Der Greis

GedichtPoesie, Freundschaft / P6
03.09.2019
03.09.2019
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Blätter fallen mit dem Herbst,
der gern mit Ludwigs Leben scherzt.
Der alte Mann geht langsam schwer,
laufen kann der Greis kaum mehr.
Er hat kaum Geld, schläft unter Brücken
seit Wände immer näher rücken,
denn Ludwig hat im Krieg gedient,
doch später kaum mehr Geld verdient.

Der Schock des Krieges nahm ihn mit,
er traut sich nunmehr keinen Schritt
in Häuser, denn sie stürzten ein
und er verlor sein linkes Bein.
Verlassen von dem Rest der Welt
gibt der arme Greis sein Geld
dem Kind, das keinen Cent mehr hat
und doch ein Eis gern essen mag.

Der Kleine nimmt es dankend an
und lächelt auf zum armen Mann,
dem nur noch eines Freude macht:
Wenn er ein Kind sieht, welches lacht.
Das Kind erzählt daheim davon
und seine Mutter denkt sich schon:
"Es muss ein Obdachloser sein
und er scheint im Herzen rein."

Die Blätter liegen eingeeist,
der Winter ist nun angereist
und es zeigt sich wie Kinder sind,
denn diesen Wunsch hat nur ein Kind:
Der alte, liebe, arme Mann,
der sich selbst nie was leisten kann,
soll Weihnachten mit uns verbringen
und mit uns fröhlich Lieder singen.
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