Das Zeitalter der Saiyajin

GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
Beerus Freezer OC (Own Character) Son Goku Vegeta Whis
06.09.2019
23.05.2020
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23.05.2020 3.922
 
Kapitel 17: Triebe und Liebe

„Lass mich los!“, grummelte sie leise und riss sich aus seiner Umarmung. Sie ging direkt etwas auf Abstand. Das fühlte sich gerade irgendwie falsch an. Sie mochte Vegeta, aber er war gerade so anders, dass sie ihn kaum erkannte. In diesem Moment bemerkte die Langhaarige, dass sich Broly näherte. Seine Aura kannte sie nun und spürte, dass er schon ganz in der Nähe war.
Sie richtete ihr Kleid und schnappte sich das Glas mit dem Wein. „Broly ist gleich hier“, sagte sie noch, um das peinliche Schweigen zu durchbrechen.
„Na super...“, meinte der Prinz sarkastisch und leerte in einem Zug seinen Whiskey. >>Verdammt, das war wohl eine Spur zu viel. Sonst muss ich doch nie so viel Aufwand betreiben, um eine Saiyajin von mir zu überzeugen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Raika es noch nie beeindruckt hat, dass ich der Prinz der Saiyajin bin. Jetzt kann ich es eh vergessen. Broly und Raika kennen sich schon ewig und sie wird sich garantiert heute zu ihm hingezogen fühlen<<, dachte Vegeta und knurrte leise vor sich hin.
Einen Moment später klopfte es an der Tür, die Raika sofort öffnete und Broly herein ließ. Dem Prinzen fiel auf, dass Raika also tatsächlich Auren aufspüren konnte, ohne ihren Scouter zu verwenden. Das war wirklich praktisch. Er nahm sich vor, diese Technik möglichst schnell ebenfalls zu erlernen. Vegeta stellte sich hinter die Bar und goss sich einen neuen Drink ein.
„Was trinkst du, Broly?“, fragte der Prinz ohne ihn anzusehen.
„Ich trinke keinen Alkohol“, antwortete der Gleichaltrige.
„Tze... Was für ein Weichei!“, zischte Vegeta und nippte an seinem Whiskey.
Raika umarmte ihren langjährigen Freund und schwenkte anschließend ihr Weinglas hin und her. „Och komm schon, Broly. Ich werde schließlich nur ein mal 16“.
Der Größere lächelte leicht und gab sich geschlagen. „Okay, aber nur ein bisschen“.
Die Langhaarige drehte sich schwungvoll zu dem Prinzen an der Bar um und orderte das Gleiche, was sie bekommen hatte.
Doch Vegeta schüttelte den Kopf. „Wein ist was für Mädchen. Broly bekommt ein Bier“, entschied er und füllte einen Krug mit hellem Bier und stellte es auf dem Tresen ab. Anschließend nahm er seinen Drink und ließ sich auf die Couch fallen. „Ich werde nicht den ganzen Abend lang euren Barkeeper spielen“, blaffte er und zündete sich, auf dem Sofa entspannend, eine Zigarette an.
Broly probierte unterdessen sein Bier und begutachtete Raika. Bei der begrüßenden Umarmung bemerkte er den intensiven Duft, der von ihr ausging. Er hatte im letzten Jahr durch Radditz und Vegeta erfahren, was es damit auf sich hatte und ignorierte es weitestgehend. Bei der fast 16-Jährigen fiel ihm das erstaunlich leicht, da er sie mehr als kleine Schwester ansah und dadurch weniger empfindlich auf das Aphrodisiakum reagierte.
Raika unterhielt sich gerade mit Broly, da spürte sie, dass Kakarott, Oniara und Radditz gleich eintreffen würden. Nervös zupfte sie unbewusst ihre Haare und ihr Kleid zurecht. Der Prinz bemerkte selbst von der Couch aus, dass sie auf einmal aufgeregt zu sein schien und ihre Atmung extrem angespannt und flach war. Skeptisch beobachtete er die Jüngere, irgendetwas musste jetzt passieren, was ihr Verhalten erklären würde.
