Das Drachenblut und der Prinz

von Morida
GeschichteAllgemein / P12
04.09.2019
04.09.2019
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Es war kalt. Kalt wie jeden Tag in Windhelm. Niemals hatte Lillith Windrufer, das hoch angesehene Drachenblut, die Wärme der Sonne richtig warm spüren können. Ausser den Verbrennungen, die sie sich im Feuergefecht mit Alduin dem Weltenfresser zugezogen hatte, kannte ihre Haut kaum echte Wärme. Sie war eine gebürtige Nord. Nie hatte sie ihre eiskalte Heimat, Himmelsrand, verlassen. Nun saß sie wie, jeden Tag seit Alduins Vernichtung, im                und wärmte sich am Feuer in der Gaststätte. Seit sie sich Alduins entledigt hatte, wusste sie nicht mehr so recht, was sie mit sich anfangen sollte. Die Sturmmäntel hatten mit ihrer Hilfe das Land für die Nord zurück erobert und als freier Söldner langweilte sie sich mittlerweile. Banditen und Dreugr waren heute keine Herausforderung mehr für sie. Und mit den par Drachen die nach Alduins Tot noch hier und da erschienen, kamen die Söldner mittlerweile alleine auch gut klar. Ihr Mann Belethor verstarb in ihrem Haus in Weisslauf, als Ulfric Sturmmantel Jarl Baarlgruf zur Kapitulation nötigte. Sie hatte einst überlegt ein Kind aus dem Waisenhaus in Rifton zu adoptieren, doch das schien ihr, ohne einen Mann, dann doch nicht ganz fair dem Kind gegenüber zu sein. Seit sie diese Idee verworfen hatte, fand man sie immer öfter in Windhelm, um ein par Nord-Met zu trinken. Gerade als sie ihr viertes Met ansetzte, öffnete sich laut knallend und mit einem eiskalten Luftzug die Eingangstür. In der Tür stand ein imposanter, junger Soldat. Welcher Gruppierung er angehörte, konnte sie nicht sagen. Eine solche Rüstung hatte sie noch nie gesehen. Auch das Wappen auf seinem Schild war ihr unbekannt. Eine blaue Raute mit einem goldenen Adler darin. Bevor sie etwas sagte, bemerkte sie, dass sie ihn bestimmt seit zwei Minuten mit offenem Mund anstarrte. Das war ihr etwas peinlich, jedoch musste sie ihr Wort erheben:„Ist ein eisiger Wind da draussen. Wenn es euch nichts ausmacht, so schließt doch bitte die Tür! "
„Verzeiht mir, holde Maid.“, entgegnete er gut gelaunt, während er voller Schwung die Tür zuschlug.
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