Caesar liebt Tequila

von Darya
OneshotHumor, Romanze / P16 Slash
Caesar A. Zeppeli Joseph Joestar
01.09.2019
01.09.2019
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Es war einer der Abende, an denen nichts zu tun war. Das Training war vorbei und Caesar ließ sich nicht darauf ein, noch einmal mit ihm Poker zu spielen. Er lief durch die Flure, suchte nach etwas. Eigentlich hatte er vorgehabt, sich mit einer Flasche Tequila schön zu betrinken, bis er einschlafen konnte. Aber nachdem er sie in der Küche abgestellt hatte, konnte er sie nicht mehr auffinden. Vor Lisa Lisas Zimmer blieb er stehen. Aufmerksam sah er um sich. Keiner war hier. Dann beugte er sich grinsend zum Schlüsselloch. Enttäuschender Weise war sie nicht auf ihrem Zimmer. Aber das war kein Problem. Eigentlich sogar perfekt. Er vermutete, dass sie den Tequila hatte. Anscheinend war sie der Überzeugung, dass Alkohol sein Training negativ beeinflussen könnte.

Leise öffnete er die Tür und huschte in das Zimmer. Vorsichtig schloss er die Tür. Das war wohl Lisa Lisas trautes Zimmer. Viel größer als seines und es hatte einen atemberaubenden Balkon, zu dem man durch eine Glaswand blicken konnte. Die Möbel waren aus einem rötlichen Holz und man sah, dass sie viel dafür gezahlt haben musste. Jojo öffnete die erste Kommode, die er sah. Kein Tequila. Und auch in den anderen Schubladen fand er nichts. Enttäuscht atmete er aus. Vielleicht versteckte sie es klüger. Er lief zu einem großen Schrank, der wie ein Kleiderschrank wirkte.

„Bestimmt bei ihren Socken.“, sagte er zu sich selbst.

Fehlanzeige. Er kramte in den Strümpfen und Strumpfhosen, aber darunter war keine Flasche versteckt. Die Schublade darüber könnte es sein. Als er sie öffnete, wurde er etwas rot. Es war ihre Unterwäsche. Neugierig schob er sie mit spitzen Fingern zur Seite. Etwas fing seine Aufmerksamkeit. Und es war keine Tequila-Flasche.

Sie war in einem Rosé-Ton. Er holte den spitzenbesetzten Slip hervor und sah ihn sich genau an. Er bestand nur aus diesem Blumenmuster und die Spitze war überall ein wenig durchsichtig. Irgendetwas an ihr war ziemlich faszinierend. Jojo wusste nicht genau, woran es lag. Denn als er sich sie genauer ansah, dachte er nicht daran, wie Lisa Lisa oder ein anderes Mädchen sie trug. Dann schüttelte er den Kopf. Er wollte doch den Tequila finden! Jojo machte sich darauf die zwei großen Türen zu öffnen. Auf einer Kleiderstange hingen mehrere Kleider. Sie wirkten sehr elegant. Jojo hob eines hervor.

Es war Dunkelblau. Jojo war fasziniert davon, wie es im Licht ein wenig schimmerte. Der Stoff war samtig und Jojo bekam wieder dieses merkwürdige Gefühl von vorhin. Und ehe er sich versah, hatte er es schon angezogen. Es hatte ein wenig gedauert und der Verschluss am Rücken ging kaum zu, aber er steckte drin.

Zufrieden lächelnd stand er vor dem Spiegel. Er stand auf seinen Fußballen und hielt seine Hand an seine Wange. Stolz spitzte er den Mund. Es fehlte noch etwas. Jojo ging herüber zu ihrem Schminktisch und suchte nach etwas. Er wusste nicht wirklich genau, was das Alles war. Das letzte Mal als er Make-up benutzt hatte, hatte er keine große Auswahl gehabt. Und Lisa Lisa besaß wirklich viel davon.

Er nahm einen der roten Lippenstifte und konzentrierte sich darauf, nicht aus den Linien seiner Lippen zu geraten. Zufrieden mit seinem Ergebnis grinste er. Nachdem er noch ein wenig Wimperntusche und Lidschatten aufgetragen hatte, stellte er sich erneut vor den Spiegel. Lasziv lächelte er und legte eine Hand in seine Hüfte. Die Tür knallte auf. Jojo drehte sich ertappt um.