Wenige Augenblicke später, in denen Raika immer unruhiger wurde, öffnete sich die Tür und die drei Geschwister kamen herein. Vegetas Blick fiel als erstes auf Radditz, was ihn aufknurren ließ. >>Hätte ich mir ja denken können, dass der Idiot hier auftaucht<< Danach entdeckte er einen weiteren Saiyajin. Das war ganz unverkennbar Kakarott, immerhin hatte er das gleiche Gesicht, wie dessen Vater. Der Blick des Prinzen verengte sich zu kleinen Schlitzen. Warum grinste dieser Saiyajin so dämlich? Warum war er so freundlich und fröhlich? Warum trug er keinen saiyajintypischen Kampfanzug, sondern diesen lächerlichen, bunten Gi? Selbst Radditz wirkte neben dieser Frohnatur genervt.
Der Langhaarige erblickte Vegeta und überlegte kurz. Sein Weg führte ihn zur Bar, wo er sich einen Drink eingoss und sich kurzerhand zu dem Prinzen auf die Couch setzte und laut schnaufte.
Vegeta kannte diesen Ausdruck seines besten Freundes. Er schob den Streit beiseite und fragte: „Das ist also Kakarott... Ist er so dumm wie er aussieht?“
Radditz hob einen Finger, um anzudeuten, dass er verzögert antworten würde. Zuerst leerte er seinen Drink mit wenigen Zügen. „Ahh! Das war jetzt notwendig!“ Er schüttelte sich kurz und stellte daraufhin sein Glas auf den Tisch vor ihnen. Radditz antwortete schließlich: „Noch viel schlimmer, als du es dir vorstellen kannst. Der Typ nervt mich seitdem er hier ist. Er hat echt keine Ahnung, wie man sich als Saiyajin verhält...“
„Ist er wenigstens stark?“, harkte der Prinz nach, beobachtete weiter, wie der Neue mit Raika quatschte und sich offensichtlich sehr gut mit ihr verstand.
„Nein, nicht einmal das. Seine Kampfkraft liegt bei 228“.
„Was für ein Schwächling!“ Der Prinz stieß ein verächtliches Schnauben aus. „Na, dann wird er uns wenigstens nicht bei den Missionen nerven“.
„Ja, was das angeht...“, begann Radditz zögerlich. „Könntest du dafür sorgen, dass ich wieder ins Team komme?“
„Warum sollte ich?“, grummelte Vegeta.
„Weil es sonst meine Aufgabe sein wird, die ersten Missionen mit Kakarott zu bestreiten und ihn zu einem richtigen Saiyajin zu machen. Ich würde das gerne an meine Schwester abtreten“, erklärte Radditz und man merkte ihm an, dass er absolut keine Lust hatte, sich mehr als nötig mit seinem kleinen Bruder zu beschäftigen.
„Ich weiß nicht, Radditz...“
„Es tut mir leid, Vegeta. Ich will wirklich wieder deine Leibwache sein und mit dir abhängen. Lass uns diesen Streit vergessen, okay?“, bat der Langhaarige seinen besten Freund.
Vegetas Mundwinkel zuckte leicht nach oben. „Schon gut. Hol uns mal die nächste Runde“.
Dezent grinsend erhob sich der 20-Jährige und ging zur Bar, wo er dem Prinzen und sich selbst jeweils einen neuen Drink zubereitete.
Währenddessen hatte Raika die anderen Gäste begrüßt und bemerkte selbst, dass sie in Gegenwart Gokus immer unruhiger und nervöser wurde. Um sich Rat zu holen, nahm sie Oniara zur Seite und wisperte: „Du musst mir mal ganz dringend helfen“.
Sie erzählte ihrer jüngeren Freundin von den Symptomen, die seit der Nacht auf dem Quittenturm immer wieder auftraten, wenn Kakarott in der Nähe war.
Oniara grinste vielwissend. „Raika, du bist doch nicht etwa in meinen Bruder verknallt!?“
„Was?! Verknallt?“, flüsterte die Angesprochene rotwerdend. „Du meinst so richtig verliebt? Das kann doch gar nicht sein!“
„Wieso nicht? Ihr seid in etwa gleich alt, Kakarott ist ein sehr freundlicher und netter Saiyajin, im Gegensatz zu den meisten anderen Männern und wie du mir erzählt hast, sieht er auch noch gut aus. Also schnapp ihn dir, Raika!“
„A-aber ich weiß doch gar nicht wie sowas geht! Außerdem ist mir den ganzen Tag schon übel und schwindelig. Und dann noch diese merkwürdigen Hitzeschübe zwischendurch...“
Die Blinde erstarrte. Sie beugte sich weiter vor und roch an Raikas Hals.
