Das Erbe der Antiker!

GeschichteSci-Fi / P12
Die Antiker Die Wraith John Sheppard OC (Own Character) Ronon Dex Teyla Emmagan
05.09.2019
10.10.2019
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6)  JOHN !    
         Original oder Fälschung?              


John war sehr nachdenklich gewesen nach dem Abendessen und dem was Ani‘a zu den anderen gesagt hatte. „Bist du sicher dass sie sich entscheiden werden hier zu bleiben?“ „Ich kann nur hoffen dass viele sich Gedanken machen darüber. Wir bieten ihnen sehr gut Möglichkeiten. Etwas das sie auf der Erde im Moment noch nicht bekommen können. Findest du das nicht fair?“ „Hm, na ja aus dem Blick der Erde gesehen wohl nicht. Sie haben noch eine lange Reise vor sich bevor sie auch nur annähernd soweit sind wie wir hier. Auch wenn sie durch das Erbe der ASGARD technisch schon erheblich weiter gekommen sind. Aber es fehlt an den Strukturen, die müssen noch aufgebaut werden. Und das wird ganz bestimmt nicht leicht werden. Einige Staaten müssen sich da vollkommen verändern um in den Verbund einbezogen werden zu können. Das wird noch eine harte Arbeit und ich hoffe dass alle an einem Strang ziehen werden.“ Ani’a nickte, das war auch ihr klar. „Ja und wenn sie unsere Hilfe wollen werden sie sie auch bekommen, John! Das verspreche ich dir.“ John sah sie an und nickte. „Das weiß ich doch, Liebes. Aber es kann noch Jahrzehnte wenn nicht Jahrhunderte dauern bis sie auch nur annähernd so weit sind wie wir jetzt schon.“ „Ja das stimmt, aber vielleicht wird es ja schneller gehen wenn sie ein Vorbild haben. Wir müssen einfach das Beste hoffen.“  

Doch in den nächsten Tagen gab es viel schöneres auf das sie sich freuen konnten, den Kindergeburtstag. Alle Vorbereitungen waren getroffen und dann endlich war auch der Tag gekommen. In den Räumen der Kinder war alles geschmückt und für die Party vorbereitet. Sogar die Schulkinder hatten etwas vorbereitet und würden mit ihren Lehrern kommen. John und Ani’a hatte ihre Zwillinge an diesem Tag etwas länger bei sich behalten und waren nun auf dem Weg zu den Räumen wo die kleinsten betreut wurden über den Tag. Als sie dann mit den beiden auf dem Arm die Räume betraten wurden sie lautstark von den anderen Kindern empfangen die laut einen Geburtstagsgruß sangen.

Sie blieben in der Tür stehen und  ließen die Kinder erst einmal singen bevor sie dann hinein kamen. Ani’a konnte die Tränen kaum unterdrücken und auch John musste schlucken. Es war einfach zu süß und anrührend. „Das war sehr schön und es ist ganz lieb das ihr das gemacht habt.“ Bedankte sich Ani’a bei den Kindern. Dann setzten sie die beiden Geburtstagskinder auf den Boden. Die waren etwas verwirrt weil so viele Menschen dort waren, aber dann tapsten sie los auf ihre Spielgefährten zu. Auf dem Tisch stand eine hübsche, bunte Geburtstagstorte. Die hatten sie allerdings noch nicht entdeckt. Ani’a sah die Anwesenden an. „Vielen Dank ihnen allen die das hier mit so viel Liebe vorbereitet haben – meinen ganz besonderen Dank aber auch an die liebevollen Betreuer unserer Kinder die sie jeden Tag aufs neue glücklich machen. Ich weiß dass die meisten von ihnen nicht von Atlantis kommen. Einige von ihnen haben ihre Heimat verloren und suchten nun nach einer neuen. Hier ist eine neue Heimat für sie und auch für ihre Kinder! Das was wir hier aufbauen, wollen wir hauptsächlich für unsere Kinder und Kindeskinder aufbauen. Es soll eine friedliche, freundliche und gute Welt sein. Die kommenden Generationen sollen sicher sein und nie wieder solche Brutalen Zeiten durchmachen wie sie sie erleben mussten. Nehmen wir den heutigen ersten Geburtstag von Laren und Lorena als Beginn dieser neuen Zeit! Lassen sie uns das feiern!“                


Sie gab Teyla ein Zeichen das die Torte nun angeschnitten werden sollte. Die Kinder jubelten und jeder bekam etwas von der Torte. Die Erwachsenen bekamen jeder ein Glas Sekt, den die Athosianer gekeltert hatten. Dann kamen auch die Schulkinder und ihre Lehrer um den beiden Geburtstagskindern ein Ständchen zu singen und für sie zu spielen. Die beiden schauten sehr aufmerksam zu. Ani’a horchte in sich herein ob sie feststellen konnte was die kleinen davon verstanden. Doch dann wurde auch sie überrascht als Lorena plötzlich laut und deutlich : „Singen!“ sagte. Und dabei lachte sie glücklich. John sah seine Tochter erstaunt an. „Hat sie jetzt wirklich SINGEN gesagt?“ Ani’a lachte glücklich. „Ja das hat sie!“ Sie ging in die Hocke und sah Lorena an. „Ist das Singen schön?“ Lorena strahlte ihre Mutter an. „Singen schön! Singen!“ Jetzt kullerten Ani’a doch die Tränen über die Wangen. Sie hob Lorena auf und drückte sie zärtlich an sich. Die schlang ihre kleinen Ärmchen um sie. „Mama!“ John schluckte. Er hob Laren hoch. „Na und du – willst du nicht auch was sagen, mein Sohn?“ Laren sah seinen Vater an so als ob er überlegte. Dann meinte er: „Mama! Schön!“ John konnte nicht anders, er musste lachen. „Oh ja da hast du vollkommen recht, deine Mama ist schön.“ Alle lachten mit ihnen und freuten sich über die ersten Worte der Zwillinge. Doch dann wollten die Kinder lieber wieder spielen und die Erwachsenen zogen sich etwas zurück.

John sah Ani’a an. „Woher hatten sie plötzlich die Worte?“ „Nun sie haben sie von uns! Du weißt doch dass sie auch schon geistig mit uns verbunden sind. Wir haben daran gedacht und sie haben es übernommen. Also von jetzt an sollten wir etwas aufpassen was wir denken, sie könnten es einfach so heraus posaunen.“ John sah sie einen Moment verwirrt an – dann lachte er laut los. „Oh das könnte ab und an etwas peinlich werden.“ Ani’a lachte. „Oh ja! Ich denke ich sollte das auch den Betreuerinnen sagen damit sie sich nicht wundern.“ Er legte seinen Arm um sie. „Ja, ich denke das solltest du!“ Dann gab er ihr einen Kuss. Plötzlich drehten sich die kleinen um sahen sie an und meinte wie aus einem Mund. „Lieb Papa- Mama!“ Alle sahen sie überrascht an. John musste wieder lachen. Als dann wenig später die Athosianer ein halbes Dutzend kleiner Kaninchen mitbrachten hatten die Kinder nur noch Augen dafür. Und die erwachsenen ließen sie dann auch alleine.

Teyla und Ronon folgten John und Ani’a als sie die Kinder wieder verließen. Die waren jetzt beschäftigt und würden sich nur noch auf die Kaninchen konzentrieren. „Haben sie vorher schon gesprochen?“ Wollte Teyla wissen. Ihr Sohn war ja einige Monate älter als die Zwillinge und er plapperte schon ein bisschen. „Nein, das waren die ersten Worte. Wir waren auch überrascht.“ „Oh und dann gleich so klar und präzise, erstaunlich.“ „Nun ja- sie haben eine geistige Verbindung zu uns und so übernehmen sie es auch von uns. Ich habe John gerade schon gesagt das wir von nun an etwas vorsichtiger sein müssen mit dem was wir denken. Sonst könnte es ab und an etwas peinlich werden. Da die Kinder ja noch nicht bewerten können was sie sagen.“ Teyla verstand sofort, bei Ronon dauerte es etwas länger dich dann grinste auch er. „Oh – na dann viel Spaß! Können sie auch schon die Gedanken anderer lesen?“ „Nein, das nicht. Aber sie spüren in diesem Alter schon die Emotionen anderer. Also ob sie jemand mag oder nicht, ob man ihnen gut gesinnt ist oder nicht. Ein natürlicher Schutz für sie.“ Teyla war nachdenklich geworden. „Werdet ihr sie dementsprechend ausbilden?“ „Ja sicher. Was ist mit Torren John? Du hast die Gabe und Kanaan hatte sie auch, vielleicht ist er ja auch mental begabt. Sollen wir auch ihn ausbilden?“ „Du meinst dass er vielleicht auch Gedankenlesen könnte? Aber bei der Gabe geht das doch nur mit Wraith.“ „Ja was aber nicht heißen muss das er nicht auch anders begabt ist. Immerhin hat er die Gabe von beiden Elternteilen vererbt bekommen.“ Teyla sah Ronon etwas hilflos an. „Was meinst du, Ronon?“ Der war erstaunt dass sie ihn in dieser Sache um Rat fragte. „Nun warum nicht? Ich finde es gut wenn sie es versuchen. Es kann für ihn nur förderlich sein!“  „Ja, du hast recht! Also wenn ihr das machen würdet wäre ich euch dankbar.“ „Aber sicher. Aber ein bisschen müssen wir noch warten. Sie sollen erst einmal ihre Sprachfähigkeit erforschen bevor wir damit weitermachen.“  „Ja sicher, sag mir einfach Bescheid wann es soweit sein wird und was wir tun müssen!“ Sie sah Ronon an. „Hilfst du mir dabei?“ „Ja – ja sicher wenn du das möchtest. Sehr gerne.“ Er strahlte richtig.

„Sag mal habe ich da jetzt was falsch verstanden oder hat Teyla Ronon gefragt ob er sowas wie ein Papa Ersatz für Torren sein soll?“ Meinte John zu ihr als sie wieder allein waren. „Nein, das hast du nicht falsch verstanden. Ich glaube sie hat langsam akzeptiert das Kanaan Tod ist und das sie die Trauer hinter sich lassen muss um an die Zukunft zu denken. Und so wie es aussieht ist Ronon ihre Zukunft. Ich finde sie passen auch gut zusammen. Seit einiger Zeit ist Ronon auch zugänglicher und nicht mehr so schweigsam. Er mischt sich mehr unter die Leute und verbringt viel Zeit mit Teyla und Torren John!“ John nickte. „Ja – wenn es auch schwer vorstellbar ist – Ronon mit Baby auf dem Arm.“ Ani’a lachte. „So schwer vorstellbar wie du mit Baby auf dem Arm?“ John grinste sie an. „Ok schon verstanden! Jedenfalls finde ich es gut. Ich wünsche beiden das sie glücklich werden.“  

Der Rest des Tages verlief ohne große Störungen und so konnten sie relativ früh wieder zu ihren Kindern zurückkehren und sie mit sich in ihr Apartment nehmen um den Abend mit ihnen zu verbringen. Sie stellten erstaunt fest dass die beiden schon einiges an Worte mehr aufgeschnappt hatten und lustig drauf los plapperten. „Ich denke dass wir viel früher anfangen müssen mit ihnen zu arbeiten als ich dachte. Von jetzt an sollten wir uns mehr Zeit für sie nehmen.“ John war ihrer Meinung. „Oh ja das sollten wir. Diese Entwicklung ist mir allerdings etwas unheimlich. Wie alt werden sie sein wenn sie in die Schule kommen?“ „Nun das kann unterschiedlich sein, aber bei den beiden schätze ich dass sie kaum drei sein werden wenn sie soweit sind unterrichtet zu werden.“ John sah sie erschrocken an. „Dann haben sie ja gar keine richtig Kindheit!“ „Oh John, wenn sie lernen das heißt doch nicht dass sie keine Kindheit haben werden. Wir werden schon dafür sorgen dass sie Kinder bleiben.“ Meinte sie tröstlich.  „Gut, aber darauf sollten wir auch achten. Der Ernst des Lebens kommt noch früh genug.“ Ani’a lächelte schelmisch als sie meinte:  „Ich habe ja noch ein „Kind“ dem ich so einiges noch beibringen muss. Vielleicht können wir das ja zusammen tun!“ John verstand nicht sofort doch dann lachte er los. „Oh ja – richtig. Ich muss ja auch noch lernen mit meinen neuen Fähigkeiten umzugehen.“ Dann sah er sie bettelnd an. „Kann ich auch ein Stück Torte haben?“ Ani’a musste lachen, warm und herzlich so da es John durch und durch ging. „Ok du bekommst auch ein Stück Torte, wenn du lieb bist!“ Das ließ er sich nicht zweimal sagen und zog sie an sich um sie zu küssen. Ani’a schmiegte sich eng an ihn und genoss jeden Moment. Minutenlang standen sie so da und küssten sich innig. Es fiel ihnen wirklich schwer dann wieder an ihre Arbeit zu gehen. Doch es musste ja sein.

Einige Tage später meldete sich das Stargate Kommando von der Erde und bat um eine Unterredung mit Ani’a. Sie war etwas überrascht aber sofort bereit dazu. Allerdings hole sie John und Samantha dazu. Am anderen Ende der Leitung waren General O’Neill und General Landry. „Lady Ani’a, danke das sie sich Zeit nehmen für uns.“ „Aber das ist doch selbstverständlich General O’Neill, was kann ich für sie und die Erde tun? Ist etwas geschehen? Brauchen sie unsere Hilfe?“ „Nein, nein es ist eine Einladung an sie. Es hat sich inzwischen auf der Erde einiges getan und dementsprechend möchten einige hohe Vertreter der Nationen mit ihnen sprechen. Es geht um die Zusammenarbeit der Erde und Atlantis. Wäre es ihnen relativ kurzzeitig möglich auf die Erde zu kommen?“ Ani’a war einigermaßen Überrascht. Nach den Erfahrungen die sie bei ihrem ersten Besuch auf der Erde gemacht hatte, hatte sie daran so schnell nicht wieder gedacht. „Um ehrlich zu sein das kommt sehr überraschend, meine Herren. Von wem kommt die Einladung?“ „Vom  „Rat für Interstellare Angelegenheiten“.  Das Komitee wurde nun ja endgültig aufgelöst und alle die mit den kriminellen Machenschaften zu tun hatte werden vor Gericht gestellt. Es erwarten sie wohl alle Lebenslange Haftstrafen. Das Risiko das sie sonst etwas verraten würden ist zu groß. Und von allen Nationen die sich inzwischen am Stargate Programm beteiligen wurden Repräsentanten gewählt für diesen Rat. Leider sind es noch nicht alle Nationen dieser Welt, aber wir arbeiten daran.“ „Das ist eine sehr gute Neuigkeit, General O’Neill. Wann erwartet man mich denn?“ „Nun wir können nicht über ihre Zeit bestimmen. Aber es wäre schon sehr gut wenn es zeitnah geschehen könnte. Und – wir garantieren auch für ihre Sicherheit!“ John atmete einmal tief durch. „Und sie sind sicher das sie das können, General?“ Wollte er wissen. „Ja Colonel Sheppard! Bitte glauben sie mir dass wir alles tun werden um die Sicherheit ihrer Frau zu gewährleisten.“ „Wo soll dieses Treffen stattfinden?“ „In Washington!“  

John sah Ani’a an und meinte leise zu ihr: „Das gefällt mir nicht! Neutraler Boden wäre sicherer. Was glaubst du wann die Werft das neue Schiff eisatzbereit hat?“ Ani’a verstand was er wollte. Und sie fand die Idee gut. Leise meinte sie zu ihm: „Ich werde nachfragen. – General O’Neill, ich werde ihnen so bald wie möglich meine Entscheidung mitteilen. Bitte verzeihen sie dass ich nicht so spontan zusagen werde. Aber es bedarf einiger Überlegungen. Das werden sie doch verstehen?“ „Ja sicher. Wir könnten alle Teilnehmer innerhalb einer Woche zusammentrommeln.“ „Gut, sie bekommen so bald wie möglich Bescheid von mir. Ich danke ihnen und ihrem Präsidenten für die Einladung.“ Damit wurde die Verbindung unterbrochen. Sie sah Samantha Carter fragend an. „Was halten sie davon Sam?“ „Nun, ich bin überrascht dass sie schon so weit gekommen sind. Ich hätte gedacht dass es länger dauern würde.“ „Ja ich auch! Aber umso besser wenn sie verstanden haben das es nur gemeinsam geht. Aber ich denke dass ich es nicht riskieren werde mich noch einmal in Gefahr zu begeben das man sich meiner bemächtigen könnte. Wenn dann werde sie sich darauf einlassen müssen das ich den Ort wähle. Und mir erscheint ein Raumschiff als bester Ort dafür!“ Sam sah sie fragend an. „Aber mit welchen Schiff wollen sie fliegen?“ „Mit dem Schiff das in der Werft liegt. Es dürfte groß genug sein – und schnell genug um die Erde in wenigen Stunden erreichen zu können. Ich werde nachfragen wann es einsatzbereit ist. Vielleicht werde wir es nicht voll bemannen können aber das muss es ja auch nicht.“ John nickte. „Und ich werde dich begleiten!“ Ani’a sah ihn an. „Nein John, das geht aus zwei Gründen nicht. Erstens, bist du mein Stellvertreter hier und zweitens, sollte einer von uns in der Nähe der Kinder bleiben. Sie brauchen jetzt eine Bezugsperson in ihrer Nähe. Also bitte bleib du hier!“ John musste schlucken, damit hatte er nicht gerechnet. Doch er verstand warum sie darauf bestand. „Ungerne – aber OK. Aber dann solltest du Cam und Ronon mitnehmen!“ „Gut einverstanden! Und ich denke es kann auch nicht schaden wenn Askanios mit uns kommen wird. Aber erst einmal werde ich sehen wie schnell wir das Schiff klar bekommen können. Dann werden wir der Erde antworten.“          