„Lisa Lisa, ich habe die Vase im Flur ...!“

Caesar stand dort in der Tür. Jojo schien an der Stelle gefroren zu sein, denn er konnte sich keinen Schritt weg bewegen. Der Blonde hatte die Augen aufgerissen. Jojo versteckte sein Gesicht in seiner Hand. So wollte er nicht von ihm gesehen werden. Dann hörte er, wie Caesar in Gelächter ausbrach.

„Jojo, du ...“

Er zeigte auf ihn und jetzt bemerkte Jojo die Flasche in seiner Hand. Er hatte den Tequila schon vergessen. Sie war nur noch halb voll. Jojo zog gereizt die Augenbrauen zusammen. Er sah dabei zu, wie Caesar zu Boden fiel und sich nicht ein bekam. Jojo rannte auf die Tür zu und zog sie hinter Caesar zu. Dafür musste er über den Jungen steigen, der ihn danach mit großen Augen anstarrte.

„Jojo, du hast doch nicht wirklich auch ihre Unterwäsche angezogen?“

Jojo zog die Beine zusammen, verdeckte seinen Schritt und tapste beschämt grinsend von ihm weg. Er brauchte keinen Blush mehr. Seine Wangen waren schon so hochrot.

„Caesar, was zur Hölle machst du hier? Und warum hast du meinen Tequila?“

Caesar blickte zu der Flasche und war eindeutig voller, als die halbleer getrunkene Flasche. Er hatte die Augen nur leicht geöffnet und schüttelte etwas unsanft die Flasche.

„Eigentlich wollte ich ihn nur probieren. Er war ziemlich eklig. Aber nachdem ich ein paar mehr Schlücke genommen habe, vergaß ich den Geschmack.“ lallte er.

Caesar raffte sich auf und betrachtete Jojo mit einem langen Blick. Dann fing er wieder an zu lachen.

„Erklär’ du mir erst einmal was das hier soll.“

Jojo grinste ihn an.

„Es ist nur eine Verkleidung. Ich dachte ich könnte so vielleicht später die Pillarmen verwirren und sie dann unbesorgt platt machen.“, log er.

Caesars Beine knickten erneut ein und er prustete in seine Hand. Dann deutete er mit der Flasche in seiner Faust auf Jojo.

„Hast du dich mal im Spiegel angesehen? Deine Arme … das kauft dir keiner ab! Das sind keine Arme einer Frau.“

Jojo drehte sich um und betrachtete sich im Spiegel. Er verstand nicht. Als er verführerisch sich selbst im Spiegel ansah, war er der Meinung, eine sehr überzeugende Frau darstellen zu können.

„Du siehst aus wie ein Monstrum!“

Jojo war ein wenig genervt. Er riss Caesar die Flasche aus der Hand und machte sich daran, aus dem Kleid zu kommen.

„Eigentlich habe ich auch nur nach meinem Tequila gesucht, den du jetzt fast leer gesoffen hast.“

Caesar blickte frustriert der Flasche hinterher, die Jojo auf dem Schminktisch abstellte. Dann sah er Jojo dabei zu, wie er versuchte den Verschluss an seinem Rücken zu öffnen. Plötzlich hielt Caesar seine Hände fest.

„Hör auf damit, Cae...“

Jojo stoppte. Er sah in grüne Augen, die ihn verträumt anblickten. Seine Hände ließen von dem Kleid ab und er musste grinsen. Caesars Wangen waren ganz rosa vom Alkohol.

„Lass es. Es sieht gar nicht so schlecht aus, Jojo.“

Seine Augen betrachteten seine Beine und er hob die Hand zu seinem Kinn.

„Aber mit diesen behaarten Beinen sieht es einfach nur falsch aus.“

Er ging zu einer der Schubladen und kramte etwas hervor. Dann drückte er es Jojo in die Hand. Jojo blickte auf die dunkle Strumpfhose. Dann nickte er.

„Zieh’ sie an.“

Caesar setzte sich auf einen Stuhl und beobachtete Jojo dabei, wie er etwas unbeholfen versuchte die enge Strumpfhose anzuziehen. Nach vielen Versuchen schaffte er es, sie nur mit einem Riss am Oberschenkel anzuziehen. Jojo blinzelte ihm zu, nur um zu sehen, wie er sich wieder an seinem Tequila verging.