„Was soll das? Wieso schnupperst du an mir?“, fragte die Langhaarige verwundert.
„Hat sich einer der anderen Kerle dir gegenüber merkwürdig verhalten?“
„Was? Wieso fragst du das?“
„Bitte beantworte einfach die Frage!“, forderte Oniara.
„Na ja... Bevor die anderen Gäste kamen, war ich mit Vegeta alleine und er war erstaunlich nett zu mir. Ich glaube, er hat mir sogar ein Kompliment gemacht und wollte mich küssen, aber ich habe ihn weggedrückt“.
„Vegeta? Erstaunlich nett? Das kann nur bedeuten, dass du deine erste Hitze hast“.
„Was ernsthaft?“ Raika war mehr als verwirrt. Sie hatte davon schon einmal in einem Biologiebuch gelesen, hatte aber nicht daran gedacht, dass das der Grund dafür sein konnte, dass sich Vegeta so merkwürdig benahm. „Ich sollte verschwinden! Sonst drehen die Kerle hier noch der Reihe nach durch...“ Beschämt sah Raika zu Boden und wollte schon die Flucht ergreifen.
„Nein, Quatsch! Ich bin doch hier und passe auf, dass es nicht eskaliert. Es geht um deinen Geburtstag, du solltest dich amüsieren und entspannen. Achte nur auf einen gewissen Abstand zu den Herren“.
„Hmmm...“ Raika war sich nicht sicher, ob das eine gute Idee war, doch Oniara wusste, wie sie ihre Freundin überzeugen konnte: „Und, wenn du in Hitze bist, wird es ein Kinderspiel Kakarott für dich zu gewinnen. Ich sorge später dafür, dass ihr Zeit zu zweit verbringen könnt“. Die Jüngere grinste schelmisch. Sie hatte jetzt schon Spaß daran, Armor zu spielen.
Raika stieg erneut ein rötlicher Farbton ins Gesicht, dennoch lächelte sie leicht und ließ sich überzeugen, die Party fortzusetzen.
Goku hatte sich in der Zwischenzeit zu seinem Bruder und Vegeta gesellt und streckte dem Prinzen fröhlich lächelnd eine Hand entgegen.
„Hey, ich bin Son-Goku. Du musst Vegeta sein, richtig?“
Vegeta durchbohrte den Neuen mit seinem Weltuntergangsblick. „Nimm deine dämliche Hand aus meinem Gesicht, Kakarott! Und für dich immer noch Prinz Vegeta, oder Eure Hoheit, verstanden?“, blaffte er ruppig und drehte schnaubend sein Gesicht weg.
Irritiert zog der Jüngere zögerlich seine Hand zurück und sah hilfesuchend zu seinem Bruder. Radditz erklärte: „Mit deiner fröhlichen Art kannst du bei Vegeta gar nichts erreichen, Kakarott. An deiner Stelle würde ich mich nicht mit ihm anlegen“.
„Hier legt sich niemand mit irgendwem an“, stellte Raika klar, die mit Broly und Oniara dazu kam und sich ebenfalls auf die Couch pflanzte. „Setz dich zu mir, Kakarott“, fügte sie an, nahm seine Hand und zog ihn auf den freien Platz neben sich.
Als Vegeta sah, wie sie mit dem neuen Saiyajin umging und ihn anlächelte, kam ihm fast die Galle hoch. „Ich brauche noch einen Drink!“, leise knurrend erhob er sich und ging zur Bar. Radditz folgte ihm. Er bemerkte, dass die Anwesenheit seines Bruders dem Prinzen missfiel, von daher wollte er ihn mit einem anderen Thema ablenken.
„Raika ist echt verdammt fraulich geworden, findest du nicht auch?“
„Hmpf!“, schnaubte der Ältere und goss sich erneut ein neues Glas Wiskey ein.
„Na, wenn sie dir nicht gefällt, kann ich ja mein Glück versuchen“, provozierte Radditz seinen Freund mit voller Absicht, um ihn aus der Reserve zu locken.
„Sie scheint mehr Interesse an diesem degenerierten Vollidioten zu haben. Und nein, ich spreche ausnahmsweise mal nicht von dir“. Der Prinz trank einen Schluck und fixierte mit bösem Blick Kakarott und Raika, die gerade über eine seiner Geschichten lachte.
