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Leben und Lieben am Limit

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld OC (Own Character) Tobias Ehrlinger / Saalfeld
01.09.2019
30.12.2020
50
76.388
25
Alle Kapitel
422 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
30.12.2020 2.195
 
Heihei ihr Lieben

Habt ihr alle schöne Weihnachtstage verbringen können? Ich hoffe es fest!
Ich habe auch noch ein kleines Weihnachtsgeschenk für euch...ein hoffentlich "himmlisches" letztes Kapitel meiner, mir so sehr ans Herz gewachsenen, Kummerbuben.

Ich kann es selber noch gar nicht richtig fassen, dass ich nun tatsächlich das 50. Kapitel dieser Geschichte hochlade, das gleichzeitig auch das Letzte sein wird... Nie war geplant, dass das hier so lange wird, dass unsere beiden Lieblingsjungs in so unendlich viel Dunkelheit das Licht suchen müssen...dass die Geschichte eine unzähmbare Eigendynamik entwickelt...aber sie haben es geschafft...und so endet die Geschichte da, wo sie auch begann...und wie es schon bei *zu Zweit allein...* war... wisst ihrs noch...?

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Nach unendlich vielen Wochen ist es Boris, der seinen Schlüssel ins Schloss steckt, ihn langsam dreht, tief ein- und ausatmet, kurz die Augen schliesst, seine Hand nach Tobis greift und er mit einem wohligen Seufzen die Türe öffnet. Unerwartet lässt er seinen Koffer zu Boden sinken, wendet sich seinem Mann zu, ehe er ihn ohne Vorwarnung hochhebt…Tobi unter lautem Lachen und Protest in den Flur trägt, mit einem Fuss die Türe zuknallt und den direkten Weg Richtung Sofa einschlägt, um sich mit Tobi zusammen darauf fallen zu lassen. „Sonst gehts dir aber gut, oder?! Wir haben doch nicht geheiratet…oder hab ich irgendwas verpasst oder vergessen?“ „Neeein…du hast nichts verpasst…nichts vergessen…aber es fühlte sich für mich einfach grad richtig an…“ Zärtlich legt er seine Hände an Tobis Wangen, lässt ihn von seiner wiedererlangten Wärme durchfluten, schliesst seufzend die Augen und küsst Tobias sanft und voller Liebe, nuschelt dazwischen „Es ist für mich so etwas wie ein Neuanfang, weisst du…!“ Gerührt über Boris’ Worte, nutzt Tobi die Steilvorlage, die ihm Boris gerade geschenkt hat. „Klingt sehr schön…was hältst du davon, wenn wir den Neuanfang mit erholsamem Schlaf in unserem eigenen Bett starten? Du willst vermutlich noch kurz Duschen…los komm schon, deine Sachen packen wir morgen aus…“ „Ich kann doch nicht einfach alles liegen lassen, zumal mein Gepäck noch vor der Türe ist!“ „Duuu mein Lieber“ stupst Tobi Boris an die Nase „hast gesagt, es ist ein Neuanfang, also pfeif drauf, darum kümmern wir uns Morgen, keine Widerrede…und jetzt los, ab ins Bad!“


Hibbelig und mit einer riesigen Portion Vorfreude, trifft Tobi die letzten Vorbereitungen im Schlafzimmer…einfach nur froh, konnte er Boris so leicht überreden, unter die Dusche zu springen und sich damit einen kleinen Vorsprung verschaffen. „Boris, hab dir frische Shorts auf den Schemel gelegt…ich verzieh mich schon mal ins Bett…war ein langer Tag…bis gleich!“




