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Leben und Lieben am Limit

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld OC (Own Character) Tobias Ehrlinger / Saalfeld
01.09.2019
30.12.2020
50
76.388
25
Alle Kapitel
422 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
21.08.2020 1.537
 
Hallo ihr Lieben

BlackSea is back…und ich freu mich tatsächlich wie die Schneekönigin, dass ich zwar noch etwas zögerlich, aber doch mit grosser innerer Freude und neuem Elan wieder schreibe und so ist denn auch ein weiteres Kapitel meiner Kummerbuben entstanden…wobei, so kummerig sind sie ja nun wirklich nicht mehr!

Danke allen die, trotz der langen Pause wieder, respektive immer noch, dabei sind! Das ist wunderwundervoll und freut mich total fest! Herzlichstes Merci tuusig und ganz liebe Grüsse zu euch! Eure BlackSea


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Damit ihr euch schneller wieder einfinden könnt, hab ich nach der langen Pause die paar letzten Wichtigkeiten für euch etwas zusammengefasst…

Tobias verbrachte gerade zusammen mit Jonas (er und Kai sind endlich angekommen und so richtig scheisse glücklich)  zwei Tage in Hannover, zwecks Reha-Sprechstunde und Anpassung einer neuen Beinorthese. Boris konnte ihn nicht wie gewohnt begleiten, was ihm sehr zu schaffen machte, aber seine Entlassung aus der Linden-Klinik steht kurz bevor und er bereitet sich, wieder absolut Boris-like, akribisch darauf vor. In knapp zwei Wochen wird er wieder nach Hause dürfen, danach ist geplant, die Therapien ambulant fortzuführen und halbtags sanft wieder im Hotel einzusteigen. Vor kurzem waren die Beiden ein Wochenende an der Nordsee, haben dort wunderbare Tage und Nächte verbracht, fühlten sich (und waren ;-))  einander näher denn je… Die letzten Monate waren geprägt von Tiefschlägen, Rückschlägen, von Schritten vorwärts und Schritten rückwärts, Tobias kämpfte mit und für Boris, war an seiner Seite…jeden Tag! Wurde nie müde Boris seine Liebe fühlen zu lassen und Worte, die er einst geschrieben hatte für seinen Mann, bekamen eine mehr als tiefe Bedeutung…

*...die Liebe lässt uns zusammen aushalten, was alleine nicht zu ertragen wär...*


Das neue Kapitel setzt auf der Rückfahrt von Hannover wieder ein...

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„…und nun sollte sie in spätestens drei Wochen fertig sein!“ „…aah okay, krass eigentlich, wie schnell das dann doch geht, wobei für dich muss es ja trotz allem eine Ewigkeit sein…dann musst du auch wieder nach Hannover fahren, oder? Wenns dir und Boris helfen würde, kann ich schauen ob ich mich erneut freischaufeln kann?!“ „…ist voll lieb, danke, aber ich denke nicht, dass Boris es sich wird nehmen lassen dann mitzufahren…das schlechte Gewissen, es diesmal nicht tun zu können hat ihn fast erdrückt…kennst ihn ja!“ „Ja ich weiss…aber seine Aktion mit dem Upgrade im Hotel und deine unübersehbare Freude darüber wird ihm helfen, damit klar zu kommen, abgesehen davon zeigt es, dass er wieder festen Boden unter den Füssen hat und seine Umwelt wieder vollumfänglich wahr nimmt…stell dir vor, ob er das vor ein paar Wochen geschafft hätte, sowas zu organisieren, ABER mein Liebster….ob ich euch beiden je verzeihe, dass ich mich gaaanz alleine in der Bar rumschlagen und von unzähligen Typen anbaggern lassen musste, das weiss ich jetzt noch nicht…!“ „ ach komm schon Alter, als ob du das nicht genossen hättest…erzähl das einem Anderen, ich kenn dich doch“ augenzwinkernd stösst er Jonas kumpelhaft an die Schulter, er weiss ja selber, dass es nicht wirklich die feine Art war, ihre Verabredung in der Bar fallen zu lassen, es war einfach zu schön gewesen mit Boris zu telefonieren, später zu skypen…sie genossen es doch sehr, sich wenigstens so nahe sein zu können! Und aus dem „etwas später“ war irgendwann ein „ich mag nicht noch mal aufstehen“ geworden und er ist sich ziemlich sicher, dass es Jonas entgegen seiner Behauptung genossen hat, seinen Marktwert mal wieder zu testen, ist er doch seit der Versöhnung mit Kai richtiggehend häuslich geworden, wer hätte gedacht, dass Kai es eines Tages schaffen würde den blonden Wildfang mit dem wahnsinnig ausgeprägten Bedürfnis nach Freiheit zu zähmen und zur Ruhe kommen zu lassen… Innerlich kann sich Tobias ein Schmunzeln nicht verkneifen, ihn würde ja nicht mal mehr erstaunen, wenn die Beiden bald einmal heiraten würden…solls ja offensichtlich geben, so Hochzeiten die innert wenigen Tagen aus dem Boden gestampft werden und doch für die Ewigkeit sind…