„Hey!“, rief er.

Er riss ihm die Flasche erneut aus der Hand und sah ihn mahnend an.

„Ich denke, du hattest genug.“

Caesar schmollte, aber Jojo ließ sich nicht von diesem Welpen-Blick überzeugen. Dann nahm er selbst einen Schluck aus der Flasche. Caesar sah ihn schmunzelnd dabei zu.

„Diese Arme. Keine Frau hat solche Muskeln.“

Er stand auf, taumelte ein wenig, aber er fing sich. Jojo trank noch einen Schluck und sah, wie Caesar einen Pelzmantel aus dem Schrank nahm. Er lief entschlossen zu ihm und legte ihn um seine Schultern. Jojo schlüpfte hinein. Zufrieden lächelte Caesar.

„Und jetzt sieh’ dich noch einmal im Spiegel an.“

Er hatte Recht. Jojo sah jetzt viel überzeugender aus. Der dicke Mantel versteckte seine muskulösen Arme und er sah ziemlich schick damit aus. Er schnappte sich eine Zigarette aus seiner Jacke, die auf dem Boden lag und steckte sie an. Er drehte sich zu Caesar und posierte. Die Beine überkreuzt und die Zigarette hoch in der Luft sah er Caesar mit einem sinnlichen Blick an. Der Blonde musste grinsen.

„Du siehst aus wie eine Sugar-Mummy.“

Jojo lachte und stolzierte auf Caesar zu.

„Süßer, wenn du eine teure Uhr haben möchtest, musst du nur mit mir schlafen.“, säuselte er.

Caesar lachte laut und schüttelte den Kopf.

„Das ist mir zu wenig. Ich möchte eine Yacht.“

Jojo beugte sich zu ihm herunter und hielt sich an der Lehne des Stuhls fest. Er betrachtete, wie der Blonde ihn mit einem frechen Grinsen ansah. Dann legte er die Zigarette an die Lippen und nahm einen Zug.

„Hm, dafür brauche ich aber ein wenig mehr Überzeugung. So hübsche junge Männer wie dich gibt es viele.“

Caesar fuhr sich durch die Haare und zwinkerte.

„Aber dieser hier hat Lippen, die unglaublich gut küssen können.“

Jojo kicherte und sah ihm tief in die Augen.

„Dann zeig’ mir was die können. Vielleicht springt dann ein wenig mehr für dich raus.“

Er schloss die Augen und spitzte die Lippen. Dann blieb ihm der Atem weg. Caesar küsste ihn wirklich. Jojo hatte eigentlich nur einen Witz gemacht, aber der Blonde hatte seine weichen Lippen um seine gelegt. Er riss die Augen auf und drückte ihn knallrot von sich.

„Caesar, was ...?!“

Weiter konnte er nicht sprechen. Caesar hatte diesmal seine Hand um seinen Nacken gelegt und drückte ihn an sich. Die Lippen öffneten sich und Jojo konnte den Alkohol schmecken. Caesar musste wirklich betrunken sein. Aber Jojo merkte, wie er auch langsam die Lippen öffnete. Caesar stöhnte leise. Seine Beine wurden zu Pudding. Caesar hatte Recht gehabt. Er küsste wirklich gut. Und Jojo legte sich ins Zeug, ihm seine Künste bei dem Kuss zu beweisen. Caesar reagierte darauf, indem er seine Hand auf Jojos Oberschenkel legte.

„Du Kavalier! So etwas macht man doch nicht mit einer Dame, wie mir.“, säuselte Jojo.

Caesar kicherte.

„Das willst du doch, Signorina.“

Caesar zog ihn wieder zu sich und ließ Jojo weich in der Birne werden. Eine Weile lang küssten sie sich, bis sie schwer nach Luft schnappten. Caesar ließ ihn los. Jojo blickte ihn mit großen Augen an. Der Blonde wischte sich über die feuchten Lippen. Der Lippenstift klebte daran und es hatte etwas von Clowns-Schminke. Caesar schmunzelte.

„Also. Wollen wir in mein Zimmer und danach bekomme ich meine Yacht?“

Jojo grinste. Caesar führte ihn an seiner Hand hinauf in sein Zimmer. Es war ein guter Deal.
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