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After the War

von BingoBuch
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sasuke Uchiha
05.09.2019
21.09.2019
13
29.557
5
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Dieses Kapitel
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18.09.2019 2.910
 
Temari und Sakura wurden in eines der wenigen Häuser geführt, das intakt war. Dort war es sehr schön eingerichtet, aber voll. Überall saßen Menschen. Kinder mit ihren Eltern, Großeltern und teilweise sogar Hunde. Einige waren verletzt, andere lachten. Es wirkte wie eine riesige Zusammenkunft des Dorfes in einem nachmittäglichen Wohnzimmer.
„Wir benutzen dieses Haus als Schlafplatz und Versorgungsstation.“, berichtete Nora auf die schockierten Blicke der Kunoichi hin.
„Ein Zimmer ist noch frei. Dort können Sie schlafen und Ihre Sachen unterbringen.“
„Danke.“

Nora verbeugte sich und ließ die beiden Frauen vor ihrer Zimmertür stehen. Sie sahen sich kurz an und traten dann ein. Scheinbar hatten sich die Dorfbewohner große Mühe gegeben. Es war schön eingerichtet, wenn die Einrichtung auch teilweise kaputt war. Es war ein großes, sogar sehr großes, Doppelbett darin, ein klappriger Schrank und eine weitere Tür führte in ein Bad mit Dusche, Waschbecken und Toilette.
„Wow. Damit habe ich nicht gerechnet … Ich meine … Im Vergleich dazu sieht das Dorf ...“
„... schäbig aus.“, beendete Sakura Temaris Satz und sie nickte.
„Allerdings!“

Sie sahen sich beide genau in dem Raum um und schließlich Temari stellte ihren riesigen Fächer neben das Bett. Sakura legte ihre eigenen Waffen und ihren Rucksack neben die andere Seite des Bettes, während sich Temari mit einem seufzen auf Bett fallen ließ.
„Ooohhh Mann!“, ächzte Temari, „das ist echt gemütlich!“
Sakura lächelte über Temaris wohliges ächzen. Sie hatte sie in den letzten Jahren echt ins Herz geschlossen.

„Ich brauch jetzt dringend eine dusche!“
Sakura lachte auf.
„Ja, ich auch, aber geh du mal zu erst.“
„Danke, dir.“
Temari sprang auf, ging an ihren Rucksack und verschwand dann im Badezimmer. Kurze Zeit später hörte Sakura das Rauschen des Wassers in der Dusche.

Sie ließ sich auf dem Bett nieder und kramte in ihrer Tasche nach der angefangenen Likörflasche. Nachdem sie sie gefunden hatte nahm sie einen großen Schluck. Es rang ihre Kehle hinunter und begann auch schnell sie wieder von innen heraus zu wärmen. Sakura seufzte und schraubte die Flasche wieder zu, bevor sie sie wieder in ihrer Tasche verstaute. Schließlich stand sie wieder auf und stellte sich an das kleine Fenster. Es zog leicht, doch das Bettzeug würde sie die Nacht über warm halten.

Draußen wurde es bereits dunkel und es war nicht viel los. Ein paar Männer und Frauen liefen die Straße hinab, ansonsten war niemand zu sehen. Das Dorf war auch einfach nicht groß genug um viel mehr Leute beherbergen zu können.
Hisashi hatte ihnen versprochen später etwas zu Essen zu ihnen hoch zu schicken. Am liebsten hätte Sakura abgelehnt, da die Dorfbewohner scheinbar sowieso Schwierigkeiten haben sich selbst zu versorgen, doch Hisashi bestand darauf. Er sagte, dass es seine Ehre verletzen würde, wenn sie ablehnen würden. Also hatten sie keine andere Wahl.

Nach einer halben Stunde kam Temari frisch geduscht und entspannt aus der Dusche.
„Boha tat das gut!“
Temari schmiss ihre Tasche neben ihre Seite des Bettes und legte sich hinein. Sakura dagegen nahm ihre frischen Klamotten und ging ihrerseits duschen. Nachdem sie fertig war und wieder hinaus kam stand auf dem Fensterbrett ein Tablett mit zwei Portionen Speise.

„Oh, gut. Da bist du ja. Ich hab schon einen Mordshunger, wollte aber nicht ohne dich anfangen.“
Temari stand auf, ging zum Fensterbrett und trug das Tablett aufs Bett. Da es keinen Tisch im Zimmer gab, blieb ihnen keine andere Wahl als auf dem Bett zu essen.
„Das ist lieb von dir.“, lächelte Sakura und hing ihre Kleidung an den einzigen Schrank des Raumes. Dort hingen bereits Temaris Kampfklamotten. Dann setzte sie sich vorsichtig neben Temari und beide begannen zu essen. Es schmeckte widererwartend gut. Besser als das was Sakura meistens hinbekam. Sie war einfach keine geborene Köchin.

