After the War

von BingoBuch
GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sasuke Uchiha
05.09.2019
21.09.2019
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Naruto hatte sich sofort auf den Weg gemacht. Er war nur schnell nach Hause, hatte sich umgezogen und ein paar Sachen eingesteckt. Dann war er zum Tor gegangen und hatte Sasukes Aufenthaltsort mit seinem Senmodus bestimmt.
Er war schon ziemlich weit von Konoha entfernt. Sasuke war garantiert schon einige Stunden unterwegs und würde sicherlich erst einmal nicht anhalten. Also sprintete Naruto los.

„Hey, Kleiner.“
„Was gibt’s, Kurama?“
Naruto rannte zwischen den Bäumen entlang und sprach dabei mit seinem Biju.
„Wieso haben wir eigentlich vor einem Monat fast unsere Leben riskiert, wenn Sasuke nun wieder abhaut?“
„Er haut ja nicht ab. Er will seinen Weg finden und Buße tun. Ich kann ihn ein bisschen verstehen, echt jetzt!“
Kurama grummelte etwas und legte seinen Kopf wieder auf seine Vorderbeine.
„Wenn du dir da so sicher bist...“
„Bin ich!“

.

Naruto brauchte tatsächlich zwei Tage bis er Sasuke so weit eingeholt hatte, das dieser ihn auch spüren konnte und sein Tempo deutlich verringerte.
„Na endlich!“, murmelte Naruto und gab noch einmal Vollgas.
Kurze Zeit später hielt Naruto an einem See an. Dort am Rande des Sees saß Sasuke und erwartete ihn.
„Was machst du hier, Naruto? Ist was vorgefallen?“

Naruto stellte sich neben seinen Freund und blickte ihn grimmig an.
„Allerdings! Du musst sofort zurück kommen!“
Sasuke sah zu ihm auf.
„Was ist denn so schreckliches passiert?“

Sasuke konnte sich beim besten Willen nichts vorstellen, was seine erneute Anwesenheit rechtfertigte. Es gab keine Rebellen und an die plötzliche Auferstehung von Otsutsuki Kaguya glaubte er in diesem Stadium auch nicht. Momentan gab es keine größeren Feinde für Konoha.

„Sakura-chan! Sie ist ...“
Naruto rang nach Worten um die Situation ihrer Kameradin zu beschreiben, doch es fiel im äußerst schwer.

Sasuke dagegen starrte für einige Sekunden auf den See und erhob sich dann.
„Sie ist stark genug um ohne meine Hilfe aus zu kommen.“
Damit wandte er sich zum gehen. Nachdem Sakura ihn letzte Nacht so angebrüllt hatte, war er der festen Überzeugung das sie ohne ihn besser dran sein würde. Er hatte ihr in ihrem Leben immer wieder Schmerzen zugefügt. Das sollte jetzt ein Ende haben.

„Nein! Halt, Sasuke!“
Naruto stellte sich seinem Freund in den Weg.
„Du verstehst nicht. Hör mir zu.“
Er musste ihm verklickern wie ernst es um ihre Teamkameradin stand.

Sasuke schaute Naruto grimmig an, blieb aber stehen.
„Eine Minute, Naruto. Dann bin ich weg.“
Sein bester Freund nickte und begann wahnsinnig schnell zu erzählen.

„Sakura liegt im Krankenhaus, aber das weißt du ja, du hast sie ja dort hin gebracht. Ihr geht es schlecht. Sie ist Unterernährt und hat …“
Naruto überlegte kurz wie er es sagen sollte.
„... Sie hat keine Emotionen mehr. Sie wollte sich nicht einmal von dir verabschieden und nun testet Tsunade sie auf alles mögliche, ich weiß nicht was sie hat. Tsunade hat mich losgeschickt dich zu finden und zu ihr zu bringen. Du hast Sakura zuletzt gesehen. Was hast du nur mit ihr gemacht, Teme?!“
Naruto hatte so schnell gesprochen, dass er glatt nach Luft schnappen musste.