Sie meldete sich sofort bei Askanios in der Werft. Der hörte sich aufmerksam an was sie ihm erzählte. „Ich bin vollkommen deiner Meinung dass du nicht auf die Erde direkt gehen solltest. Es wird sicherer sein wenn wir auf dem Schiff bleiben. Und keine Sorge, ich kann es in etwa drei Tagen startklar bekommen. Allerdings solltest du mir so viel Leute schicken wie du kannst damit ich sie noch einweisen kann. Ich denke auch dass die Reisenden uns gerne aushelfen werden. Sie sind sowieso vor Neugier kaum zu halten seit sie das Schiff in Hangar gesehen haben. Jetzt brauchen wir dann nur noch einen Namen für das erste Schiff der neuen Flotte!“ Ani’a überlegte einen Moment dann meinte sie: „Wie wäre es mit ATLANTICA?“ „Ja ich denke das wäre angemessen. Also die ATLANTICA wird in vier Tagen im Orbit um Atlantis sein, zu deiner Verfügung. Und ich werde auch mitkommen!“ „Danke Askanios, es ist mir viel wohler wenn du dabei bist. Ich stelle die Leute zusammen die mit uns kommen sollen und sie werden noch heute durch das Gate zu dir kommen damit du sie an Bord einweisen kannst. Viel Zeit wird uns nicht bleiben. Wie lange werden wir mit dem neuen Schiff für den Flug zur Erde brauchen? Damit ich der Erde sagen kann wann sie bereit sein sollen.“  Askanios überschlug es kurz, dann meinte er: „Nun ich schätze das wir es in gut 10 Stunden schaffen können ohne die Maschinen zu sehr zu beanspruchen. Und diese Zeit können wir auch für die Mannschaft nutzen um sie mit dem Schiff vertraut zu machen. Allerdings wird es eine zusammengewürfelte Mannschaft sein.“ Ani’a verstand was er damit meinte. „Ok, wir kümmern uns hier um entsprechende Uniformen! Die Menschen der Erde werden staunen!“ Sie lächelte. Sie wusste schon werde das machen sollte.      
Nachdem sie alles weitere erledigt hatte bat sie Vala zu sich. „Was kann ich für euch tun, Lady Ani’a?“ „Bitte setzten sie sich Vala. Ich darf doch Vala sagen?“ „Na klar doch.“ „Sehr gut – dann lass aber bitte auch das Lady weg wenn wir unter uns sind, Vala. Ich habe wirklich eine Bitte an dich!“ „Schießen sie los!“ Ani’a musste lächeln. Die erfrischende Art von Vala gefiel ihr. „Also gut, wie du ja weißt haben wir ein neues Schiff in der Werft und wir haben jetzt eine Einladung auf die Erde bekommen zu einem Konferenz. Wir werden mit diesem Schiff fliegen und ich möchte auch die Konferenz dort abhalten. Askanios stellt gerade eine Mannschaft zusammen. Doch was uns fehlt sind passende Uniformen. Da du ja schon ein Symbol entwickelt hast wollte ich dich fragen ob du nicht auch Uniformen für uns entwerfen könntest und Rangabzeichen – basierend auf dem Symbol.“ Sie sah Vala fragend an. Und dann sah sie das leuchten in ihren Augen. „Oh man das wäre klasse! Das würde ich gerne machen. Aber es wird dauern, die Uniformen müssen ja auch noch genäht werden. Wann soll denn diese Konferenz sein?“ „Nun ich denke innerhalb einer Woche, aber mit dem nähen mach dir mal keine Gedanken. Das bekommen wir schon hin.“  „Na dann! Ich werde mich gleich an die Arbeit machen. Irgendwelche Vorstellungen?“ Jetzt musste Ani’a überlegen. „Hm nun ja ich denke es sollten klare Formen sein, praktisch und schon direkt zu erkennen sein welche Funktion und welchen Rang die Träger haben. Aber ich denke das werden wir später auch noch etwas ausarbeiten können.“ „Ok dann mache ich mich mal daran.“ „Danke Vala, das ist eine große Hilfe. Ich freu mich auf deine Vorschläge.“  

Nachdem sie das geregelt hatte machte sie sich daran eine Liste zusammen zu stellen von den Leuten die sie für das Schiff haben wollte. Dann bat sie Cam die entsprechenden Leute zu informieren. „Und wann wollt ihr fliegen?“ „Nun, Askanios hat mir versprochen das die ATLANTICA in vier Tagen hier sein wird. Dann werden wir die Leute an Bord bringen, kurz einweisen und uns dann auf den Weg zur Erde machen. Laut Askanios dürfte der Flug etwa 10 – 12 Stunden dauern. Ich habe gerade Vala beauftragt Uniformen und Rangabzeichen zu entwerfen. Sobald ich etwas habe was mir gefällt werde ich die Replikatoren damit füttern und es herstellen lassen.“ Cam sah sie verblüfft an. „Replikatoren?“ Sie musste lachen. „Na ja was glaubst du wie wir unsere Materialien hergestellt haben? Hinsetzen und nähren oder schmieden? Nein, dafür haben wir sogenannte Replikatoren. Sie stellen alles her was wir brauchen und sie recyceln auch das gebrauchte Material wieder. Speisereplikatoren hast du doch schon im Casino gesehen. Eure Leute haben sie nur noch nicht benutzt.“ Meinte sie schmunzelnd. „OK – und damit kann man auch diese Uniformen herstellen?“ „Ja alles was wir brauchen.“ „OK!“ Er war noch immer skeptisch.    

Ani’a war erstaunt als ihr Vala schon am nächsten Tag einen recht gut ausgearbeiteten Entwurf vorlegte. „Also ich habe das ganze mal Sternenflotte genannt, hört sich doch gut an und trifft es ja auch. Oder?“ „Ja das stimmt.“ Sie legte ihr die ausgedruckte Skizze vor. „Also du hast gesagt das es klar und praktisch sein sollte und das man Rang und Funktion sofort erkennen sollte.“ Sie deutet auf die Skizze. „Nun im Prinzip sind alle Uniformen gleich, eine Uniformjacke und die Hose, dazu Stiefel. An der Farbe und der Anzahl der Schulterstreifen kann man schon erkennen wie hoch ein Rang ist. Ein Captain hat zum Beispiel vier Streifen, ein Commander drei. Das wiederholt sich auch auf den Abzeichen die habe ich nach dem einen gemacht den ich schon entworfen hatte. Ich dachte dass die Uniformen vielleicht royal Blau sein sollten. Da setzt das Gold und Silber das die einzelnen Bereiche unterscheiden soll besser ab. Auf den Rangabzeichen sind dann auch Symbole zu welcher Gruppe der Träger gehört. Kommandoebene, Wissenschaft, Technik und Medizin . Das letzte, was kein Symbol hat, soll für die Einsatzteams sein sowas wie die SG Teams.“ Sie sah Ani’a fragend an.        

       Captain               0000
        Commander        000*
        Lt. Commander   00*
        Lieutenant          00  
        Ensign                 0




   

Kommando   Wissenschaft  Technik        Medizin             Einsatzteam      



         


Ani’a war total erstaunt darüber wie exakt Vala das alles schon ausgearbeitet hatte, sie hatte nur mit einem groben Entwurf gerechnet, aber das hier war schon fast perfekt. „Vala, du hast dich selber übertroffen! Unglaublich was du in der kurzen Zeit geschafft hast. Ich bin total erstaunt! Vielen Dank. Das ist wesentlich mehr als ich erwartet hatte.“ Vala strahlte ob des Lobes, aber sie hatte noch etwas in der Hinterhand. „Nun ja ich dachte mir vielleicht kann man ja diese Rangabzeichen nicht nur als solche verwenden sondern auch als Kommunikationseinheiten. Dann brauchte mach das Headset nicht mehr.“ „Vala, du bist eine einzige Überraschung! Und ich gebe dir recht, das wäre sehr praktisch. Ob wir das jetzt so kurzfristige hinbekommen weiß ich nicht, aber ich werde es meinen Leuten geben damit sie es ausarbeiten. Was hältst du davon wenn du mit an Bord bist, als Lieutenant?“ Vala sah sie mit aufgerissen Augen an. „Ist das dein ernst?“ Ani’a musste lachen. „Und ob das mein ernst ist! Ich werde deine Vorschläge an Askanios weitergeben und er soll sie dann produzieren lassen. Er hat inzwischen alle Personen die mit an Bord gehen werden, deine Spezifikationen gibst du ihm noch, dann kann er anfangen! Willkommen an Bord der ATLANTICA!“

John war nicht so begeistert das er auf Atlantis bleiben sollte während Ani’a zur Erde flog, aber er verstand warum sie ihn gebeten hatte zu bleiben. Und doch machte es ihn unruhig dass er nicht bei ihr sein konnte. Er war immer noch skeptisch. Obwohl er General O’Neill glaubte das sie alles getan hatten um ihre Sicherheit zu garantieren. Doch es war ihm auch schon lieber das sie auf dem Schiff bleiben würde.

„Wie weit seid ihr?“ „Oh erstaunlich weit. Askanios hat sich gemeldet, er hat das Schiff soweit startklar und ist jetzt dabei die ersten Leute von der Mannschaft einzuweisen in ihre Positionen. Und Vala ist wirklich erstaunlich, ich hatte sie gebeten mir einen ersten Entwurf für Uniformen zu machen und sie hat schon alles perfekt ausgearbeitet das ich sie schon weiter geben konnte damit sie produziert werden. Das heißt wir werden perfekt ausgerüstet zur Erde kommen.“ „Hm glaubst du dass die Leute mit dem neuen Schiff zurechtkommen werden nach einer so kurzen Einweisung? Das ist doch eine vollkommen neue Technik für sie.“ „Ja, aber wir haben ja auch noch den Flug zur Erde Zeit. Ich denk das ist zu schaffen. Und sobald wir zurück sind werden wir gezielte Übungsflüge machen. Und dann kommst du auch mit! Als mein 1. Offizier! Deine Uniform ist schon in Auftrag gegeben!“ John grinste sie an. „Nur als erster Offizier?“ Sie lachte leise. „Hm mal sehen was sich machen lässt.“ „Wie lange wirst du bleiben?“ „Das kann ich noch nicht sagen, John. Es kommt ja auch darauf an wie weit wir mit den Menschen der Erde kommen werden. Auf jeden Fall bin ich gespannt ob sie wirklich den ersten Schritt getan haben. Ich weiß dass es nicht leicht ist. Doch es wäre jetzt die beste Zeit dafür. Allerdings müssten sie dann auch ihren Leuten endlich sagen dass es draußen im All noch sehr viel mehr Leben gibt als man ihnen bisher gesagt hat.“ John musste lachen. „Bisher haben sie immer vehement abgestritten das es überhaupt Leben da draußen gibt. Die haben das immer unterm Tisch gehalten und den Leuten gesagt dass es sowas nur im Film und in Romanen gibt, dass wir ganz alleine da sind. Die Krone der Schöpfung! Was glaubst was los sein wird wenn alle merken wie lange sie verarscht worden sind?“ „Na ja, immerhin sind sie intelligent genug es zu verstehen. Und vielleicht wissen es schon viel mehr als sie glauben.“ John nickte nachdenklich. „Ich bin sehr gespannt was diese „Rat für interstellare Angelegenheiten“ ist. Hast du sie gebeten dir eine Liste von den Mitgliedern zu geben?“  „Ja sicher, als ich meine Zusage gegeben habe. Und sie haben sie auch geschickt.“ Sie deutete auf den Bildschirm. John sah sich die Namen und Bezeichnungen an. „Hm, es sieht so aus als wären die wichtigsten Länder vertreten. In wie weit sie unabhängig sind kann ich natürlich nicht sagen. Waren sie sofort einverstanden das das Treffen auf dem Schiff stattfindet?“ „Nun ja – sie hatten ganz offensichtlich etwas anderes vorbereitet aber sie haben zugesagt. Ich habe Askanios die Liste zugeschickt und ihn gebeten sowohl einen Tagungsraum vorzubereiten als auch Quartiere und Speiseräume. Es wird in einem Bereich des Schiffes stattfinden den man schnell abschotten kann wenn etwas Ungewöhnliches passieren sollte. Also ich denke wir haben alle Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.“ John sah sich die Daten nochmal an und musste ihr recht geben. „Am Liebesten würde ich die Kurzen einpacken und einfach mitkommen. Aber du hast recht, einer von uns muss hierbleiben. Aber bitte pass auf dich auf!“ Ani’a nickte ihm zu. „Ich verspreche es dir! Und du machst bitte auch keine Extratouren hier solange ich nicht da bin!“ John grinste. „Aber wo denn?“
„Oh oh das kenne ich doch. Kaum drehe ich mich weg dann musst du wieder den Helden spielen. Bitte nicht John! Ich hätte sonst keine ruhige Minute mehr.“ „Nein, was soll schon passieren. Ich werde die ganze Zeit hier Däumchen drehen müssen und auf dich warten. Es wird verdammt langweilig werden ohne dich.“ Sie konnte ihn einfach nicht ernst nehmen.  „Oh John, wir werden jeden Tag kontakt haben. Ich werde dich sehr genau auf dem Laufenden halten über da was auf der Erde geschieht. Soll ich mit Dave Kontakt aufnehmen wenn es die Zeit erlaubt?“ „Oh ja das ist eine gute Idee, er soll wenigstens wissen das es uns gut geht. Ich habe ihm vor ein paar Tagen ein paar Bilder von den Kleinen geschickt. Er hat sich sehr gefreut. Und wenn alles gut läuft, vielleicht können wir sie dann ja wirklich mal wieder besuchen.“ Sie konnte ihm ansehen dass es ihm wichtig war. „Sobald es sicher ist werden wir das tun, John. Ich verspreche es.“  

John sah sie an. „Was hältst du davon wenn wir die wenigen Stunden die wir noch für uns haben bevor du abreisen musst sinnvoll nutzen?“ Meinte er und sah sie mit blitzenden Augen an. Ani’a musste lache, da sie sehr genau wusste was er wollte. „Sinnvoll?“ „Ja sehr sinnvoll!“ Meinte er und zog sie zu sich heran. „Oder sollen die Zwillinge alleine bleiben ohne Geschwister?“ „Oh hoppla, ich denke dazu haben wir noch viel Zeit. Aber wir können ja schon ein bisschen üben!“ Er lachte, hob sie hoch und trug sie ins Schlafzimmer, „OK Üben!“

Der Anblick des Schiffes in der Umlaufbahn um Atlantis war unglaublich, alle Menschen in der Stadt hatten sich versammelt um die Delegation und die Besatzung zu verabschieden. Jetzt sahen sie das neue Schiff – die ATLANTICA – das erste Mal. Die meisten von ihnen waren einfach nur erstarrt bei diesem Anblick. Sie füllte den gesamten Bildschirm aus. Das Schiff war oval geformt, bestand aus verschiedenen Teilen die miteinander verbunden waren. Ein sehr ästhetischer Anblick wie alle sehen konnten. „Ja, das ist von nun an unser Flaggschiff! Die ANTLANTICA! Und ihr erster Flug geht zur Erde! Hoffen wir das es ein gutes Omen sein wird, sowohl für uns als auch für die Erde und alle anderen Planeten die mit uns zusammenarbeiten wollen.“ Nachdem sie sich von ihren Leuten verabschiedet hatten wurden die, die für die Besatzung ausgesucht worden waren hinauf gebeamt. Ani’a ging als letzte an Bord. John und sie hatten sich schon vorher verabschiedet. Es fiel ihr nicht leicht aber sie wusste das es sein musste. „Ich werde versuchen nicht zu lange weg zu bleiben und du kannst mich ja immer erreichen.“ Hatte sie zu ihm gemeint als sie sich verabschiedet hatten. Er hatte sie geküsst. „Mach dir mal keine Sorgen! Es wird alles gut werden! Und je besser die Zusammenarbeit mit der Erde ist umso leichter werden hier einige Sachen. Pass auf dich auf!“ „Und du auf dich und die Kinder!“ „Aber sicher doch!“

An Bord war alles bereit für den Abflug. Sie begab sich sofort auf die Brücke und nahm ihren Platz auf dem Kommandosessel ein. Dann sah sie sich um und erkannten einige bekannte Gesichter unter der Brückencrew. Sie atmete tief durch bevor sie den Befehl gab den Orbit zu verlassen und das Haupttriebwerf zu starten um mit dem Flug zur Erde zu beginnen. Alle waren erstaunlich ruhig und konzentriert. Askanios hatte gute Arbeit geleistet sie in der kurzen Zeit auszubilden. Und auch alles andere an Bord war gut vorbereitet worden. Am Tag zuvor hatte sie sich die Räume angesehen die für die Konferenz und die Unterbringung der Delegierten gedacht waren. Es gab einen großen Konferenzraum in dem alle Platz finden würde, gleich daneben Speiseräume und Räume in denen die Delegierten sich treffen konnten. Und die Quartiere waren ebenfalls angegliedert. „Sehr gut Askanios. Das Schiff war wohl für so etwas schon gedacht.“ Askanios lächelte. „Ja, so in etwa. Dein Vater hatte immer schon einen Weitblick. Das habe ich immer schon an ihm geschätzt.“ Sie sah ihn an und nickte. Wie gerne hätte sie jetzt ihren Vater hier an Bord. Doch er hatte sich seit dem Zwischenfall mit Altea nicht mehr gemeldet. Ob sie dieses Problem inzwischen gelöst hatten? Und wie? Sie zwang sich den Gedanken bei Seite zu schieben.

