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Leben und Lieben am Limit

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld OC (Own Character) Tobias Ehrlinger / Saalfeld
01.09.2019
30.12.2020
50
76.388
25
Alle Kapitel
422 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
05.09.2020 2.065
 
Heihei ihr Lieben

Ich freu mich grad so fest, euch das neuste Kapitel meiner *Kummerbuben* hochladen zu können...ich mag es nämlich sehr und bin gespannt, ob es euch auch gefällt!

Was euch vielleicht nicht so gefallen wird, aber vermutlich auch nicht unerwartet kommt...ja, es geht in grossen Schritten dem Ende zu mit dieser Geschichte! Bissel was kommt noch, aber ich denke, die Jungs sind ganz froh, wenn sie bald einmal ohne Zuschauer ihrem Dasein frönen können ;-)

Sehrsehr MERCI tuusig einmal mehr, fürs lesen..., kommentieren, Herzen und Sterne schenken, auch nach nun ziemlich genau einem Jahr seid ihr noch immer mit dabei...das ist schon sehr schön und freut mich mehr als ich grad so Worte für hätte...drum einfach **allerliebsten Dank dafür!**

Herzliche Grüsse und geniesst das Wochenende! Eure BlackSea

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„Na du mein Lieblingsmann! Alles klar bei dir?“ „Heeei Schatz, wow…ist es so spät, dass du schon da bist?! Und ja, alles klar bei mir!“ Nach einem innigen Begrüssungskuss kann sich Tobias das Lachen nicht mehr verkneifen… „…soooso und bei dir ist also alles klar?!“ Mit gespielt tadelndem Blick nimmt er ihm sein Buch aus den Händen, macht Anstalten den Kopf zu verdrehen, um den Titel lesen zu können… „Verrätst du mir trotzdem, weshalb du die *Muschelsucher von Norderney* verkehrt rum hältst und atmest, als wärst du gerade gerade beim Schummeln erwischt worden?“ Boris zieht eine beleidigte, wenn auch absolut unwiderstehliche Schnute, die danach schreit, erneut geküsst zu werden… „Und nun, möchte der Herr mir was sagen?!“ „Aaach manno…dir kann ich auch echt nie was vormachen…was?! Jaaa…ich gebs ja zu, ich war draussen am warten, weil ichs fast nicht ausgehalten hab, bis du endlich kommst und ich habs nur noch mit Mühe und Not vor dir wieder zurück ins Zimmer geschafft, da sich mein Weg noch mit dem von Dr. Gumprecht kreuzte und wir einen kurzen Schwatz hielten…“ „Du hast also draussen auf mich gewartet und wolltest nicht erwischt werden…“ wieder lässt er seine Lippen Boris’ finden, nuschelt „weisst du eigentlich wie süss du manchmal bist?!“ Erneut entfacht ein eine zart-feurige Knutscherei „jetzt komm schon her!“ Seit Boris Irrfahrt mit halsbrecherischem Tempo direkt in eine Mauer, sind es diese Umarmungen, die Tobias so sehr braucht, die ihm mehr als alles bedeuten und ihm seit Monaten Kraft und Zuversicht schenken und ihn tatsächlich selbst daran glauben liessen, was er Boris immer und immer wieder glaubhaft vermittelte: **Nicht heute, nicht morgen, aber irgendwann wird alles wieder gut werden** Und nun…nun sind es noch lächerliche drei Nächte die sie davon trennen, am Freitag zusammen nach Hause zu fahren!

„Hab dich doch auch vermisst und nun erzähl schon, wie war dein Tag…warst du noch mit Finn laufen, der war ja in der Ambulanten heute, oder?“ „Sollte ich mir eigentlich Sorgen machen, dass du meine Termine und alles was damit zusammenhängt, zwischenzeitlich besser kennst als ich?“ „Gewöhn dich besser gar nicht erst dran, wenn du hier raus bist mein Lieber…ich schwör dir, dann weht diesbezüglich wieder ein anderer Wind, hab schliesslich nen Ruf als Chaot zu verlieren…“ Lachend klettert nun auch Tobi auf die Fensterbank und nuschelt sich gemütlich hin.


