Flug ins Glück

von Malec-Sun
GeschichteAbenteuer, Romanze / P18 Slash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
02.09.2019
18.10.2019
45
104188
8
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Hallo!
Angeregt von den vielen tollen Geschichten hier, habe ich mich selbst an eine Geschichte über Alec und Magnus getraut. Es ist meine 1. FF, also würde ich mich sehr über euer Feedback freuen.  
In meiner Geschichten finden sich auch einige detaillierte Sex-Szenen. Wer das nicht will bitte einfach drüber scrollen.

Und nun viel Spaß beim Lesen!

PS: Die Figuren gehören natürlich Cassandra Clare! Ich borge sie mir für meine Geschichte nur aus und verdiene nichts an ihnen.

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Als das Flugzeug in der Luft war, konnte Alec sich zum ersten Mal an diesem Tag entspannen. Seine Gedanken kehrten zurück zu den vergangenen Stunden und wie sehr sich sein Leben in dieser kurzen Zeit verändert hatte.

*Als er zum Frühstück in die Küche geht, erwarteten ihn dort bereits seine Eltern, was ihm schon sehr komisch vorkommt, denn normalerweise sind beide schon aus dem Haus, und in ihrer angesehenen Rechtsanwaltskanzlei, bis Alec und seine Geschwister aufstehen. Schließlich sind gerade Ferien. Umso verwunderter begrüßt er Beide kurz und macht sich einen Kaffee, mit dem er sich zu ihnen an den Tisch setzt.
„Wir müssen mit dir reden Alec" sagt seine Mutter mit ernster Stimme und legt dabei ein Foto auf den Tisch. Er wurde bleich als er drauf schaut, denn es zeigt ihn und Jonathan wie sie sich eng umschlungen küssen.  Dieser fiese Dreckskerl, Alec kann nicht glauben, dass er das echt getan hat. Und alles nur weil er nicht mit ihm schlafen wollte. Dafür war er einfach nicht bereit gewesen, nach nur einem Date. Aber Jonathan war ausgeflippt und hat ihn beschimpft und versucht sich zu nehmen was er wollte. Alec hat ihm schließlich eine gescheuert und da hat er das Weite gesucht, nicht ohne ihm vorher zu drohen „das wirst du noch bereuen, ich mach dich fertig". Und das war hier wohl seine Rache, kurz fragt er sich wer wohl das Foto geschossen hatte, aber eigentlich war es nicht mehr wichtig. Nichts war mehr wichtig, als er in die Gesichter seiner Eltern schaute und darin nur Ekel und Abscheu entdecken konnte. „Was hast du dir nur dabei gedacht, diesen Jungen zu küssen, so haben wir dich nicht erzogen und wie stehen wir jetzt gegenüber unseren Klienten da?" „Ich möchte hören was du dazu zu sagen hast. Hat er dich mit irgendwas erpresst, damit du ihn küsst? Warum hast du uns nichts gesagt, wir hätten diesen Erpressungsversuch abgewendet und du hättest nicht sowas abscheuliches tun müssen" spuckt Robert mit angewidertem Gesicht aus. Alec zittert und sein Mund ist trocken, als er endlich etwas sagt „Er hat mich nicht erpresst, ich wollte ihn küssen. Ich bin schwul." Jetzt war es raus, das große Geheimnis, dass er seit Jahren niemanden erzählt hatte. Nur Izzy, seine Schwester wusste Bescheid. Sie hat Alec vor einem Jahr einfach gefragt, ob er schwul sei. Er weiß nicht wie sie es herausgefunden hat, aber er war dennoch froh gewesen, dass da jemand war, der sein Geheimnis kannte und sie hat ihm immer den Rücken gestärkt.
Es ist still geworden und in Alec regte sich die kleine Hoffnung, dass sie es doch akzeptieren, ihn doch so nehmen wie er ist, schließlich ist er ihr ältester Sohn und sollten sie ihn da nicht einfach nur lieben und beschützen? Aber als er den Kopf anhebt um in die Gesichter der Beiden schauen, weiß er, dass sie es niemals akzeptieren werden. Sein Vater ist knallrot vor Zorn und als er anfängt zu schreien, hört ihm Alec nicht mehr richtig zu. Nur einzelne Wortfetzen erreichen sein Gehirn - du bist eine Schande für uns - wir wollen dich nie wieder sehen - mach das du verschwindest – wenn du in einer Stunde nicht weg bist, schmeiße ich dich eigenhändig raus!!
Alec dreht sich um und läuft aus der Küche in sein Zimmer. Er setzt sich erstmal auf sein Bett und bemerkt die Tränen, die ihm übers Gesicht laufen. Er vergräbt sein Gesicht in seinen Händen, als er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter spürt. Als er aufschaut sieht er Izzy die sich neben ihn auf das Bett gesetzt hat und Jace, seinen Adoptivbruder, der ebenfalls im Zimmer ist.
Kurz erzählt er den beiden was eben vorgefallen ist, bevor er erschöpft aufsteht und den Schrank öffnet. Er nimmt sich seinen Koffer heraus und fängt an wahllos Kleidung hineinzulegen. „Alec, du weißt, dass es nicht stimmt, was sie sagen? Du bist keine Schande, für niemanden.“ redet ihm Izzy gut zu. Er nickt ihr nur zu, er konnte im Moment einfach nichts sagen. Langsam hebt er den Kopf und schaut in die Augen seines Bruders und besten Freundes. Er hat so große Angst davor, dass Jace ich jetzt anders sieht, aber dieser lächelt ihn an „Na und, dann stehst du halt auf Jungs, ich weiß nicht wo das Problem liegt. Warum hast du mir das nie erzählt? Und warum zur Hölle wusste es Izzy?“ „Ich hatte Angst. Angst das du mich nicht mehr mögen würdest, dass es etwas verändern würde. Es tut mir leid. Izzy hat es selbst irgendwie herausgefunden“ „Alec, ich dachte echt, dass wir uns näherstehen würden. Du bist mein Bruder und mein bester Freund, es würde mir nie in den Sinn kommen, dich wegen so etwas anders zu behandeln oder gar zu verstoßen.“ „Es tut mir leid, Jace.“ sagte Alec nochmal und umarmte Beide nochmal fest.  Dann suchte er sich seine Sparbücher, seinen Reisepass und sein gesamtes Bargeld zusammen und verstaute es ihn seiner Tasche. Auch Izzy und Jace haben ihm Geld in die Hand gedrückt mit den Worten „Bei den Beiden weiß man nie". Als Alec schließlich das Haus verließ, schauten ihm seine beiden Geschwister traurig nach.*