Sie musste sich jetzt auf diese Aufgabe konzentrieren. „Die neuen Jumper und Jäger sind an Bord?“ „Ja und ich habe auch entsprechend schon Piloten ausgebildet. Sie werden zu unserer Verteidigung beitragen können, falls wir sie brauchen. Aber ich denke eher das wir sie nicht brauchen.“ „Ich hoffe es! Aber sicher bin ich mir nicht. Es ist immer besser auf alle vorbereitet zu sein.“ Askanios sah sie an. „Aber ich spüre dass du dir trotzdem Sorgen machst.“ Sie lächelte ihn an. „Um ehrlich zu sein, ja. Ich haben ein ungutes Gefühl John nicht mitzunehmen. Obwohl ich weiß das es richtig ist.“ Askanios nahm ihre Hand. „Das ist doch verständlich, bei all dem was ihr schon durchgemacht habt. Es wird alles gut gehen! – Wie sollen die Delegierten an Bord kommen? Per Transporter oder sollen wir sie mit den Jumpern hochholen? Der Anflug auf die ATLANTICA könnte ihnen ein bisschen Ehrfurcht einflößen.“ Ani’a musste lachen. „Keine schlechte Idee! Ich denke darüber nach.“ Sie war amüsiert, dachte aber tatsächlich darüber nach wegen der Wirkung die das haben konnte. Außerdem hatte sie dann ein bisschen mehr Zeit wenn sie an Bord kamen um festzustellen ob sie etwas Gefährliches mitbrachten.

Sie konnte sich eines gewissen Mistrauens immer noch nicht erwehren gegenüber den Menschen der Erde. Das was sie bei ihrem ersten Besuch dort erlebt hatte wirkte noch nach. Und wer konnte ihr denn schon mit Sicherheit sagen dass es nicht doch noch einige von den TRUST Leuten gab? Sie selber und Askanios würden sie beim an Bord kommen mental überprüfen, dann konnte sie zumindest grob feststellen ob jemand dabei war der etwas vor hatte. Später, beim Dinner würde sie dann genauer auf jeden achten. Und sie hoffte dass sie sich täuschte und alle wirklich offen waren für eine Verbindung mit Atlantis und der Pegasus Galaxie. Sie lehnte sich zurück und versuchte einen Moment zu entspannen.          

Nachdem die ATLANTICA die Umlaufbahn verlassen hatte und ihren Hyperantrieb gestartet hatte ging John wieder an seine normale Arbeit zurück. Doch er konnte sich nicht so richtig darauf konzentrieren, weil seine Gedanken bei Ani’a waren. Teyla kam wenig später in sein Büro. „Du fühlst dich nicht wohl weil du hier bleiben musstest!“ Meinte sie als sie ihn ansah. „Ja, genau das. Ich mache mir Sorgen um sie.“ „Traust du den Menschen von deiner Welt nicht?“ „Hm schwere Frage. Nach dem was wir erlabt haben als wir zur Beerdigung meines Vaters da waren muss ich leider sagen, nein!  Es kommt mit komisch vor das sie sich plötzlich so schnell ändern sollen. Ein „Rat für interstellare Angelegenheiten“ das klingt für mich immer noch unglaublich.“ „Nun ja, nach dem was geschehen ist und der nur knapp abgewendeten Gefahr durch die ORI, bei denen wir ja maßgeblich geholfen haben, kann man schon wach werden. Vielleicht hat es ja endlich klick gemacht bei deinen Landsleuten. Ich hoffe es für euch!“ John sah sie an und nickte. „Ich hoffe es ja auch! – Aber meine Sorgen kann ich so schnell nicht abschalten.“ Teyla sah ihn an. „Versuche an das Beste zu glauben, John.“ „Ich versuche es.“

Sie besprachen noch einige Sachen die erledigt werden mussten bevor sich John auf eine Runde durch die Stadt machte und danach in die Trainingsräum ging um sich ein bisschen abzulenken. Dann traf er sich in der Cafeteria mit Carson und Rodney zu einem Lunch. Da er ja der Stellvertreter von Ani’a war musste er sich dann um die Aufgaben kümmern die sonst sie machte. Dazu gehörten auch einige organisatorische Probleme. Also mache er sich an die Arbeit. Aber immer wieder schweiften seine Gedanken ab zu Ani’a und irgendwann hielt er es nicht mehr aus und versuchte Kontakt mit ihr aufzunehmen. Es dauerte nicht lange bevor er sie spürte. „Sehnsucht?“ „Hört sich komisch an? Aber ja! Ich vermisse dich schon jetzt. Wie läuft es?“ „Gut, keine Probleme bis jetzt. Der Flug verläuft plangemäß und wir werden in etwa 3 Stunden ankommen. Askanios und ich haben uns entschieden das wir die Delegierten per Jumper an Bord holen. Er meint der Anblick der ATLANTICA würde ihnen etwas Respekt einflößen. Ich habe mich entschieden das wir es so machen.“ „Gute Idee! Ich drücke euch die Daumen das alles gut läuft – und das ihr bald wieder hier seid.“ „Wir werden uns bemühen, John. Was machen die Kinder?“ „Oh denen geht es gut! Ich werde versuchen solange du nicht da bist früher Schluss zu machen und mich mehr mit ihnen zu beschäftigen. Vielleicht habe ich ihnen ja schon ein paar neue Worte beigebracht wenn du wiederkommst.“ Ani’a lachte. „Vorsicht, du weißt sie schnappen alles auf. Ach ich vermisse sie auch. Aber ich denke es wird nur ein paar Tage dauern. Ich habe nicht vor diesen Besuch auf der Erde zu lange auszudehnen. Aber es ist schon wichtig dass wir alles klären! Auch für deine Leute auf Atlantis! Sie brauchen Sicherheit wie es weitergehen wird!“ „Ja, und ich verstehe es auch. Es war richtig dass du geflogen bist. Aber ich bin froh wenn ich die wieder in Sicherheit hier habe!“  „Ich bin auch froh wenn ich wieder bei euch bin. Läuft alles gut?“ „Ja alles in Ordnung. Wir bleiben in Kontakt, ich liebe dich!“ „Ich liebe dich auch!“

Wie er es Ani’a versprochen hatte machte John früher als gewöhnlich Schluss und begab sich zu den Kindern. Er spielte noch eine Weile dort mit ihnen und den anderen Kindern bevor er sie dann, nachdem sie gegessen hatten mit in ihr Apartment brachte wo sie schlafen sollten. Was nicht ganz so leicht war, denn sie spürten natürlich die Abwesenheit ihre Mutter. Aber dann schliefen sie doch. Und er setzte sich in den Wohnraum. Wieder schweiften seine Gedanken zu Ani’a aber er wollte sie jetzt nicht stören. Sie würden inzwischen angekommen sein. Da hatte sie sicher alle Hände voll zu tun. Seufzend stand er auf und trat auf den Balkon hoch über der Stadt hinaus. Der Anblick des klaren Sternenhimmels beeindruckte ihn immer wieder. „Mitte zwischen den Sternen! Unglaublich! Ja John, das hättest du dir in deinen kühnsten Träumen ich vorstellen können. Und nun bist du hier, weit weg von der Erde. Hast ein Leben das eigentlich nie dem entsprach was du dir so gedacht hast – und bist rundum glücklich! Ach ich wollte ihr könntet das alles noch sehen, Vater und Mutter. Ich wollte ich wäre früher auf dich zugegangen Dad. Wer weiß, vielleicht wäre dann alles anders gekommen. Aber immerhin hast du Ani’a noch kennengelernt und nun haben wir schon die Zwillinge. Ja, wir sind eine richtige Familie geworden. Und sie und die Kinder sind das Beste was mit je passiert ist. Ich hoffe dass es dir und Mutter gut geht da wo ihr seid. Nachdem was ich inzwischen alles weiß und erlebt habe glaube ich fest daran dass der körperliche Tod nicht das Ende ist.“ Er betrachtete den Sternenhimmel. Es gab ihm eine innere Ruhe.

     
Nachdem sie die Umlaufbahn der Erde erreicht hatten meldeten sie sich beim Stargate Kommando. General O’Neill war sofort erreichbar. „Willkommen Lady Ani’a, ich hoffe sie hatten einen guten Flug.“ „Oh ja, danke wir sind zufrieden. Es ist ein neues Schiff und alle müssen sich noch daran gewöhnen. Aber alle haben sich gut zu Recht gefunden.“ „Sie waren schnell hier, viele schneller als unsere Schiffe. Alle Achtung!“ Ani’a musste schmunzeln. „Ja das stimmt! Nun wir haben alles vorbereitet. Wenn es ihnen und den Delegierten recht ist dann werden wir sie mit den Jumpern abholen. Ist es bei der Zahl der Delegierten geblieben?“ „Ja, es sind 25 Personen inklusive des Präsidenten und dazu kommen noch General Landry und meine Wenigkeit. Ich hoffe das es für sie in Ordnung ist!“ „Ja darauf sind wir eingerichtet. Wie bereits verabredet werden wir sie von AREA 51 abholen!“ „Gut die Delegierten sind bereits dort angekommen, General Landry und ich werden uns jetzt auch dorthin begeben.“ „Ich denke das wird nicht nötig sein, wenn es für sie in Ordnung ist dann holen wir sie direkt mit dem Transporter an Bord. Dann können sie die Delegierte direkt hier empfangen wenn sie ankommen.“ „Einverstanden. Ich freu mich darauf sie wiederzusehen, Lady Ani’a.“ „Ich mich auch General O’Neill.“  Sie unterbrach die Verbindung und gab den Befehl an die Jumper weiter da sie die Delegierten abholen sollten. Dann begab sie sich direkt in den Transporterraum um die beiden Generäle selber zu begrüßen.

Sie trug wieder ihre weiße Kombi die sie von der Mannschaft unterschied. So erwartete sie nun im Transporterraum die beiden Generäle vom Stargate Kommando. Es dauerte nur ein paar Minuten bevor die beiden dann auf der Transporter Plattform erschienen. „Willkommen an Bord der ATLANTICA, sie sind unsere ersten Gäste. Bitte.“ Sie bedeutete den beiden dass sie die Plattform verlassen konnten. Und O’Neill und Landry traten auf sie zu. „Danke, Lady Ani’a. Das scheint ein beachtliches Schiff zu sein was sie da haben.“ Ani’a lächelte sie an. „Ja das ist richtig! Wir sind auch sehr stolz darauf. Es wird unser Flaggschiff sein und hoffentlich bald von weiteren ergänzt werden. Bitte folgen sie mir, ich werde sie zum Hangar bringen damit wir die Delegierten gemeinsam empfangen können, wenn sie ankommen mit den Jumpern.“ Sie nickte ihnen zu und verließ dann den Transporterraum. Durch die hellen Korridore führte sie sie dann zum Lift der sie hinunter zum Hangardeck brachte. Als die beiden das riesige Deck betraten blieben sie einen Moment stehen und schnappten nach Luft. „Oh WOW, da haben aber mächtig viele ihrer Jumper Platz.“ Ani’a lächelte und nickte. „Ja und auch die Jäger die zum Schiff gehören. Ich werde ihnen das alles noch später zeigen und erklären aber erst einmal sollten wir jetzt für die Delegierten sorgen. Meine Leute haben alles vorbereitet damit es ihnen an nichts fehlt.“              

Wenig später kamen auch schon die ersten Jumper auf dem Hangardeck an. Sie wurden entsprechend eingewiesen und landeten dann. Sie wurden von speziellen Besatzungsmitgliedern empfangen und dann weiter geführt. Ani’a und O’Neill und Landry begrüßten sie kurz. Nachdem dann alle Jumper gelandet und alle Delegiert an Bord waren begaben sich auch Ani’a und die beiden Generäle auf das Deck in dem der Konferenzraum eingerichtet worden war. Ani’a hatte wieder eine runde Anordnung der Plätze genommen, es sollte keiner bevorzugt werden.    


Die Delegierten waren von dem Anflug auf das Schiff schon sehr beeindruckt worden, doch als sie jetzt durch das Schiff zum Konferenzraum geführt wurden wurde das noch getoppt. Die Größe und die Ausstattung waren schon beachtlich. Die Schiffe die sie, wenn überhaupt, bisher kennen gelernt hatte waren er einfache gehalten und spartanisch. Dagegen war das hier der reinste Luxus. Dementsprechend beeindruckt waren sie auch als sie den Konferenzraum betraten. Die Offiziere führten sie sie zu ihren Plätzen. Eine leise Unruhe war zu spüren als sie ihre Plätze einnahmen und noch untereinander diskutierten. Der Raum gab den Blick durch große Fenster auf den Weltraum frei und auch über dem runden Tisch war einen gläserne Kuppel die die Sterne sehen ließ. Landry sah den Präsidenten an der gerade eben gekommen war. „Eine sehr gute Wahl des Raumes.“ Präsident Hayes nickte. „Ja das stimmt! Ich muss sagen das es eine kluge Entscheidung von ihr war das sie uns mit den Jumpern hergebracht hat und nicht einfach hinauf gebeamt hat. Der Anflug hatte schon etwas.“ Jack O’Neill lächelte schief. „Ja sie macht das sehr gut. Ich hoffe dass es auch hilft das wir uns einigen können. Wenn sie diese Föderation wirklich aufbauen kann dann kann es für uns nur zum Vorteil sein wenn wir uns daran beteiligen.“ Henry Hayes nickte ihm ernst zu. „Sie haben recht, Jack! Und ich denke wir sollten versuchen auch die anderen davon zu überzeugen. Wir haben genug Leute und sie hat die Möglichkeit sie auszubilden, wenn wir dann später auch davon profitieren können ist doch beiden Seiten geholfen.“ „Ja Mr. Präsident, ich hoffe das das auch den anderen klar wird.“

Ani’a hatte sich, nachdem alle delegierte angekommen waren, zurückgezogen und sich umgezogen. Als sie jetzt den Konferenzraum wieder betrat erstarben sofort alle Gespräche. Alle sahen sie wie gebannt an. Sie trug ein zweiteiliges Kleid das den Bauch freiließ in einem hellen blauen Ton, dazu einen weiten, weißen Umhang. Ihre langen Haare fielen, nur durch einen Art Diadem gehalten, offen auf ihre Schultern. Sie sah einfach umwerfend aus. Der Präsident flüsterte Jack O’Neill zu: “Diese Frau überrascht mich immer wieder. Einfach umwerfend!“ Jack konnte ihm nur zustimmen. Er schluckte als er zusah wie sie fast schwebend in den Raum kam und auf die Delegierten zuging. Hinter ihr kamen Askanios, Melia und Samantha Carter und den Abschluss bildeten Cameron Mitchell und Ronon Dex. Nachdem sie den Raum betreten hatten gingen sie zu ihren Plätzen. Mit einer Geste bat Ani’a ihre Gäste Platz zu nehmen. Sie selber blieb stehen und sah sich einmal in der Runde um. Es waren wirklich viele Nationen der Erde vertreten, ganz offenbar hatten inzwischen sehr viele Kenntnis von den Stargate Programmen bekommen und dem was damit im Zusammenhang stand.

„Ich heiße sie alle hier an Bord der ATLANTICA willkommen. Es ist mein erster offizieller Besuch hier auf der Erde! Und ich freue mich dass sie meiner Einladung gefolgt sind.“ Sie unterbrach sich kurz um alle anzusehen.  

„Ich gehe davon aus das sie informiert wurden das Atlantis wieder eine Stadt der Antiker ist, wie es immer gewesen ist und das wir im Begriff sind einen Föderation der vereinten Planeten der Pegasus Galaxie zu gründen. Wir wollen alle Völker der Galaxie zusammenführen und ihnen helfen sich weiter zu entwickeln. Was ja bisher kaum möglich war durch die ständige Gefahr der Wraith. Die verschiedenen Kulturen wurden gezwungen sich zu verstecken, konnten ihre Wissenschaften nicht wirklich weiter entwickeln weil sie sonst Gefahr liefen von den Wraith vernichtet zu werden. Das soll von nun an anders werden! Die Gefahr durch die Wraith und andere ist noch nicht vollkommen gebannt aber wir werden alles dafür tun was nötig ist um der Galaxie Frieden zu bringen! Das ist auch das Hauptziel der Föderation!“ Sie sah sich ganz bewusste um in dem Raum bevor sie fortfuhr.

„Alle menschlichen Völker, gleich in welcher Galaxie, sind die Kinder der Antiker! Und deshalb wollen wir auch freundschaftliche Beziehungen zu diesen Völkern haben und auch mit ihnen zusammenarbeiten. Was natürlich auch die Erde einschließt. Das ist einer der Gründe warum mein erster offizieller Besuch hierher geführt hat. Aber natürlich auch die Tatsache das sie es waren die die Stadt Atlantis wieder entdeckt haben. Sie hatten als erste Kontakt mit anderen Rassen, wie den Asgard, die sie ja nun zu ihren Erben gemacht haben. Es ist ein großer Schritt in die Zukunft gewesen und ich hoffe dass sie sich dessen bewusst sind welche Verantwortung nun bei ihnen liegt.“

Sie machte wieder eine kleine Pause. „Die alten Rassen verschwinden und neue kommen und übernehmen ihre Verantwortung. Nun liegt es an diesen neuen Rassen das Erbe weiter zu tragen – hinaus in das unendliche Universum. Die Antiker waren immer daran interessiert ihr Wissen und die Gene weiter zu geben. Auch sie tragen die Gene der Antiker in sich. Und nun ist die Zeit diese zu nutzen und sie weiter hinaus ins Universum zutragen. Doch dazu müssen unsere eigenen Welten sicher und stabil sein! Und genau das wollen wir mit unserer Föderation erreichen! Es wird noch eine große Aufgabe sein das zu erreichen und dann den Samen der Menschheit weiter hinaus zu tragen. Vielleicht kann das ja auch eine Anregung für sie und ihre Galaxie sein, doch was sie daraus machen ist ihre Entscheidung. Wir können ihnen nur unser Freundschaft und Zusammenarbeit anbieten!“                

Während auf der Erde die Konferenz begonnen hatte lief auf Atlantis alles im normalen Modus, so schien es zumindest. Denn ohne das es jemand sofort bemerkte kündigte sich etwas an das ganz gewiss nicht normal war.  John hatte zwei Teams eingeteilt die ganz normal auf eine Mission zur Erkundung neuer Gate Adressen gehen sollten. Sie wussten nicht viel über diese Planeten, nur dass es dort kleine Populationen von Menschen geben sollte. Auch Teyla wusste von diesen Völkern nichts und so hatte John sie gebeten mit zu gehen. Sie würde am einfachsten Kontakte bekommen zu ihnen. Und so machten sie sich auf den Weg.