„Aber sie gefällt dir?“, harkte Radditz nach.
„Sicher. Du siehst doch, wie sie aussieht“.
„Vielleicht müsst ihr zwei nur alleine sein, damit du sie überzeugen kannst“.
Der Prinz schüttelte leicht den Kopf. „Waren wir eben. Sie hat sich losgerissen“.
„Losgerissen? Wolltest du sie fesseln, oder was?“, fragte Radditz erstaunt, eine Augenbraue heben.
„Nein... Sie ist...“. Vegeta blickte zu seinem besten Freund, dann wieder zu ihr. „Hast du es nicht bemerkt? Sie ist in Hitze!“
„Ohhh! Das erklärt einiges. Das könnte in meinem Brüderchen ungeahnte Triebe wecken, die ihm bis jetzt noch gar nicht bewusst sind“.
„Hmpf!“, schnaubte der Thronfolger erneut. „Ich sage Leekie bescheid, dann kann ich nachher wenigstens Druck ablassen“.
„Gute Idee. Mach Raika eifersüchtig!“, schlug Radditz vor.
„Nein, Radditz. Raika ist mir vollkommen egal. Es wäre eine nette Abwechslung gewesen, aber wenn sie nicht will, ist das ihr Pech. Das tangiert mich nicht“, erklärte er, leerte sein Glas und kramte seinen Scouter hervor. „Bin gleich wieder da“, sagte er noch und verschwand aus dem Raum.

Die nächsten Stunden vergingen ohne weitere Zwischenfälle. Radditz hielt Abstand zu Raika, um ihren Duft nicht einzuatmen, genauso wie Broly. Kakarott hingegen atmete diesen Geruch direkt ein, den er bislang nicht zuordnen konnte, ihm aber nicht unangenehm war. Augenscheinlich hatte es wenig Effekt auf ihn. Vielleicht musste er aber auch erst verstehen, worum es dabei ging.
Vegeta hatte sich in der gesamten Zeit nicht mehr blicken lassen. Kakarott bemerkte, dass er sich mit einer anderen Aura direkt unter ihnen gefand und diese offenbar miteinander kämpften. Doch Radditz klärte ihn auf, dass Vegeta mit seiner Freundin nicht kämpfte, sondern... kuschelte. Es war bereits kurz vor Zwölf, als Vegeta mit seiner Freundin Leekie, wieder zu den anderen stieß.
„Tut uns leid, es hat etwas länger gedauert“, kicherte die Brünette, die ebenfalls ein Kleid angezogen hatte. Ein kurz geschnittenes Schwarzes, mit tiefem Ausschnitt.
„Wie kann Kuscheln denn so lange dauern?“, fragte Goku naiv in die Runde.
„Wir haben nicht gekuschelt, wir haben gefi-!“, begann Vegeta, doch Radditz sprang auf und hielt seinem besten Freund den Mund zu. „Vegeta, es sind Kinder anwesend!“, ermahnte er diesen und blickte zu seiner kleinen Schwester.
Der Prinz räusperte sich. „Wir haben gekuschelt“.
„Und das gleich mehrfach. Du warst ja gar nicht zu bändigen!“, fügte Leekie an und tätschelte die Brust des Prinzen.
„Zu viele Informationen, Leekie!“, rief Raika und verzog angewidert das Gesicht.
„Die kleine Raika, endlich lernen wir uns mal persönlich kennen“, erwiderte die Freundin des Prinzen, schritt auf die Jüngere zu und reichte ihr die Hand.
Die fast 16-Jährige stand auf und knurrte der Brünetten entgegen. „Wenn du weiterhin so sarkastisch bist, kannst du dich auch gleich wieder verpissen!“
Bevor Leekie etwas Schnippiges entgegnen konnte, zog der Prinz seine Freundin am Arm grob zu sich. „Halt dich zurück, Leekie!“
Leise grummelnd gab sie sich geschlagen und setzte sich stumm auf die Couch. Die Arme vor der Brust verschränkt und die Beine überschlagen, wendete sie ihr Gesicht ab und konzentrierte sich auf Vegeta, der sich neben sie setzte.
„Hey, Leute! Es ist Null Uhr!“, rief Oniara euphorisch und lenkte von der Streiterei ab. „Alles Gute zum Geburtstag, Raika!“ Anschließend fiel sie dem Geburtstagskind um den Hals.