„Welcome to our heaven“… Boris bleibt wie angewurzelt stehen, sein Mund öffnet und schliesst sich mehrfach und unverrichteter Dinge wieder…leeres Schlucken wird deutlich sichtbar, Boris’ Kehlkopf hebt und senkt sich…aber seine Sprachlosigkeit wird sowieso gänzlich nebensächlich bei all den Gefühlen, die Tobias in seinen Augen lesen kann. Boris’ Augen…die nach seiner unrühmlichen Irrfahrt für kurze Zeit mehr Ähnlichkeit mit den gläsernen Knopfaugen eines Plüschbären hatten, als mit denjenigen, denen er seit Jahren verfallen ist…diese goldbraunen Augen, die sooft Boris’ ohnehin mangelnden Redefluss überflüssig werden lassen, weil sie alles zu erzählen wissen, was von Bedeutung ist. So auch jetzt…das Wundervollste aber, was er gerade in diesem besonderen Moment sieht, nebst Unglauben, Berührtheit und umwerfender Freude, sind all die vielen kleinen Lichtlein, die sich in ihnen spiegeln. Hätte er nicht seit dem ersten tiefen Blick in Boris’ Augen eine ergebene Schwäche für diese…jetzt…jetzt hätte es ihn auf Gedeih und Verderben erwischt. Zauberhaft, einfach in überragendem Masse zauberhaft, ein Anblick für die Götter…sein Lieblingsmann, barfuss und nur in knappen Shorts gekleidet, einzelne Wasserperlen auf seiner Brust, die im zarten Lichtschimmer glitzern wie winzige Edelsteine und in aufreizender Manier über seine Muskeln nach unten gleiten, das feuchte Haar in alle Richtungen zerzaust, steht er da...setzt sich zögerlich in Bewegung und geht die wenigen Schritte, bis er bei Tobias ist, der auf einer neuangebrachten Fensterbank sitzt und an dem verbreiterten Rahmen anlehnt. Seine Beine lässig angezogen, die Arme zum Halt über sein linkes Bein gelegt und die Hände in sich verschlungen. Beinahe ehrfürchtig lässt Boris seine Finger über das baumnussfarbene Holz gleiten, hebt seinen Blick zu den unzähligen kleinen Lichtern, die an einen tiefblauen Samtstoff, der wie ein Himmel an der Decke angebracht ist, befestigt sind und ein warmes, ganz liebliches Licht verströmen. Ganz vorne an der Scheibe brennen in kleinen Gläsern Teelichter, sich selber im Glas spiegelnd…dazwischen stehen zwei Tassen, deren Inhalt dampfende Wölckchen in den Himmel schicken.

„Tobi…Schatz…wann, also wie…“ Tränen schwimmen in seinen Augen…völlig ergriffen zieht er Tobi an sich, klammert sich an ihn und zum zweiten Mal an diesem für sie so speziellen Tag, versinken sie in einer unendlichen Umarmung, kaum fähig sich voneinander zu lösen… Es ist nur ein gehauchtes Flüstern, das den Weg über Boris Lippen findet „…ohne es selbst zu wissen, hätte ich mir nichts mehr gewünscht als das! Es ist ein wunderwundervolles Plätzchen, das du uns gezaubert hast…danke, danke mein Schatz!“ „Du glaubst gar nicht wie sehr ich mich freue, dass dir unser kleines Paradies gefällt…und jetzt komm schon hoch zu mir!“ Eng an Tobias gekuschelt, die Beine so gut es geht ausgestreckt sitzen sie da…Trinken den „Engelszauber Gute Nacht Tee“ den Tobi gekocht hat und geniessen die vertraute Nähe. „Weisst du, eigentlich wollte ich hier ein Glas Sekt und was zum Knabbern oder Chips und Bier mit dir geniessen, aaaber, da ich erst nach Kais Zaunpfahl, den er mir unsanft über den Schädel zog, gemerkt habe, dass es finster sein muss, damit unser ganz persönlicher Himmel auch richtig schön aussieht und ich dich ja schlecht bitten konnte, deine Beisserchen nicht zu putzen, ohne dass du Lunte gerochen hättest, gibts dieses ungesüsste Gesöff, das du so liebst. Naja sooo schlecht schmeckts ja eigentlich gar nicht…könnt ich mich glatt dran gewöhnen…“ „Es ist perfekt Tobi…und ich werde dir in Zukunft, wann immer du es möchtest, liebend gerne eine Tasse Tee kochen!“
Neckend… „mmmmhm…kannst dich für die 1001 Cappuccinos revanchieren, die ich dir morgens schon ans Bett gebracht habe…wobei, da fällt mir grad ein, dafür schuldest du mir noch ne Runde *und dann*…erinnerst du dich?!“ „Wie könnt ich DAS vergessen…ich werd das Eine tun und das Andere nicht lassen, oder wie heisst das so schön…?“ „Keine Ahnung, klingt aber viiiel zu gut um falsch zu sein!“