Teyla und ihre Gruppe mit Major Lorne erreichten ein kleines Dorf das in der Nähe des Gates lag. Es sah alles sehr friedlich aus als sie das Dorf erreichten. „Hm, ähnlich wie auf vielen Planeten. Friedlich und etwa auf dem Stand des Mittelalters von der Entwicklung her.“ Meinte Evan Lorne als er sich umsah. „Ja, die meisten Kulturen sind auf diesem Stand. Dafür haben die Ausdünnungen der Wraith gesorgt. Immer wenn es einer Kultur zu gelingen schien sich weiter zu entwickeln dann haben sie zugeschlagen und sie stark dezimiert. Nur wenige Kulturen haben eine Strategie entwickelt wie sie ihr Wissen retten und weitertragen konnten um sich überhaupt zu entwickeln. Aber wie man ja sieht hat es auch sie erwischt. Ohne die Wraith gäbe es sehr viel mehr Kulturen hier die auf ihrem Stand wären.“ Sie gab ihm ein Zeichen ihr zu folgen. Sie wollte versuchen den Dorfvorstand zu finden. Vielleicht gab es ja etwas mit dem sie handeln konnte, was für Atlantis interessant war.“ Und so gingen sie weiter bis sie zu einer Art Marktplatz kamen. Hier waren viele Stände aufgebaut. Es gab Gemüse, Obst und auch Getreide und geschlachtete Tiere zu kaufen. Die Menschen sahen sie neugierig an. Teyla versuchte mit den Händlern zureden und es gelang ihr auch sie zu verstehen. „Sie haben gesagt wenn wir größer Mengen von Lebensmitteln brauchen sollen wir uns an den Dorf Vogt wenden. Er wohnt in dem Haus dort drüben. Sein Name ist Aras.“ „Na gut, dann versuchen wir doch mit ihm zu reden!“ Sie gingen zu dem Haus das man ihnen genannt hatte.

Aras war ein Mann mittleren Alters der sie nach anfänglicher Skepsis doch freundlich in sein Haus bat und ihnen auch Erfrischungen anbot. Nachdem sie ihm erzählten wonach sie suchten nickte er. „Oh ja – wenn ihr wollt dann werden wir euch gerne von unseren Erträgen etwas verkaufen. Wir hatten in diesem Jahr eine gute Ernte. Leider kamen vor einigen Wochen allerdings Wraith und haben einige unserer Leute entführt.“ Teyla horcht auf. „Entführt? Sie haben sich nicht an ihnen genährt?“ „Nein – sie haben sie zusammengetrieben als sie auf den Feldern gearbeitet haben und dann einfach mitgenommen. Sie sind verschwunden. Männer – Frauen und auch ein paar der größeren Kinder. Es herrscht große Trauer in unserer Gemeinschaft.“ Meinte er sehr niedergeschlagen. „Ist das schon mal vorgekommen?“ Aras schüttelte den Kopf. „Nein – bisher kannten wir es nur das sie sich nährten und dann auch einige mitnahmen. Doch sowas hatte sie bisher noch nie gemacht. Wisst ihr warum sie das tun?“ „Nein leider nicht! Wann war das genau?“ „Hm nun es war der letzte Tag des Vollmondes.“ Meinte er. „Wie viele waren es genau?“ Aras überlegte. „20!“ „Ein schlimmer Verlust, wir trauern mit euch. Ist vorher vielleicht etwas geschehen das ungewöhnlich war? Gab es andere Besucher vorher?“ Sie hatte einen Verdacht das Wraith Anbeter vorher hier gewesen waren. „Ja – jetzt wo du es sagst. Es waren Fremde die durch den Ring gekommen sind. Sie waren einige Tage hier bei uns und haben sich umgesehen und auch viele Fragen gestellt. So wie ihr jetzt! Wir haben sie freundlich aufgenommen. Als dann die Wraith kamen waren sie verschwunden.“

Teyla ließ sich die Fremden beschreiben. Demnach waren es drei gewesen. Der Beschreibung nach hätten es Sateder sein können. „Als die Wraith kamen, wie sind eure Leute verschwunden? Wisst ihr das?“ „Oh ja es war unheimlich. Sie waren auf dem Feld um die Ernte einzubringen als plötzlich etwas am Himmel erschien. Es war sehr schnell und ein fruchtbares Geräusch war zu hören. Und als das Ding über ihnen war verschwanden sie einfach. Danach war wieder alles wie vorher. Nur das unsere Leute nicht mehr da waren. Nichts ist von ihnen zurück geblieben.“ Teyla sah Lorne an. „Jäger, haben sie eingesammelt. Und ich wette diese drei Unbekannten haben vorher alles genau observiert. Das sieht nach einer gezielten Aktion aus.“ Lorne ahnte was sie meinte. Sie bedankten sich bei Aras und verließen dann das Dorf wieder um nach Atlantis zurück zu kehren.

„Ich bin mir ziemlich sicher dass dieser Michael dahinter steckt! Er brauchte wahrscheinlich Nachschub für seine Forschung und hat gezielt danach gesucht. Die ganze Aktion sieht danach aus.“ Meinte Teyla später als sie zusammen mit John den Einsatz besprachen. John sah sie an. „Ja ich denke du hast recht, Teyla. Sieht ganz danach aus. Und diese drei Fremden, von denen du meinst dass es vielleicht Sateder waren, könnten seine Spione sein. Wer weiß wie viel Menschen er sich auf diese Weise schon geholt hat. Bei deinem Volk hat er es ja ähnlich gemacht. Leider haben wir keine Ahnung wo er steckt!“ „Nun man müsste versuchen diese Sateder zu finden. Wo sie sind ist er wahrscheinlich nicht weit. Und sie fallen doch auf!“ John nickte. „Ja, schade das Ronon nicht hier ist, er könnte vielleicht sogar wissen um wen es sich handelt. Jedenfalls sollten wir unser Augen und Ohren offen halten und jedem Hinweis nachgehen.“ Teyla gab ihm recht. Sie war wild entschlossen diesen Michael zu finden, schon alleine weil er sie und ihr Volk entführt hatte und weil bei ihrer Befreiung Kanaan umgekommen war. Sie hatte also noch eine Rechnung mit ihm zu begleichen! John sah ihr das an. „Vorsicht Teyla – keine Rachegedanken!“ Sie sah ihn an. „John, tut mir leid aber dieser Michael muss gestoppt werden! Wir können doch nicht zulassen dass er immer wieder Menschen für seine furchtbaren Versuche entführt. Wer weiß welche Monster er erschafft!“ „Ja da hast du recht, aber wir sollten versuchen unsere Gefühle da raus zu lassen. Wir werden alles versuchen um ihn zu stoppen! Aber ohne Rache!“ Sie senkte den Blick, sie wusste dass er recht hatte. „Ja schon gut! Aber ich werde mit Halling sprechen und ihn fragen ob er noch was weiß.“ „Gut mach das! Und wir werden unsere Handelspartner informieren. Vielleicht bekommen wir so Hinweise. Und wenn wir einen konkreten Anhaltspunkt haben dann werden wir zuschlagen!“

Nachdem Teyla gegangen war meinte Major Lorne. „Ich fürchte sie wird sich nicht unbedingt daran halten. Sie hasst diesen Kerl, seit er Kanaan umgebracht hat. Und ich kann sie gut verstehen.“ „Ja das kann ich auch Evan, aber sie macht sich damit nicht nur angreifbar sondern auch blind.  Früher habe ich auch mal geglaubt das man Hass gut als Antrieb nutzen kann aber Ani’a hat mich besseres gelehrt. Wir müssen bei allem was wir tun einen klaren Kopf bewahren. Als versuchen wir an Informationen zu kommen.“ Lorne nickte. „Schon Nachrichten von der Erde bekommen?“ „Nein noch nicht, ich denke sie werden in der Konferenz sein. Ich kann nur hoffen dass die Delegierten aufgeschlossen sind. Von einer guten Zusammenarbeit können alle nur profitieren.“ Evan sah ihn fragend an. „Glauben sie dass die Erde uns abziehen könnte? Es würde doch nichts bringen.“ „Nein bringen würde es nichts –aber sie könnten meinen das es ihnen auch nichts bringe und das sie uns nicht unnötig bezahlen wollen.“ „Hm daran hatte ich noch nicht gedacht. Sie haben recht. So manch einer könnte sich fragen was aus seinem Sold oder Gehalt wird wenn die Erde sich zurückzieht.“ John nickte. „Darüber haben wir auch schon nachgedacht. Für diejenigen die bei uns bleiben wollen würde in jedem Fall gesorgt sein. Wie es aber mit denen ist, die irgendwann doch zurück auf die Erde wollen, muss das mit der Erde geklärt werden. Aber keine Angst, Ani’a wird niemanden im Stich lassen. Wie gesagt wir haben schon darüber nachgedacht.“ Lorne grinste. „Daran zweifelt hier glaube ich keiner!  Hört sich jetzt vielleicht blöd an – aber sehr viele denken so dass sie für uns inzwischen sowas wie eine Regierungschefin oder Königin ist! Immerhin ist sie es die alles zusammenhält und immer für uns da ist!“ John sah ihn einen Augenblick erstaunt an. „Oh das wusste ich nicht! Aber ich denke es würde sie freuen das zu hören.“

Er dachte noch lange über das nach was Lorne ihm gesagt hatte. Und er fand es gut dass die Menschen hier auf Atlantis so dachten. Dann machte er sich wieder an die Arbeit. Am späten Nachmittag gab es dann noch einen routinemäßigen Kontakt mit der Erde. Von Ani’a hatte er noch nichts gehört. „Die Konferenz an Bord des Schiffes läuft noch!“ Teilte man ihm mit. Er bedankte sich und verließ dann auch sein Büro. Er schaute noch bei Carson und seiner Forschungsgruppe vorbei. „Na wie sieht es aus?“ „Wir stecken im Moment fest. Das Ganze ist wie ein verdammt großes Puzzlespiel das wir noch nicht zusammensetzen können. Wenn wir nur mehr über diese Versuche von diesem Michael wüssten.“ „Na ja vielleicht kommen wir ihm bald auf die Spur. Wir sind dran!“ Meinte John. Er hoffte es selber sehr.                            

Die Konferenz wurde am Abend unterbrochen und nachdem sich die Delegierten etwas ausgeruht hatten traf man sich zu einem Dinner an Bord wieder. Auch Ani’a hatte sich etwas zurückgezogen, sie wollte mit John sprechen und ihm mitteilen was sich an diesem Tag ereignet hatte und sie wollte sich auch noch umziehen. Für den Abend hatte sie sich ein eher irdisches Kleid ausgesucht, viel weniger zeremoniell als ihre anderen. Es war in einem auffanden Rot Ton und sehr sexy, zumindest hatte John das gesagt als sie es ihm gezeigt hatte. Die Haare hatte sie sich hochgesteckt. „Du siehst bezaubernd aus, Liebes. Geht es dir gut?“ „Ja es geht mir gut, John. Und ich bin erstaunt wie zugänglich die Delegierten sind. Dafür dass für sie alles vollkommen neu ist sind sie sehr aufgeschlossen. Soweit ich das heraushören konnte stehen sie einer Beziehung mit der Föderation positiv gegenüber. Natürlich muss das noch genau verhandelt werden so wie vieles andere auch, aber ich denke das werden wir schon schaffen.“ „Das hört sich sehr gut an. Aber bitte denke auch daran das du dich nicht zu sehr auspowerst.  Du bist zwar eine Super Frau aber auch nicht SUPERGIRL.“ „Wer ist denn das?“ John lachte und erklärte es ihr. „Oh – darauf stehst du also. Na da muss ich wohl noch üben. Aber ich werde mal darüber nachdenken.“ Beide lachten. „Was machen unsere Zwillinge?“ „Na ja sie vermissen dich, aber ich versuche mich so viel wie möglich mit ihnen zu beschäftigen.“ „Ich vermisse sie auch. Und ich kann noch nicht sagen wie lange es dauern wird. Wir haben jetzt das Dinner und Morgen geht es weiter mit den Beratungen. Ich denke einige Tage wird es noch dauern. Doch allzu langer werde ich es nicht ausdehnen.“ „Hetz dich nicht! Nimm dir die Zeit die du brauchst um mit ihnen alles zu klären. Je besser die Verbindungen sind, desto ruhiger können wir hier arbeiten. Und hier steht uns ja auch noch eine Menge Arbeit bevor.“ „Ja das ist richtig, John. Und es wäre gut wenn wir die Erde an unserer Seite wüssten.“ „Genau das möchte ich ja. Und so schlecht sieht es nicht aus. Entschuldige John aber ich muss jetzt zum Dinner, ich liebe dich. Gib den Kindern einen Kuss von mir. Wir sprechen uns Morgen wieder.“ „Ich liebe dich auch! Achte auf dich!“ „Ja das mache ich!“

Es fiel ihr schwer sich loszureißen und dann zu dem Dinner zu gehen, aber sie wusste dass sie es den Delegierten schuldig war. Und so verließ sie ihre Kabine und machte sich zusammen mit Cameron und Samantha auf den Weg. Ronon hatte gebeten im Hintergrund bleiben zu dürfen, für ihn waren solche Empfänge nichts. Aber er würde da sein wenn er gebraucht wurde. Das wusste Ani’a sehr wohl. Sie schätzte ihn sehr und fühlte sich in seiner Gegenward auch sicher, das war auch einer der Gründe warum sie sofort zugestimmt hatte als John sie gebeten hatte ihn mitzunehmen wenn er schon nicht bei ihr sein konnte. Und um nicht so aufzufallen hatte er sogar zugestimmt einen ganz normalen Anzug zu tragen.



                 

Als Ani’a und ihre Begleiter den Raum betraten waren die Delegierten schon versammelt. Als sie bemerkt wurde kehrte Stille ein und alle sahen sie bewundernd an. General O’Neill trat vor und bot ihr seinen Arm. „Danke General O’Neill!“ Meinte sie und nickte ihm zu während General Landry den Arm von Samantha Carter nahm die ebenfalls im Abendkleid erschienen war. Sie hatte ganz bewusst auf die Uniform der Air Force verzichtet. Damit wollte sie deutlich machen dass sie sich für Atlantis entschieden hatte.  Der Raum war festlich geschmückt und mit runden Tischen versehen. An der Stirnseite des Raumes stand ein Ovaler Tisch zu diesem führten die Herren die Damen und schoben ihnen die Stühle zu Recht dann nahmen sie mit ihnen Platz. Ani‘a saß neben dem US Präsidenten. Nun setzte sich auch die anderen Teilnehmer und alle sahen erwartungsvoll zu Ani’a hinüber. Doch sie nickte Askanios zu der mit an dem Tisch saß. Und so erhob er sich.

„Sehr geehrte Delegiert der Erde, liebe Gäste hier an Bord der ATLANTICA. Im Namen von Lady Ani’a möchte ich sie begrüßen. Es ist uns eine große Ehre sie heute an Bord zu haben und mit ihnen eine Übereinkunft zu besprechen die zwischen der Erde und der Pegasus Föderation gute und freundschaftliche Beziehungen begründen soll. Als Moros und der Rat von Atlantis beschlossen das nicht alle die Stadt verlassen sollten haben wir nicht erwarte das so etwas geschehen könnte. Und nun sind wir hier und stehen als Erben einer großen Kultur hier zusammen. Lassen sie uns zusammenarbeiten und diese Kultur, die ja auch ein Teil der ihren ist gemeinsam weiter tragen. Hinaus ins Universum!“  Er hob das Glas und alle taten es ihm nach.

John war erstaunt als sich schon am nächsten Tag einer der Kontaktleute meldete die sie auf den Planeten hatten mit denen sie in Kontakt standen. Sie hatten an den Alpha Standort eine Meldung geschickt dass die drei gesuchten Wraith Anbeter gesehen worden waren. Und zwar auf einem Planeten der etwa auf dem gleichen Entwicklungsstand war wie der von dem die Menschen entführt worden waren. „Wir müssen schnell handeln, John! Sonst sind sie wieder verschwunden. Lange werden sie nicht an einem Ort bleiben. Schon gar nicht sobald dort Menschen verschwinden.“ Teyla war aufgeregt. „Immer langsam, wir wollen doch auch nicht in eine Falle laufen. Wie zuverlässig ist der Kontaktmann?“ „Vollkommen! Wir haben schon lange bevor Atlantis aufgetaucht ist mit ihnen Handel getrieben. Ich vertraue ihm!“ „Ok, dann werden wir dorthin gehen und uns umsehen. Könnte es sein das dieser Michael dort eine Anlage hat?“ Teyla überlegte nur einen Moment und schüttelte dann den Kopf. „Nein das kann ich mir nicht vorstellen. Das würde dort sofort auffallen. Nein, ich denke eher das Michael sich von dir Menschen holen will.“  „OK, dann stellen wir mal eine Gruppe zusammen und machen uns auf den Weg.“  



Sie waren schon 1 Stunde später mit dem Jumper durch das Gate geflogen und auf dem Planeten gelandet von dem sie die Information bekommen hatten. Da sie nicht auffallen wollten ließen sie den getarnten Jumper unweit des Dorfes stehen und machten sich auf den Weg. Neben John und Teyla waren noch Major Ann Teldy, Captain Alicia Vega und Sgt. Dusty Mehra dabei. John kannte die drei ja schon von einem anderen Einsatz und wusste dass man sich auf sie verlassen konnte. Ihr Kontaktmann hatte sie schon erwartet. „Sie sind noch im Dorf, ich habe sie vor einer Stunde noch in der Taverne gesehen. Kommt ich führe euch hin.“ John nickte. „Sgt. Mehra, sie gehen zum Jumper zurück und warten dort. Die anderen komme mit!“ Es gab keine Diskusionen. Irgendwie hatte John ein komisches Gefühl und umso aufmerksamer war er. Ihm entging nichts als sie durch das Dorf gingen um zu der Taverne zu kommen. Doch so sehr er auch beobachtete, ihm fiel nichts Ungewohntes auf. Und dann hielt er sich schon selber für paranoide.

