Marry me 3.0

von Gori-san
KurzgeschichteAbenteuer, Romanze / P18 Slash
Genos Saitama Sonic
03.09.2019
03.09.2019
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A/N: Heiratsanträge Nr. 2

Mein dritter Beitrag zu diesem Projekt :3 Ich hoffe es gefällt euch. Viel Spaß beim lesen :)

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Ein Heiratsantrag...


...bei einer Drohung


Schon seit einigen Stunden beobachtete der schwarzhaarige Ninja seine Beute, der Held mit der Glatze saß schon seit dem frühen Abend nur vor seinem Fernseher und sah sich Dokumentationen oder die Nachrichten auf verschiedenen Sendern an. Schnaufend hielt sich Sonic die Stirn, dieses Leben hatte er dem B-Klasse Helden nicht zugetraut, doch umso einfacher war es ihn aus dem Weg zu räumen. An jenem Abend würde er ihn endlich töten, an jenem Abend würde er seine Ehre wiederherstellen und wieder ruhig schlafen können. Er würde diese Bilder endlich vergessen können. Das unschuldige Grinsen, welches sich auf seinen Lippen abzeichnete, schien er selbst nicht wirklich zu bemerken. Sein Leben würde sich an jenem Abend endlich wieder Normalisieren und wenn der Schwarzhaarige ehrlich war, konnte er es kaum mehr erwarten. Noch einmal sah er in zu der Wohnung des Helden, betrachtete den Gleichaltrigen dabei wie eben jener sich einen Manga zur Hand nahm und eben jenen zu lesen begann.

Langsam musste er sich beeilen, noch war der Mann allein und so lange der Schüler des B-Klasse Helden noch nicht wieder zugegen war, hatte er leichtes Spiel mit dem Mann. Noch einmal musste der Schwarzhaarige grinsen, strich sich einige seiner dünnen Haarsträhnen aus dem Gesicht und begab sich auf die Steinernen Leitplanke der gegenüberliegenden Autobahn zu. Das er dadurch die Autofahrer in Angst und Schrecken versetzte interessierte den Ninja nur sehr wenig.
Es begann langsam ernst und interessant zu werden, der Gedanke daran, Saitama endlich zu besiegen ließ eine wohlige Gänsehaut über seinen Körper ziehen. Kurz schloss Sonic die Augen, bevor er von den Leitplanke sprang, hoch genug, um auf den Balkon des Helden zu gelangen. Dies war für ihn immerhin ein leichtes.
Saitama selbst bemerkte davon nichts, zumindest schien es in jenem Moment so, hatte an jenem Tag bereits seinen Soll erfüllt und wartete nur noch auf seinen Schüler – immerhin war eben jener an diesem Abend mit dem Kochen dran. Seufzend machte sich der Sensei des Cyborg vor dem Fernseher lang, legte sich den Manga auf das Gesicht und schloss die Augen.

Der Schwarzhaarige schluckte noch einmal, versuchte die Bilder aus seinem Kopf zu verbannen, welche ihn immer wieder heimsuchten, und huschte schnell in die Wohnung des B-Klasse Helden. In jenem Augenblick schlug sein Herz schneller als gewöhnlich, die Sorge sich wieder zurückziehen zu müssen war groß. Sonic wusste, dass dies die einzige und letzte Chance war, die er in nächster Zeit hatte. Wenn er es an jenem Tag nicht schaffte, sein Gewissen zu bereinigen, dann würde er weiterhin mit dieser Schande leben müssen. Dann würde er bis zu einem erneuten Treffen mit dem Helden, nicht ruhig schlafen können.
Für einen Augenblick schloss der Fünfundzwanzigjährige die Augen, versuchte sich einfach in Gedanken zu rufen, dass dies noch immer sein Job war. Er war Bodyguard und Attentäter, es war sein verfluchter Job Menschen zu töten und diese verschwinden zu lassen. Er musste sich einfach nur beruhigen. Doch dies war nicht so einfach wie er geglaubt hatte. Jede einzelne Sekunde fühlte sich an, wie eine komplette Stunde.
„Wenn du schon in der Ecke stehst und mich beobachtest, dann kannst du dich auch zu mir setzen. Das ist wahrscheinlich bequemer als die ganze Zeit zu stehen.“

