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A different kind of knight

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Het
Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Kingsley Shacklebolt Severus Snape
01.09.2019
10.10.2019
20
62.251
173
Alle Kapitel
168 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
 
01.09.2019 1.298
 
Hallo allerseits!

Ich gestehe, ich habe eine Weile wirklich gedacht, nie wieder eine Fanfiction posten zu können, weil ich einfach mit keiner Story fertig werde :-( Die Ordner mit angefangenen Geschichten werden immer mehr, während der Ordner mit den fertigen inzwischen leer ist.

Doch dann kam mir die Idee zu dieser Story. Sie ist mir plötzlich ins Hirn geploppt. Ich habe sechs Kapitel geschrieben, ehe ich sie Mara gezeigt habe. Dann war ich innerhalb eines Monats fertig. Jetzt möchte ich sie Euch vorstellen, in der Hoffnung, dass sie Euch auch gefällt ;-)

Die, die mich kennen, wissen ja, dass ich gern mal das eine oder andere verändere, wenn es besser zur Story passt. Ansonsten versuche ich mich natürlich an den Canon zu halten.

Alle Charaktere, die auch in den Harry-Potter-Büchern erscheinen, gehören (zu meinem Leidwesen) immer noch J.K. Rowling. Ich leihe sie mir für meine Stories nur aus. Dasselbe gilt für alle aus den Büchern bekannten Orte, Zauber etc. Und Geld verdiene ich damit natürlich auch nicht (aber Rückmeldungen, ob nun als Review oder Mail, wären toll!).

Personen und die Ideen, die darüber hinaus in meinen Geschichten auftauchen, gehören mir bzw. Mara.

Der Titel ist in diesem Fall leider auch nur geborgt. Eigentlich ist es der Titel eines wirklich tollen Songs von Christian Kane. Aber ich fand ihn einfach passend, daher habe ich mir erlaubt, ihn zu verwenden.

Dass ich ausgerechnet heute zu posten anfange, hat einen bestimmten Grund. Vielleicht kann ihn der eine oder andere erraten, wenn er das erste Kapitel gelesen hat.

Updaten werde ich vermutlich wieder alle zwei bis drei Tage.

In diesem Sinne wünsche ich Euch jetzt viel Spaß beim Lesen!

LG
Moana









Prolog


Beinahe zehn Jahre lag es nun schon zurück, dass sie von der Wendeltreppe zuletzt zum Schulleiterbüro hinaufgetragen worden war. Zehn Jahre, in denen sie ihr Studium absolviert und eine erfolgreiche Karriere als Juristin begonnen hatte. Und seit etwa zwei Jahren gab es einen neuen Teil in ihrem Leben, der ihr allerdings gerade Sorgen bereitete. Deshalb war sie hierhergekommen.

Als sie die schwere Holztür erreichte, hob sie die Hand und klopfte. Gleich darauf wurde sie von einer ihr nur allzu vertrauten Stimme hereingebeten. Lächelnd kam sie dieser Aufforderung nach.

„Miss Granger!“ wurde sie prompt von Minerva McGonagall begrüßt, die ihren Schreibtisch umrundete und ihr beide Hände entgegenstreckte. „Es ist schön, Sie wiederzusehen.“

„Das Freude ist ganz auf meiner Seite.“ Seit dem Ende des Krieges hatte sie ihre ehemalige Verwandlungslehrerin nicht mehr gesehen. Zu ihrem Erstaunen schien sich McGonagall auch kaum verändert zu haben. Sie trug ihr schwarzes Haar noch immer streng nach hinten gekämmt. Ihre Roben saßen tadellos und in ihrem Blick lag die bekannte milde Strenge.

„Ich hoffe, es ist Ihnen recht, dass ich Professor Snape zu diesem Gespräch hinzugebeten habe.“ Die Direktorin deutete auf einen hochgewachsenen schlanken Mann, der sich, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, neben dem ausladenden Schreibtisch aufgebaut hatte.

„Professor.“ Hermione nickte ihm knapp zu, was er auf dieselbe Weise erwiderte, ehe sie sich wieder an die Schulleiterin wandte.

„Da er mein Stellvertreter ist, dachte ich, es wäre sinnvoll, ihn dabei zu haben“, erklärte die.

„Natürlich.“ Ihr Blick huschte noch einmal zu dem Tränkemeister, der sie aus seinen ungewöhnlich dunklen Augen aufmerksam musterte. Im Gegensatz zu McGonagall hatte er sich äußerlich durchaus verändert. Zwar er war noch immer sehr schlank, aber er trug sein – durchaus gepflegtes – schwarzes Haar inzwischen deutlich kürzer. Außerdem hatten sich in den vergangenen Jahren einige Falten in sein schmales Gesicht eingegraben. Die Ereignisse, die sich in den letzten Stunden des Krieges und in den Wochen danach zugetragen hatten, waren offenbar nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Wie hätten sie auch?

Energisch schüttelte Hermione alle weiteren Gedanken an diese Zeit ab, ehe sie von ihnen überwältigt werden konnte. Sie war aus einem bestimmten Grund gekommen und nicht, um sich erneut mit der Vergangenheit zu befassen. Das hatte sie in den letzten Jahren wahrlich oft genug getan.