Als sie die Taverne betraten sahen sie die drei Personen sofort, sie saßen an einem Tisch alleine in einer dunklen Ecke und hatten große Bierkrüge vor sich. Es waren zwei Männer und eine Frau, die tatsächlich wie Sateder aussahen und gekleidet waren. „Sind sie diese Leute schon mal irgendwo begegnet Teyla?“ „Nein die habe ich noch nie gesehen. Jedenfalls waren sie nicht auf Athos und auch nicht auf den Welten die wir besucht haben um Handel zu treiben. Aber wenn ich mir die Kleidung und die Waffen so ansehe dann könnten sie Sateder sein.  Ronon würde es genau wissen. Schade dass er nicht hier ist. Setzten wir uns doch an einen der anderen Tische und beobachten wie sie reagieren.“ „Gute Idee Teyla.“ Er suchte einen der Tische aus von dem sie die drei beobachten konnten ohne besonders aufzufallen. Nachdem sie Platz genommen hatten kam der Wird zu ihnen und Teyla bestellte ebenfalls Bier. Die drei nahmen scheinbar keine Notiz von ihnen und genau das machte John stutzig. Wenn sie tatsächlich Wraith Anbeter waren dann musste sie wissen wer da gerade gekommen war. Doch sie taten so als könnte sie kein Wässerchen trüben. Was hatte sie vor? Sie wären doch nicht so ruhig wenn dieser Michael in der Nähe war um neue Menschen zu entführen. Oder? Dachte er falsch?“  Teyla wurde auch von Minute zu Minute unruhiger. „Ruhig bleiben. Wir warten was sie machen!“ Flüsterte er ihr zu.

Die drei tranken ganz in Ruhe ihren Krug Bier aus und zahlten dann ihre Zech. Dann erhoben sie sich und verließen ganz ruhig die Taverne. „Ok, dann schauen wir doch mal wohin sie wollen. Aber Vorsicht, sie sollten nicht sofort bemerken das wir sie verfolgen.“ Meinte John und wartete noch einen Moment bevor sie ihnen folgten. Für einen Moment glaube er schon sie verloren zu haben, sah sie aber dann doch im die nächste Ecke gehen. Und sie folgten ihnen. „Sieht so aus als ob sie zum Gate wollten.“ Meinte Major Teldy. „Hm. Folgen wir ihnen.“ Da die drei ein gutes Tempo vorlegten mussten sie sich sputen um sie nicht aus den Augen zu verlieren. John wurde immer nervöser und sein Magen krampfte sich zusammen, was nie ein gutes Zeichen war. Er war schon kurz davor die ganze Sache abzublasen als sie bemerkten dass die drei stehen geblieben waren. Hatten sie bemerkt dass sie verfolgt wurden? Er sah sich schnell um. „Los – rein in die Büsche, sie haben uns bemerkt.“ Die anderen reagierten sofort. Und auch er suchte nach einem Versteck. Doch sie befanden sich auf einer größeren Lichtung. „Eine Falle!“ Konnte er gerade noch rufen als er auch schon den Jäger hörte. Die anderen waren nach links gelaufen während er auf der rechten Seite war. Und dann war der Jäger auch schon da. John versuchte noch sich mit einem Sprung zur Seite zu retten doch es war zu spät. Er wurde von dem Beamstrahl erwischt und verschwand vor den Augen der anderen. Teyla schrie entsetzt auf. Doch es war zu spät. John war verschwunden. Und auch die drei waren nicht mehr zu sehen.  „Schnell zurück zum Jumper, vielleicht können wir ihm noch folgen.“ Rief Teldy.

Sie erreichten den Jumper kein 5 Minuten später und stürmten hinein. Teldy, die auch das Antiker Gen hatte, setzte sich auf den Pilotenplatz und startete den Jumper. „Jäger sind nie alleine, es muss ein Basisschiff in der Umlaufbahn oder der Nähe sein. Wenn wir es schaffen es zu erreichen können wir vielleicht mit ihnen springen. Dann haben wir noch eine Chance ihn zurück zu holen.“ Meinte Teyla. John hatte das schon ein oder zweimal gemacht. Doch der Jäger war schneller als der Jumper und als sie die Umlaufbahn erreichten sahen sie das basisschiff nur noch im Hyperraum verschwinden. „Verdammt!“ Fluchte Teldy. Alle waren wir vor den Kopf geschlagen. Teyla war kreidebleich. „Oh nein, das darf doch nicht wahr sein. Wie soll ich das Ani’a erklären?“ Teldy sah sie an. „Wenn sie mich fragen war das von Anfang an geplant! Die wollten ihn in eine Falle locken! Sie wollten ihn alleine haben!“

Sie kehrten bedrückt und ziemlich sauer auf sich selber zurück nach Atlantis. Major Lorne sah sie an als sie ohne John zurück kamen. „Das kann doch nicht wahr sein! Sie wurden in eine Falle gelockt. Und nun ist John in der Hand dieses Michael.“ „Ja und wir haben keine Ahnung wo wir den finden können.“ Meinte Teldy. „Die einzigen die uns das sagen könnten sind dann wohl diese drei Sateder?“ „Hm wahrscheinlich, aber sicher können wir da auch nicht sein. Und er fragt sich auch wo sie jetzt sind. Wir müssen all unser Kontakte heiß laufen lassen um sie zu finden.“ Teyla schüttelte den Kopf. „Die wissen sehr genau dass wir sie suchen und werden sich bedeckt halten. Es ist meine Schuld!“ Sie war komplett niedergeschlagen. Sie musste an die Zwillinge denken die jetzt ganz alleine waren. „Wir werden alles tun um ihn da raus zu holen!“ Teldy sah ihn an. „Was glauben sie hat dieser Typ mit ihm vor?“ „Na ja wenn es nur darum gegangen wäre ihn umzubringen hätte er es einfacher haben können. Aber ich kann mir nicht vorstellen was er mit ihm anstellt. Und um ehrlich zu sein – ich möchte es mir auch nicht vorstellen!“  


Als John langsam wieder zu sich kam fand er sich gefesselt auf einem Stuhl in einem leeren Raum wieder. Sein Schädel brummte und er hatte Mühe seine Augen auf zu halten. Wie viel Zeit vergangen war konnte er nicht sagen. Obwohl ihm klar war das es nichts nützen würde rüttelte er doch probeweise an den Fesseln, nein sie waren zu fest. Da war nichts zu machen. Dann sah er sich um. Befand er sich auf einem Schiff oder in irgendeinem Gebäude? Auf den ersten Blick konnte er es nicht feststellen. Langsam kam die Erinnerung zu rück was gewesen war. Und ihm wurde klar dass sie in eine Falle gelaufen waren. Wo waren die Anderen? Wurden sie auch hier gefangen gehalten? Er war wütend auf sich selber das er nicht besser aufgepasst hatte und in diese Falle gegangen war. Er spürte dass er noch ziemlich mitgenommen war und so beschloss er erst einmal zu versuchen wieder einen klaren Kopf zu bekommen und schloss die Augen. Er fiel in einen leichten Schlaf.

Als er Geräusche hörte war er wieder wach. Ein Wraith, ganz offensichtlich einer von seinen Hybriden, betrat den Raum und fixierte ihn. John hielt den Blick. „Na und jetzt?“ Der Wraith knurrte nur und machte sich daran seine Fesseln zu lösen. John versuchte ihn zu überwältigen, doch der Wraith war auf der Hut und so brachte es ihm nur einen harten Schlag in die Magengegend ein. Dann wurde er aus dem Raum gezerrte. Dabei allerdings konnte er feststellen dass er sich nicht in einem Raumschiff befand. Es musste eine größere Anlage sein, vielleicht auf deinem verlassenen Planeten. Wahrscheinlich ein Planet den sie zerstört hatten. Der Wraith zerrte ihn durch eine halb verfallene Halle zu einigen noch halbwegs intakten Räumen. Dort stand er dann plötzlich vor Michael! Er musste es wohl sein, denn auch er war nicht mehr das was man als einen Wraith bezeichnete. Er sah schon mehr einem Menschen ähnlicher – wenn auch seine Gesichtsfarbe noch sehr stark an Wraith erinnerte. „Willkommen John Sheppard! Ich hoffe sie fühlen sich wohl?“  „Sehr witzig! Was soll das? Was wollen sie von mir?“ Der Wraith, der sich selber Michael nannte, lachte. Auch seine Stimme war mehr menschlich als Wraith. „Aber aber, tun sie doch nicht so als ob sie naiv wären. Sie wissen genau was ich von ihnen will! Informationen!“ John versuchte es mit Sarkasmus. „Ja sorry, damit kann ich nicht dienen, das Gen habe ich nicht!“ Zu seiner Überraschung lachte der Wraith Hybrid. „Humor, wirklich gut Sheppard. Ich werde auch das meinen Kindern hinzufügen. Wie sie ja sehen können bin ich schon sehr weit gekommen. Aber noch bin ich nicht zufrieden. Und sie können mir helfen das meine Kinder perfekter werden.“ „Ich werde einen Teufel tun und ihnen helfen! Und das wissen sie auch genau! Also was wollen sie machen? Mich umbringen? Ok ich kann es nicht ändern aber Informationen bekommen sie von mir nicht!“ Michael trat ganz dicht an ihn heran. „Sie werden mir helfe, ob sie wollen oder nicht.“ „Oh nein! Meine Leute werden nach mir suchen und wenn sie mich gefunden haben werden sie alles hier in Schutt und Asche legen und sie gleich dazu!“  

Wieder lachte Michael laut auf. „Ihr Humor ist wirklich umwerfend – aber er bringt sie auch nicht weiter. Sie werden mir die Informationen geben die ich noch brauche.“ Er hob seine linke Hand so als wollte er sich nähren. John zuckte instinktiv zurück. Doch dann öffnete Michael die Hand und John konnte sehen dass sie glatt war. Da war nichts mehr womit er sich hätte nähren können. „Aha – das überrascht sie nun doch! Ja soweit bin ich schon. Meine Kinder müssen sich nicht mehr nähren. Interessant? Und denken sie einmal nach, das könnte doch für sie und die anderen Menschen gut sein.“ John war auf der Hut. „Aber das machen sie nicht nur weil sie Menschen so lieben und sie schonen wollen. Da steckt doch etwas ganz anderes dahinter.“  „Sie sind ein kluger Mann, Sheppard. Ja meine Ziele sind etwas anders. Aber lassen wir das erst einmal. Im Moment will ich nur Informationen von ihnen. Wenn sie sie mir freiwillig geben wird es weniger schmerzhaft als wenn ich sie mir anders holen muss. Also entscheiden sie sich!“ John straffte sich. „Fahrt zu Hölle – von mir erfahren sie nichts!“  



Auf Atlantis herrschte eine sehr bedrückte Stimmung seit man wusste dass John vermisst wurde. Jeder machte sich Sorgen u um ihn. Und es war Teyla die Ani’a berichten musste was geschehen war. „Oh nein, wie konnte das passieren? Ich habe ihm doch gesagt er soll auf sich aufpassen.“ „Es war meine Schuld, Ani’a. Ich hätte wissen müssen dass es eine Falle ist. Aber es ging alles so schnell.“  „Es ist geschehen, aber ihr müsst ihn finden! Wenn tatsächlich dieser Wissenschaftler dahinter steckt dann ist er in großer Gefahr.“ „Ja, wir tun alles was in unseren Möglichkeiten steht um ihn zu finden.“ „Wie lange ist er jetzt verschwunden?“ „Etwa 8 Stunden. Ani’a wir tun alles um ihn zu finden.“ „Ja das weiß ich, Teyla und ich gebe dir keine Schuld. John hätte vorsichtiger sein müssen. Ich kann nur hoffen dass ihr ihn schnell findet. Ich kann jetzt hier nicht weg. Die Konferenz läuft gut und wir sind dabei eine Vereinbarung zu treffen da kann ich nicht unterbrechen. Obwohl ich nicht weiß ob ich mich noch richtig konzentrieren kann. Aber ich muss es einfach es steht zu viel auf dem Spiel. Doch ich werde so schnell wie möglich wieder nach Atlantis kommen!“ „Wir finden ihn und bringen ihn zurück! Ich schwöre es dir!“ Ani’a sah sie an. Ihre Augen waren traurig und sie machte sich große Sorgen um John. „Ich hoffe es! Bitte haltet mich auf dem Laufenden! Immer!“ „Ja sicher!“

Cameron Mitchell und Sam bemerkten sofort dass etwas nicht stimmte und als sie hörten was passiert war erschraken sie. „Verdammt das hätte nicht passieren dürfen. Wenn dieser verrückte Wraith Wissenschaftler ihn wirklich hat dann geht es ihm bestimmt nicht gut.“ „Er wird Informationen über Atlantis und unsere Forschung haben wollen. Aber die wird er von John nicht bekommen! Er hat gelernt wie er sie verbergen kann. Es ist nur die Frage was er ihm antut um an sie zu kommen. Und wie lange er sich damit aufhalten wird. Wenn er merkt das er nicht das bekommt was er will wird John für ihn unwichtig!“ „Dann müssen wir sofort zurück um ihn zu befreien. Du kannst ihn doch mit eurer geistigen Verbindung erreichen und feststellen wo er ist.“ Ani’a sah Sam an und schüttelte den Kopf. „Nicht wenn er sich abschirmt um seine Gedanken zu blockieren. Und genau das wird er tun damit dieser Michael nicht an die Informationen kommt. Ich könnte ihn so auch nicht finden! Nein, wir müssen das hier zu Ende bringen, so hart das für mich auch ist.“ Meinte sie niedergeschlagen. Sam nahm ihre Hand. „Sie werden tun was sie können und alles daransetzten das sie ihn da raus holen!“
„Ja das weiß ich! Aber wir können eins tun – Ronon würdest du zurück gehen und helfen ihn zu befreien?“ „Ja sicher! Ich gehe sofort durch das Gate zurück nach Atlantis!“ „Danke, das beruhigt mich etwas.“ Und so wurden Ronon noch in der gleichen Stunde durch das Gate zurückgeschickt.  

Noch bevor er zurückgekehrt war von der Erde geschah etwas mit dem niemand gerechnet hatte. Das Gate wurde aktiviert und als der Code durchgegeben wurde waren alle überrascht, es war der von John. Lorne befahl das Schild zu deaktivieren, ließ allerdings Sicherheitspersonal in den Gateraum kommen. Als dann tatsächlich John durch das Gate kam waren alle erleichtert. „Oh mein Gott Colonel Sheppard, sind wir froh sie zu sehen. Ist alles in Ordnung, wie konnten sie entkommen?“ Der Mann der durch das Gate gekommen war sah sie an und grinste. „Immer langsam, mir geht’s nicht so gut.“ Carson Beckett wurde verständigt und kam auch sofort. „John – oh man bin ich froh das sie entkommen konnten. Geht es ihnen gut? Sind sie gefoltert worden?“ Lorne hob die Hand. „John sie gehen jetzt erst mal mit Carson und lassen sich untersuchen! Sie kennen die Prozedur ja. Und wenn alles Ok ist dann werden wir reden!“ Er wollte noch etwas sagen aber Teyla hielt ihn zurück, sie hatte plötzlich ein ganz ungutes Gefühl. Und so ging der Mann der aussah wie John erst einmal mit Carson Beckett.

„Was ist los Teyla?“ „Ich habe kein gutes Gefühl, Major Lorne. Da stimmt was nicht! Ich bin mir nicht sicher ob das wirklich John ist!“ Lorne sah sie erstaunt. „Wie kommen sie darauf, das ist doch John Sheppard!“ „Er sieht aus wie John, ja. Aber ich fühle dass etwas nicht stimmt. Haben sie seine Augen gesehen? Er hat zwar gegrinst aber die Augen waren seltsam kalt und unbeweglich. Und er hat sich umgesehen so als wäre er das erste Mal hier im Gate Raum. Und noch etwas, John hätte sofort gefragt ob wir Ani’a schon informiert haben. Er würde sofort mit ihr sprechen wollen, sie sehen wollen!“  „Ja, aber er weiß doch das sie nicht da ist!“ „Ja aber er hätte auch sofort Kontakt mit ihr aufgenommen, was aber scheinbar nicht der Fall ist!“ Jetzt sah auch Lorne nachdenklich aus. „Hm, sie haben recht. Ok, warten wir ab was Beckett uns sagt.“ „Ja!“

Carson Beckett untersuchte „John Sheppard“ in der Krankenstation genau. Doch irgendwie hatte er auch ein komisches Gefühl. Was genau es war konnte er nicht sagen aber er hatte das Gefühl das dieser Mann nicht der John Sheppard war den er kannte. Vor allem als er ihn fragte warum „seine Frau“ nicht kommen würde. Ob sie nicht wüsste dass er da wäre? Was ihn allerdings noch stutziger machte war das er mit keinem Wort die Zwillinge erwähnte, so als wüsste er nichts von ihnen. Nachdem die Untersuchungen beendet waren kamen auch schon Lorne und Teyla. „Und wie sieht es aus? Ist alles in Ordnung mit ihm?“ Carson sah ihn an etwas unsicher an. „Körperlich scheint er in Ordnung zu sein, Ich habe auch keine größeren Verletzungen entdecken können. Und Naniten hat er auch nicht im Körper. Er ist also kein Replikant!“ Teyla sah ihn an. „Aber?“ „Na ja ich weiß es auch nicht aber mir ist schon einiges komisch vorgekommen.“ Carson wand sich ein bisschen. „Nun, er hat gefragt ob „seine Frau“ nicht informiert worden sei das er zurückgekommen ist. Wo sie denn bliebe!“ Teyla sah Lorne an. „Und weiter?“ „Er hat mit keinem Wort nach den Zwillingen gefragt. So als wüsste er nichts von ihnen!“ Jetzt sah ihn auch Lorne erstaunt an. „Das kann nicht sein! Hat er vielleicht einen Black out? Gedächtnisverlust?“ „Es gibt keine Verletzungen die darauf hinweisen könnten. Und wieso hat er dann nur das vergessen?“ „Was glauben sie Dr. Beckett?“ Wollte Teyla wissen. „Na ja – ich dachte daran das es vielleicht ein Klon ist. Die Technik haben die Wraith ja, auch wenn sie bisher, nach unserem Wissen, nur ihre eigenen Leute geklont haben.“ Lorne sah ihn erstaunt an. „Wie sollten sie so schnell einen Klon machen können? Er war gerade male einige Stunden in seiner Hand.“ „Nun ja – es könnte ja sein das sie schon vorher einmal an sein genetisches Material gekommen sind. Aber es würde dann erklären warum er einige Dinge nicht weiß.“ Alle sahen sich an. Was war wenn das stimmte? Wo war dann John und wie ging es ihm? Lebte er vielleicht nicht mehr?

