Yuri!!! on Ice - Carnival*

von Akela
KurzgeschichteHumor, Romanze / P12 Slash
Otabek Altin Victor Nikiforov Yuri Katsuki Yuri Plisetsky
01.09.2019
01.09.2019
1
1975
 
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Yuri!!! on Ice
Carnival
Für Ninja Ahsoka




Es war Frühling. An sich war das nichts Besonderes und im Prinzip war auch nichts los; absolut nichts. Ein Zustand der Yurio in den Wahnsinn trieb. „Drastische Zeiten, fordern drastische Maßnahmen.“ – dachte er sich und rief, von allen Leuten, die es auf der Welt gab, ausgerechnet Viktor an.


(Telefongespräch)

Viktor: Hallo, Yurio! Wie geht es dir?

Yurio: Mir ist langweilig! Denk dir etwas aus!

Viktor: Ich soll mir etwas ausdenken?

Yurio: Bist du taub?!

Viktor: Ist ja gut. Also, dir muss ja wirklich langweilig sein. Warum unternahmst du nicht etwas zusammen mit Otabek?  

Yurio: DAS! Ist eigentlich eine gute Idee!

Viktor: Dann viel Spaß beim Date.

Yurio: DAS WIRD KEIN DATE! GEHE DOCH SELBST AUF EIN DATE!!!


Für einige Augenblicke herrschte Stille; zu hören war nur noch das wütende Schnauben von Yurio.


Viktor: Das ist ja ein fantastischer Einfall! Und wir haben auch ein so schönes Wetter heute! Ich denke, ich gehe dann mit Yuri ins Phantasialand!!!

Yurio: Ins Phantasialand?

Viktor: Ja! Also; man sieht sich! Ich muss Yuri aus dem Bett schaffen.


Es war mitten am Tag und Yurio wollte nicht wissen, warum Yuri noch im Bett lag. Dafür konnte es nur drei Gründe geben. Erstens; er war krank. Das konnte aber nicht sein, denn in diesem Fall würde Viktor ihn nicht aus dem Bett lassen, geschweige aus dem Haus. Zweite Möglichkeit: Yuri hat wieder die ganze Nachtlang mit dem Handy gespielt. Ganz ehrlich, der Junge war abhängig von dem Ding. Viktor sollte es ihm, zumindest für einen Monat oder zwei, wegnehmen. Und an die dritte Sache wollte er gar nicht erst denken. Die Beziehung der Beiden war dermaßen überzuckert, dass es fast schon furchteinflössend war. Aber, dann hätte Yurio eine gute Ausrede…


Yurio: WARTE! Lass daraus ein Doppeldate machen!

Viktor: Ui, Yurio! So kenne ich dich ja gar nicht.

Yurio: Ah, halt die Klappe!


Viktor war eine unglaubliche Nervensäge, wenn er eine sein wollte. Yurio dachte gerade an alle möglichen Arten und Weisen, wie man jemanden effektiv umbringen und beseitigen konnte. Sein Gesprächspartner wusste selbstverständlich nichts davon und hatte, wie erwartet, sehr viel Spaß mit der Gesamtsituation. Letztendlich erbarmte er sich aber.


Viktor: Rege dich nicht gleich so auf. Ich habe nur Spaß gemacht. Doppeldate ist eine gute Idee. Wir können zusammen hinfahren und dann geht jedes Paar ihren eigenen Weg. Am Ende des Tages fahren wir dann zusammen zurück. Lass uns das am Besten in Form einer Überraschung gestalten, damit sie keine Gelegenheit dazu bekommen „Nein“ zu sagen.


Yurio: Genau so machen wir es! Gib mir eine Stunde! Ich muss ja zuerst Otabek holen.

(Telefongespräch – Ende)  


Otabek wohnte momentan im Hotel. Er wollte Yurio in Russland besuchen und hat sich für einen Monat frei genommen - trainiert wurde natürlich trotzdem. Keiner der beiden konnte es sich leisten einen Monat lang aufs Schlittschuhlaufen zu verzichten. Und ganz ehrlich, dass wollte auch keiner; dafür liebten sie diese Sportart einfach zu sehr.
Nach ungefähr einer Stunde standen Yurio und Otabek dann tatsächlich vor Viktors und Yuris gemeinsamer Haustür. Da der große Katzenfan jedoch zu der ungeduldigen Sorte gehörte und sich um Höflichkeiten nur in seltenen Fällen scherte, klopfte er auch nicht an, sondern trat gegen die besagte Tür mit voller Wucht.


Yurio: Wie lange braucht ihr denn noch?! Bewegt euch endlich!

Otabek: Wo fahren wir denn eigentlich hin?