Noch eine ganze Weile geniessen sie in herrlicher Stille ihr Zusammensein auf der eigens für ihr Schlafzimmer konstruierten Fensterbank, bis die Kirchenglocken Mitternacht verkünden. Glücklich strahlend, den vertrauten Klang der Glocken wieder wahrzunehmen, ist es Boris, der die Stille bricht, sich etwas zurecht ruckelt, sein Hand an Tobis Wange legt und mit den Daumen liebevoll darüber streichelt. „Was hab ichs vermisst, dass die Glocken mir die Zeit verraten…den Abend mit dir zu verbringen, ohne das Wissen im Nacken, dass jederzeit die Nachtschwester oder sonst wer im Zimmer stehen kann…ich bin so unendlich glücklich und dankbar, wieder hier zu Hause bei dir zu sein…!“ „und ich erst…aber bevor wir jetzt noch richtig sentimental werden, lass uns ins Bett gehen!“ Etwas unsicher und leiser schiebt Tobi "oder…oder möchtest du vielleicht lieber auf dem Sofa schlafen?“ hinterher. "Auf gar keinen Fall…aber danke, dass du auch daran denkst! Es ist alles gut…ich denke, ich konnte mich mit deiner und der Hilfe von Dr. Gumprecht auch damit versöhnen! Was damals war…es ist nicht mehr von Bedeutung, das Wissen, dass du mir verziehen hast, lässt es zusehends verschwinden aus meinen Gedanken!“



Immer wieder wandern Boris’ Finger mit zartem Druck über Tobis Brust, halten hie und da inne, um an einer Stelle etwas länger zu verweilen, ehe er den Weg, nach unzähligen hauchzarten Küssen auf besagten Stellen, wieder fortsetzt. Nicht das kleinste Bisschen Haut lässt Boris aus… Verwundert und langsam aber sicher auch neugierig, dreht sich Tobi etwas auf die Seite, um Boris im sanften Lichterschein ansehen zu können „...verrätst du mir auch, was genau du da eigentlich machst?“ „Pssst stillhalten!! Ich muss was suchen...“ und schmust sich weiter über jede noch so kleine Stelle warmer, zarter...feinriechender Haut...flüstert „weisst du...ich muss das Leck suchen...!“ Verständnislos, gefangen zwischen latenter Erregung und Belustigung, weiss Tobi nichts mit dieser Aussage anzufangen „...ich dachte eigentlich, dir gehts wieder besser...aber ich hab da echt grad absolut berechtigt meine Zweifel...“ „...weisst du Schatz, es ist absolut unmöglich, dass dein riesengrosses Herz, ohne dass es nach aussen sichtbar ist, Platz da drin hat...“ zärtlich streichelt er mit den Lippen über Tobis Brust... „und da du auch nach Jahren immer wieder beteuerst, ich würde dein Herz zum Schmelzen bringen, bin ich auf der Suche nach dem Leck!“
„...du hast sie wirklich nicht mehr alle oder?! Komm her du allerliebster Spinner...wenn das gerade eine Liebeserklärung war...Gooott Boris Süsser...ich bin so verdammt froh, dich…dich und deine Rosamunde Pilcher Liebesschnulzen-Kitsch-Anwandlungen wieder hier zu haben…hier, wo du hingehörst! Ich liebe es sooso sehr, dass du deine Gefühle wieder lebst! Du bist es wieder...dich...mein Boris, mein Lieblingsmann!“