„Er muss in Quarantäne bleiben bis wir mehr wissen!“ Entschied Lorne. Und alle stimmten ihm zu. „Ja aber er darf nicht wissen was wir vermuten. Wenn er tatsächlich ein Klon ist dann kann es sein das dieser Michael in Kontakt zu ihm steht und wenn er bemerkt das wir sein Spiel durchschaut haben dann bringt er den echten John vielleicht um bevor wir eine Chance haben ihn zu finden.“ Carson nickte. „Ich werde ihm sagen dass wir etwas in seinem Blut gefunden haben den wir noch untersuchen müssen und dass er deshalb in Quarantäne bleiben muss bis das geklärt ist.“ „Und was erzählen wir ihm warum Ani’a nicht da ist?“ Teyla sah Lorne an. „Na ja – wir sagen das sie auf Testflug ist und wir sie informiert haben das er wieder da ist. Sollte er sie wirklich sprechen wollen dann können wir sie immer noch rufen. Dann sollte sie entscheiden was sie tun will.“ „Ja das ist gut!“ „Ok dann bleibt er erst mal unter Kontrolle. Und sie versuchen festzustellen ob er wirklich ein Klon ist. Und wir werden uns jetzt mit Ani’a in Verbindung setzten. Vielleicht kann sie uns ja helfen.“ Er wollte gerade noch etwas sagen als er die Nachricht bekam das Ronon gerade eingetroffen war.

Ronon hörte sich an was geschehen war und dann meinte Ronon zu Teyla: „Du hast das Gefühl das es nicht John ist?“ „Ja! Schon vom ersten Moment an. Ich weiß auch nicht genau warum aber es ist so!“ „Du bist dir also sicher!“ „Ja!“ Er nickte. „Gut, Wie finden wir heraus ob er ein Klon ist?“ Er sah Beckett an. „Nun ja, das kann man schon herausfinden. Aber es ist etwas kompliziert und wird einige Stunden dauern. Was wenn er Verdacht schöpft? Ich mache mir Sorgen um den echten John!“ Ronon sah ihn an. „Woher wollen wir wissen dass er noch lebt?“ Er sprach das aus was die anderen auch schon gedacht hatten aber nicht wagen auszusprechen. „Nun das wissen wir nicht – aber wir sollten davon ausgehen und alles versuchen um ihn zu retten!“ Meinte Lorne. „Ani’a müsste es wissen – sie sind verbunden. Wenn er Tod wäre dann müsste sie es gespürt haben!“ Ronon sah sie an. „Sie hat nichts davon gesagt als ich los bin! Sie weiß genau so wenig wie wir. Also gehen wir erst mal davon aus das er noch lebt! Weiß er das ich mit ihr zusammen auf der Erde bin?“ „Nein! Davon scheint er überhaupt nichts zu wissen, genau so wenig wie von den Zwillingen. Das ist es ja warum wir stutzig geworden sind.“ „Ok dann sollten wir uns mal mit ihm beschäftigen. Teyla, kannst du feststellen wenn er tatsächlich eine Verbindung zu diesem Michael hat?“ Wollte Ronon von ihr wissen. „Ich kann es versuchen!“ Ronon nickte. „OK aber er sollte dich nicht sehen. Dieser Michael weiß welche Gabe du hast! Und wenn er ihn unter Kontrolle hat dann würde er vorsichtig sein.“ „Gut ich halte mich zurück!“ Nickte sie.

John hatte inzwischen jegliches Zeitgefühl verloren und das war das Schlimmste. Da wogen die Schläge die er hatte einstecken müssen weil er Michael nicht sagen wollte was er wissen wollte nicht so schwer. Doch nicht zu wissen wie lange er schon hier war und vor allem wo er war wog schwerer. Wussten seine Freunde Bescheid und waren sie unterwegs um ihn zu befreien? Hatten sie ihm überhaupt folgen können? Die Chancen standen nicht gut. Und er konnte Ani’a nicht informieren da er sonst seinen Gedankenschuld hätte senken müssen. Und genau das wollte er nicht riskieren. Er wusste nicht wie stark dieser Michael war ob er seine Gedanken sonst hätte lesen können. Nachdem er ihn gerade mal wieder verhört und gepeinigt hatte war er jetzt wieder in diesem Verließ. Er hatte ihm auch Medikamente verabreicht, wahrscheinlich um ihn unter Kontrolle zu bekommen. Ob es geklappt hatte wusste er nicht. Aber irgendwie glaubte er es nicht, denn sonst hätte man ihn ja in Ruhe gelassen. Er versuchte sich aufzurichten. Seine Hände und Füße waren gefesselt. Nur wenn man ihn herausholte wurden die Fußfesseln abgemacht. Schwach erinnerte er sich daran das er auch Nahrung bekommen hatte. Seine Gedanken gingen zu Ani’a – wusste sie schon was geschehen war? Sie würde ihn nicht spüren können weil er sich abgeschirmt hatte, aber sie musste wissen dass er noch lebte. Und was war mit den Zwillingen? Konnten sie sowas schon spüren? Er hoffte nicht. Wütend versuchte er seine fesseln zu lösen doch die waren sehr
fest geschnürt.  


„Lassen sie es lieber, Sheppard. Meine Leute wissen wie sie fesseln müssen, sie bekommen sie nicht los. Wenn sie mir allerdings sagen was ich wissen will dann werde ich sie losmachen.“ „Ach ja und sie werden mich auch freilassen? Was glauben sie wie blöd ich bin?“ „Nein sie sind nicht blöd, im Gegenteil ich weiß das sie stärker sind als ich dachte. Ich habe mich wohl in ihnen getäuscht. Aber es ist nur eine Frage der Zeit bevor ich weiß was ich wissen will. Ich war ja schon sehr überrascht dass ich sie nicht klonen konnte. Können sie mir sagen warum? Gibt es eine Antiker Technik die das verhindert? Es hat mich wertvolle Zeit gekostet in der ich es versucht habe. Erst dann habe ich die Alternative ausprobiert. Nun ja, es ist nicht so perfekt als wenn ich einen Klon von ihnen geschaffen hätte, aber es muss für meine Zwecke reichen.“ John hörte ihm aufmerksam zu. Er hatte ihn also klonen wollen und das hatte nicht geklappt. John hatte keine Ahnung warum nicht. Aber wichtiger war – was hatte er als alternative gemacht? „Na ja – da hatte sie wohl Pech! Aber ich bin nun mal einzigartig!“ Versuchte er ihn etwas aus der Reserve zu locken. „Ha Einzigartig – jeder ist austauschbar. Ihre Leute erleben das gerade! Und es braucht nur ein bisschen Zeit dann habe ich alles Informationen, auch wenn sie – das Original – sie mir nicht geben wollen!“ John begriff – er hatte eine Kopie von ihm geschaffen und nach Atlantis geschickt. Würden seine Freunde das bemerken? „Na ja eine Kopie ist nie so perfekt wie das Original, es gibt immer kleine oder große Fehler. Sie schaffen Hybriden, warum?“ Er hoffte dass er mehr erfahren konnte. Und scheinbar stieg Michael auch darauf ein. „Nun ist doch wohl klar – dieser verdammte Virus wird uns alle umbringen. Das haben die Hoffaner geschafft. Und wenn wir nicht was tun dann gibt es die Wraith bald nicht mehr. Aber meine Hybride und ich brauchen uns nicht mehr an Menschen zu nähren, aber wir haben weiterhin die Stärken der Wraith! Das können auch die Antiker nicht ändern. Ich weiß dass auch ihre Forscher an so etwas arbeiten. Und diese Forschung brauche ich um meine schneller abzuschließen!“

Das war es also, dachte John. Und er musste zugeben dass er schon ziemlich weit war. Wenn man seine Forschung und die von Beckett und seiner Gruppe zusammen fassen würde dann könnten sie einer wirklichen Lösung vielleicht schon sehr nahe sein. Doch dieser Typ würde nie mit ihnen zusammenarbeiten. Er wollte Macht! Und die würde er nicht teilen. Verdammt, er musste hier raus und an die Forschungsergebnisse kommen! Wen er wirklich einen Doppelgänger erschaffen hatte und der nach Atlantis zurückgekehrt war dann musste seine Freunde da doch bemerken. Und wenn er ihn richtig einschätzte dann hatte er ihn mental unter Kontrolle. Was wäre wenn er ihm eine bewusste Falschinformation geben würde die den Doppelgänger auffliegen ließ? Warum war nur Ani’a nicht auf Atlantis. Sie hätte in die Gedanken des Doubles eindringen können und würde dann wissen wo er war? Aber das durfte er ihm nicht verraten. Also musste er ihm etwas suggerieren das nicht sofort auffällig war, aber seinen Freunden sofort auffallen würde. Nur was?

Auf Atlantis war der falsche John Sheppard noch immer in dem Isolationsraum untergebracht unter dem Vorwand das man in seinem Blut etwas entdeckt hatte das gefährlich sein konnte. Der wurde allerdings immer unruhiger. Wie John schon angenommen hatte, hatte der falsche John Kontakt zu Michael und wurde von ihm gelenkt. Deshalb konnte der sich auch nicht so vollständig auf John konzentrieren. Und dabei war ihm etwas eingefallen wie er seine Freunde aufmerksam machen konnte. Und so hatte er seine Gedankensperre etwas geöffnet um eine gezielte Falschinformation an Michael zu geben. Jetzt verlangte der falsche John plötzlich Teyla und seinen Sohn zu sehen. Und sollte noch jemand daran gezweifelt haben dass sie einen Doppelgänger hier hatten wusste sie jetzt dass dies nicht der echte war. Teyla war erstaunt. „John musst die Möglichkeit haben Michael eine falsche Information zuspielen zu können. Er will uns damit zeigen dass er noch lebt! Ich werde so tun als ob ich darauf eingehe und sehen was ich machen kann! Vielleicht kann man ihn ja manipulieren!“ Ronon sah sie an. „Ok, aber sei vorsichtig, Teyla!“ Von der Galerie aus konnten sie alles beobachten ohne dass man sie unten sehen konnte.

Teyla betrat den Insolier Raum. „Du wolltest mich sprechen, John? Ist alles in Ordnung? Geht es dir gut?“ „Nein, ich weiß nicht was das soll. Mir geht es soweit gut bis auf ein bisschen Kopfschmerzen und ich will hier raus! Was ist denn mit den Untersuchungen?“ „Nun Carson muss erst die Untersuchungen abschließen. Er weiß noch nicht was du im Blut hast. Wahrscheinlich ist es nicht gefährlich aber ich werde unseren Sohn nicht in Gefahr bringen.“ „OK das kann ich verstehen und du?“ „Nun wir Athosianer scheinen gegen diesen Erreger Immun zu sein.“ OK, Teyla dieser Michael ist mit seinen Hybriden schon sehr weit gekommen, wir könnte mit ihm zusammenarbeiten.“ Teyla sah ihn überrascht an. „Hat er dich deshalb freigelassen?“ „Nein, ich bin geflohen. Aber ich sehe eine Chance auf eine Zusammenarbeit. Wo zum Teufel ist Ani’a? Ich muss mit ihr reden.“ „Sie testet das neue Schiff, das weißt du doch. Und sie wird erst in ein paar Tagen zurückkommen. Sag uns wo dieser Michael steckt und dann werden wir sehen was wir unternehmen können!“  „Ihr müsst sie informieren. Sie soll ihr OK geben und dann kehren wir zu diesem Michael zurück und versuchen eine Zusammenarbeit hin zu bekommen!“  „Ok ich werde versuchen sie zu erreichen und dann werden wir sehen was sie meint!“

„Und hast du etwas erfahren können?“ Ronon sah sie an. „Nun ja- in keinem Fall ist das John Sheppard! Und ich habe die Präsenz dieses Michaels gespürt. Er hat ihn unter seiner Kontrolle.“ „Irgendwas vom Aufenthaltsort von John?“ „Hm, nicht viel, aber er ist bei ihm und nicht auf einem Schiff. Soviel konnte ich feststellen. Ani’a würde mehr spüren können.“ Ronon sah sie an. „OK dann muss sie herkommen!“ Entschied er.

Ani’a war die ganze Zeit über unruhig gewesen, sie konnte sich nicht von den Sorgen losreißen die sie sich um John machte. Umso erleichterter war sie das die Konferenz gut voran ging. Im Allgemeinen hatte man sich über die wichtigsten Punkte schnell geeinigt. Es wurde eine Allianz zwischen der Erde und der Pegasus Föderation gebildet sobald sie offiziell gegründet worden war. Die Erde stelle allen vom ursprünglichen Personal frei ob sie auf Atlantis bleiben wollten oder nicht. Für die die sich entschieden dort zu bleiben und von nun an für die Föderation zu arbeiten wurden die Sold und Gehaltszahlungen eingestellt. Ansprüche blieben bestehen und sie konnten auch jederzeit zurück auf die Erde kommen. Die weiteren Vergütungen würden dann über Atlantis erfolgen. Ebenso würden gewisse Materialien von der Erde weiter an Atlantis geliefert die dann mit Sachleistungen oder anderen Vergütungen bezahlt werden sollten. Über eine Verrechnung sollten dann Fachleute entscheiden. Außerdem würden reguläre diplomatische Beziehungen aufgenommen werden sobald die Föderation gegründet war.

Als sie an diesem Abend die Nachricht von Ronon bekam konnte sich Ani’a entscheiden nach Atlantis zurück zu kehren. Sie bat Askanios ihre Vertretung bei den Abschlussbesprechungen zu übernehmen und bat dann General O’Neill dass sie das Gate benutzen konnte um zurück nach Atlantis zu kommen. Nachdem der erfahren hatte was passiert war, war es für ihn natürlich klar dass er es ihr zusagte. „Soll ich nicht auch lieber mitkommen? Hier kann ich ja doch nichts machen.“ Meinte Cameron Mitchell. Sie überlegte einen Moment und dann nickte sie. „Ja ich denke das ist besser. Begleiten sie und Vala mich zurück, Cam. Wir müssen dafür sorgen das John so schnell wie möglich aus der Gewalt dieses Michael befreit wird.“ „Ok!“ Sie begaben sich mit dem Transporter hinunter ins Stargate Center von wo sie aus mit dem Gate zurück nach Atlantis gingen.

Ani’a war froh als sie durch das Gate wieder nach Atlantis zurück kam. Sie wurde im Gate Raum von Ronon und Teyla empfangen. „Wie sieht es aus? Haben sie schon Hinweise wo sich John aufhält?“  Wollte sie sofort wissen. Teyla und Ronon brachte sie auf den neuesten Stand. „Wo ist dieser falsche John jetzt?“ „Immer noch im Isolier Raum. Wir haben ihm gesagt das Carson etwas in seinem But gefunden hat und er deshalb noch nicht raus kann. Er scheint es geschluckt zu haben.“ „Konnten sie inzwischen herausfinden wie weit die Kenntnisse dieser Kopie sind? Was weiß er wirklich über Atlantis?“ „Nun bis jetzt haben wir nur festgestellt das er das weiß was man wissen kann wenn man gute Quellen hat. Aber wirkliche Interna kennt er nicht – er wusste zum Beispiel nicht dass sie auf der Erde sind und er wusste auch nichts von ihren Kindern. Deshalb war uns ja auch schnell klar dass es nicht John sein konnte. Im Gegenteil, er hält Torren John für Johns Sohn. Wir meinen dass John das ganz bewusst vorgegaukelt hat damit wir wissen das er noch lebt.“

Ani’a nickte nachdenklich. „Ja das kann schon sein. Ich will ihn sehen. Vielleicht kann ich ja etwas entdecken.“ Sie begaben sich zu der Galerie von der sie aus unbeobachtet in das Isolierzimmer sehen konnten. Sie betrachtete den Mann der sich als John ausgab genau. Auf den ersten Blick konnte man ihn wirklich für ihn halten. Doch dann fielen ihr einige Kleinigkeiten auf die nicht übereinstimmten. Es waren nur winzige Merkmale aber eine Frau die liebte kannte diese genau. „Das ist zu 100% nicht John! Und wenn ich es nicht sehen könnte – ich würde es spüren. Ich könnte ihn fühlen und bei dem hier ist nichts da. Was allerdings da ist, ist eine andere Präsenz! Das muss dieser Michael sein. Aber um das genauer festzustellen müsste ich näher heran und es wäre gut wenn er abgelenkt würde. Er sollte auf etwas konzentriert sein damit ich ihn ausforschen kann ohne das er es merkt.“ „Ok ich denke das könnten wir machen. Aber wie nah müssen sie ran?“ Ani’a sah Ronon an. „Sehr nah! Aber das ist kein großes Problem, ich nehme den Tarnfeldgenerator und gehe zusammen mit einem von ihnen rein.“ Cam schluckte. Er musste sich immer noch daran gewöhnen was die Antiker alles für Möglichkeiten hatten.