Nachdem sie ihr Mahl genüsslich verspeist hatten waren die beiden schon ziemlich erschöpft. Temari müsste am nächsten Tag wieder früh raus, weil sie weiterziehen würde nach Sunagakure. Dennoch saßen die beiden Frauen noch einen Moment wach im Bett und sprachen über Shikamaru. Temari war ja sowas von verliebt!

Nachdem Sakura Temari so sehr in Verlegenheit gebracht hatte, dass sie sogar im halbdunkel erkennen konnte, dass sie scharlachrot angelaufen war, konnte sich Temari nicht mehr zurück halten.
„Und was ist mit dir? Was ist aus dir und diesem Sasuke Uchiha geworden?“
Sakura verspürte einen Stich im Herzen und wurde ganz ruhig. Im dunkeln erahnte Temari nicht, dass sie einen wunden Punkt getroffen hatte.

„Ich … weiß nicht..“, flüsterte Sakura.
In ihren Tonfall erkannte Temari, dass sie die falsche Frage gestellt hatte und ihr Unmut verflog sofort.
„Was … was heißt das? Trefft ihr euch nicht mehr? Du warst doch so sehr...?“
Temari wurde bei jedem Wort leiser. Sie würde gerne Sakuras Gesicht sehen um ihre Emotionen deuten zu können. Sakura schwieg kurz, bevor sie dann doch antwortete.
„Ich war … du sagst es, Temari.“
Stille.
Temari konnte es kaum fassen. Nach all dem was passiert ist hat sie ihre Liebe aufgegeben? Sie hat Jahrelang nach diesem Mann gesucht und jetzt war alles... weg?

„A-Aber … du hast ihn doch so sehr geliebt...“, flüsterte Temari fassungslos.
Plötzlich wurde Sakura sauer. Konnte sie es nicht gut sein lassen?
„Nun aber nicht mehr! OK?! Er ist wieder gegangen!.... Und jetzt will ich nichts mehr davon hören!“
Sakuras laute Ansage ließ Temari zurück zucken.
„Ok. Ok.“, sagte sie schnell und legte sich in ihre Kissen zurück.
„Ich werde nicht mehr fragen. Gute Nacht.“

Sakura seufzte.
„Temari … ich wollte dich nicht anbrüllen. Es tut- ...“
„Nein. Nein, ist schon ok. Lass uns jetzt schlafen.“
Sakura hatte nun ein schlechtes Gewissen. Temari konnte nichts für ihre Situation und doch hatte sie sie angebrüllt. Allerdings war sie auch ziemlich schnell eingeschnappt.

Also seufzte Sakura und legte sich mit dem Rücken zu Temari in ihre Kissen.
„Gute Nacht.“, sagte Sakura noch und kuschelte sich noch tiefer ins flauschige Bettzeug.
Sie hatte schon öfter mal streit mit Temari gehabt. Sie waren beide sehr aufbrausende Temperamente, was wahrscheinlich ihre Auseinandersetzungen erklärte. Dennoch mochte und schätzte sie Temari. Sie war eine sehr starke und dennoch angenehme Kunoichi.

Der einzige Grund warum Sakura gerade ohne Probleme langsam in den Schlaf dämmerte war die Gewissheit das morgen alles wieder gut sein würde. Naja … vielleicht half der Likör auch etwas nach.

<> <> <> <>

Am nächsten Morgen erwachte Sakura aus einem traumlosen, erholsamen Schlaf. Als sie sich umdrehte bemerkte sie, dass Temari bereits aufgestanden war. Nach einigen Minuten des wach werden nahm sie das Geräusch einer Zahnbürste im Badezimmer wahr.
Gut. Temari war noch nicht gegangen.

Leise und vorsichtig stand Sakura auf und schlich zum Badezimmer. Sie lugte vorsichtig hinein und sah Temari mit ihrer Zahnbürste am Waschbecken stehen. Sakura unterdrückte ein kichern und schlich weiter. Als sie fast hinter ihr war machte Sakura einen Satz und umarmte sie von hinten.
„Guten Morgen, mein Honigkuchen!“

Temari zuckte nicht nur vor Schreck, sondern sie hätte Sakura fast ihre Faust ins Gesicht gerammt. Sie hatte ihre Muskeln angespannt und hatte auf ihre Zahnbürste gebissen.
„Schakkürraaa!!!“
Temari schrie wütend, soweit es mit einem vollen Mund mit Schaum ging, und Sakura lachte. Sie machte keine Anstalten ihre Freundin wieder loszulassen.