Dicht aneinander gekuschelt, sich die Gesichter zugewandt, driften sie immer mehr weg in diese Welt, wo der Tag noch nicht ganz weg, die Nacht noch nicht ganz da ist…doch bevor der Schlaf sie vollends verführt, stupst Tobias mit der Nase an Boris Wange, „sag mal, darf ich mir heute Abend eigentlich noch etwas wünschen von dir?“ „mmmh…wenn du denkst, dass ich noch fähig bin, dir diesen Wunsch zu erfüllen, ehe ich die Augen nicht mehr aufbekomme…ich mein, wie könnte ich dann Nein sagen, wie könnte ich dir überhaupt jemals wieder was ausschlagen?“ „…ooooh mein Süsser, ich erinnere dich bei Gelegenheit gerne daran, was du im Zuge seliger Schläfrigkeit von dir gegeben hast, aber heute…heute möchte ich einfach nur mit dir in meinen Armen einschlafen, ich möchte nur dich…einfach nur dich ganz ohne alles im Arm halten…meine Augen schliessen mit dem Wissen, dass wir morgen irgendwann aufwachen in unserem eigenen Bett und am liebsten würd ich das ganze Wochenende nichts anderes tun, als dich ganzganz festzuhalten und zu spüren und das Bett gar nicht mehr erst verlassen…“ „Aaaaaw….ist da wer ein kleiner Nimmersatt?! Aber wetten, das hältst du nicht länger aus, als bis dann, wenn dein Magen das erste Mal Bedürfnisse anmeldet…ich kenn dich doch mein Schatz!“ „Wooow…kaum zu Hause schon wieder frech…das hab ich gerne…“ zärtlich streichelt er über Boris’ Arm...Boris, der gerade völlig darin aufgeht, eine Haarsträhne von Tobi um seinen Finger zu wickeln und sein Gesicht mit unzähligen zarten Muntschis zu bedecken… „Im Ernst, ich hab sowieso alles für den leckersten Brunch, den du je gegessen hast vorbereitet, ich habe es so sehr vermisst, mit dir an unserem tête-à-tête Tischchen zu sitzen und in den Tag zu starten…und jetzt komm her und wag es ja nicht, dich davon zu schleichen!“


Wie zwei Hälften, die ihr Gegenstück gefunden haben, die Beine und Arme verschlungen, nicht sichtbar, zu wem nun was genau gehört, zieht Boris die Decke über ihre Körper und ummantelt von innigster Liebe, werden sie vom Schlaf abgeholt und landen sanft und sicher im Land der Träume…


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Sprichwörtlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge nehme ich hier Abschied...ich hab diese Geschichte mit grosser Leidenschaft und unendlich viel investierter Zeit geschrieben, sie ist mir im Laufe der Zeit sooso sehr ans Herz gewachsen...und ich freue mich unglaublich fest, dass ihr mit dabei gewesen seid...

Ein von Herzen kommendes riesen grosse *MERCI MERCI tuusig* für jedes Anklicken, für jedes Herz, jeden Stern...und ein ganz besonders grosses *MERCI tuusig* an alle die, die sich immer wieder die Zeit genommen haben, mir ein Review dazulassen oder eine Nachricht zu schicken...es ist nunmal einfach so, dass das ein SchreiberInnenHerz ganz besonders freut!

Am Ende einer Gesichte kommt ja eigentlich jeweils ein Epilog...hab ich bisher nicht gemacht und werd ich auch diesmal nicht tun...aber wer weiss, vielleicht kommt als kleiner Bonus irgendwann ein kleines Schlussfeuer ;-)


Ich werde nun erstmal eine TorisFF Schreibpause einlegen, kann euch aber versprechen, dass die Schneehasen ihr Revival bekommen werden...und es kann auch sein, dass das Ein oder Andere "Offene" aus dem Leben der Kummerbuben erzählt werden möchte...ihr würdet es wie immer hier auf FF finden.


...ganz ohne Schreiben kann ich nunmal nicht ;-) wer von euch lieben LeserInnen Lust hat...findet hier eine weitere und aktuell laufende Geschichte von mir....
https://www.fanfiktion.de/s/d/5fcbf96f000ac1bd19659c1f/Nikolaus-sein-Wicht-und-die-magischen-5-Worte

Samuel und Tomte, zwei Jungs so unterschiedlich wie Tag und Nacht...aber es ist ein Naturgesetz, dass 24 Stunden nunmal aus Tag und Nacht bestehen und nur so ein Ganzes ergeben...
Ich würde mich jedenfalls unglaublich fest freuen, euch auch dort begrüssen zu dürfen!


Nun wünsche ich euch von Herzen alles Liebste für das kommende Jahr. Hoffe fest, es darf etwas entspannter werden für uns alle und vergesst nie, was mein Tobi immer sagte *es wird alles wieder gut...nicht heute, nicht morgen...aber irgendwann!*

Herzlichste Grüsse durch die Nacht, eure BlackSea
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