Als er mit seinem Koffer und einer Sporttasche schließlich vor dem Haus stand und nicht wusste was er jetzt tun sollte, hielt ein Taxi neben ihm. „Möchten Sie zum Flughafen?“ fragte ihn der glatzköpfige Taxler. „Warum eigentlich nicht.“

Und so saß er nun hier in diesem Flugzeug und hatte keine Ahnung wo hin es geht. Er hatte nur nach dem ersten Flugzeug gefragt, das startet und nicht nachgefragt wohin es fliegt, das ist ihm aber auch egal, er wollte einfach nur weit weg und den ganzen Scheiß hinter sich lassen. Und sei es auch nur für zwei Wochen, denn auch für ein Rückflug Ticket hatte er schon vorgesorgt, bei seinen Eltern konnte man echt nicht wissen, was ihnen einfallen würde. Und bis dahin würde das Chaos in seinem Kopf hoffentlich verschwunden sein, oder zumindest etwas geordneter.
Also fragte er bei Stewardess nach wo der Flug den eigentlich hingeht, wofür er einen ziemlich entsetzten Blick erntete. Es kam wohl nicht allzu oft vor, dass jemanden nicht wusste wohin er flog, dachte sich Alec und musste bei dem Gedanken zum ersten Mal seit langem grinsen.
Die Stewardess klärte ihn also darüber auf, dass er Richtung Europa unterwegs ist, genauer gesagt nach Kroatien und sie brachte ihm auch ein paar Prospekte der umliegenden Umgebung, welche er sich gleich interessiert ansah. Als er sich dafür entschieden hatte seine zwei Wochen in Porec zu verbringen, suchte er sich noch schnell ein Hotel und buchte ein Zimmer. Nachdem er auch noch ein Taxi zum Hotel organisiert hatte, konnte er sich wieder seinen Gedanken widmen.
Er war so enttäuscht von Jonathan, dass dieser ihn einfach vor seinen Eltern geoutet hatte, nur weil er nicht mit ihm schlafen wollte. Als sie zusammen aus waren, spürte er einfach, dass er nicht der Richtige für ihn und vor allem nicht für seinen ersten festen Freund war. Er hatte nicht gedacht das der Andere so reagieren würde. Er war aber auch über sich selbst enttäuscht, dass er anscheinend so dringend eine Beziehung wollte, dass er offensichtlich jegliche Vorsicht und seine eigentlich gute Menschenkenntnis völlig außer Acht gelassen hatte. Das würde ihm nicht nochmal passieren.
Auch über die Reaktion seiner Eltern dachte er wieder nach. Er hatte gewusst, dass sie nicht begeistert sein würden, wenn er es ihnen erzählen würde, aber mit dieser Reaktion hatte er nicht gerechnet. Sie waren doch seine Eltern und sollten diese ihre Kinder nicht immer lieben? Egal auf welches Geschlecht sie standen? Sollten sie sich nicht alles Glück der Welt für ihre Kinder wünschen, egal was ihre Klienten davon hielten? Ein kleiner Teil in ihm hatte gehofft, er würde ihnen wichtiger sein, als diese.
Er verstand es einfach nicht, aber er wollte jetzt auch nicht mehr drüber nachdenken. Er fühlte sich so müde wie schon lange nicht mehr in seinem Leben. Also machte er die Augen zu und fiel für den Rest des Fluges in einen unruhigen Schlaf.
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