„Bitte entschuldige meinen Wutausbruch gestern!“, flötete Sakura und kicherte immer noch.
Temari entspannte sich und verdrehte die Augen, nachdem sie den ersten Schock erst einmal verdaut hatte.
„Ich werde dich nicht loslassen bis du mir vergibst.“
Langsam ließ sich Temari von Sakuras guter Laune anstecken. Früher war ihre Freundin so nie gewesen.
„Isch jah guht.“, nuschelte Temari und gab sich geschlagen.
„Sehr schön!“, sang Sakura und löste ihren Klammergriff.

Temari rollte noch einmal mit den Augen und putzte ihre Zähne zu ende sauber, ehe sie den Schaum ausspuckte.
„Du kannst mich doch nicht so erschrecken!“, fauchte sie Sakura an, doch anschließend schmunzelte sie auch.
Sakura grinste sie an. Temari fand, dass ihr lächeln dem von Naruto ähnelte.

Dann verließen die beiden Frauen das Bad und begannen sich ihre Klamotten anzuziehen.
„Hast du schon gefrühstückt?“, fragte Sakura, während sie sich ihr Oberteil überstreifte.
„Nein, noch nicht.“, antwortete Temari, als sie gerade ihre Schuhe anzog.
„Weiß gar nicht ob die uns überhaupt etwas abgeben können in ihrer Not...“
Sakura nickte zustimmend.
Auch wenn sie Gäste waren hatte Sakura ein schlechtes Gewissen, wenn sie den Leuten die Nahrung wegnahm.

Temari war bereits fertig und stand schon an der Tür.
„Kommst du?“
Sakura fingerte noch an ihrer Kleidung herum.
„Ich komme gleich nach, geh ruhig schon.“, sagte sie und lächelte ihre Freundin an.
Temari zuckte mit den Schultern und verließ dann das Zimmer. Sakura dagegen ließ ihre Kleider in Ruhe und ging zu ihrer Tasche. Sie wühlte kurz darin und holte dann ihr kleines Fläschchen hervor. Sie sah es kurz an und stürzte dann einen großen Schluck herunter. Damit würde sie sicher gehen, das ihre gute Laune auch anhielt.

Anschließend folgte sie Temari nach unten in den großen Raum, den sie einen Tag zuvor durchquert hatten. Immer noch erinnerte ihn Sakura an ein riesiges Wohnzimmer. Überall saßen Leute, auch wenn es wirklich noch früh am Morgen war. Temari stand an der Tür und warf ihr einen fragenden Blick zu. Sie wusste also auch nicht weiter.

Doch als Sakura bei ihr ankam öffnete sich die Tür und Hisashi trat mit Nora an seiner Seite ins Haus.
„Haruno-san!“, sagte er laut und Temari und Sakura deuteten eine Verbeugung an zur Begrüßung.
„Guten Morgen, Hisashi-sama.“
Sakura lächelte und auch das Oberhaupt von Light schenkte ihnen ein breites Lächeln. Dann musterte er Temari und stutzte. Wahrscheinlich war ihm ihre Reisetasche und ihr riesiger Fächer aufgefallen.
„Wollen Sie uns schon verlassen? Bleiben Sie doch bitte wenigstens noch zum Frühstück!“
Temari lächelte ihrerseits und nickte.
„Es wäre mir ein Vergnügen.“

Kurze Zeit später saßen Temari und Sakura in einer Runde mit Hisashi, Nora und gefühlt dem ganzen Dorf. Eine lange Tafel aus unterschiedlichen Tischen stand mit verschiedenen Hockern, Stühlen und sogar Baumstämmen in einem Raum hinter der Treppe hoch zu den Zimmern. Sakura und Temari wurden von allen Seiten begutachtet und es wurde getuschelt. Sie fühlten sich etwas unwohl. Vorallem weil sie natürlich neben Hisashi persönlich platz gefunden hatten. Wo auch sonst?

Temari neigte sich zu Sakura hinüber und flüsterte ihr ins Ohr.
„Ein Glück gehe ich nach dem Frühstück.“
Sakura gab einen zischenden Laut von sich.
„Na toll! Was soll ICH denn sagen? Ich muss bleiben!“
Temari grinste und stupste ihre Freundin freundschaftlich an. Da musste sie nun durch.

