Leben und Lieben am Limit

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Boris Saalfeld OC (Own Character) Tobias Ehrlinger / Saalfeld
01.09.2019
13.10.2019
25
34265
21
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Hallo ihr Lieben

Tja...meine schon immer vorhandene Leidenschaft zum Schreiben ist, nach einem längeren Winterschlaf, komplett entfacht und lässt sich nur sehr schwer kontrollieren gerade...so kommt heute das erste Kapitel von „Leben und Lieben am Limit“...im Prinzip die Fortsetzung von „Zu Zweit allein“... Es ist um die drei Jahre später...

Viel Spass euch und schön, wenn ihr wieder mit an Bord seid!
♥️liche Grüsse BlackSea


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„Aaaah Mensch Boris, ich hasse diesen Ton langsam aber sicher...vor allem in dieser Frühe...“ murmelt Tobi vor sich hin. Es ist gerade mal halb Sechs, als er sich über Boris beugt, um den Übeltäter abzustellen...und wie fast jeden Morgen, weckt er und nicht der Wecker seinen Mann... „Hei Süsser aufwachen, Zeit um aufzustehen“... Liebevoll streichelt er ihm immer wieder übers Gesicht, bis Boris Augen zu blinzeln beginnen...sein völlig verschlafenes „Guten Morgen“ kommt von ganz weit weg...und nur Sekunden später scheint es, als wär er geradewegs nochmal eingeschlafen, ist echt schwer geworden, in den letzten Wochen, Boris aus den Federn zu bekommen!
Paar Minuten später tritt Tobi erneut an ihr Bett, bewaffnet mit einer Tasse dampfendem Cappuccino, zieht er Boris die Bettdecke weg, worauf endlich etwas Leben in Boris kommt...grinsend streckt Tobi ihm die Tasse entgegen, „hier trink, das kostet dich allerdings langsam aber sicher was...wie wärs mit...hmmmm, lass mich überlegen....genau, wie wärs mit der nächste Runde *und dann*?“ Auch über Boris Gesicht huscht nun ein kurzes Schmunzeln, Beide lieben sie ihr Spielchen, das auch nach 3 Jahren nichts an seinem Reiz verloren hat, sie allerdings bis heute nicht sicher sind, ob es mehr der Belohnung oder doch eher der Bestrafung dient...
Aber grad jetzt hat Boris schlicht keinen Kopf für... „Sei mir nicht böse, ich könnte das zurzeit einfach nicht geniessen, sobald es etwas ruhiger wird, kriegst du deine Runde, okay?“ „Alles gut Boris...versteh ich doch...ich geh nach der Kleinen schauen und mach uns Frühstück“ Es ist ihnen ein heiliges Ritual geworden in ihrem Eheleben, dass sie praktisch ausnahmslos zusammen Frühstücken. An ihrem geliebten Tête a Tête Tischchen in den Tag zu starten, bedeuten ihnen unglaublich viel und schenkt täglich die Möglichkeit, etwas Zeit zusammen zu verbringen, bevor sie in den zuweilen hektischen Berufsalltag treten. Schon schön zu wissen, dass ihnen Beiden dieses Mini-Date in gleichem Masse wichtig ist!


Gestärkt für den Stress im Hotel verabschiedet sich Boris nur wenig später... „Tschüss mein Schatz, ich melde mich noch, ob ichs zum Termin schaffe, aber es sieht wirklich schlecht aus...“
Boris streicht ihm noch kurz über die Wange...und wendet sich schon zum gehen, „Heeei...warte, so gehst du mir nicht aus dem Haus...“ küsst ihn liebevoll und zieht Boris in eine innige Umarmung...„machs gut und pass auf dich auf, ja“. Nur kurze Zeit später hört er die Haustüre unten zu gehen und Boris Auto wegfahren. Der Tag beginnt, wie eigentlich jeder andere...Alltag nennt man das dann wohl...
Dankbar....sehr dankbar, ist er einmal mehr, haben sie sich so viel Schönes und Kleines in ihren Alltag gerettet, dass der Zauber und die Einmaligkeit ihrer Liebe auch heute jeden Tag sicht- und fühlbar ist! Es vergegeht kein Tag, an dem er nicht mit Dank erfüllt ist, hat Boris nie aufgegeben und so sehr für sie Beide gekämpft, damals, als alles so schwierig war...unvorstellbar, sie hätten sich nicht wieder gefunden...

Tobi räumt das morgendliche Schlachtfeld auf, geht ne kurze Gassirunde mit Uschi und nun sitzt er im Wohnzimmer auf dem Sofa, Uschi auf seinem Schoss, langsam und ruhig streichelt er die Kleine, schon seit Tagen macht sie ihnen Kummer! Sie war in den vier Jahren, seit sie nun mit ihnen lebt, eigentlich nie krank, die jährlichen Check-Ups in der Tierklinik waren gut und sie liessen sie immer ordnungsgemäss Impfen. Was nie jemand wirklich abschätzen konnte und kann, ist ihr Alter... Nun mag sie schon seit Tagen nicht wirklich fressen, auch den Wassernapf beachtet sie kaum, so wird er heute Nachmittag mit ihr zum Tierarzt fahren...eigentlich hatte er ja die leise Hoffnung, Boris würde mitkommen... Aber es ist, wie es ist in den letzten 6 Monaten...seit Herr Dietrich, der Inhaber des Hotels, sehr überraschend und nach wirklich brutal kurzer Krankheitsphase verstorben ist, hat er kaum Zeit, irgendwelche privaten Termine wahrzunehmen! Nicht das erste Mal seit dem Todesfall verflucht Tobi heimlich Boris sein, in extremer Ausprägung vorhandenes, Verantwortungsbewusstsein und seine Arbeitsmoral... Die Nachfolge ist anscheinend zwar mittlerweile endlich geregelt, aber die Tochter von Herr Dietrich ist im Prinzip nur auf dem Papier anwesend...immer wieder fragt er sich, wie lange Boris sich das noch antun will und mag...