„Wooow!! Das sind ja vielleicht News, dass der überhaupt seinen Termin wahrgenommen hat heute…erzähl schon, alles ist gut gegangen?“ „Hat sich für mich zumindest so angehört, wär ja jetzt nicht so, dass ich Erfahrung einbringen könnte…“ Boris schönstes Sonnenscheinlächeln zieht sich quer übers ganze Gesicht „Finn war aber ziemlich erledigt und froh, dass wir in Ruhe Kaffeetrinken waren, er meinte, es wäre schon noch mal ne krass andere Nummer, als die Geburt von Malin und Janis…und ich glaub er platzt ja nun fast vor Stolz auf Helena…Sie hat sich offensichtlich mit Händen und Füssen dagegen gewehrt, die Mädchen per Kaiserschnitt holen zu lassen…meinte, wenn sie zweimal Eins geboren habe, werde sie auch einmal Zwei schaffen…“ „Nun sag schon endlich, wie heissen die Mäuse?“ „Moment…hab mir alles aufgeschrieben“ Tobias registriert mit einem verschmitzten Schmunzeln, dass Boris wirklich wieder zu sich selber gefunden hat, als dieser aus seiner Gesässtasche ein sorgfältig gefaltetes Zettelchen zieht, das in seiner schönsten Handschrift hinten und vorne beschriftet ist. „Aaaalso, die kleine Hannah wurde um 13.35 geboren, ist 44 cm gross und 2580 Gramm schwer, knappe zwei Stunden später, also um 15.29 folgte ihr die kleine Lina, sie ist 45cm gross und 2870 Gramm schwer…“ „phuu…gibt zusammengezählt ganz schön viel Baby auf einmal, das Helena in sich trug…schon Wahnsinn eigentlich…bis vor wenigen Wochen stand deren Leben derart auf dem Kopf, beruhigte sich etwas, nur um jetzt mit Anlauf Purzelbäume zu schlagen…wie gehts denn Finn dabei?“ „Finn…der ist total glücklich, läuft grinsend und fast hakenschlagend durch die Gegend und der Papastolz sickert ihm aus sämtlichen Poren, er sagt auch, es gehe ihm super…war ja letzte Woche noch mit ihm Laufen…“ „Macht dir das nicht auch Mut für deinen Austritt, zu sehen wie es Finn ergangen ist, seitdem er wieder in den Alltag zurückkehrte…?“ „Natürlich tut es das, aber jetzt warte mal…das Schönste hab ich dir noch gar nicht erzählt…“ Boris nimmt Tobis Hände, drückt sie fest und wieder beginnt er so unwiderstehlich zu Strahlen. „Finn hat mich gefragt…also eigentlich hat er uns gefragt…naja ist ja auch egal, wie jetzt genau…auf jeden Fall würden sie sich freuen, wenn wir Patenonkel der Zwei werden würden“ „Ooookay…also du meinst du?!“ „Nein…ich meinte es genauso, wie ich es sagte, wir…zusammen…jeder bei einer der Kleinen.“ Verwundert, mehr als nur überrascht, auch eher ungläubig senkt Tobias den Blick, betrachtet ihre verschlungenen Hände…mit Vielem hätte er gerechnet, damit nicht…Überforderung triffts wohl im Moment am ehesten „ICH…Patenonkel…von Hannah oder Lina? Boris…ich weiss nicht, ich meine es ist jetzt nicht so, dass ich Finn und seine Familie schon sehr gut kennen würde…?!“ „…das ist ihnen durchaus bewusst, und ehe ich diesbezüglich Einwände vortragen konnte, erklärte Finn ihre Beweggründe so überzeugend und so liebevoll, zeigte mir Fotos der beiden Süssen und vermittelte mir mehr als glaubwürdig, wie viel es ihm bedeuten würde, wenn wir dieses Amt übernehmen würden! Weisst du, eigentlich wollte er auch gar nicht mich alleine fragen…er konnte aber nicht mehr auf den Mund sitzen, er war schon echt herzig in seinem Eifer mich grad mal Zwei überzeugen zu wollen…und dann meinte er auch noch….“ mit einem Grinsen lehnt er sich vor und flüstert Tobi geheimnisvoll-tuend etwas ins Ohr!

