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After the War

von BingoBuch
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sasuke Uchiha
05.09.2019
21.09.2019
13
29.557
5
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20.09.2019 2.829
 
Er wusste nicht was er von ihrem Verhalten denken sollte. Er wusste nur, dass er seine Teamkameradin von früher nicht wiedererkannte. Sie hatte, seitdem er da war, noch nicht einmal geweint und sie trank Alkohol. Die Sakura die er kannte hätte niemals während einer Mission zu eine der drei Shinobisünden gegriffen. Das einzige, was auf die frühere Sakura hinwies, war ihr Hilfeschrei vorhin im Wald gewesen.

In seinen Augen war Sakura zwar inzwischen eine starke Kunoichi und konnte auf sich selbst aufpassen, doch ihr Inneres war das einer frischen Genin. Sie hatte nie den Schmerz erlebt, den er oder Naruto durchgestanden hatten. Sie hatte auch nicht das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in ihre Fähigkeiten wie er und Naruto. Sie war einfach anders. Verletzlich.

Doch nun folgte er eben dieser Frau, die so aussah wie seine frühere Kameradin, sich jedoch ganz anders verhielt. Es herrschte stille während er ihr die Treppe nach oben folgte. Er erwartete jeden Moment, dass sie anfangen würde zu reden, denn seiner Erfahrung nach, mochte Sakura die Stille nicht, doch sie gab keinen Laut von sich. Erst als sie vor einer Tür stehen blieb, einen Schlüssel herausholte und sie aufschloss, machte sie wieder den Mund auf.

„Casa de Light...“, sagte sie und trat vor ihm ein.
Drinnen war es dunkel, doch als Sakura eine kleine Tischlampe einschaltete sah er die spärliche Einrichtung. Dennoch war es besser als das, was er auf seiner Reise meistens zur Verfügung hatte. Sofort fiel sein Blick auf den großen Stapel Akten, der auf dem Fensterbrett lag. Sakura bemerkte seinen Blick.
„Patientenakten.“, sagte sie nur, kurz angebunden.

Dann deutete sie auf eine weitere Tür.
„Dort kannst du duschen und so...“
Er sah kurz auf die angelehnte Tür und dann wieder zu Sakura. Selbst im schummrigen Schein der kleinen Lampe konnte er ihre geröteten Wangen erkennen. Der Alkohol schien sie nicht kalt gelassen zu haben, auch wenn sie weniger betrunken wirkte als er angenommen hatte. Sie schien mehr zu vertragen als er erwartet hatte.

Er löste seinen Blick und dachte an ihre Worte. Eine dusche könnte er schon mal wieder gebrauchen.
„Ok.“
Dann ging er ins Bad. Dieser Raum war genauso wie der vorherige, nicht schön, aber besser als nichts.
Er schloss hinter sich ab und zog seine dreckigen Klamotten aus.

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Sakura hörte im Bad das Wasser angehen und sie atmete tief durch. Der Sake und ihr Likör von heute früh benebelten ihren Kopf. Sie fühlte sich nicht betrunken, doch warm war ihr schon.
Es dauerte etwas bis ihr die Idee kam sich schnell umzuziehen um nicht nackt vor Sasuke sein zu müssen. Vor Temari war das etwas anderes gewesen, schließlich war sie genauso eine Frau wie sie auch. Doch Sasuke war nicht nur ein Mann, sondern auch noch …

Ja, was war er eigentlich? Sakura wusste nur, dass er an ihrem Zustand schuld war. Wegen ihm brauchte sie jeden Abend Alkohol um keine Albträume und schlaflose Nächte durchstehen zu müssen. Nur wegen seines egoistischen Verhaltens in der Vergangenheit hatte sie zu einem der drei Shinobi-Totsünden gegriffen.
Doch was machte sie sich Vorfwürfe? Viele Shinobis tranken Alkohol, sogar ihre Lehrerin, die große Tsunade, eine der drei Legendären Sannin.