„Duu sag mal, es gibt da etwas ganz Anderes, sehr wichtiges und dringendes, bei dem ich deine Hilfe, vermutlich auch die deines Vaters, brauchen könnte, du weisst ja, dass Boris in der Klinik…..“ und währenddem sie Kilometer um Kilometer heimwärts fahren, weiht Tobi Jonas in seine Pläne ein, die in ihm gereift sind, währenddem er mit Boris am skypen war…wenn er etwas gelernt hat, dann seinem Herzen zu folgen…und dabei handelt es sich definitiv um eine dringliche Herzensangelegenheit.


Es ist kurz vor 23.00 Uhr als Jonas die letzte Ampel vor der Linden-Klinik passiert, ein letztes Mal das Gaspedal durchdrückt und begleitet von herzhaftem Gähnen seinen sportlichen VW auf dem Parkplatz zum Stillstand bringt… er macht sich nicht einmalmehr die Mühe, ein Parkfeld halbwegs gerade zu belegen, bleibt stehen, wo sie gerade sind. Die Fahrt zog sich endlos, wurde von kilometerlangen Staus begleitet, geschehene Unfälle und Baustellen meinten es nicht gerade gut mit ihnen und aus knapp drei Stunden Fahrt wurden mehr als deren Fünf. Tobias wurde zusehends schweigsamer und seine deutlich sichtbare Erschöpfung machte ihm das wachbleiben schwer, aber erst auf ausdrücklichen Befehl hin hat er sich seiner totalen Ermüdung hingegeben und schläft nun schon seit einer Weile. „Hei du Penntüte…aufwachen, ich bin sicher dein Süsser wartet schon mehr als sehnsüchtig auf dich!“ Von Jonas Stimme, die aus der Ferne langsam zu ihm durchdringt, aus seinem traumfreien Schlaf geholt, streckt sich Tobias erstmal in alle Richtungen durch, ehe er sich verschlafen über die Augen reibt und diese völlig unmotiviert zu einem winzigen Schlitz öffnet, irgendetwas von „wann sind wir endlich da, will zu Boris“ nuschelt, ehe er im Begriff ist, gleich wieder wegzudriften. „Hei…Tobias fertig jetzt, guck doch mal wo wird sind, du hast die halbe Fahrt verpennt…wird sind da, los komm schon, schieb deinen Arsch raus und dann wohl am besten zu Boris unter die Decke!“
Kurze Zeit, eine innige Umarmung und mit dem Versprechen sich am nächsten Tag um Tobias’ Pläne zu kümmern, später, mobilisiert Tobi noch einmal seine Kräfte und nur kurze Zeit später kuschelt er sich an seinen Mann…lässt ihre Körper in ganzer Länge verschmelzen, zieht Boris an sich…haucht im zarte Küsse auf den Nacken, eigentlich darauf bedacht ihn nicht aufzuwecken…eigentlich...