Michael wurde immer unruhiger, er musste all seine Konzentration aufbringen um seinen Hybriden zu steuern. Denn es dauerte schon zu lange. Er hatte geglaubt dass er John Sheppard schon knacken konnte wenn er ihn einmal in seiner Gewalt hatte, doch da hatte er sich getäuscht. Das war ihm inzwischen klar geworden. Dieser Mensch hatte Fähigkeiten von denen er nichts geahnt hatte. Und umso gefährlicher war er für ihn. Doch noch brauchte er ihn. Und sei es nur als Pfand falls man seine Kopie enttarnte und der ihn verraten würde. Sonst hätte er ihn schon lange getötet. Das Ani’a nicht auf Atlantis war hatte er nutzen wollen um anzugreifen und die Stadt zu besetzten, doch ob das noch zu machen war konnte er nicht recht einschätzen. Es kam alles darauf an wie überzeugend der Hybride war. Und deshalb musste er ihn immer unter Kontrolle haben damit der nur ja keinen Fehler beging. Das war Schwerstarbeit für ihn. Immerhin wusste er ja auch nicht wann diese Antikerin wieder auf Atlantis auftauchen würde. Und sie würde den Betrug bestimmt entdecken. Er wurde langsam wütend und das konnte er sich nicht erlauben, dann würde er die Kontrolle verlieren. Wenn er nur Sheppard knacken könnte.

Doch John hielt ihm stand! Er wusste dass er nur eine Chance hatte zu überleben und Atlantis zu retten wenn er nichts von dem preisgab was dieser Michael wissen wollte. Inzwischen würden man auf Atlantis bestimmt schon Gegenmaßnahmen eingeleitet haben. Was ihm Sorgen machte war Ani’a, sie würde furchtbare Angst um ihn haben. Nur gut das sie auf der Erde war und in Sicherheit. Er suchte noch immer nach einer Möglichkeit zu entkommen. Wenn er nur erst einmal aus dieser Anlage heraus käme, dann würde er schon einen Weg finden wieder nach Atlantis zu kommen oder zumindest Kontakt aufzunehmen. Immerhin er war nicht mehr gefesselt nur noch eingesperrt. Vielleicht gelang es ihm eine der Wachen zu überrumpeln wenn sie ihm Nahrung brachten oder Wasser. Es musste doch eine Möglichkeit geben! Wütend schlug er mit der Faust gegen die Wand. „Verdammt streng deinen Verstand an! Du musst hier raus!“ Für einen kleinen Moment vernachlässigte er seine Gedankensperre und er fühlte Ani’a! Er war versucht sie zu rufen, doch dann war ihm klar das Michael das vielleicht bemerken konnte und er schloss den Schirm wieder. Vielleicht hatte es ihr ja gereicht ihn auch zu spüren und so zu wissen dass er lebte und versuchte zu entkommen. Aber genau dieser Moment indem sich ihre Gedanken berührt hatten gab ihm die Kraft weiter zu machen und sich nicht aufzugeben.  

Ani’a hatte sich entschieden Cam mit hinein zu nehmen. Ihn hatte der falsche John bisher noch nicht gesehen und es war auch fraglich ob die Informationen von Michael so gut waren das er wusste dass Cameron Mitchell auf Atlantis war. Das würde ihn vielleicht so beschäftigen das er nicht bemerkte wenn sie in seine Gedanken eindrang.  Und so ging sie zusammen mit Cam, getarnt, hinein in den Isolationsraum. Der falsche John sah Cameron erstaunt an, er kannte ihn also nicht. „Hallo John! Wie fühlst du dich?“ Sprach ihn Cam an. „Einigermaßen, verdammt warum muss ich noch immer hier drin sein? Warum ist diese Blutprobe noch nicht untersucht?“ Er ging erst einmal nicht auf Cam selber ein. „Na komm alter Freund, nicht so hitzig. Ist doch sonst nicht deine Art. Carson tut was er kann, aber er hat diesen Virus in der Datenbank der Antiker noch nicht gefunden und kann also auch nicht sagen ob er gefährlich ist. Und die Sicherheit geht vor, das ist doch klar. Aber ich denke das du bald wieder raus kannst!“ „Es wird Zeit! Ich bin schon viel zu lange hier. Wir müssen was unternehmen – ich muss mit Ani’a sprechen!“  „Sorry, wir haben versucht sie zu erreichen aber keinen Kontakt bekommen. Wir wissen auch nicht was da los ist. Aber wenn du Informationen hast dann sag es doch und wir werden sehen was wir machen können.“  „Ich – ich werde etwas unternehmen! Das ist mein Job!“ Brüllte er fast. Cam sah ihn erstaunt an. Wenn er bisher noch Zweifel gehabt hätte, jetzt war klar das das nicht John Sheppard war. „Hey was ist denn mit dir los? So kenne ich dich ja gar nicht. Warum brüllst du mich so an – wir sind doch Freunde! Oder?“ Der falsche John zögerte einen Moment zu lange. „Ja schon gut, sorry. Aber ich kann nicht einfach tatenlos hier rumsitzen. Das weißt du doch!“ Cam trat näher an ihn heran und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Komm, alles OK, du hast einiges durchgemacht John.“ Er hatte ihm Gelegenheit gegeben seinen Name auf der Uniform zu lesen. Und nun sprach der falsche John ihn direkt an. „Ja Cameron, das stimmt. War alles ein bisschen viel. Ich sollte mich vielleicht wirklich etwas ausruhen.“ Cam sah ihn erstaunt an. „Na mit dir stimmt wirklich was nicht – seit wann nennst du mich Cameron? Was hat dieser Typ mit dir gemacht – Gehirnwäsche? Du hast mich noch nie Cameron genannt. Vielleicht sollte dich Carson noch mal gründlich untersuchen.“ „Nein – nein ich bin nur etwas durcheinander.“

Cam spürte das Ani’a ihn vorsichtig an der Seite berührt hatte. Sie gab ihm so ein Zeichen das sie gehen sollten.  „Ok, John. Ruh dich erst mal aus. Und ich werde mich darum kümmern das Carson die Untersuchungen zu Ende führt. Dann holen wir dich hier heraus. OK?“ „Ja OK!“ Meinte der falsche John, scheinbar müde. Cam ging langsam zur Tür und achtete darauf das Ani‘a auch genug Zeit hatte mit ihm hinaus zu kommen. Erst als er wieder ihre Berührung spürte schloss er die Tür hinter sich. Sekunden später tauchte sie auf. „Und?“ „Ich habe diesen Michael gespürt. Du hast ihn gut beschäftigt, ganz offenbar wusste er nicht dass du hier auf Atlantis bist und wer du bist. Das hat seine ganze Aufmerksamkeit gekostet. Ich konnte seine Gedanken durchforsten und ich habe eine Gate Adresse. Ich hoffe es ist die richtige!“  „Ok dann würde ich sagen nichts wie los!“  „Ja ich ziehe mich nur noch um und dann komme ich!“ Cam hielt sie fest als sie loslaufen wollte. „Nein! Auf keinen Fall – was ist wenn das eine Falle von diesem Michael ist? Nein, ich werde gehen, zusammen mit Ronon, Teyla und Vala. Wen dir was zustoßen würde dann würde mich John umbringen wenn er zurückkommt!“ Sie sah ihn an und musste zugeben dass er recht hatte. Obwohl ihr das nicht gefiel.  „OK – ich bleibe hier und versuche mehr raus zu bekommen. Und wenn ich was weiß das euch helfen kann gebe ich euch Nachricht. Passt auf euch auf! Ich möchte keinen von euch verlieren!“ Cam grinste sie an. „Klar doch!“              
                                                                                               
John hatte es tatsächlich geschafft, als eine der Wachen ihm Nahrung und Wasser brachte gelang es ihm sie zu überwältigen. Er schlug die Wache nieder, fesselte und knebelte sie und nahm sich ihre Waffe und den Schlüssel. Er selber hatte auch einiges abbekommen aber noch war er in der Lage zu verschwinden. Dann verschloss er die Zelle wieder und tastete sich vor. Schnell erkannte er dass er tatsächlich in einer alten, halb verfallenen Fabrikhalle war. Oder besser in deren Kellergewölbe. Den Zerstörungen nach war diese Welt schon vor vielen Jahrzehnten untergegangen. Mit ziemlicher Sicherheit waren die Wraith die Übeltäter. Als er es geschafft hatte die Gewölbe zu verlassen und ans Tageslicht kam war es schon fast dunkel. „Das ist gut so! Dann haben sie es schwerer mich zu finden!“ Er hatte schon bemerkt dass sein Subkutaner Sender entfernt worden war. Somit konnten sie ihn auch nicht orten.  Er sah sich um. Wohin? Er hatte keinen blassen Schimmer in welcher Richtung das Gate liegen konnte. Er musste sich jetzt voll auf seine Intuition verlassen. Also erst einmal weg von dem Gebäude, dachte er sich. Er entfernte sich von dem Fabrikgebäude und sah sich dann um. Wo konnte das Gate sein? Er wollte gerade eine Richtung einschlagen als er sah wie eine Gruppe von Hybriden aus dem Gebäude kam, man hatte seine Flucht also schon bemerkt. Schnell duckte er sich. Sie liefen zielstrebig in eine Richtung und er musste grinsen. „Auch gut – ihr zeigt mir den Weg!“ Und so folgte er ihnen in einem vorsichtigen Abstand. Jetzt waren sie zwischen ihm und dem Tor, doch immerhin wusste er jetzt wo das Tor liegen musste. Einen Moment dachte er darüber nach ob er Ani’a rufen sollte, jetzt wo er frei war aber er befürchtete das ihn Michael auch finden konnte wenn er das tat. Schlimmer noch, was war wenn sie sofort zu ihm kommen würde und sie dann beide in die Hände dieses Irren gerieten! Nein, er musste alleine sehen wie er zurechtkam. Also lief er den Hybriden weiter nach.

Cameron, Vala, Teyla und Ronon waren gerade durch das Gate geflogen. Sie hatten sofort danach die Tarnung eingeschaltet. Dann schweben sie einen Moment wenige Meter vor dem Gate. „Und nun?“ Cameron sah auf den Scanner Bildschirm der jetzt auf der Fronscheibe erschien.  „Also, in etwa drei Kilometern Entfernung scheint eine Stadt zu sein. Oder das was davon übrig ist. Dort wird er sein Hauptquartier haben, dort dürfte auch John irgendwo sein. Ich denke wir sollten dorthin.“ „Ok!“ Meinte Ronon. „Na dann nichts wie los! Die Dunkelheit kann uns zusätzlich noch helfen. Wenn wir den Jumper verlassen müssen um John zu suchen.“ Also flogen sie los. Während Cam den Jumper steuerte saß Teyla neben ihm und hatte den Scanner im Auge. „Hoffen wir dass er nicht allzu viele seiner Hybriden hier hat. Wir müssen sehen dass wir schnell rein und wieder raus kommen. Teyla kannst du vielleicht John orten, ich meine seine Gedanken oder so?“ „Nein leider nicht, Ich kann nur Wraith spüren.“ „Und was ist mit diesen Hybriden?“ „Ja allerdings schwächer. Sie haben nicht mehr so viele Gene des Iratus Käfers wie die Wraith. Aber ja, es sind welche hier.“ Cam wusste was er wissen musste. Sie würden sich auf einen heftigen Kampf einstellen müssen. „Wir nehmen die Strahlwaffen, die machen nicht so viel Krach und wir kommen schneller voran. Und kein Pardon! Wir können es nicht riskieren!“ Alle wussten was er meinte.


John war den Hybriden gefolgt die immer noch zielstrebig auf das Gate zuliefen. Offenbar hatte sie einen konkreten Befehl den sie einhielten ihn zu fragen und nachzudenken. Sie würden das Gate blockieren. Es waren 6 – gab es eine Chance für ihn da durch zu kommen? Egal – er musste da durch wenn er zum Gate wollte. Das war seine einzige Chance wieder nach Atlantis zu kommen. Und genau dahin wollte er! Verdammt, er konnte doch nicht so kurz vor dem Ziel scheitern! Wenn er nur genau gewusst hätte wo das Gate war dann hätte er sie vielleicht umgehen können um zu versuchen schneller zu sein als sie. Plötzlich blieb er stehen, er hatte etwas gehört – oder glaubte er das nur? War das nicht da Geräusch eines Jumpers gewesen? Sehen konnte er nichts. „Ein getarnter Jumper? Oh man das wäre zu schön um wahr zu sein.“ Sprach er mit sich selber. Er strengte seine Augen an nach dem kleinen flimmern der Luft das ihm verraten könnte ob er recht hatte. Noch war er unter den dichten Bäumen verborgen. Sollte er das Risiko eingehen und hinaustreten? Es konnte auch eine Falle sein. Einem Impuls folgend sprang er aus dem Gebüsch heraus und sah nach oben.

„Da – da unten ist eine Gruppe von Personen die auf das Gate zulaufen.“ Meinte Teyla die sie gerade auf dem Scanner gesehen hatte. Und Sekunden später: „Stopp – hinter ihnen ist eine einzelne Person! Das muss John sein. Es scheint ihm gelungen zu sein zu entkommen aber sie wollen das Gate blockieren! Damit er nicht von dem Planeten kommt.“  „Können sie ihn erkennen?“ „Nein, aber was soll es sonst sein?“ Cam nickte. Er hoffte es auch. „Ok wir bleiben getarnt und sehen uns das mal an. Und wenn es so ist dann werden wir diese Typen abschießen und John an Bord nehmen.“  „Ja sie dürfen nicht zum Gate durchkommen!“ Cam landete etwa 1000 Meter vor der Gruppe und sie verließen den getarnten Jumper. Dann warteten sie bis die Gruppe sich ihnen näherte. Die Dämmerung machte es ihnen schwerer zu erkennen wer da auf sie zu kam. Aber dann konnten sie es doch erkennen. „Hybriden!“ Knurrte Ronon und holte seine Waffe aus dem Holster. Cam musste grinsen, mit ihm war nicht gut Kirschen essen.

John horchte aber er konnte jetzt kein Geräusch mehr hören. Hatte er sich getäuscht? Oder war der Jumper gelandet? Er musste weiter, den Hybriden folgen. Nur so konnte er zum Gate kommen. Und wenn er Glück hatte dann waren seine Freunde wirklich da um ihn zu holen. Sekunde später hörte er das typische Geräusch von Strahlwaffen. „Scheiße“ Er lief schneller. Und dann sah er auf schon das aufblitzen der Waffe nicht weit vor sich. Ganz offensichtlich waren die Hybriden angegriffen worden. Sein Herz machte einen Sprung vor Freude und Erleichterung. Er hob seine Waffe und feuere auf die Hybriden. Die waren vollkommen überrascht dass sie nun auch noch von hinten angegriffen wurden. Doch so schnell wollten sie sich nicht geschlagen geben und feuerten wie wild. Er musste sich Deckung suchen, dabei bekam er aber einen Treffer ab an der Schulter. „Scheiße!“ Fluchte er laut. Und feuerte zurück. Der Kampf dauerte nicht mehr lange, dann waren alle Hybriden Tod! Er lehnte an einem Baumstamm als er vier Gestalten auf ihn zukommen sah. Als erstes erkannte er Ronon. Er ließ sich erleichtet auf den Boden sinken. Dann waren sie alle um ihn herum. „Oh man John, sind wir froh das wir dich gefunden haben. Ist alles OK?“ „Ja nur ein Kratzer.“ Teyla sah sich die Wunde an. „Ich werde mich darum kümmern.“ „Nein – wir müssen zurück! In dieser verwüsteten Stadt ist Michael! Wir müssen den Typen ausschalten!“ Cam sah ihn an. „Er hat recht – der Kerl muss hier und jetzt vernichtet werden!“ Ronon und er packten ihn unter den Schultern und dann liefen sie zum Jumper zurück. „Hat er ein Schiff hier?“ „Ich weiß es nicht, vielleicht kommt er auch durch das Gate.“ John spürte dass die Verwundung doch nicht so leicht war wie er im ersten Moment geglaubt hatte. Er verlor viel Blut. „Ok das werden wir jetzt erledigen. Du bleibst im Jumper! Zeig uns wo er ist.“  „OK!“ Er war dankbar dass sie da waren. Und dann wurde er ohnmächtig.

Michael war immer noch darauf konzentriert dass sein Hybride sich nicht verriet und es erforderte seine ganze Konzentration. So bekam er weder mit das John Sheppard entkommen war, noch das seine Leute hinter ihm her waren. Erst als er laute Geräusche hörte die sich seinem Standort näherten wurde er aufmerksam. Er sah sich um und stellte fest dass er alleine war, der Hybride der ihm als Assistent diente war nicht mehr an seinem Platz. Er löste die Verbindung zu dem Hybriden der auf Atlantis war und nahm seine Waffe. Ihm schwante das er von hier verschwinden musste. Doch er beging den Fehler zu glauben dass John noch in seiner Zelle war. Er wollte ihn holen um ihn als Geisel mitzunehmen. Das kostete ihn zu viel Zeit und als er dann begriff das John weg war da war es auch schon zu spät. Die Menschen drangen in den Raum ein in dem er sich aufhielt. Er versuchte noch durch einen anderen Raum zu fliehen aber die Menschen machten kurzen Prozess. Als ihn die Schüsse trafen war er sofort Tod! Cam beugte sich über ihn und sah ihn kalt an. „Wenn ihr mich fragt, ein viel zu schneller Tod für diesen Hurensohn! Ich denke wir sollten ihn Carson Beckett mitbringen. Vielleicht kann er noch was Nützliches damit anfangen!“ Die anderen sahen ihn an. Teyla meinte: „Wir sollten nachsehen ob er noch andere gefangen hält. Wenn ja können wir sie nicht hier zurücklassen.“ Alle stimmten zu!