Sasuke schwieg erst, dann setzte er sich plötzlich wieder in Bewegung.
„Ich habe rein gar nichts mit ihr gemacht.“
Er lief an Naruto vorbei, doch dieser ließ nicht locker und packte ihn mit seiner verbliebenen Hand an der Schulter.
„Sasuke, bitte. Wenn du schon nicht mitkommen willst, ok. Aber bitte erzähle mir was mit Sakura-chan passiert ist. Ihr geht es wirklich nicht gut.“

Narutos Stimme klang so ernst wie schon lange nicht mehr. All die letzten Wochen ist er ihm auf den Keks gegangen mit seinen Sticheleien und nun stand er da und verlangte ernsthafte Informationen von ihm. Manchmal dachte Sasuke, dass Naruto Schizophren sein musste, anders konnte er sich seine Stimmungsschwankungen nicht erklären. Oder war er vielleicht schwanger?

„Ok, Naruto, hör zu. Ich habe Sakura gestern mit ein paar Dieben auf dem Markt gesehen. Sie kennen sich und sie hat ihnen geholfen. Ich habe ihr gesagt sie soll sich von ihnen fern halten. Dann ist sie plötzlich völlig ausgeflippt und hat mich beschimpft. Sie hat mir fast das selbe noch einmal gesagt wie damals und ist dann einfach umgekippt. Ich habe ihr rein gar nichts angetan, Naruto.“

Naruto schwieg über diese Flut an Worten aus dem Mund seines besten Freundes, der sonst nicht mehr als einen Satz am Stück sagte. Zudem versuchte er sich alles, was er gesagt hatte, genau einzuprägen.
Sasuke dagegen schien ein Stein vom Herzen zu fallen, da er endlich vernünftig mit jemanden redete. Diese ständigen Streitereien zwischen ihnen war ihm schon die ganze Zeit auf die Nerven gegangen.

„Alsooo...“, begann Naruto langsam und beobachtete Sasukes Gesichtsausdruck genau, „... du hast sie nicht vergiftet oder mit deiner Emo-Stimmung angesteckt, nein?“
Sasuke verzog augenblicklich das Gesicht und stierte Naruto böse an. Da war er wieder, die andere Seite Narutos.
„Nein.“
Naruto sah schelmisch grinsend beiseite.
„Hätte ja sein können.“

Sasuke verdrehte innerlich die Augen. Dieser Idiot.
„Also wars das jetzt?“
Er wandte sich schon wieder zum gehen und hatte auch schon ein paar Schritte getan, da erhob Naruto nochmal seine Stimme.

„Teme, Sakura braucht dich. Ich weiß dir fällt das schwer, doch versuch es wenigstens. Sie liebt dich sehr.“
Sasuke hielt kurz inne, hob dann seine Hand zum Gruß und verschwand an Ort und Stelle. Naruto blieb kurz stehen und starrte auf die Stelle an der sein bester Freund gerade verschwunden war. Dann setzte er sich wieder in Bewegung in Richtung Heimat.
.

Zwei Tage später kam Naruto prustend im Krankenhaus wieder an und berichtete sofort Tsunade von seinen Erkenntnissen. Diese saß hinter ihrem Schreibtisch und knabberte an ihrem Daumennagel.
„Also hat Uchiha nichts mit ihr gemacht. Ich traue ihm nicht, Naruto....“
„Ich traue ihm aber!“, widersprach Naruto mit fester Überzeugung.
„Ich weiß, Naruto, aber irgendwas kommt mir da Spanisch vor. Sakura isst immer noch nicht richtig und wird von Tag zu Tag schwächer. Wenn uns nicht bald eine Lösung einfällt, dann stirbt sie uns einfach weg.“

Narutos Herz krampfte sich zusammen.
Sakura könnte sterben? Nach all den Strapazen die sie durchgemacht hatten? Das konnte doch nicht wahr sein!
„Aber … irgendetwas müssen wir doch tun können!“

Tsunade schaute Naruto traurig an.
„Ich wüsste nicht was. Ihr Körper ist so weit gesund. Aus medizinischer Sicht kann ich nichts tun. Es scheint … ja … es scheint ihre Psyche zu sein. Vielleicht … Hat Sasuke dir gesagt worüber Sakura sich aufgeregt hat?“

Naruto überlegte scharf.
„Ehm … nicht wirklich...“
Er kniff die Augen zusammen und dachte scharf nach.
„Er sagte nur etwas davon, das sie ihm dasselbe gesagt hatte, wie damals.“
Naruto überlegte weiter, doch mehr fiel ihm beim besten Willen nicht ein.