Saitamas Worte ließen ihn Schaudern, sie ließen ihn frieren und überhitzen im gleichen Atemzug. Doch wollte er auch nichts sagen, wusste immerhin, dass man sich schnell Dinge einbilden konnte, wenn man allein war.
Vielleicht konnte er dem Hobbyhelden somit aus der Reserve locken.
Jedoch war von dem Mann vor dem Fernseher lediglich ein leises Schnaufen zu hören. Sonics Wut stieg in jenem Augenblick weiter an, mehr konnte man diesen Hobbyhelden wahrscheinlich nicht hassen, doch in jenem Moment spielte dies keine Rolle.
„Du solltest dich in Acht nehmen.“, fauchte der Schwarzhaarige leise.
„Ich denke nicht. Du hast zu viel Spaß daran, dich mit mir zu messen.“, entgegnete der Hobbyheld leise.
„Verflucht sollst du sein!“, konterte der Ninja einfach nur und trat aus dem Schatten.
Seine schlanke Silhouette wurde neben dem B-Klasse Helden sichtbar, seine schwarze Hose und sein dunkles langärmliges Oberteil hatten ihm dabei geholfen sich in den Schatten zu verbergen – erfolglos.
„Hm. Wäre auf jeden Fall mal was neues.“, entgegnete der Hobbyheld gelangweilt und sah weiterhin auf den Fernseher.

Augenblicklich wuchs die Wut des jungen Ninja, er hockte sich über den Gleichaltrigen beugte sich zu sein Ohr vor und begann unschuldig zu grinsen.
„Bist du dir sicher, dass du das willst?“, fragte der Schwarzhaarige.
„Wohl eher sollte die Frage lauten, bin ich es nicht schon längst?“, entgegnete der Fünfundzwanzigjährige und drängte den Schwarzhaarigen mit einer gezielten Bewegung unter sich.
In jenem Augenblick schien die Atmosphäre zwischen den beiden zu brennen, der Kuss, welcher zwischen ihnen entstanden war, war hingebungsvoll und zur gleichen Zeit auf eine gewisse Weise hasserfüllt. Sonic hatte sich in Saitamas Oberteil gekrallt, zog dem Gleichaltrigen eben jenes beinahe über den Kopf. Der B-Klasse Held hatte kaum Mühen den Schwarzhaarigen unter sich zu halten, doch wusste er auch zur gleichen Zeit, dass wenn Sonic sich von ihm hätte lösen wollen, er es geschafft hätte.

*


Der Raum war stickig, nachdem die beiden Männer sich einander hingegeben hatten. Draußen hielt die Nacht Einzug, während Sonic auf dem Futon des B-Klasse Helden saß und seine Haare gerade mit seinen Fingern kämmte, um sie danach wieder in einen Zopf binden zu können. Seufzend stand der Held in seiner Küche und füllte ein Glas mit Wasser, während er sich in jenem Augenblick doch einmal fragte, wo sein Schüler eigentlich war. Er vermisste ihn zwar nicht sonderlich, doch irgendwie war es ungewohnt den Cyborg einmal nicht an seiner Seite zu wissen. Jedoch schüttelte er schnell den Kopf und ging wieder zu dem Ninja.
„Du solltest vorsichtiger werden, Genos wohnt immer noch hier. Wenn er dich eines Tages sieht, dann zerlegt er meine Wohnung.“, entgegnete der Hobbyheld und überreichte dem Ninja das Glas.
„Es geht dir immer nur um die Wohnung... Du sagtest dir sei langweilig, also habe ich etwas gegen diese Langeweile gemacht.“, gab der Ninja wieder und band seine Haare wieder zusammen, um danach das Glas anzunehmen.
„Schon, zerlegen würde er meine Wohnung trotzdem. In solchen Momenten agiert er viel zu impulsiv.“, nickte Saitama lediglich.
„Dann verlegen wir den Spaß eben, mich soll es nicht stören.“, gab der Ninja wieder, nachdem er einen Schluck des Wassers getrunken hatte.
„Mich auch nicht.“

Der Held zuckte leicht mit den Schultern und setzte sich ebenfalls wieder auf den Futon, betrachtete den blassen, vernarbten Körper seines Freundes. Saitama selbst wusste nicht wirklich wie dies zustande gekommen war, doch in jenem Augenblick war es ihm auch egal. Er hatte eine Person gefunden, bei der es nicht allzu viel Schaden anrichtete, wenn er einmal die Kontrolle in der Ekstase verlor.
„Was ich dir noch sagen wollte…“
Der Ninja erhob sich, so wie Gott ihn geschaffen hatte, und ging zu seiner Hose. Diese hatte der Hobbyheld in der Nacht einfach durch das Zimmer geworfen, ohne Rücksicht, doch Sonic verlangte eben jene auch nicht von dem B-Klasse Helden. Er entnahm eben jener schließlich einen kleine Gegenstände, den der Held nicht wirklich gut erkennen konnte.
„Hm?“, fragte der Fünfundzwanzigjährige daher und antwortete somit auf die Worte des Schwarzhaarigen.
„Hier, der ist für dich. Immerhin will ich, dass dich niemand anderes tötet. Das ist ein Zeichen dafür, das du mir gehörst. Du sollst meinem Katana erliegen, du sollst leiden und das nur unter mir.“, begann der Ninja.
Saitama musste schmunzeln.
„Wir könnte ich zu diesem unschuldigen Lächeln denn Nein sagen?“
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