Sakura prustete leicht und zog sich um. Sie brauchte etwas länger, doch dann hatte sie es geschafft. Dann sah sie auf ihren Stapel Patientenakten. Eigentlich müsste sie die jetzt alle lesen, damit sie morgen gleich loslegen konnte.
„Hilft ja nichts.“
Sie nahm sich die ersten drei Akten und setzte sich dann in ihr Bett. Zwei der Akten legte sie auf den Boden neben sich, die dritte schlug sie auf ihrem Schoß auf. Sie begann zu lesen.

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Nach der angenehmen dusche fiel Sasuke auf, dass er gar keine Wechselklamotten besaß. Er hatte sie nie gebraucht auf seiner Reise. Alle seine Kleider waren Maßanfertigungen und wenn er sie wusch war er halt nackt.
Nun aber würde er mit Sakura in einem Zimmer schlafen. Er hatte früher auf Missionen als Genin häufig neben ihr gelegen und geschlafen. Doch das waren andere Situationen. Sie waren noch Kinder gewesen und Sasukes Augenmerk hatte darauf gelegen immer stärker zu werden um sich an Itachi rächen zu können. Doch nun war er fast 19 und erwachsen.

Zudem lag sein Augenmerk nicht mehr auf der Macht sondern darauf herauszufinden, was sein Leben in Zukunft für ihn bereithalten würde. Was würde er in Zukunft tun? Sollte er weiterhin ein Verbündeter Konohas bleiben? Sollte er seinen Gene verbreiten um den Uchiha-Clan wieder aufleben zu lassen? Auch diesen Gedanken hatte er oft gehabt, doch es widerte ihn an, dass er dann mit vielen verschiedenen Frauen schlafen müsste.

Im letzten halben Jahr hatte er sich auch ab und zu in kleineren Dörfern aufgehalten und dort hatte ihn so ziemlich jede Frau angeschmachtet, an der er vorbeigegangen war. Es hatte ihn einfach angeekelt. Er wollte nicht eine davon mit der Kneifzange anfassen. Auch hier hatten ihn die Frauen angestarrt. Es war schrecklich nervig.

Sasuke seufzte. Schließlich zog er sich seine Unterwäsche wieder an. So war er wenigstens nicht ganz nackt.
Dann verließ er das Bad und wartete gespannt auf Sakuras Reaktion. Doch diese blieb aus. Sie saß in dem großen Bett, eine Akte auf dem Schoß ausgebreitet, lehnte an ihrem Kissen und schlief.
Moment! Großes Bett? Wie hatte er das vorhin übersehen können?!

Einige Sekunden stand er da und sah perplex in den Raum. War er so in Gedanken gewesen, dass ihm die Tatsache entfallen war, dass es nur EIN Bett gab?! Was war los mit ihm?
Er drehte auf dem Absatz um, ging zurück ins Bad und zog sich seine Klamotten wieder an. Er würde auf keinen Fall neben Sakura schlafen.
Er hatte irgendwie angenommen, dass es zwei Betten in dem Raum gab, doch er hatte nicht darauf geachtet.

Sasuke musste schlafen, denn er war den ganzen Tag gewandert, doch nicht in dem Bett. Er rollte seinen Schlafsack aus, legte sich drauf und sein Katana neben sich. Nun lag er auf der anderen Seite des Bettes auf dem Boden. Es war bequemer als in der Kälte auf dem gefrorenen Boden zu liegen, so wie in den letzten Monaten, doch das Bett wäre ihm schon lieber gewesen.

Er hörte Sakuras leises schnarchen und irgendwann auch ihr schmatzen. Hatte sie das früher auch schon gemacht? Es war so lange her, dass sie in ein und demselben Raum geschlafen hatten, das er sich nicht erinnern konnte.
In Gedanken an früher schlich sich langsam auch der Schlaf in seine Glieder und er fiel in einen traumlosen Schlaf.

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Sakura erwachte am nächsten Morgen mit ziemlichen Nackenschmerzen. Der Schlaf hatte sie während des Lesens der ersten Akte überrannt. Sie hatte es nicht mal mehr geschafft sich in eine waagerechte Position zu schieben.

