trug sie seit ihrem Verschwinden nicht mehr bei sich.
Der Mediziner schluckte kräftig und nickte dem Prinzen zu. „Ich werde mein Bestes geben“.
Daraufhin wendete er sich einem nahegelegenen Meditank zu und stellte einige Parameter ein. Für diesen Fall musste das heilende Liquid mit Medikamenten versehen werden, die ihren Herzmuskel entlasteten und zeitgleich einen gleichmäßigen Blutdruck und einen rhythmischen Puls förderten.

Vegeta starrte immer noch auf Raikas bewusstlosen Körper. Beinahe hätte er sie nicht erkannt, mit diesen kurzen Haaren, so verdreckt und verwahrlost, wie sie aussah. Doch ihre Aura, so schwach sie auch war, würde er unter Hunderttausenden wiedererkennen. Ohne darüber nachzudenken, ließ der Saiyajinprinz seine Arme aus der angespannten Haltung sinken, strich mit einer Hand vorsichtig über ihre Schulter, wodurch sein Gesichtsausdruck langsam aber sicher auftaute. Wie von selbst wanderte die Hand an ihr Gesicht, tastete sanft über die weiche Haut an ihrer Wange.
Sie war tatsächlich wieder gekommen. Unwillkürlich schlich sich ein trauriges Lächeln auf sein Gesicht. War das nun ein positives Omen für ihn, oder für seinen Rivalen...? Oder war sie tatsächlich nur für die Kämpfe hier? Aber warum hatte sie sich in diesem Zustand in die Kapsel gesetzt? Wo war sie überhaupt gewesen? Hatte sie dort keinen Zugang zu medizinischer Versorgung gehabt?
Er wollte sich gar nicht vorstellen, was sie in den letzten Monaten wieder für Qualen durchleiden musste. Aber nun war sie endlich wieder hier und er würde sie mit all seiner Macht vor jedem Unheil beschützen. Nichts und niemand könne ihr etwas anhaben.

„...Vegeta...?“ Vorsichtig fragend riss der Größere ihn aus seinen Gedanken.
Schlagartig zog der Angesprochene seine Hand zurück und setzte wieder seine übliche, kalte Miene auf. „...was?“
„Es ist schon kurz vor Zehn. Wir sollten so langsam...“, deutete der Jüngere an, woraufhin Vegeta zögernd grummelte. Goku sah ihn mitfühlend an. „Ich lasse sie jetzt auch nur ungern alleine, aber wir können unsere Freunde nun mal nicht ihrem Schicksal überlassen... Raika wird sich erst mal eine ganze Weile erholen müssen“.
Kakarott hatte mal wieder Recht. Wie der stolze Prinz es hasste, wenn das passierte.
Nach einem tiefen Seufzen blickte Vegeta seinen Rivalen kurzentschlossen an und befahl: „Nun gut... Such Bulma und bring sie hier her! Ich will, dass sie über Raika wacht und mir sofort Bescheid gibt, sobald sich irgendetwas tut! Ich will, dass jemand bei ihr ist, dem ich wenigstens halbwegs vertraue...“.
Anschließend ließ er seine Augen noch einmal über Raikas Körper gleiten. Einen kurzen, warnenden Blick warf er dem Mediziner zu. Daraufhin wendete er sich ab und verließ schnellen Schrittes den Raum.
„Ich gehe in der Zeit ein paar Cyborgs klatschen“.

Leicht lächelnd sah Goku dem Kleineren hinterher. Er konnte sein Verhalten so gut nachvollziehen. Immerhin fühlte er sich ganz genauso. Der Prinz würde die Chance nutzen und an den neuen Feinden seine Wut auslassen können. Genau das gleiche würde er auch tun, aber zuerst...
Goku legte zwei Finger an seine Stirn, suchte nach der Aura von Bulma und machte sich an die Arbeit.

__________________________________

Meike: Tadaaaa~
Goku: Raika lebt! :)
Vegeta: ...noch...
Meike: Macht sich da jemand Sorgen?
Vegeta: Quatsch! *wird leicht rot* Es ist einfach Fakt, dass sie in einem extrem miserablen Zustand ist...
Goku: Hoffentlich wird sie schnell wieder fit. Wir brauchen sie immerhin im Kampf...
Meike: Tja, das werden wir wohl erst in den nächsten Kapiteln erfahren... ^^ Hoffentlich können sich unsere Freunde überhaupt richtig konzentrieren können, mit dem Wissen, dass es Raika so schlecht geht.
Goku: Und dann kommen auch noch diese Cyborgs. Ich bin wirklich gespannt, wie stark die sind und was die so drauf haben...
Meike: Richtig. Liebe Leser, ich hoffe euch hat das heutige Kapitel gefallen, ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende und ein paar schöne sonnige Tage. Ich setze mich gleich ins Auto und fahre nach Holland an die See ♥ *-*
Goku: Entspann und erhol dich gut!
Meike: Danke, Goku! Danach bin ich bestimmt wieder sehr motiviert! Dann beantworte ich eure Nachrichten, lese und kommentiere selbst mal wieder und kann hoffentlich wieder ein bisschen was zu Papier bringen. *-* <3 Bis demnächst ihr Lieben und genießt das schöne Wetter!
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