Kurze Zeit später wurde das Frühstück serviert. Es war nicht viel, hauptsächlich Brot, Obst, Gemüse, Milch und Wasser, doch es reichte. Niemand musste hungern. Die Erwachsenen halfen den Älteren beim Essen und die Jüngsten warteten geduldig, wenn sie Hilfe brauchten. Jeder Half Jedem. Sakura hatte so etwas noch nie zuvor gesehen. In einem solch großen Dorf wie Konoha, mit so vielen verschiedenen Clans, in so vielen verschiedenen Schichten, hatte solch ein Verhalten einfach keinen Platz.

Temari durfte sich sogar etwas zu Essen für die Reise einpacken. Diese Menschen waren ziemlich Großzügig.
Schließlich war Temaris Abreise gekommen. Die beiden Kunoichi umarmten sich und keine Träne wurde vergossen, nur schöne Worte ausgetauscht. Sie wussten, dass sie sich in einigen Monaten wiedersehen würden.
„Pass gut auf dich auf, Temari!“
Sakura wusste wie anstrengend der Weg nach Sunagakure war in der sengenden Hitze des Wüstenlandes.
„Keine Sorge! Ich komme ja schließlich aus Suna!, zwinkerte Temari und grinste.
„Pass du auch auf dich auf und viel Glück!“
Sakura schmunzelte.
„Danke.“

Dann winkte Temari ihrer Freundin nochmal zu und verschwand dann langsam zwischen den Bäumen. Sie würden sich erst zu den Chunin-Auswahl-Prüfungen wieder sehen.
Nun war Sakura alleine. Sie sah in den Himmel. Es schien noch die Sonne, doch in der Ferne waren bereits tiefschwarze Wolken und Blitze zu erkennen. Es würde in den nächsten Stunden anfangen zu regnen. Das war ja ein guter Start in die Mission...

<> <> <> <>

Den ersten richtigen Tag in Light verbrachte Sakura hauptsächlich damit sich die gesamte Situation anzusehen. Da ihre ungewisse Unterstützung noch nicht eingetroffen war, hatte Hisashi sich mit ihr allein in sein Büro gesetzt. Wenn man das noch Büro nennen konnte...
Die Hälfte des Hauses lag in Trümmern und der Rest sah auch nicht besonders gut aus. Es zog durch die Fenster, die Möbel waren klapprig und Sakura hatte das ungute Gefühl, dass dieser Zustand nicht nur vom letzten Krieg herrührte.

Hisashi hatte zwischen ihnen auf einem Holztisch eine Karte ausgebreitet, die die Gegend um Light herum zeigte. Sakura sah auf Anhieb einen eingekreisten Namen in der Nähe dieses Dorfes: Dark. Als Hisashi Sakuras Blick bemerkte begann er zu sprechen.
„Genau, Haruno-san, dies ist das fürchterliche Dorf Dark. Es liegt nur wenige Kilometer von uns entfernt.“
Sakura nickte und hörte weiter zu.

„Um zu verstehen warum wir uns ...“, Hisashi zögerte kurz und überlegte seine Worte gut, „... nicht so gut verstehen... sollte ich etwas weiter ausholen.“
Hisashi schloss kurz die Augen, atmete tief durch und begann dann zu erzählen.

„Vor vielen, vielen Jahren, ungefähr kurz vor der Zeit des großen Kampfes zwischen dem Uchiha und dem Senju Clan, bildete sich eine kleine Gruppe von Shinobis. Sie wurden alle als ungeeignet für den Krieg ausgemustert. Da sie in ihren Clans als Nichtsnutz abgetan und nicht gewollt waren, verließen sie sie.“

Hisashi hielt kurz inne um seine Erzählung wirken zu lassen. Und es wirkte. Sakura klappte die Kinnlade herunter. Die Shinobis aus Light waren Nachfahren des Senju und des Uchiha Clans?! Das ergab doch keinen Sinn!
Doch Sakura schwieg, denn sie wollte hören, wies weiter ging.

„Sie zogen durchs Land, bis die ausgestoßenen des Senju Clans auf die des Uchiha Clans trafen. Da sie weit ab des Krieges keinen Grund hatten sich zu hassen schlossen sie sich zusammen. Sie gründeten Familien, ungeachtet der Herkunft. Senju Blut mischte sich mit Uchiha Blut. Doch da diese Shinobis leider keine herausragenden Kräfte besaßen zeigte sich selten eine der vererbbaren Fähigkeiten.“

Sakura hielt den Atem an. Alles in allem hörte sie bisher heraus, dass diese Menschen entfernte Verwandte von Sasuke waren. Das hatte sie nicht erwartete.