Nun saß sie aufrecht im Bett und streckte sich ausgiebig. Ein langezogenes, tonloses Gähnen entwich ihr. Sie drehte ihren Kopf und ließ leise ihren Nacken knacken. Es tat immer noch weh, doch war auszuhalten. Dann sah sie neben sich. Sie war alleine. Keine Temari, kein Sasuke.

Doch sie spürte, dass Sasuke im Raum war. Seine Aura war so präsent und offensichtlich für sie, dass sie ihn auch gespürt hätte, wenn er sich versteckt hätte. Also krabbelte sie zum anderen Ende des Bettes und wagte einen Blick über die Kante. Dort lag er. Zusammengerollt, seine übrige Hand ruhig auf seiner Hüfte und neben ihm sein geliebtes Katana.

So wie er da lag hätte man ihn glatt für einen Unschuldsengel halten können, doch Sakura wusste es besser. Sie hatte am eigenen Leib erfahren wie grausam dieser Uchiha sein konnte. Und diese Grausamkeit konnte ihr Körper und ihre Seele ihm nicht verzeihen. Doch Sakura hatte keine Lust schon am frühen Morgen schlechte Laune zu bekommen. Vor allem weil sie heute mit den Behandlungen beginnen wollte und ein langes Gespräch über die Mission bevorstand.

Sakura stützte sich vom Bett ab und es knarrte.
Plötzlich ging alles ganz schnell. Sakura hielt den Atem an.
Sasuke schien durch das Knarren erwacht zu sein, hatte sich blitzschnell sein Katana gegriffen und es auf Sakura gerichtet.
Sie starrte in ein lila und ein rotes Auge und wagte es nicht sich zu bewegen. Sasuke schnaufte leise und schien sie nur langsam wahr zu nehmen.

Seine Augen versprühten einen Hauch von Furcht und.. Sakura meinte so etwas wie Angst zu erkennen. Doch konnte das sein? Konnte ein Sasuke Uchiha Angst verspüren?

Früher hätte Sakura angefangen zu weinen, doch er hatte sie nur halb so sehr erschreckt, wie sie erwartete hatte. Sasuke wirkte so zerbrechlich, so angreifbar. Eigentlich hätte sie wütend auf ihn sein müssen...
Stattdessen sah sie ihm direkt in die Augen und streckte langsam ihre Hand aus. Sasuke zuckte leicht zurück, doch Sakura hatte das innere Bedürfnis seine Haut zu berühren.

Als sie fast seine Wange berühren konnte, hielt sie inne.
„Hast du .. Albträume?“
Sakuras Stimme schien Sasuke endgültig wach zu rütteln. Sein Sharingan verschwand und sein Auge wurde wieder schwarz. Nun realisierte er die gesamte Situation. Langsam ließ er sein Schwert sinken und Sakura ihre Hand. Er schüttelte irritiert den Kopf und setzte sich zurück auf den Boden. Sasuke sah auf seine Hand, die immer noch sein Schwert hielt.
„Tut mir leid.“

Sakura musterte ihn.
„Ist schon gut.“
Sasuke musste auf Reisen immer auf der Hut sein. Auch wenn sie das größte Übel im Krieg beseitigt hatten gab es noch genug Menschen auf der Welt die sich entweder seinen Tot oder sein Blut wünschten. Kein Wunder, dass er bei jedem Geräusch aufschreckte.

Sakura wunderte sich über sich selbst. Einerseits wünschte sie ihm die Pest an den Hals, weil er sie wiederholt verletzt hatte, doch anderseits hatte sie nicht eine Sekunde im letzten halben Jahr an ihn gedacht und war auch noch glücklich gewesen. Zudem war sie für diese Mission auch noch abhängig von ihm. Mit ihm steht und fällt alles.

Sakura seufzte und stand vom Bett auf.
„Ich werde mich fertig machen. Es wird bald Frühstück geben. Und anschließend müssen wir dringend über die Mission sprechen.“
Dann nahm sie sich ihre Klamotten und verschwand im Bad. Sasuke ließ sie einfach an Ort und Stelle zurück. Er war kein Baby, dass man betüteln musste nur wegen eines Albtraums. Nicht so wie sie vor einem halben Jahr.