Der Groll auf Leekie war sofort verflogen. Raika freute sich über die Glückwünsche ihrer Freunde, stieß mit allen an, sogar mit der Freundin des Prinzen, die sich ein Lächeln auf die Lippen zwang.
Zum Schluss gratulierte ihr Broly, der sie innig umarmte und sagte: „Herzlichen Glückwunsch, Kleine. Ich wünschte, wir hätten das ein wenig früher geplant, dann hätte ich dir noch ein kleines Geschenk organisiert“.
„Ach, das ist doch nicht nötig. Diese kleine Feier hier ist mehr, als ich mir je zu träumen gewagt hatte“, gab sie lächelnd zu bedenken.
In diesem Moment räusperte sich Goku und kramte in seinem orangefarbenen Gi. „Ehrlich gesagt, habe ich da eine Kleinigkeit für dich“. Er holte ein kleines Kästchen hervor. „Mein Großvater von der Erde hat mir immer gesagt, dass ich Mädchen gegenüber freundlich und zuvorkommend sein soll. Das wollte ich dir eigentlich schenken, wenn ich wieder zur Erde aufbreche, aber dies scheint auch ein geeigneter Anlass dafür zu sein“. Goku überreichte Raika das Kästchen. Alle wechselten fassungslose Blicke.
Rotwerdend nahm die Langhaarige das Geschenk entgegen und öffnete es. Darin war ein Bild von ihr und Goku in einem schlichten Holzrahmen, welches Bulma einige Stunden vor ihrer Abreise aufgenommen hatte. Raika strahlte über das ganze Gesicht. Dieser Kerl war doch immer wieder für eine Überraschung gut.
„Oh, Kakarott! Dankeschön! Das ist wirklich wunderschön!“ Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Wie bei einem leichten Elektroschock kribbelte die Stelle noch einige Zeit später. Perplex und dennoch glücklich lächelte er und spürte, dass ihm ganz heiß wurde. Er hatte noch nie so ein Gefühl im Beisein eines weiblichen Wesens, doch die Mädchen seiner Art entfalteten eine größere Wirkung auf ihn, vor allem Raika. Sie war stark, süß und schlau. Erst jetzt realisiert er, was es mit diesem Duft auf sich hatte. Als hätte es tief in seinem Unterbewusstsein geschlummert und wäre nun erwacht. Augenblicklich verspürte er das Bedürfnis mit Raika alleine sein zu wollen. Doch er unterdrückte es so gut es ging, solang diese Party noch anhielt.
Vegeta hatte während der letzten Minuten kaum auf Raika geachtet, er konzentrierte sich auf seine Freundin, um die Gedanken an die 16-Jährige loszuwerden. Das gelang ihm auch recht gut, bis er sah, dass sie Kakarott auf die Wange küsste. Er presste ein kaum hörbares Knurren durch seine Lippen.
„Moment mal!“, rief Leekie plötzlich. „Was meint Kakarott damit, dass er wieder zur Erde zurück kehren wird? Hat er diesen lächerlich leichten Auftrag etwa nicht beenden können?“
Sprachlos blickten sich die übrigen Saiyajin an und schienen nach den richtigen Worten zu suchen. Leekie war also wirklich die Einzige der Runde, die nichts davon wusste, was auf der Erde vorgefallen war. Bevor jemand etwas Dummes sagen konnte, ergriff Vegeta das Wort: „Auf der Erde leben nur noch ein paar Namekianer. Das war nicht vorher zu sehen. Kakarott wird hier trainieren und bald zurück kehren, um den Auftrag beenden zu können.“
„Namekianer?“, harkte sie mit skeptischem Blick nach.
Raika sprang ein und erzählte: „Ja, richtig. Namekianer sind relativ stark, wie du sicherlich weißt, vor allem, wenn sie miteinander verschmelzen“.
„Und dagegen konntest nicht einmal du etwas ausrichten?“ Die Brünette war immer noch nicht überzeugt.
„Offensichtlich nicht“, grummelte das Geburtstagskind und ballte eine Faust.
„Oh man, wenn König Vegeta oder Meister Freezer davon erfahren, seid ihr sowas von tot!“, lachte sie abfällig.
„Genau deswegen behalten wir das auch für uns, verstanden?“, ermahnte Vegeta Leekie streng.