„Setzen Sie sich doch!“ forderte McGonagall sie auf und deutete auf einen Stuhl. „Möchten Sie etwas trinken? Tee?“

„Nein, danke.“ Hermione strich ihren Rock glatt und nahm dann vor dem Schreibtisch Platz, während sich die Schulleiterin in ihrem Sessel niederließ.

„Also, was können wir für Sie tun?“

„Wie Sie vermutlich schon wissen, habe ich vor etwa zwei Jahren die Pflegschaft für Teddy Lupin übernommen.“

„Das ist uns bekannt“, bestätigte McGonagall und seufzte. „Ich wäre auch gern zu Andromedas Beerdigung gekommen, aber leider haben mich schulinterne Angelegenheiten aufgehalten.“

Hermione hörte Snape leise schnauben. Vermutlich handelte es sich bei den schulinternen Angelegenheiten um Schüler, die Schwierigkeiten gemacht hatten. „Teddy“, fuhr sie dann allerdings fort, „hatte es in den vergangenen Jahren nicht leicht. Erst wurde seine Großmutter krank, dann konnte sie sich gar nicht mehr um ihn kümmern und er kam zu mir. Nun ist Andromeda auch noch gestorben.“

„Der arme Junge. Erst wird er zum Vollwaisen, dann verliert er auch noch seine Großmutter.“

„Er ist eigentlich ein fröhlicher Junge, aber das alles hat ihm doch sehr zugesetzt.“ Eben aus diesem Grund hatte sie sich dazu entschlossen, hierherzukommen und mit der Schulleiterin zu sprechen.

„Verstehe.“ McGonagall nickte. „Und was kann ich nun für Sie tun?“

„Wie Sie wissen, kommt er im September nach Hogwarts. Ich möchte Sie bitten, ein Auge auf Teddy zu haben. Mir wäre dann einfach wohler.“ Sie wollte einfach sicher sein, dass es Teddy gutging.

„Natürlich.“ Die Schulleiterin nickte verständnisvoll. „Darf ich fragen, wie es dazu kam, dass Sie die Pflegschaft übernommen haben? Ist nicht Harry der Pate des Jungen?“

„Doch“, bestätigte Hermione. „Aber Harry und Ginny sind mit ihren eigenen Kindern vollauf beschäftigt.“ Lächelnd hob sie die Schultern.

„Es sind inzwischen drei, soweit ich weiß.“

„Ja. James, Albus und“, Hermione sah kurz zu Snape, der immer noch reglos neben dem Schreibtisch stand und sie ansah, „Lily.“ Auch jetzt blieb sein Gesicht völlig unbewegt. Er hatte sich immer noch bemerkenswert gut unter Kontrolle.

„Verzeihen Sie die Neugier, aber … Sie haben keine eigenen Kinder?“

Ruckartig wandte sich Hermione von Snape ab und wieder McGonagall zu. „Nein“, antwortete sie knapp. Mehr wollte sie zu diesem Thema auch nicht sagen, schon gar nicht in Gegenwart ihres ehemaligen Tränkelehrers. Obwohl er bisher noch nichts gesagt hatte, fürchtete sie insgeheim seine bissigen Kommentare. Dabei war sie verbale Attacken inzwischen mehr als gewöhnt. Im Gerichtssaal brauchte man stets ein dickes Fell. „Ich habe die Adoption beantragt. Vermutlich werde ich schon bald das endgültige Sorgerecht für Teddy haben.“

„Das freut mich.“ Die Direktorin schenkte ihr ein ehrliches Lächeln.

Es war ihr nicht schwergefallen, sich zu diesem Schritt zu entschließen. Teddy war ein wunderbarer Junge, mit dem sie sich schon immer gut verstanden hatte. Außerdem forderte er sie auf eine Weise, wie es bisher noch keinem gelungen war. Über viele Jahre hinweg hatte sie sich nur mit Gerichtsakten und Paragraphen beschäftigt. Nun gab es ein Kind, das ihre Zuwendung und Liebe brauchte. Ein Kind mit einem schwierigen Schicksal und einer herausragenden Intelligenz.

„Vielen Dank für Ihr Verständnis.“ Hermione erhob sich und reichte McGonagall die Hand. „Ich werde Ihnen die genaue Adresse meines Büros und meines Hauses zukommen lassen, damit Sie mich im Notfall sofort kontaktieren können.“

„Das wird hoffentlich nicht nötig sein.“

„Das hoffe ich natürlich auch.“ Sie wandte sich dem Tränkemeister zu und streckte ihm, nach anfänglichem Zögern, ebenfalls die Hand entgegen. „Professor, es hat mich gefreut, Sie wiederzusehen.“ Vermutlich durchschaute er ihre Lüge sofort, aber es hatte sie zumindest gefreut, ihm wohlbehalten wieder zu begegnen. Nach Naginis Biss und dessen schwerwiegenden Folgen war das zweifellos keine Selbstverständlichkeit.

„Miss Granger.“ Er ergriff ihre Hand, drückte sie kurz und ließ sie sofort wieder los, als wäre ihm Körperkontakt unangenehm.

„Kommen Sie gut nach Hause!“ rief McGonagall nach, als sie schon fest die Tür erreicht hatte.

Hermione lächelte ihr noch einmal zu und eilte dann die Wendeltreppe hinunter, ehe die sich in Bewegung setzen konnte.
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