Für Otabek war diese Verhaltensweise seines jüngeren Freundes ganz normal, also schenkte er dessen Eskapaden keine Beachtung mehr. Auch wenn es eine Lüge wäre zu sagen, dass er ihn damit, von Zeit zu Zeit, nicht doch schocken konnte.


Yurio: Das ist eine Überraschung. Aber! Daraus wird NICHTS, wenn die beiden nicht endlich in die GENGE KOMMEN!!!

Viktor: Wir sind ja schon da. Bitte lass meine arme Tür in Ruhe.

Yurio: Warte! Du nimmst deinen Hund mit?

Viktor: Aber natürlich! Ich gehe nirgendwo ohne Makkachin! Außerdem dürfen Hunde mit auf das Phantasialandgelände.

Yurio: Ich wusste schon immer, dass du nicht alle Tassen im Schrank hast. EGAL!!! FAHREN WIR ENDLICH!

Yuri: Äh, schön dich zu sehen, Yurio. Otabek?

Viktor: Und weg sind sie. Ah, da bist du ja endlich. Du kannst die beiden später im Auto begrüßen.

Yuri: Wirst du mir endlich sagen, was du vorhast?

Viktor: Niemals!


Das Viktor gute Laune hatte war vollkommen normal, aber wenn er so strahlte, dann führte er meist etwas im Schilde - etwas, was Yuri später wahrscheinlich in Verlegenheit bringen würde. Sich dieser Tatsache absolut bewusst steuerte er also geradewegs in sein Verderben; wenn man das so sehen wollte.


(Ungefähr eine Stunde später – Phantasialand)

Yurio: Na endlich! Ich dachte wir kommen nie an!
Viktor: Das war doch nur eine Stunde.

Yurio: Eine Stunde mit euch beiden, ist eine Sunde zu viel. Komm Otabek! Wir gehen!

Otabek: Beleben wir denn nicht zusammen?

Yurio: Absolut nicht! Ist das ein Problem?

Otabek: Nein.

Yurio: Gut.

(Nachdem die beiden gegangen sind)

Viktor: Die Gespräche der beiden müssen ja wirklich aufregend sein.

Yuri: Otabek gehört nun einmal zu der stillen Sorte. Themawechsel. Phantasialand, Viktor? Im Ernst?

Viktor: Hm. Ich war mir sicher du würdest vor lauter Angst zittern und stammeln. Warum tust du es nicht?

Yuri: Ähm, warum sollte ich denn? Du…hast…doch nicht etwa vor, die gefährlichen Attraktionen zu besuchen, oder? Bitte sag mir, wir sind nur hier, um einen schönen und ruhigen Tag zu genießen.

Viktor: Warum einen Vergnügungspark besuchen, wenn man nicht vor hat mit der schnellsten Achterbahn zu fahren oder mit dem wildesten Karussell?


Und plötzlich wurde Yuri ganz bleich; er war davon überzeugt, dass er diesen Tag nicht überleben würde. Im Großen und Ganzen war er tatsächlich nahe der Ohnmacht, denn Viktor hatte sich in der Tat nur für die gefährlichsten Attraktionen entschieden. Jegliche Hoffnung, die Gegenwart von Makkachin würde ihn ab und zu daran hindern, ging verloren. Der charismatische Mann hatte einfach zu viele Fans, die nur zu gerne bereit waren auf seinen geliebten Hund aufzupassen.
Otabek erging es auf der anderen Seite des Vergnügungsparkes nicht anders. Normalerweise hatte er Nerven aus Stahl, dass betraf allerdings nicht die Achterbahnen und Desgleichen; vor allem dann nicht, wenn man schon zum dritten Mal auf der Black Mamba war, zum fünften Mal auf Talocan und ebenfalls zum dritten Mal auf Taron.


Yurio: Komm schon, Otabek! Ich möchte nochmal auf Taron! Das ist die beste Attraktion im ganzen Park!  

Otabek: Ich werde sterben. Wie oft will er denn noch fahren?

Yurio: Beile dich endlich!


Erst gen Abend sind sich die beiden Paare durch Zufallen über den Weggelaufen. Zu diesem Zeitpunkt sahen Yuri und Otabek bereits wie Zombies aus, währen Viktor und Yurio nur so von Energie strotzen. Die beiden waren gerade dabei ihre Eindrücke und Erlebnisse auszutauschen; es war geradezu gruselig, wie gut sie sich auf einmal verstanden. Yuri und Otabek hofften, dass damit ihr Abenteuer in Phantasialand beendet wäre, bemerkten jedoch schnell, wie sehr sie sich irrten - ihre Kumpanen waren gerade dabei eine weitere Fahrt zu planen! Viktor wollte auf Talocan und Yurio wieder auf Taron. Das war den beiden zu viel:


Yuri: O.k., dass reicht! Ihr beiden hatten euren Spaß und das den ganzen Tag lang!