„Gut, wie ihr wollt. Ich halte mich geschlossen. Aber seht zu, dass ihr das schnell geregelt bekommt. Ich weiß nicht, wie lange ich das für mich behalten kann“.
Beruhigt atmeten Goku, Raika und Oniara aus, auch, wenn ihnen jetzt bewusst war, dass dieser Person wirklich nicht zu trauen war.
Eine halbe Stunde später, in der sich unterhalten und getrunken wurde, verabschiedete sich Broly als erstes. Er hatte seinen Vater versprochen morgen das Training fortzusetzen. Wenig später setzte auch Oniara ihren Plan um, die Gästeanzahl etwas auszudünnen und Goku und Raika Ruhe zu gönnen. Sie täuschte Müdigkeit vor und bat ihren ältesten Bruder, sie nach Hause zu bringen. Widerwillig tat er es, auch wenn ihm nicht wohl dabei war, die vier übrigen Saiyajin unter sich zu lassen. Das war eine explosive Kombination.
Doch nachdem die Vier alleine waren und Vegeta und Leekie keine Anstalten machten zu gehen, entschied sich Raika dazu, einen anderen Plan zu verfolgen. Nachdem Goku das erste Mal gähnte, fragte sie ihn mit großen Augen: „Bist du müde? Soll ich dich nach Hause bringen, Kakarott?“
Der Angesprochene sah in ihrem Blick, dass sie auf etwas hinweisen wollte. Er war nicht sonderlich gut darin, Andeutungen zu verstehen, doch diese bemerkte er. Zögerlich nickte er.
„Ja, dann verabschieden wir uns mal. Danke für den schönen Abend, vor allem dir, Vegeta“, sagte Raika, während sie aufstand und den Prinzen anlächelte.
„Wie schon gesagt, nicht der Rede wert“, kommentierte er monoton.
„Ihr haut schon ab? Ihr zwei wollt wohl noch ein wenig alleine sein, hm?“, stichelte Leekie.
„Dir auch noch einen schönen Abend“, überging die Schwarzhaarige den Kommentar, warf ihr einen vernichtenden Blick zu und wendete sich noch einmal Vegeta zu. „Danke“, flüsterte sie und umarmte ihn einfach. Sie wusste, dass er das nicht mochte, doch der Alkohol, auch, wenn sie nicht viel getrunken hatte, ließ sie es ignorieren. Raika wollte sich anständig bei einem Freund bedanken, dazu gehörte eine Umarmung. Entgegen aller Erwartungen erwiderte der Prinz die Umarmung, drückte sie kurz sanft an sich und warf über ihre Schulter dem Saiyajin von der Erde einen wütenden Blick zu. Kakarott verstand nicht, was der Prinz gegen ihn hatte, dachte sich aber auch nichts weiter dabei.
Anschließend verließen Goku und Raika das Partyzimmer und gingen nebeneinander her, durch die endlosen Gänge des Palastes. Im Dunkeln wirkten diese noch länger und unheimlicher, als sowieso schon.
„Hier kann man sich ja echt leicht verirren“, sagte Goku leise.
„Das lernst du schon mit der Zeit. Die wichtigsten Räume sind alle im Erdgeschoss“, erklärte die Jüngere. Irgendwie war es ihr unangenehm. Sie wusste nicht worüber sie gerade sprechen sollten. Nervosität und Unruhe machten sich in ihr breit. Peinlich berührt schaute sie auf den Boden, versuchte ihre aufkeimende Röte zu verbergen, auch, wenn sie in der Dunkelheit nicht zu sehen war.
Goku spürte, dass sie angespannt wurde. „Ist alles okay?“
„Ja, schon...“
„Aber?“, harkte er nach.
Raika seufzte und wendete sich ab. Sie schritt auf ein Fenster zu und sah in die sternenklare Nacht. Goku schritt direkt hinter sie. Nun hatte er das erste Mal die Gelegenheit ihren Duft einzuatmen, ohne das Gefühl zu haben, zu ersticken. Im Beisein der anderen Männer war es ihm unangenehm. Nun genoss er es in vollen Zügen. Er spürte, dass sich eine wohlige Wärme in ihm ausbreitete, begleitet von einer Gänsehaut, die sich über seinen gesamten Körper ausbreitete. Goku trat noch näher an sie heran, legte seine Hände an ihre Taille, beugte sich zu ihr herunter und roch an ihrem Nacken. Sein schnaubender Atem, ließ auch ihr einen heißkalten Schauer über den Körper fahren.