Ein Scheppern war zu hören und Naruto zuckte vor Schreck zusammen. Tsunade hatte mit der Faust auf ihren Schreibtisch geschlagen und dieser war glatt in zwei geborsten.
Irgendwann würde er durch diese oder Sakuras Hand sterben, dachte sich Naruto und wich einige Schritte von Tsunades unbändiger Kraft hinweg.

„Verdammt, Naruto! Wie sollen wir Sakura helfen, wenn wir nicht wissen, was in ihr vorgeht!?“
„Ich … äh ich....“
Naruto wich noch weiter zurück und spürte die Türklinke in seinem Rücken. Er riss sie auf.
„Ich werde mal Sakura besuchen!“
Dann zog er die Tür hinter sich zu und hörte noch ein Krachen, das ihm sagte, das Tsunade gerade noch etwas nach ihm geworfen hatte. Schnell machte er sich auf den Weg zu Sakuras Krankenzimmer und ließ die Oberärztin mit ihrer Wut alleine.

An Sakuras Zimmertür hielt Naruto inne. Er atmete einmal tief durch und wollte gerade die Türklinke hinunterdrücken, da hörte er Stimmen aus ihrem Zimmer kommen. Er wunderte sich etwas und öffnete die Tür.
„Hallo, Sakura ...-chan...“

In ihrem Zimmer standen zwei Männer und eine Frau, allesamt in schmutziger und kaputter Kleidung. Ihre Haare waren alle lang, fettig und mit Perlen bestickt. Naruto empfand ihre Gegenwart gleich als unangenehm und fragte sich, wer diese Menschen überhaupt ins Krankenhaus gelassen hatte. Alleine wegen ihres Geruchs, den sie ausströmten.
Sie hatten sich alle zu ihm umgedreht und die Frau in der Runde war gleich rosa angelaufen. Ihn erinnerte diese Reaktion leicht an Hinata.

„H-Hallo ...“, sprach als erstes die blonde Frau, die am nächsten an Sakuras Bett saß und tatsächlich ihre Hand hielt.
Naruto antwortete nicht, sondern trat mit einem misstrauischen Blick näher heran um auch Sakura sehen zu können. Doch als er sie sah, rutschte ihm das Herz in die Hose.
Sie wirkte abgemagert, allerdings saß sie aufrecht in ihrem Bett und lächelte. Sie lächelte? Wie war das möglich?

„Sakura-chan … du...“
Naruto war ganz perplex. Dieser Anblick war einerseits so sehr vertraut und doch so abstrus, das er nicht wusste was er sagen sollte.
„Du bist endlich wieder zurück. Kannst du uns allen eine Portion Ramen holen, ich bezahle auch.“

Für eine Sekunde hatte Naruto gedacht er sei Ohnmächtig geworden und würde träumen.
„W-Was …?“
„Ey, Mann, Bro … soll ich dich begleiten?“
Nun sah Naruto den Rothaarigen an und schüttelte instinktiv den Kopf. Er wollte auf keinen Fall, dass der Typ ihn irgendwo hin begleitete. Allerdings wollte er Sakura auch nicht mit diesen Typen alleine lassen. Außerdem ging ihm das hier eindeutig zu schnell.

„Sakura, ist das nicht ein bisschen gemein? Ich meine … er ist doch gerade erst wieder gekommen, oder?“
Die blonde Frau schien Sakura tatsächlich zum nachdenken zu bewegen.
„Du hast recht, Naomi. Dann lade ich euch beim nächsten Mal ein, ok?“
Sakura lächelte die Fremden an und diese nickten.
„Super dufte von dir, Sis!“, ließ der Rothaarige verlauten und streckte beide Daumen in die Höhe.
„Dann bis bald, Kirschblüte.“, sagte der andere Mann und alle drei setzten sich in Bewegung. Die Frau und Sakura tauschten noch einmal ein paar Blicke aus, bevor sie den anderen folgte.
Sie gingen einer nach dem anderen an Naruto vorbei, der die drei nur aufmerksam mustern konnte, bis sie hinter sich die Tür schlossen.