Immer wieder fährt seine Hand über Boris’ Nacken, streichelt und fühlt das ganz neue Gefühl, zögerlich und unheimlich sanft lässt er seine Finger Boris’ Wangen, sein Kinn, seinen Hals erkunden…und ein gerührtes Schmunzeln zieht über sein ganzes Gesicht. Umständlich, um sich möglichst nicht zu bewegen, fischt er nach seinem Handy, das auf dem Nachtisch lagert…ob er es wagen soll…eigentlich schläft Boris ja immer wie ein Murmeltier im Winterschlaf, wenn er denn mal richtig eingeschlafen ist. Er muss einfach…und ehe er es sich wieder anders überlegen kann, tippt er auf die Taschenlampe, versucht mit mehr oder weniger vorgehaltener Hand Boris Gesicht etwas zu beleuchten…sieht wie die Sonne, wie seine Sonne aufgeht, wie ihn warmbraune und glitzernde Augen liebevoll lächelnd anschauen… „brauchst du nicht etwas mehr Licht, damit du auch richtig sehen kannst, ob ich dir noch gefalle?“ Nur ganz leise flüstert Boris, ruckelt sich etwas anders hin, so dass er auf dem Rücken zu liegen kommt und grinst ab Tobis gespielt empörtem „Süsser…als ob du mir jemals nicht gefallen hättest!“ „Naja…immerhin fandest du, dass ein Hundepelz hygienischer sei, als mein etwas aus der Form geratener Bart“ „Spinner…gibs zu, du hast gar nicht geschlafen und wolltest mich testen ob ichs bemerke, stimmts?!“ „…ich habe tatsächlich nicht geschlafen, aber nur deshalb, weil ich mich so sehr nach dir und deiner Wärme gesehnt habe und weil ich ohne meinen Lieblingsmann einfach nicht schlafen kann…“ Er dreht sich erneut etwas, liegt nun Gesicht an Gesicht mit Tobias „sooso schön bist du wieder da mein Schatz“ legt seine Lippen auf Tobis und endlich…endlich sind sie wieder vereint…erzählen sich nonverbal von der Sehnsucht, die sie die zwei letzten Tage heimsuchte, geniessen sich…und erst eine ganze Weile später flüstert Boris erneut:


„Gehts dir auch gut, hast du schlimme Schmerzen?“ „Jetzt geht es mir wieder gut und meine Schmerzen werden gerade von kitschigen Teenagergefühlen verdrängt…es ist so schön zu sehen, wie gut es dir wieder geht und ich freu mich unglaublich, dass du sogar die Kraft gefunden hast, um zum Friseur zu gehen…so sehr ich den verwilderten Boris auch gemocht habe…!“ Wieder und wieder streichelt er über die  Babypopo zarten Wangen, streichelt durch die nun wieder kurzen Haare…lässt seine Lippen die Wege seiner Hände nachzeichnen…es ist Boris der irgendwann, Mitternacht ist längst vorbei, liebevoll aber bestimmt Tobis Hände festhält, sich wieder auf die andere Seite dreht, vor seinem Bauch ihre Finger verschränkt…leise flüstert „lass uns schlafen, du musst total erschöpft sein…danke bist du wieder bei mir“ und es dauert dann auch nur gefühlte zwei Sekunden, ehe Tobis Atemzüge regelmässig und tief werden, er sich dem erholsamen Schlaf hingibt, den er nach den Strapazen der letzten zwei Tage dringend benötigt.
Boris hingegen liegt noch lange Zeit wach, geniesst den warmen Atem an seinem Hals, Tobias' Herzschlag an seinem Rücken und fragt sich zum wiederholten Male, ob er Tobi dereinst wird zeigen können, dass er ihm mehr bedeutet, als er vermutlich jemals verstehen wird…
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