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Er schnaufte tief durch. Was war das?
Er hatte sich schon vor vielen Jahren angewöhnt nur in einen leichten Schlaf zu verfallen um vor eventuellen Feinden gefeit zu sein. Doch noch nie hatte er jemanden Angegriffen, der ihn nicht bedroht hatte. Zudem hatte ihn erst Sakuras Stimme aus seiner Trance gerissen. Was wäre wenn sie ihn berührt hätte und er sie weiter angegriffen hätte? Hätte sie dem Angriff stand halten können? Er war sich nicht sicher was ihre Fähigkeiten betraf.
Sie war stark, ohne frage, doch wäre sie auch schnell genug gewesen?

Er fuhr sich mit seiner verbliebenen Hand durchs Haar. Es war schon eine Weile her, das ihn jemand aus der Fassung gebracht hatte. Er musste runterkühlen und klaren Kopf behalten. Sein Verstand könnte über Leben und Tot entscheiden.

Schon kam Sakura in voller Montur aus dem Bad.
„Ich schaue nach wann es Frühstück gibt.“
Damit verschwand sie auch schon aus dem Zimmer.
Sasuke war wieder alleine. Das war auch besser so. Er musste noch einen klaren Kopf bekommen.
Also stand er auf, ging ins Bad und spritzte sich kaltes Wasser ins Gesicht.

Sakura verhielt sich merkwürdig. Er musste versuchen die alte Sakura aus seinem Kopf zu streichen und lernen mit der jetzigen Sakura umzugehen. Langsam erinnerte er sich wage an einen Brief, den er im letzten halben Jahr bekommen hatte. Darin hatte er unter anderem erwähnt, dass Sakura leiden würde. Doch Sasuke hatte sich keine Gedanken darum gemacht, schließlich war sie vor seinem Verschwinden völlig abgemagert vor ihm zusammen gebrochen. Das war Leid genug für sie, dachte Sasuke. Wenn er auch noch im Dorf bleiben und wahnsinnig werden würde vor Enge, dann wäre das für niemanden eine Hilfe. Außerdem sah Sasuke seine Reise als eine Buße an, genauso wie das Fehlen seines Armes.

Er hatte schreckliche Dinge getan. Viele Menschen ermordet, darunter seinen eigenen Bruder und Danzo. Er hatte ohne Rücksicht auf Verluste gehandelt. Sakuras und Kakashis Leben aufs Spiel gesetzt und trotzdem … trotzdem hatte man ihn nicht bestraft. Ganz im Gegenteil. Man hatte ihn mit offenen Armen aufgenommen und ihm die Freiheit geschenkt. Ob es nun an seinem Beitrag im Krieg lag oder weil er der letzte lebende Uchiha war, das schien auch das Dorf nicht so richtig zu wissen.

Und alles was er tun konnte war das Dorf zu beschützen und sich immer wieder zu entschuldigen und bedanken. Er wusste einfach nicht wie er sonst seine Taten wieder gut machen könnte. Denn auch ein Uchiha konnte die Zeit nicht zurück drehen und andere Entscheidungen treffen.

„In einer Stunde gibt es Frühstück.“, hörte er Sakura sagen, die gerade wieder den Raum betreten hatte.
Sasuke schüttelte den Kopf um das Wasser wieder los zu werden und verließ das Bad. Sakura hatte ihre Schuhe ausgezogen und holte sich gerade die Akten von der Fensterbank. Allerdings war der Stapel so groß und wackelig, dass die obersten Akten drohten herunter zu rutschen. Sasuke machte schnell einen Satz nach vorne und fing die Akten auf, bevor sie auch nur ansatzweise den Boden berühren konnten.

„Huh?!“
Sakura hatte scheinbar gar nicht mitbekommen, das der Stapel gewackelt hatte und hatte sich an Sasukes plötzliche Bewegung erschreckt. Sakura zuckte heftig, als sie seine Anwesenheit unmittelbar neben sich bemerkte und riss die Arme hoch. Alle Akten flogen wild durch die Luft.

