A different kind of knight

GeschichteRomanze, Familie / P16
Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Kingsley Shacklebolt Severus Snape
01.09.2019
10.10.2019
20
69909
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Es ist soweit: die Story ist zu Ende. Allerdings habe ich schon Ideen für eine Fortsetzung. Mal sehen, was aus ihnen wird.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle wieder bei allen, die mir Reviews dagelassen haben:
Alyzo, calara, Chrysantes, gast0617, grottenmotte, Herbstkind99, Isa Bella, jorg, Kijari, Lara-Violetta, LillyS, Lindwurm, LovelySnape, LucaHagen, Miss Norris, Mrs DiLaurentis, Obsidiane, Polarwoelfin, PrivateRyan, Ravenclaws Eulchen, Riwenriddle, Severus-the-Raven, SiReLiJa, Sun and Stars, Suppentiger, Telda, Teska und TMcKay.
Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.

Außerdem danke ich Mara, die diese Geschichte als erste gelesen und mir wie immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat.

LG
Moana



Epilog


Aufgeregte Stimmen schwirrten durch die Bahnhofshalle und mischten sich mit dem Kreischen und Fauchen der mitgebrachten Tiere und dem Schnaufen des Zuges, der abfahrbereit am Gleis stand. Mit gerecktem Hals hielt Teddy nach seinen Freunden Ausschau, mit denen er sich in ein Abteil setzen wollte. Als er sie schließlich entdeckte, wedelte er wie wild mit der Hand, ehe er sich geschickt einen Weg durch die Menschenmenge bahnte. Kopfschüttelnd sah Hermione ihm nach.

„Man könnte meinen, sie hätten sich seit Jahren nicht mehr gesehen“, bemerkte Severus amüsiert.

„Dabei ist es gerade einmal ein paar Wochen her, dass wir mit ihnen bei der Weltmeisterschaft waren.“ Arthur Weasley hatte ihnen einige Karten besorgen können, und so waren sie gemeinsam mit Harry und seinen Söhnen zu einem Quidditch-Spiel nach Australien appariert, wo das Turnier diesmal ausgetragen worden war. Alicia und Joshua hatten sie begleitet, was sich anfangs als eigenartig erwiesen hatte, da die beiden Severus gegenüber sehr reserviert und vorsichtig gewesen waren. Doch da der sich mit bissigen Bemerkungen zurückgehalten hatte, war der Tag erstaunlich harmonisch verlaufen.

„Sag bloß, du hast dich damals nicht so gefreut, die restlichen zwei Drittel des Goldenen Trios wiederzusehen?“ fragte er neckend.

Hermione blieb stehen und schlang die Arme um Severus’ Körpermitte. „Ich habe mich sogar sehr darüber gefreut, auch wenn wir damals nicht wussten, was auf uns zukommen würde. Wobei zu Beginn des zweiten Schuljahres ja einiges schiefgegangen ist.“ Damals hatte Dobby verhindert, dass Harry und Ron den Hogwarts-Express erreichten, und so waren sie schließlich mit dem verzauberten Ford Anglia der Weasleys nach Hogwarts gekommen. Der Peitschenden Weide hatte das freilich nicht sonderlich gut gefallen.

„Ich erinnere mich.“ Er verdrehte die Augen. „Gut, dass wir kein Auto besitzen.“

Sie lachte. „Bisher hat auch keiner versucht, Teddy am Mitfahren zu hindern.“

„Vermutlich werden er und seine Freunde den Zug dennoch verpassen, weil sie einfach auf dem Bahnsteig stehen bleiben.“

Hermione drehte sich zu ihrem Pflegesohn um. Der war tatsächlich in ein so angeregtes Gespräch vertieft, dass er gar nicht zu bemerken schien, wie es um ihn herum deutlich ruhiger wurde. Doch noch ehe sie sich an die drei Freunde wenden konnte, war Eve Turpin, Joshuas Mutter, bereits an sie herangetreten und deutete auf den Hogwarts-Express.

„Wir müssen einsteigen!“ rief Teddy zu ihnen herüber.

„Was du nicht sagst!“ erwiderte Severus mit einem für ihn ungewöhnlich nachsichtigen Lächeln auf den Lippen. Dann legte er Hermione wieder einem Arm um die Schultern und zog sie mit sich zu der kleinen Gruppe.

„Schreibst du mir, ob der Trank was geworden ist?“ fragte Teddy, kaum dass sie bei ihm angekommen waren.