In dem Moment wo Michael die Kontrolle über den Hybriden auf Atlantis fallen ließ war der vollkommen unsicher was er machen sollte. Und so bemerkte das Ani’a sofort. Sie rief eine Wache und ließ ihn fesseln und in die Zelle bringen. Dann schloss sie die Augen und versuchte mit John Kontakt zu bekommen. Doch es gelang ihr nicht. Sie zuckte zusammen. „Oh nein, bitte nicht!“ Flüsterte sie. Sie hatte Mühe sich auf den Beinen zu halten und Lorne musste sie stützen. „Ist alles in Ordnung?“ „Ich weiß es nicht. Ich kann es nur hoffen. In jedem Fall hat dieser Michael den Kontakt zu dem Hybriden abgebrochen. Ich kann nur hoffen dass das bedeutet dass er Tod ist! Sie müssen versuchen mit dem Team Kontakt aufzunehmen.“ „Ja das machen wir. Aber sie setzten sich jetzt erst einmal. Kommen sie ich bringe sie in ihr Büro!“  „Nein in den Gate Raum!“ Major Lorne wusste dass sie nichts anderes zulassen würde. „OK, aber da setzten sie sich. Sie sind ja leichenblass!“ Er führte sie in den Kontrollraum und setzte sie dort auf einen der Stühle. Dann trat er an die Kontrolle. „Hat sich der Jumper schon gemeldet?“ „Nein Major Lorne.“ Auch er war unruhig. Wenige Minuten später allerdings meldete sich Cam Mitchell. „Colonel, Gott sei Dank, wie sieht es aus?“ „Entwarnung! Wir haben John gefunden, er ist allerdings verletzt worden bei dem Kampf. Wir brauchen ein medizinisches Team im Gate Raum.“ „OK wird da sein! Wie schwer ist er verletzt?“ „Na ja er hat viel Blut verloren. Carson muss ihn wohl zusammenflicken!“ „Was ist mit diesem Michael?“ „Der ist Tod! Und auch die Hybriden. Gefangene haben wir keine gefunden. Aber wir bringen seine Leiche mit, damit kann sich Carson beschäftigen. Und wir sollten auch ein Team von Wissenschaftlern herschicken. Da gibt es wohl einiges interessantes.“  „Ok das werde ich arrangieren. Kommen sie erst mal zurück so dass wir uns um John kümmern können. Lady Ani’a ist krank vor Sorge um ihn!“  „OK wir sind auf dem Rückweg und sind gleich da! Halten sie den Gate Raum offen!“ „Ist offen! Kommen sie rein!“

Keine fünf Minuten später landete der Jumper im Gate Raum. Sofort waren Carson Beckett und das medizinische Team da. Sobald die Heckklappe sich öffnete wurde John von Ronon herausgetragen und auf die Trage gelegt. Carson sah ihn sich kurz an bevor sie losrannten um ihn in die Krankenstation zu bringen. Ani’a hatte ihn schon gesehen und lief nun auf ihn zu. „John! “ Als sie das Blut sah schrak sie zusammen und Cam der gerade aus dem Jumper kam konnte sie gerade noch auffangen bevor sie zusammengebrochen war. „Ani’a, Carson bekommt ihn schon wieder hin. Ganz sicher!“ Er sah dass sie kreidebleich war und dass sie zitterte. „Ich will bei ihm bleiben!“ „Ok ich bringe sie zu ihm, aber erst müssen sie Carson seine Arbeit machen lassen.“  Sie nickte und dann ließ sie sich von ihm zum Lift führen mit dem sie hinauf zur Krankenstation fuhren. Dort waren Carson Beckett und Jennifer Keller schon dabei sich um John zu kümmern. Ani’a versuchte Kontakt mit ihm zu bekommen aber er war wohl Bewusstlos. Cam sah das ihr Tränen über das schöne Gesicht liefen. Er musste schlucken. Er konnte jetzt erst richtig verstehen wie sehr sich die beiden liebten und wie eng sie verbunden waren.

Ani’a zitterte am ganzen Körper als sie darauf wartete das Carson Beckett ihr sagen konnte wie es um John stand. Da sie John nicht erreiche konnte weil er Bewusstlos war musste sie sich gedulden bis Carson ihr etwas sagen konnte. Was hatte dieser Teufel Michael mit ihm gemacht? Wenn er nicht schon Tod wäre, sie wäre in der Lage gewesen ihn eigenhändig zu töten! Dieses Gefühl hatte sie noch nie gehabt. Sie musste an die Worte ihres Vaters denken: „Lass dich niemals von Hass tragen! Das ist der schlimmste Fehler den du machen kannst. Denn wenn du dich einmal dem Hass hingegeben hast dann wirst du dich nie wieder davon lösen können!“ Sie wusste dass er recht gehabt hatte. Doch hier fiel es ihr schwer. Und sie war viel zu angeschlagen um jetzt darüber weiter nachzudenken. Erst musste sie sicher sein das John wieder gesund wurde! Sie spürte dass ihre Kraft schwand.


Carson kam zu ihr und sah sie besorgt an. „Sie sollten sich ausruhen, Ani’a. Wir kümmern uns gut um John!“ „Was ist mit ihm?“ „Nun er hat wohl einiges mitgemacht in der Gefangenschaft und dann noch die Verletzung bei dem Kampf, er hat viel Blut verloren. Wir haben schon Konserven angehängt. Er wird Zeit brauchen bis es ihm wieder besser geht. Aber er ist nicht lebensgefährlich verletzt.“ Sie stand schwankend auf. „Ich will zu ihm!“ Sagte sie so energisch wie sie noch konnte. Carson legte seine Hand auf ihre Schulter und sah sie sehr besorgt an. „Sie brauchen auch Ruhe und Erholung.“ „Ich muss ihm helfen! Lassen sie mich!“ Sie schob ihn mit ihren letzten Kräften zur Seite und ging zum Bett von John. Er lag mit geschlossenen Augen da und war noch immer ohne Bewusstsein. Sie atmete tief durch und dann legte sie ihre Hand auf seine Herz. Dann schloss sie die Augen und konzentrierte sich voll auf ihn.


John kam sehr langsam wieder zu sich, das erste was er bewusst spürte war die Anwesenheit von Ani’a. Sie war da, sie war bei ihm und sie heilte seine Wunden. Er konnte fühlen dass sie sehr geschwächt war, aber sie teilte die Kraft die sie noch hatte mit ihm. Wie lange er bewusstlos gewesen war konnte er nicht sagen. Dann öffnete er die Augen. Er sah Jennifer Keller die sich über ihn beugte. „Hallo John, schön das sie wieder da sind! Wie fühlen sie sich?“ „Beschissen!“ Er sah sich um und stellte fest das Ani’a nicht da war. „Ani’a – wo ist sie?“ „Sie musste sich ausruhen. Wir konnten sie nicht davon abhalten sie zu heilen. Na ja, das hat sie immerhin geschafft. Aber dann ist sie zusammengebrochen. Cameron hat sie dann in ihr Apartment gebracht damit sie sich ausruhen kann.“ John versuchte sich aufzusetzen, die Schmerzen hielten ihn allerdings zurück. „Ich muss zu ihr!“ „Oh nein! Mein Gott sie sind aber auch beide so Stur. Vala hat sich angeboten sich um sie zu kümmern. Sie ist bei ihr. Und sie werden sich erst einmal hier erholen.“ Meinte sie streng. „Wie schlimm ist es bei Ani’a?“ Wollte er wissen. „Nun ja, sie war krank vor Angst um sie und diese Konferenz hat auch viel Kraft gekostet. Und dann konnten wir sie nicht zurückhalten sie zu heilen. Da war sie natürlich vollkommen fertig. Aber wenn sie sich ausruht wird das schon wieder.“ John ließ sich zurück fallen. „Oh Gott! Das war alles wie ein Alptraum! Ein verdammt böser Alptraum!“ Jennifer sah ihn an. „Ja das kann ich verstehen. Aber der ist jetzt vorbei – dieser Michael ist Tod und sie sind in Sicherheit. Carson hat sich schon daran gemacht ihn zu obduzieren und eine Gruppe von Kollegen ist gerade dabei sich das Labor anzusehen das sie gefunden haben. Cam meinte das sie da sicher einiges finden werden was interessant sein könnte.“ „Und die Konferenz?“ „Oh das scheint auch gut gelaufen zu sein. Ani’a ist schon eine verdammt tolle Frau!“ John sah sie an und nickte. „Oh ja das ist sie! Toll und unglaublich!“ Dass das aus tiefstem Herzen kam wusste Jennifer sofort.
   
Ani’a hatte 12 Stunden Schlaf gebraucht um sich wieder zu erholen, aber dank Vala hatte sie ruhig geschlafen. Sie war die ganze Zeit über bei ihr geblieben. Als sie dann aufwachte spürte sie sofort dass es John besser ging. Sie stand auf und sah Vala im Wohnraum sitzen. „Vala – waren sie die ganze Zeit hier? Das hätten sie doch nicht tun müssen!“ „Ach das hat mir nichts ausgemacht, Ani’a. Geht es ihnen besser?“ „Ja, ich war nur total erschöpft und dazu die Angst um John, das war alles. Jetzt bin ich nur froh das es vorbei ist!“ Vala nickte. „Ja das sind wir alle. Aber dieser Michael wird niemandem mehr etwas antun können! Das hat ein Ende!“ „Ja – aber jetzt sollten sie sich auch etwas Ruhe gönnen, danke.“ „Schon ok, ich habe hier auf dem Sofa etwas geschlafen. Bin schon wieder fit. Ich werde – wenn sie es erlauben – jetzt gehen und eine Dusche nehmen und mich umziehen. Dann bin ich wieder eisatzbereit.“ Ani’a sah sie dankbar an. „Ja sicher. Lassen sie sich Zeit.“ Sie sah auf die Uhr. „Was halten sie von einem gemeinsamen Frühstück in einer Stunde im Offizierscasino?“ Vala war überrascht. „Oh ja gerne!“ „Gut dann bis nachher.“

John ging es schon wieder viel besser und nach einer durchgeschlafenen Nacht wollte er eigentlich nur noch aus dem Krankenbett. Doch Carson und Jennifer wollten ihn noch nicht gehen lassen. „Du hast viel Blut verloren John und auch wenn deine Frau dir geholfen hat wirst du noch ein paar Tage brauchen um dich wieder voll zu erholen. Also bitte, sei vernünftig! Dir und auch Ani’a zu liebe!“ Meinte Carson ernst. „OK – aber ich werde nicht tagelang hier herumliegen!“ Protestierte er. Carson sah ein das er so nicht weiter kam. „OK, wir werden dich gleich nochmal untersuchen und wenn nichts dagegen spricht kannst du danach hier raus. Aber du bist noch nicht diensttauglich – das heißt du gehst in eure Apartment und ruhst dich aus!“ John sah ihn an. „OK!“ Carson atmete auf. „Was ist mit Ani’a?“ „Die ist genauso unvernünftig wie du! Da tut ihr euch beide nichts!  Aber Vala hat sich darum gekümmert das sie sich ausruht!“ John sah ihn erstaunt an. „Vala? Oh!“  „Ja oh, ich war auch erstaunt welche Qualitäten in ihr stecken. Sie wird sich melden wenn Ani’a wieder wach ist.“ John nickte. Etwas entspannter lehnte er sich zurück. Manchmal wünschte er sich tatsächlich dass er einen normalen Job hätte. Oder? Nein – ach was! Es war schon alles richtig so wie es war! Und dann musste er lächeln als er an Ani’a und die Kinder dachte. Nein, es war wirklich alles so in Ordnung wie es jetzt war, auch wenn es ab und zu schon mal gefährlich wurde. Das war ja nun mal sein Job den er such ausgesucht hatte!

Nachdem Ani’a geduscht und sich angezogen hatte verließ sie das Apartment und fuhr mit dem Lift hinunter zur Krankenstation, sie wollte unbedingt zu John. Carson fing sie ab. „Wie geht es ihnen?“ „Danke Carson, mit mir ist alles in Ordnung. Was ist mit John?“  „Auf dem Weg zur Besserung, er ist schon wieder ungeduldig und will unbedingt raus dem Bett. Ich habe ihn gerade noch mal untersucht. Auch dank ihrer Hilfe geht es ihm den Umständen entsprechend ganz gut. Aber ich habe ihm klar gemacht dass er auf keinen Fall schon wieder diensttauglich ist! Er muss sich in jedem Fall noch ein paar Tage schonen!“ „Gut ich werde darauf achten, kann ich zu ihm?“ „Ja sicher, wahrscheinlich hat er sich schon wieder angezogen und will verschwinden. Passen sie ein bisschen auf ihn auf, aber auch auf sich!“ Sie lächelte Carson dankbar an. „Versprochen, Carson! Danke für alles.“  Beckett nickte ihr zu.    

John hatte sich gerade angezogen und wollte die Krankenstation verlassen als Ani’a kam. Sofort lief er auf sie zu, packte sie und zog sie an sich um sie zu küssen. Ani’a war etwas überrumpelt aber sie wehrte sich nicht. Ganz im Gegenteil. Sie war unendlich froh dass sie ihn wieder hatte. Ein paar Minuten standen sie so eng umschlungen da und achteten gar nicht darauf dass auch andere da waren. Dann nahm John ihre Hand. „Komm lass uns von hier verschwinden bevor es sich Carson noch anders überlegt.“ Ani’a lachte und folgte ihm. Und so führte sie ihr erster Weg zu den Kindern. John nahm sie zärtlich auf seine Arme. „Oh man bin ich froh dass ich euch weidersehe. Ich hatte schon die Befürchtung das ich nicht zurückkommen würde.“ Flüsterte er ihnen zu. Ani’a zuckte zusammen als sie das hörte. John spürte es und er biss sich auf die Lippen. „Entschuldige Liebes!“ „War es so schlimm?“ Sie sah ihn erschrocken an. „Na ja – diesem Typen war alles zuzutrauen. Es ist gut dass sie ihn getötet haben! Er war viel zu gefährlich.“ Ani’a nickte nachdenklich. „Ja wahrscheinlich hast du recht. Ich hoffe nur wir können etwas Nützliches aus seinen Forschungen ziehen. Immerhin war er schon ziemlich weit. Wenn auch in eine Richtung die wir wohl nicht einschlagen sollten.“ „Wie meinst du das?“ „Nun ja er wollte die Fähigkeiten des Iratuskäfers unbedingt erhalten. Auf Menschlichkeit kam es ihm nicht so sehr an. Ihm ging es darum einen Vorteil zu haben den anderen Clans gegenüber und den hatte er weil seine Kreaturen sich nicht mehr an Menschen nähren musste und so dem Virus nicht ausgesetzt waren.“  Sie nickte. „Ja da hast du recht. Carson und seine Gruppe werden einiges an Arbeit haben wenn sie das Material auswerten wollen das er hinterlassen hat. Aber vielleicht ist ja wirklich ein Ansatz für uns dabei mit dem wir den Wraith einen fairen Vorschlag machen können.“ John nickte. „Ja – aber wie war es auf der Erde? Wie ist die Konferenz gelaufen?“ Ani’a atmete auf das sie das Thema wechseln konnten. Und dann erzählte sie von der Konferenz.


Nachdem sie bei den Kinder gewesen waren gingen sie zum Casino wo sich Ani’a ja mit Vala treffen wollte. Und wie es der Zufall wollte war auch Cam dort. Sie setzten sich an einen der Tische und frühstückten dann zusammen. John ließ sich von Cam erzählen was geschehen war nachdem er zurückgekommen war und wie sie ihn gefunden hatten. „Es war meine eigene Dummheit dass er mich schnappen konnte. Das hätte nicht passieren dürfen!“ „Blödsinn John, das wäre jedem von uns passiert. Es war geschickt eingefädelt. Und gegen diese Jäger hat man kaum eine Chance. Seien wir froh dass alles einigermaßen glimpflich abgelaufen ist. Und vor allem das es dir wieder gut geht.“ John nahm die Hand von Ani’a und drückte sie liebevoll. „Das habe ich wohl ihr zu verdanken! Wie oft hast du mir jetzt schon das Leben gerettet?“ Ani’a sah ihn an. „Ich werde es nicht zählen!“ Meinte sie ernst. John nahm ihren Kopf in seien Hände und küsste sie zärtlich. „Ich weiß!“

Nachdem sie mit den Freunden zusammen gesessen hatten rief die Pflicht wieder, zumindest für Ani’a und Cam. John sollte sich ja noch schonen also schickte ihn Ani’a zu den Kindern. „Ich werde später auch kommen, aber erst muss ich mich darum kümmern dass auf der Erde alles gut läuft.“ „Willst du zurück?“ „Nun ich weiß es noch nicht, kommt darauf an wie es läuft. Also werde ich zuerst mit Askanios reden.“  „Ok, gib mir Bescheid!“ „Ja sicher, John!“

Askanios konnte ihr nur positives berichten, aber zuerst wollte er natürlich wissen wie es John ging. „Ich bin sehr froh das alles gut gegangen ist, Ani’a.“ „Und ich erst, es war aber knapp. Immerhin haben wir sehr viel von seinem Forschungsmaterial bekommen können. – Aber sag mir wie läuft es auf der Erde?“ „Sehr gut! Ich kann nur sagen dass sie sehr vernünftig sind. Ich glaube sie haben tatsächlich etwas gelernt. Sie haben nur in ganz wenigen Punkten noch leichte Veränderungen eingebracht, die aber in Ordnung sind. Im Großen und Ganzen können wir wohl die Verträge so unterzeichnen. Es wäre natürlich gut wenn du nochmal herkommen könntest um das zu tun!“  „Gut dann werde ich das tun!“ „Und da ist noch etwas, sie haben mich gebeten dir eine Einladung zu überbringen. Sie wollen dass du vor den Delegierten der Vereinten Nationen der Erde sprichst. Allerdings erst wenn alle Regierungen ihren Bewohnern mitgeteilt haben das es außer den Menschen auf der Erde noch viele andere Kulturen im Weltraum gibt. Das wird wohl noch etwas dauern. Aber sie haben sich entschlossen es zu tun! Und dann sollst du sozusagen als Vertreter dieser Rassen zu ihnen sprechen!“ Ani’a war überrascht. „Oh – nun ja ich werde darüber nachdenken. Jetzt bringen wir erst mal diese Sache zu einem guten Ende und dann werden wir weiter sehen.“
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