Diese Situation erinnerte ihn an ihre letzte Begegnung im Krankenhaus. Sakuras Nerven schienen zum zerreißen gespannt. Ihre großen, grünen Augen waren aufgerissen und starrten ihn überrascht an. Noch nie war ihm die Ähnlichkeit zu einem Smaragd in ihren Augen aufgefallen.

Langsam landeten alle Blätter auf dem Boden zu ihren Füßen um sie herum. Sakura fing sich schneller als er erwartet hatte und schaute ihn böse an. Diesen Blick hatte er in seinem Leben selten auf sich gerichtet gesehen.
„Shanaroo!!“, knurrte sie, „Warum erschreckst du mich so?!“
Sie entriss ihm wütend die Blätter, ohne ihn auch nur zu berühren und kniete sich auf den Boden um die Akten wieder einzusammeln.

Er verstand die Welt nicht mehr. Er hatte ihre Akten extra aufgefangen um ihr zu helfen, doch nun war sie wütend. Er verstand die neue Sakura einfach nicht.
Er kniete sich ebenfalls hin und begann ebenfalls die Akten einzusammeln.
„Lass nur! Nicht das dus wieder schlimmer machst!“

Sakura sammelte die Blätter in seiner Nähe so schnell ein, dass er kein einziges zu fassen bekam. Sakura war wirklich sauer. Also stand er wieder auf und beobachtete sie wie sie nach und nach alle Akten aufs Bett legte.
„Tut mir leid.“
„Pff!“
Sakura schnaubte nur verächtlich und drehte ihm den Rücken zu. Es schien nicht gerade einfach mit ihrem Temperament zu werden.
Sie setzte sich in ihr Bett und schlug die erste Akte auf, sodass er ihr Gesicht nicht sehen konnte. Da sie wirklich versuchte sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren und weiterhin sauer auf ihn zu sein setzte er sich neben das Bett auf den Boden. Mehr als Meditieren konnte er jetzt eh nicht machen.

Eine halbe Stunde später in der Sakura mehrere Krankenakten durchwühlt und Sasuke krampfhaft versucht hatte zu meditieren, klopfte es.
Nora, die rechte Hand von Hisashi, trat ein. Als sie ihn ansah wurde sie rot und ihr Kopf ruckte schnell in eine tiefe Verbeugung. Wieder diese komische Reaktion einer Frau auf ihn.
„D-Das Frühstück ist fertig!“
Kaum hatte sie ihre Nachricht ausgesprochen zog sie die Tür mit einem lauten Knall wieder zu.

Hinter sich hörte er Sakura eine Akte laut zuschlagen.
„Na toll. Du machst sie nervös!“
Sasuke stand auf und sah Sakura entrüstet an. Ihre Launen gingen ihm langsam an die Substanz. Er konnte doch gar nichts dafür!
„Ich habe nichts getan.“

Sakura stand ebenfalls auf und stemmte die Hände in die Hüften. In diesem Moment fiel ihm auf wie breit ihre Hüfte inzwischen war und wie schlank ihre Taille war. Dennoch verfehlte ihre wütende Geste nicht ihre Wirkung. Sie wirkte wie ein Drache, der seine Kinder bestrafen wollte.
„Schau die Frauen nicht immer so an! Keiner kann sich konzentrieren in deiner Nähe!“

„Ich gucke die Frauen überhaupt nicht an.“
Das war die Wahrheit. Er fand ihre Blicke sowieso schon so schrecklich.
„Dann reduziere dein Testosteron auf ein Minimum. Wie sollen sich die Frauen hier sonst konzentrieren?!“
Sie bückte sich und zog ihre Schuhe wieder an.

Diesmal fiel sein Blick auf ihren runden Hintern. Noch nie hatte er den Hintern einer Frau so sehr gemustert. Er schüttelte heftig den Kopf. Was war nur los mit ihm?!
Sakura war derweilen an ihm vorbeigegangen.
„Kommst du?“
Sasuke sah sie kurz an. Schon war sie nicht mehr aufbrausend. Er verstand dieses Wesen nicht.
Doch er zog sich schnell seine Schuhe an und folgte seiner Teamkameradin.
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