Raika drehte sich zu ihm um und begann unsicher zu sprechen: „Kakarott, ich-“
Weiter kam sie nicht, da hatte er mit zwei Fingern ihr Kinn angehoben und legte sanft seine Lippen auf ihre. Wie vom Blitz getroffen, fuhr eine elektische Ladung durch die beiden. Doch Raika drückte ihn von sich, drehte sich von ihm weg. „Das sind nur diese blöden Pheromone! Du willst das doch gar nicht wirklich!“ Ihre Stimme zitterte, als wäre sie kurz davor in Tränen auszubrechen. Dieser Abend war wunderschön. Doch das Erlebnis mit Vegeta hallte in ihrem Kopf nach, wie ein endloses Echo. Sie hatte erkannt, dass männliche Saiyajin nichts weiter als Sklaven ihrer Triebe waren, wenn eine Saiyajindame in Hitze war. Zwar wollte sie Goku daraus keinen Vorwurf machen, dennoch wollte sie sich sicher sein, dass er sie mochte und sie nicht nur küsste, weil sie gerade so unwiederstehlich roch.
Der gutmütige Saiyajin stellte sich neben sie, legte eine Hand auf ihre Schulter und drehte sie behutsam zu sich um. In ihren Augen hatten sich Tränen gesammelt, was er erkennen konnte, weil das Licht der Sterne sie zum Glänzen brachten.
„Raika, ich würde nie-“
„Doch, Kakarott! Du weißt doch gar nicht, was du tust!“, wiedersprach sie ihm, während ihre Tränen immer größer wurden und sich langsam den Weg über ihre Wange bahnten.
„Raika! Hör mir zu!“, sagte er leise und doch bestimmt. „Ich weiß nicht genau, was hier vor sich geht, das stimmt. Ich weiß, dass dieser Duft, der heute auf einmal von dir ausgeht, mich total verrückt macht. Aber ich weiß auch, dass ich dich wirklich gerne mag“.
„Meinst du das ernst?“, wollte sie sich versichern.
„Ja! Ich habe von Anfang an gemerkt, dass du eine besondere Wirkung auf mich hast. Ich dachte anfangs, es läge an deiner Stärke, oder daran, dass du eine Saiyajin bist. Aber hier bin ich nur von starken Kämpfern meiner Art umgeben und die ziehen mich nicht so sehr an wie du“, erklärte er, legte seine Hände an ihr Gesicht und wischte mit seinen Daumen ihre Tränen weg. „Und jetzt hör auf zu weinen, okay?“
Raika lächelte leicht, dennoch konnte sie ihren Tränenfluss nicht stoppen. „Genauso geht es mir auch, Goku!“
Der Angesprochene grinste. „Du hast mich gerade das erste Mal Goku genannt“.
Auch Raika lächelte nun etwas selbstsicherer, wischte erneut die nassen Spuren aus ihrem Gesicht und steckte sich, um ihn zu küssen. Entspannt ließ der Saiyajin seine Hände sinken, legte diese an ihre Taille und drückte sie sanft an sich. Sie schlängelte ihren Schweif um seine Hüfte, bis sie seinen Schweif fand und umwickelte diesen mit ihrem. Unbewusst schmiegte sie sich fest an seinen Körper, spürte diese angenehme Wärme, die von ihm ausging. Wie bei einer Umarmung, nur noch intensiver. Seine Lippen waren so weich und so legten sich perfekt an ihre. Goku war zärtlich und liebevoll. Es gab wohl keinen Saiyajin, der mit Raika behutsamer umgehen würde, als dieser. Beide genossen die zarten Berührungen und die sanften Küsse.



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Wer hätte damit gerechnet? (: Sind die beiden nicht niedlich?
Goku: ^////^
Vegeta: *unverständliches Geknurre*
Meike: Ich glaube Vegeta ist angepisst.
Vegeta: Ich bin angepisst, weil dieser Trottel so dämlich grinst! Raika ist mir egal
Meike: Davon bin ich nicht überzeugt.. Aber bevor das ganze eskaliert, sage ich: Bis nächste Woche meine lieben Leser! Ich hoffe ihr hattet viel Spaß
MfG Meike ♡
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