„…aaach so…ich verstehe, die sind also nur voll berechnend, rechneten sich schon vor der Geburt Chancen auf kinderfreie Wochenenden aus, cleverer Schachzug, das Amt der Patenonkel einem kinderlosen und schwulen Paar aufs Auge zu drücken!“ Tobis Lachen ist ansteckend und auch Boris stimmt mit ein… „Naja…das ist jetzt vielleicht nur die halbe der halben Wahrheit, ich glaube schon, dass sie uns auch sonst ganz gut leiden können…nein im Ernst, ich finds eigentlich ganz schön, dass sie sich dachten, dass wir diese Aufgabe sowieso zusammen wahrnehmen würden…!“ Liebevoll stupst er Tobi an die Nasenspitze „Was musstest du auch in einen Kaufrausch geraten, als du Geschenke für die Vierer-Bande rausgesucht hast…du hast da vielleicht doch ein ganz klein Wenig zu dick aufgetragen und davon geschwärmt, wie du dies genossen hättest und was für tolle Kinderkleider und Spielzeug es doch gäbe…hast du nun davon…die nächsten 16 Jahre kannst DU, mein Lieber, dich diesbezüglich nun austoben“ Boris bohrt einen Finger in Tobis Brust und einmal mehr ist diese lang vermisste Heiterkeit in Zimmer A232 zu spüren…


„Komm lass uns noch kurz durch den Park spazieren, die Tage sind deutlich kürzer und es ist nur noch eine Frage der Zeit, da werden Abendspaziergänge wieder unmöglich, ohne dass ich mich der Länge nach hinlege…!“

Kurze Zeit später spazieren sie händchenhaltend durch den zur Linden-Klinik gehörenden Park, Boris Kopf ruht an Tobis Schulter…langsam, als hätten sie alle Zeit der Welt. Die Linden haben ihre mittlerweile gelben Blätter schon grösstenteils abgeworfen, die Birken hingegen sind noch saftig grün und tagsüber angenehm schattenspendend und die üppig blühenden Vanilleblumen verströmen nach dem sonnigen Tag ihren unvergleichlich süssen Duft in der Luft. „Herrlich…ich habs so sehr vermisst, mit dir abends noch ne Runde an der frischen Luft zu drehen, es trotzdem nicht gemerkt… Ich hab über all der Arbeit den Sinn dahinter nicht mehr gesehen, seit Uschi nicht mehr bei uns ist…“ Liebevoll legt er seinen Arm um Tobi, drückt ihm ein Muntschi auf die Wange…bleibt dann stehen, stellt sich vor seinen Schatz, legt seine Stirne an Tobis, schliesst die Augen… „Ich bin gerade einfach nur glücklich!“ Einen überaus zärtlichen Kuss später setzen sie ihren Weg fort. „Ich bin auch sehrsehr glücklich Boris! Und ich freue mich unglaublich fest darauf, am Freitagabend Hand in Hand mit dir zusammen die Klinik zu verlassen und nach Hause zu fahren!“ „Darauf freue ich mich auch, auch wenn ich ab und an heftig Flitzekacke in der Hose habe…!“ Tobis helles Lachen durchdringt die Stille der Dämmerung „Flitzekacke…hast du gerade ernsthaft Flitzekacke gesagt…“ „…und was genau findest du daran so lustig?“ „Keine Ahnung…ist nur gerade ungewohnt dich so…naja halt eben SO sprechen zu hören, aber mir gefällts…darfst ruhig öfter mal den liebenswert-raubeinigen Kerl raushängen lassen…“ mit rauher, fast schon knurrender Stimme fährt er fort, „find ich unglaublich sexy und heiss“ „Tooobi… Ich mein das aber wirklich ernst Tobi…manchmal erwischt mich die Angst, ob ich den Alltag zu Hause schaffe, die drei Halbtage im Hotel, die ambulante Therapie und endlich möchte ich auch dich wieder unterstützen…“ Tobi bleibt blitzartig bockstill stehen, lässt sein Gehilfe zu Boden donnern, umfasst mit beiden Händen Boris' Gesicht. „Boris…jetzt hörst du mir mal eben kurz zu! H Ö R E auf der Stelle auf, dich schon wieder derart unter Druck zu setzen…dann hast du eben Flitzescheisser…hab ich doch auch, ABER zusammen schaffen wird das, klar! Eigentlich wollte ich dir nichts verraten, aber ich habe mir nächste Woche Urlaub genommen, damit wir etwas Zeit haben für uns, für Zweisamkeit, zum wieder Ankommen und damit ich dich etwas unterstützen kann beim Start auch im Hotel und ich will jetzt nichts mehr hören, ich will mich jetzt einfach freuen!“ „Aber Tobi du musst doch nic…“ Bestimmt legt sich ein Finger auf Boris’ Lippen „Psssst…ich sags dir, ich lass dich noch ne Woche länger da…, zur Therapie deiner ständigen Widerworte!“ „Spinner!“ „nichts Spinner…küssen, uns freuen und alles wird gut!“