Nun gut, wird er um 13.30 Uhr wohl alleine mit Uschi zu Dr. van Velden fahren! Er hat ja heute sowieso seinen freien Tag! Das 70% Pensum in einem Ärztezentrum, wo er als Suchtberater angestellt ist seit er sein Studium beendet hat, lässt ihm zum Glück genügend Luft, so dass er sich mehrheitlich um Haushalt und eben auch um Uschi kümmert und Boris indirekt entlasten kann. Das Vibrieren seines Handys lässt ihn aufhorchen....ob Boris vielleicht doch mitkommt...

<Hei Schatz, es tut mir leid, aber ich schaffe es wirklich unmöglich mitzukommen, bitte nimms mir nicht übel! Knuddle die Kleine von mir und melde dich, wenn ihr fertig seid...ja? Ich werde versuchen, wirklich um 18.00Uhr zu Hause zu sein! Liebe dich...B.>

Obwohl er eigentlich nicht wirklich was anderes erwartet hat, trifft es ihn dennoch...manchmal scheint ihm, sie würden im Moment bisschen nebeneinander her statt miteinander leben...

<...melde mich, bis später! Ich fände es super, wenn du nicht wieder so lange machst heute Abend, das tut dir nicht gut...mir übrigens auch nicht, vermisse dich nämlich ;-) Muntschi T.>

Wenn nur schon Ende nächster Monat wäre... Eine Woche gemeinsame Ferien...wohlverstanden, hart verdiente Ferien...vor allem für Boris! Sie werden wohl zu Hause bleiben, vielleicht liegt der ein oder andere Abstecher in die Natur drin, aber in erster Linie gilt es, Liegengebliebenes und Versäumtes zu erledigen und ehrlich gesagt hofft er sehr, dass sie auch einfach ganz viel Zeit zu Zweit haben werden! Das kam in den letzten Monaten vielfach zu kurz und irgendwie gefällt ihm die Strasse nicht wirklich, die sie seit Wochen befahren... Boris Zuversicht, dass bald wieder etwas Ruhe einkehren wird...die kann er, so gern ers möchte, nicht wirklich teilen!

„Ach und du meine Kleine, könntest du nur mitteilen, was dir fehlt...ich brauch dich hier nämlich noch...“ Als würde sie ihn verstehen, räkelt sie sich ihm etwas entgegen und schläft weiter. Uschi ist ihnen in all den Jahren so sehr ans Herz gewachsen...auch wenn er Boris Spontanidee damals ziemlich verrückt fand, umso dankbarer ist er, nahmen sie das Wollknäuel mit. Bringt Uschi doch herrlich viel Freude in ihr Leben und grad anfangs in Hamburg entdeckten sie dank ihr die Umgebung, wofür sie sich wahrscheinlich ohne sie die Zeit nicht genommen hätten. Die Organisation ist manchmal nicht ganz einfach, wie gerade jetzt, wenn Boris so viel arbeitet...aber bis zum heutigen Tag fanden sie immer eine stimmige Lösung für Wuffels Wohl!

Pünktlich um 13.30 steht Tobi mit Uschi im Wartezimmer von Dr. van Velden, nebst ihm warten schon unzählige Andere mit ihren tierischen Lieblingen auf einen Arzt. Uschi ist ruhig, sie vertraut Tobi voll und ganz...

Minuten später wird ihr, nach der Untersuchung, grad noch die letzte Spritze Blut abgezapft und sie werden gebeten wieder im Wartezimmer Platz zu nehmen, um auf die ersten Resultate zu warten! Auf dem Weg dorthin trifft Tobi auf ein älteres Ehepaar, das den Gang entlang läuft, die Frau ist völlig aufgelöst, schluchzt, weint bitterlich, wird von ihrem Mann liebevoll getröstet und gehalten, der kleine Korb, den der Mann trägt ist leer...ganz offensichtlich mussten sie von ihrem Liebling Abschied nehmen. Obwohl er sie nicht kennt, nimmt er still Anteil an ihrer Traurigkeit und legt der Frau im Vorbeigehen kurz die Hand auf die Schulter...was von ihrem Mann mit einem kaum sichtbaren Nicken und andeutungsweisem Lächeln aufgenommen wird!
Kurze Zeit später findet er sich mit der Kleinen erneut im Sprechzimmer, Dr. van Velden, ein sympathischer Herr im mittleren Alter, sitzt vor dem Laptop, studiert wohl die Resultate, als er sich Tobias zuwendet, hat er ein Lächeln im Gesicht, welches Tobi allerdings eher mitleidig denn ehrlich erscheint...


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...muss beim letzten Nachlesen grad grinsen, „Leben und Lieben am Limit“ beginnt, wie schon „Zu Zweit allein“, im Bett...
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