Otabek: Unsere letzte Attraktion wählen wir.  

Yurio: Was? Nein! Ihr entscheidet euch doch sicher für etwas langweiliges!

Viktor: Und langsames!

Yuri: Fair ist fair, Viktor! Letzte Fahrt, wählen Otabek und ich.

Otabek: Genau.

Viktor: Hmm. Ich denke wir schulden ihnen das, was sagst du?

Yurio: Von mir aus. Ist mir auch egal! Bringen wir es endlich hinter uns!


So wie Viktor und Yurio es befürchtet hatten, entschieden sich Yuri und Otabek für das langsamste Ding überhaupt, dass Zwei-Etagen-Pferdekarussell, dass in dem Gebiet mit dem Namen „Berlin“ stand. Sie versuchten sich vor der Fahrt noch zu drücken, aber es half nichts und so saßen nun beide Paare auf künstlichen Pferden. Damit es nicht zu unangenehmen Situationen kommen konnte, ganz gleich welcher Art, beschlossen Yuri und Otabek, dass sie auf unterschiedlichen Etagen fahren sollten. Und so befanden sich die beiden älteren untern, die beiden jüngeren wiederum oben.
Inzwischen ist es auch recht dunkel geworden und der Park wurde hauptsächlich durch die vielen künstlichen Lichter erleuchtet, was den Anschein entstehen ließ, man würde sich tatsächlich in einer magischen Welt befinden. Allein das Pferdekarussell strahlte ein so helles und warmes Licht aus, dass jedes Ärgernis ins Vergessen geriet.


Yurio: Wow.

Otabek: Langsam, aber wunderschön.

Yurio: Ja.


Yurio war so sehr von dem Spektakel gebannt, dass es ihm gar nicht auffiel, dass Otabek ihn beobachtete. Plötzlich drehte sich der Katzenliebhaber um, ihm fiel etwas auf und er wollte die Beobachtung mit seinem Freund teilen, aber dann begegneten sich ihre Blicke. Erst als sich der Schwarzhaarige zum ihm beugte, bemerkte Yurio das er den Atem anhielt. In dieser Position blieben sie für eine Weile; diese kam ihnen jedoch wie eine halbe Ewigkeit vor. Schließlich bewegte sich Otabek wieder langsam auf den jüngeren zu; ihre Augen verfielen nie einander. Als ihre Lippen gerademal einen Hauch von einander entfernt waren, senkten sie die Lider und überbrückten glücklich den Abstand. Dies würde ein unvergesslicher Moment werden und später könnte Yurio nicht mehr behaupten es hätte sich nicht um ein Date gehandelt, allerdings scherte ihn dies herzlich wenig.
Ein Stock unter ihnen ging ungefähr das gleiche vor, jedoch wesentlich weniger verhalten und nicht einmal ansatzweise so romantisch, dafür sorgte Viktor schon.

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So, dass hier ist die vierte und vorletzte Jubiläumsgeschichte (alle vier Geschichten gehören unterschiedlichen Fandoms an und sind mit einem kleinen Stern im Titel gekennzeichnet) Ja, ich weiß, sie sollte längst online sein und nicht nur die. Sagen wir einfach, dass ich mich nicht an Termine halten kann, wenn es um Fan Fictions geht.

Das hier ist auch meine allererste Yuri!!! on Ice FF und erst die zweite Romanze, die ich je geschrieben habe. Ich hoffe die Figuren charakteristisch halbwegs richtig getroffen zu haben. Mein größtes Problem war der romantische Teil. Das ist einfach nicht meine Welt, wenn das also misslungen ist, dann aus eben diesem Grund. Es war auch eine Art Bestätigung für mich, dass ich so etwas zwar auf Wunsch schreiben kann, aber aus eigener Initiative nicht.  

Für die Interessenten: ich habe mit der fünften Jubiläumsgeschichte (Digimon Adventure 02 – Picknick) bereits angefangen. Sie wird jedoch nicht sonderlich lang sein, da der rote Faden und das Genre, das einfach nicht hergibt.

Danach konzentriere ich mich erst einmal auf TMNT – Halloween. Das letzte Kapitel sollte auch vor einer halben Ewigkeit erscheinen, außerdem plante ich eine Halloweengeschichte für dieses Jahr, da muss die alte ja abgeschlossen sein.

Beyblade – Patchwork startet ab Oktober, da ich da wieder mit dem Zug unterwegs bin. Ab da geht auch TMNT – Patchwork weiter.

Alle anderen Projekte legte ich bis zum neuen Jahr still. Es erscheint noch eine Weihnachtsgeschichte für dieses Jahr, allerdings weiß ich noch nicht zu welchem Fandom.

Ich muss vier Hausarbeiten schreiben, mit je 20 Seiten. Habt also bitte Verständnis.

LG
Akela
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