Lange stehen sie da…halten sich fest, schmusen und knutschen…wer nicht wüsste, was die Beiden gerade durchgemacht haben, würde wohl am ehesten an Zwei frischverliebte denken, die die fortgeschrittene Dämmerung und den Schutz der Bäume nutzen, um sich unentdeckt nahe zu sein…



„Boooah du bist ja vielleicht scheisse kalt, der Sommer ist echt vorbei, künftig wirst du Thermounterwäsche und gestrickte Socken anziehen, wenn ich abends mit dir raus, respektive mich nachher an dich kuscheln soll, das hält ja keiner aus…“ „jaaaja schon klar…jetzt stell dich nicht so an, will knuscheln“ und ohne weiter den Murrenden zu mimen, kuschelt sich Tobias noch etwas enger an ihn, verschlingt sein gesundes Bein mit Boris’…er ist schon fast im Land der Träume angekommen, als Boris’ Stimme die Stille erneut durchbricht „Was hast denn du heute so gemacht an deinem freien Tag? Warst du nun mit Jonas unterwegs?“ „eehm nö, also ne, nicht wirklich, war zu Hause, er auf ein Bier bei mir, hatte noch paar Dinge zu erledigen und musste mein Chaos etwas beseitigen ehe mein Lieblingsmann wieder bei mir einzieht…“ „ach Schatz..du musst doch nicht meinetwegen aufräumen, ich lieb dich doch genauso wie du bist…und wenn da ein bisschen Chaos dazugehört, abgesehen davon, machst du schon lange kein Chaos mehr…sag mal…“ liebevoll hält er Tobias Hand, streichelt zart darüber… „Kann es sein, dass du irgendwas vor mir verheimlichst, das hatte ich schon letztens das Gefühl, als du von der REHA zurückkamst…?!“ „Ich?!…etwas vor dir verheimlichen…so ein Blödsinn, als ob ich das könnte…und jetzt lass uns schlafen. Lieb dich…“ "Du schläfst ja wirklich schon fast, lieb dich auch…sehr!“

Tobias Atemzüge werden im Nu tiefer…regelmässiger, auf leisen Sohlen kommt der Schlaf ihn umarmen und mit einem seligen, ganz und gar glücklichen Lächeln begibt er sich in seine Arme…gefolgt von Boris, der im Halbschlaf etwas murmelt, das sich sehr nach dem wiedergefunden Glück anhört…
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