Wir brauchen kein für immer

KurzgeschichteAllgemein / P6
01.09.2019
01.09.2019
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Du, du warst mein für immer. Nur leider stimmt es was man sagt, dass nichts für immer bleibt. Doch als ich dich traf gabst du mir die Hoffnung. Die Hoffnung auf das für immer.
Du schautest mir in die Augen wie kein anderer und dein Satz „Hey du, ich bleibe für immer“, hat sich so echt angefühlt. Nicht sowie bei den anderen wo es von Anfang an klar war, dass sie es nicht ernst meinen.

Doch leider, ja leider waren deine Worte nur leere Versprechungen. Und jetzt, jetzt stell ich mir die Frage warum nichts für immer ist. Doch diese Frage wird mir niemand beantworten können. Aber trotzdem, ja trotzdem sitze ich jetzt hier und warte auf jemanden der mir in die Augen schaut und sagt „hey du, ich bleibe für immer“ und genauso wie er es sagt auch meint.
Jedoch verliere ich langsam die Hoffnung, denn das einzige was mir Hoffnung gab warst du. Weil du, du warst meine Definition von für immer und das Nachdenken über dich und über das für immer macht alles irgendwie nur noch schlimmer, denn ich kann niemanden mehr glauben der sagt „Hey du, ich bleibe für immer“.
Jedes Mal wenn ich das höre wird mir schlecht, denn ich weiß ich hatte recht, dass nichts für immer ist und trotzdem habe ich deinen Worten vertraut. Doch keins davon war echt. Keins davon war wahr. Du bist fort und was ich noch nie verstanden habe ist, wie man in dem einen Moment jemanden so nah sein kann und ich dem nächsten so fremd ist dann. Niemand kannte mich besser als du. Ich musste nicht mal irgendwas sagen und du hast mich verstanden. Und jetzt, jetzt tun wir so als ob wir uns nie gekannt haben, obwohl wir für die Ewigkeit bestimmt waren. Zumindest waren das deine Worte. Mir ging es ja nicht mal um die Beziehung. Was mir weh getan hat, dass ich den besten Freund verloren habe.
Es ist einfach schwierig alleine nach einer Beziehung klar zukommen. Klar zu kommen alleine einzuschlafen. Klar zu kommen, dass dich niemand mehr nach fragt wie dein Tag war. Klar zukommen alleine zu sein. Klar zu kommen, dass nichts für immer ist.
Du, du warst aber nicht die einzige, die mir die Hoffnung an das für immer stahl. Beste Freunde die ich fest in meinem Leben geplant habe sind gegangen.
Ich bin über dich Hinweg, dass ist nicht das Problem. Außerdem is es nicht schlimm, dass die besten Freunde gehen. Mich enttäuscht es einfach, dass ich niemanden mehr glauben kann der sagt „hey du, ich bleibe für immer“ und jedes Mal muss ich wieder daran denken, dass du gegangen bist und jedes Mal würde ich gern sagen „hey du, dein für immer war aber ganz schön kurz“
Doch irgendwie versteh ich uns auch nicht ganz richtig. Unser Glück liegt immer in den Händen von anderen, doch wir müssen aufhören unser Glück in anderen zu suchen. Wir müssen aufhören von anderen abhängig zu sein.
Unser Glück steckt in uns drin, denn weißt du eigentlich was? Du bist die Person die für immer bleibt. Und Glücklich sein ist dein Glück für dein restliches Leben.
Ich versteh nicht wieso wir als Single nicht glücklich sein können. Ich versteh nicht wieso wir nur ein perfektes und glückliches Leben haben können wenn wir in einer Beziehung stecken. Wir sollten endlich mal eine Beziehung mit uns selber führen und die liebe die wir haben nicht an Menschen verschwenden die es nicht wertschätzen.
Gib die Liebe die du trägst mal dir selbst, denn das ist die Person mit der du dein restliches Leben verbringen wirst. Und vielleicht ja vielleicht solltest du einfach auch nicht auf das Ziel schauen, sondern auf den Weg. Also schau doch vielleicht nur darauf wer dich auf dein Weg begleitet und konzentrier dich nicht auf das Ziel , denn du kannst dann sagen „hey du , danke dass du mit mir ein Stückchen gegangen bist. Und dann, dann gehst du weiter und triffst den nächsten Begleiter.
Und das Ziel, das Ziel ist nicht das für immer sondern dein Leben. Denn das Leben war dein Ziel und wenn du zurück schaust auf dein Weg siehst du all deine Begleiter. Also das wichtigste ist, dass du geblieben bist und das du am Ziel bist. Du gewinnst am Ziel dein Leben und kannst stolz sein also „hey du, du musst dein Weg meistern“.
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