„Nach und nach wurden auch andere Verstoßene in den Familien aufgenommen. Noch mehr Blut mischte sich hinein.“
Hisashi holte kurz Luft.
„Allerdings braucht jede größere Gruppe einen Anführer. Also entbrannte nach einigen Jahren ein Kampf zwischen zwei Männern. Sie hatten verschiedene Meinungen bezüglich der Zukunft der Gruppe. Der eine wollte wieder beginnen zwischen Senju und Uchiha zu trennen um das Kekkei Genkai und die Kraft des Senju Clans wieder zu erwecken um die Kampfkraft der Gruppe zu erhöhen. Der andere fand es gut, dass sich die Blutlinien mischten und bevorzugte ein friedliches Leben mit Ackerbau und Viehzucht. Er wollte keinen Krieg und unnötige Tote. … Der Streit dauerte an und immer mehr Familien schlossen sich entweder der einen oder der anderen Meinung an.“

Hisashi hielt kurz inne und rieb sich über sein Nasenbein, als ob er versuchte etwas schreckliches zu verkraften. Sakura dagegen schluckte und hing an seinen Lippen. Sie wollte unbedingt wissen was dann passierte, auch wenn sie das Ende ahnte.

„Schließlich entbrannte ein Kampf zwischen den Männern. Zu Beginn kämpften nur die beiden, doch nach und nach formierten sich zwei Lager. Es war schrecklich. Als ob der Krieg nun auch die Ausgestoßenen eingeholt hätte. Doch dann beschloss die Frau des einen Mannes etwas dagegen zu tun und ging ins andere Lager. Sie wollte Frieden schließen, doch....“
Hisashi stockte kurz und rang nach Fassung.
„... doch sie nahmen sie gefangen und erpressten den Ehemann der Frau. Er sollte alle Reinblütigen Uchiha und Senju zu der anderen Seite schicken und sich selbst mit seiner Gruppe aus dem Staub machen. Der Ehemann weigerte sich, weil er die Menschen aus seiner Gruppe schützen wollte. Daraufhin trafen sich die Parteien zwischen den Lagern und wollten verhandeln. Allerdings ließ keiner von seiner Meinung ab und die Frau sollte vor aller Augen umgebracht werden. Also opferte sie sich mit einem letzten Jutsu aus dem Senju Clan und brachte eine riesige, unüberwindbare Schlucht mit einem reißenden Fluss zwischen die Parteien.“

Sakura schwieg erst. Mit solch einer Geschichte hatte sie nicht gerechnet.
Hisashi dagegen sammelte sich kurz und erhob nochmal seine Stimme.

„Inzwischen sind viele Jahre und einige Generationen ins Land gegangen. Unser Gründer, mein Ururgroßvater, hat sich nach dem Verlust seiner Frau mit den restlichen Shinobi zurückgezogen und ein ruhiges Leben als Bauer vorgezogen. Sein Name war Light, wonach unser kleines Dorf auch benannt wurde. Leider versuchen die Shinobi aus Dark sich immer noch an uns zu rächen und greifen uns immer wieder an. Doch wir können uns kaum verteidigen, weil wir keine Shinobis mehr sind. Aber wir können nicht aufgeben und das Opfer der Ehefrau von Light zunichte machen.“

„Also kämpft ihr weiter...“, schloss Sakura leise.
Hisashi nickte. Scheinbar ging die Geschichte seiner Vorfahren ihm nahe.
„Aber...“, begann Sakura nachdenklich. Sie hatte noch Schwierigkeiten das Ganze zu verarbeiten.
„Wieso versucht sich das andere Dorf an euch zu rächen?“
Hisashi sah sie an und Sakura merkte, dass er immer noch etwas um Fassung rang.
„Weil die Frau von Light die meisten Reinblütigen vom Senju und vom Uchiha Clan mit in den Tot gerissen hat.“

Sakura war sprachlos. Wieder offenbarte sich eine schreckliche Tragödie des Uchiha und des Senju Clans. Die Clans müssen verflucht sein.

„Also gibt es im Dorf Dark keine reinblütigen Uchiha oder Senju mehr?“
Hisashi schüttelte den Kopf.
„So weit wir wissen nicht. Aber sie sind durchaus in der Lage Jutsus beider Clans anzuwenden. Und da wir...“
„... und da ihr keine Shinobis ausbildet seid ihr Schutzlos ausgeliefert.“, endete Sakura.
Hisashi nickte.
„Werden Sie uns helfen, Haruno-san?“
Sakura richtete sich auf und nickte bestimmt.
„Ich werde euch helfen!“
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