„Was ist passiert, Sakura-chan? Wer waren diese Typen?“
Es lag immer noch ein muffiger Geruch nach ungewaschenen Klamotten in der Luft und Naruto musste die Nase rümpfen.
Sakura legte den Kopf schief.
„Ich weiß nicht was du meinst. Das sind meine Freunde.“
„Freunde?“, echote Naruto ihr nach, „Komisch, ich habe diese Freunde noch nie hier gesehen. Und eigentlich kenne ich fast jedes Mitglied von Konoha.“

Naruto waren diese Menschen nicht geheuer. Normalerweise war er jedem offen gegenüber, doch diese Menschen versprühten eine unangenehme Aura. Vielleicht waren das diese Diebe, von denen Sasuke vor einigen Tagen berichtet hatte.

„Sie sind Reisende.“
Sakura legte ihre Stirn in Falten.
„Vertraust du mir nicht, Naruto?“

Naruto spürte einen leichten Stich in seiner Brust.
„D-Doch, natürlich vertraue ich dir, Sakura-chan, a-aber ...“
Sofort lächelte Sakura wieder. Trotz ihres eingefallenen Gesichts fand Naruto immer noch, dass sie eine der schönsten Personen war, die er kannte. Obwohl ihm da spontan noch jemand einfallen würde.
Allerdings machte er sich auch sorgen.

„Gut. Wollen wir jetzt etwas essen? Ich habe einen Mordshunger!“

.

Einige Tage später verhielt sich Sakura wieder so Emotionslos, wie nach ihrer Ohnmacht. Sie wollte nichts essen und sprach fast gar nicht.
Naruto wäre am liebsten die ganze Zeit bei ihr geblieben, doch inzwischen waren die Ärzte so weit seinen Arm wieder herstellen zu können und dafür müsse er selber wieder ins Krankenhaus. Leider erlaubte Tsunade ihm nicht mit Sakura in ein Zimmer gesteckt zu werden. Scheinbar hatte sie die Befürchtung, dass er sie nachts überfallen könnte, wenn sie ohne Bewachung waren.

Naruto hatte ihr versichert, das er so etwas nie im Leben tun würde. Doch dank des Sexy-Jutsus und der Tatsache, das er Jahre lang mit Jiraiya gereist war und aufmerksam seine Bücher gelesen hatte, glaubte ihm Tsunade kein Wort. Sie hielt ihn für einen schrecklichen Lustmolch.
Dabei war Kakashi derjenige, der sogar für die Werke seines verstorbenen Meisters Geld bezahlte um sie lesen zu können. Und dieser Mann wurde sogar Hokage. Naruto verstand die Welt nicht mehr. Es war alles so ungerecht.

Doch es half nichts. Also fand sich Naruto in seinem eigenen Krankenzimmer wieder und bereitete sich innerlich auf seinen neuen Arm vor. Da so etwas noch nie vorher durchgeführt werden konnte, hatte Tsunade ihm gesagt, dass sie ihn nicht sedieren konnten. Sie mussten während der Behandlung wissen ob es weh tut und ob sein Körper den Arm annehmen würde.

Naruto war sehr nervös, doch seine Gedanken waren bei seinen Teamkameraden. Sakura lag irgendwo in diesem Haus und stand auf Messers Schneide, während sein bester Freund sich in der Welt herumtrieb und versuchte zu sich selbst zu finden. Wieder einmal war Team 7 auseinander gerissen, während alle anderen Teams trainierten, sich erholten oder beim Wiederaufbau Konohas halfen.

„Bist du so weit, Naruto?“
Eine Stimme riss ihn aus seinen Gedanken und er sah auf. Tsunade stand in der Tür.
„Ja, bin ich.“
Er stand auf und folgte Tsunade ins Behandlungszimmer in dem alles stattfand. Langsam wurde er nervös, aber er wusste es war die richtige Entscheidung.