„Natürlich schreibe ich dir“, versprach Severus, während er den Eltern der anderen beiden Schüler knapp zunickte. „Du bekommst einen ausführlichen Bericht.“

„Das will ich hoffen.“ Teddy verzog in dem Versuch, lediglich seine rechte Augenbraue zu heben, das Gesicht, gab dann allerdings mit einem genervten Seufzer auf. „Ich werde das nie lernen.“

Hermione lachte auf und strich ihm mit dem Zeigefinger über die widerspenstige Augenbraue. „Dafür klappt das Anschleichen doch schon gut.“ Zu ihrem Leidwesen hatte sie meist als Versuchskaninchen fungieren müssen. So war es Teddy in den vergangenen Wochen immer häufiger gelungen, sich ihr unbemerkt zu nähern. Nicht selten war allerdings auch Severus daran beteiligt gewesen, so dass sie oft genug sogar in den doppelten Genuss dieser Fähigkeit gekommen war.

„Ich werde es gleich heute noch in Hogwarts ausprobieren“, teilte Teddy ihnen mit.

„Ich bin mir nicht sicher, ob das die beste Idee ist“, überlegte Hermione. „Ravenclaw wird eine Menge Punkte verlieren, wenn du Lehrer erschreckst.“

„Bill sagt, dass ich Severus würdig vertreten muss“, erklärte der Junge ernst.

Hermione schlug sich die Hände vors Gesicht, weil sie nicht wusste, ob sie lachen oder weinen sollte. „Bill wird einfach nie erwachsen!“

Teddy grinste frech, was Severus dazu veranlasste, sich zu ihm hinunter zu beugen. „Professor Trelawney freut sich bestimmt sehr, wenn du sie erschreckst“, flüsterte er dem Jungen ins Ohr, gerade laut genug, dass Hermione es ebenfalls hören konnte.

Sie gab ihrem Lebensgefährten einen Klapps auf den Oberarm. „Du bist ja noch schlimmer als Bill!“ schimpfte sie in gespieltem Ernst.

Er richtete sie wieder auf und grinste. „Wenn Sie tatsächlich hellsichtig ist, wird sie es vorhersehen.“

„Ihr seid wirklich unmöglich.“ Hermione schüttelte den Kopf. „Aber jetzt musst du wirklich einsteigen, Teddy, sonst fährt der Zug ohne dich.“ Alicia und Joshua hatten sich inzwischen ebenfalls von ihren Eltern verabschiedet und warteten nur darauf, dass ihr Freund es ihnen gleichtat. „Mach’s gut, mein Großer!“ Sie zog Teddy an sich und küsste sein lindgrünes Haar.

„Ich schreibe euch!“ versicherte der Junge, ehe er seine Arme auch um Severus schlang.

Hermione musste bei diesem Anblick unwillkürlich lächeln. Obwohl ihr solche Szenen inzwischen längst nicht mehr fremd waren, konnte sie sich daran kaum sattsehen. Binnen weniger Monate war zwischen Teddy und Severus ein tiefes Vertrauensverhältnis gewachsen. Was sie daran jedoch am meisten erstaunte, war die Tatsache, dass ihr Lebensgefährte keinerlei Berührungsängste zeigte. Ihm war es offenbar nicht unangenehm, auf dem Bahnsteig, in aller Öffentlichkeit, von einem Kind umarmt zu werden. Stattdessen fuhr er Teddy noch einmal mit den Fingern durch das inzwischen himmelblaue Haar. Dann drückte er den Jungen allerdings von sich und wies mit dem Zeigefinger zum Zug. „Einsteigen! Dein Gepäck ist schon drin.“

Teddy winkte noch einmal zum Abschied und folgte schließlich seinen Freunden. Nur wenig später setzte sich die Lokomotive dampfend und schnaufend in Bewegung.

„Und was machen wir mit dem angefangenen Tag?“ hörte sie Severus nah an ihrem Ohr flüstern.

Mit feuchten Augen drehte sie sich zu ihm um. „Musst du nicht ins Labor?“

„Nein. Ich habe mir diesen Tag freigenommen.“

„Und was sagt dein Boss dazu?“ erkundigte sich Hermione und hob die Augenbrauen.

„Der war damit einverstanden.“ Severus grinste und zog sie an sich. „Also, was machen wir mit diesem angefangenen Tag?“

„Willst du mich etwa ablenken?“

„Vielleicht will ich mich auch selbst ablenken.“

Lächelnd strich sie ihm mit der Außenseite ihrer Finger über die Wange. „An Weihnachten sehen wir ihn wieder.“

„Ich hoffe, du erwartest nicht von mir, dass ich mit dir gemeinsam zum Weihnachtsball gehe.“

Hermione grinste diabolisch. „Doch, mein Lieber, mit gefangen, mit gehangen.“

ENDE
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