Die Prinzessin und die Königin der Unterwelt

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Haruki Sagae Isuke Inukai
31.08.2019
30.01.2020
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Das Königreich Myojo, steht mitten in seiner Blüte. Der Handel mit den umliegenden Ländern floriert und die Adelsfamilien erfreuen sich eines ausschweifenden und wohlhabenden Lebens. 49 Adelsfamilien und die Königsfamilie, die über ihnen steht, regieren dieses Land. Es gibt eines, was die 49 Familien gemeinsam haben - sie alle wurden bestohlen von derselben Diebin. Ihr Spitzname der "Pink Falter", welcher im ganzen Land für Aufsehen sorgt. 49 Einbrüche und Diebstähle, mit wenigen Verletzten oder Toten. Sie ist eine Meisterin auf ihrem Gebiet, wobei die Meinungen der Bevölkerung auseinander gehen. Einige sagen sie wäre eine Verbrecherin und gehöre hinter Gitter, die anderen sagen sie sei eine Künstlerin und bewunderten sie für ihr Talent.

Ein ruhiger Vormittag. Isuke Inukai saß an einem Tisch im Speisesaal in ihrem großen Herrenhaus und genoss eine Tasse Tee. Ihr kurzes, schwarzes Kleid lag eng an und bot einen guten Ausblick auf ihre weiblichen Reize. Als sich die Tür öffnete und ein junges Mädchen in einem schwarz-weißen Kleid eintrat. „Miss Inukai, Sie haben Besuch es ist...“, begann sie, aber die junge Dame unterbrach sie. „Ich habe sie schon erwartet lass sie rein“, sagte sie, ohne sie anzusehen. Mit einer kleinen Verbeugung verließ das Mädchen das Zimmer. Kurz darauf trat ein anderes Mädchen in einem schönen, weiß-rosa Kleid ein (an ihrem Hals trug sie eine Perlenkette) und nahm ihr gegenüber Platz, wo bereits eine Tasse Tee bereitstand. „Du bist spät heute", begrüßte Isuke ihren Gast. „Ich kam heute Morgen nicht aus dem Bett, darum habe ich mich verspätet“, sagte sie lächelnd und griff nach der lauwarmen Tasse Tee. „Warum kommst du eigentlich immer einen Tag nachdem ich meiner Arbeit nachgehe?“, fragte Isuke und trank den letzten Schluck Tee. „Nun mein lieber Falter, ich will eben die Erste sein, die dir gratuliert, wenn du endlich dein Ziel erreichst, oder die sein, die dir sagt ich habe es dir gesagt, dass du es übertreibst, wenn du es gegen die Wand fährst.“, sagte sie mit einem freundlichen Lächeln. „Danke für die Glückwünsche meine liebe Sumireko. Du weißt, dass ich das nicht tun werde, ich bin die Beste seitdem du aufgegeben hast.“ Sumireko zuckte mit den Schultern. „Weißt du was der Unterschied zwischen uns ist?“, fragte sie und trank ihren Tee aus. „Nun ich würde mal sagen der ist, dass ich nicht mit einer meiner Bediensteten schlafe.“, lachte die Pinkhaarige. „Erstens nein, der Unterschied ist ich weiß wann es genug ist und zweitens woher weißt du das?“, rief sie überrascht. „Das wusste ich bis eben nicht und was das andere angeht ich weiß wann es genug ist und das ist, wenn ich meine Arbeit beendet habe.“, lachte sie und stand auf. Die beiden verließen den Speisesaal und gingen hinauf ins alte Arbeitszimmer. In dem Zimmer befand sich ein großer, hölzerner Schreibtisch und einige gefüllte Bücherregale. Außerdem prasselte ein munteres Feuer im Kamin. „Du solltest endlich mal renovieren. Deine Eltern sind seit einem Jahr tot und hier sieht es aus als ob sich seit damals nichts bewegt hat. Naja, außer dass der Staub entfernt wurde.“ Isuke warf ihr einen bösen Blick zu. „Es ist meine Sache was ich tue.“, sagte sie nur und ließ sich auf den Stuhl hinter dem Schreibtisch fallen. „Ich weiß ich habe dich das schon mal gefragt, aber was tust du, wenn du die Arbeit hier beendet hast?“ Isuke ließ ein entnervtes Stöhnen hören. „Ich weiß noch nicht. Vielleicht setze ich meine Arbeit im nächsten Land fort oder ich fange hier von vorne an.“, antwortete sie ihr. „Ob das eine gute Idee ist?“, fragte Sumireko ihre Freundin. „Warum denn nicht? Traust du meinen Fähigkeiten nicht?“, fragte sie. „Nein ich habe Respekt vor dir, du hast es geschafft dich selbst zu bestehlen und dich so als Opfer darzustellen. Außerdem hast du auch mich beklaut.“, sagte sie und ließ ihre Freundin nicht aus den Augen. „Ja der Diebstahl bei mir selbst war eine Meisterleistung und was das mit dir angeht du hast auf mich eingestochen.“, rief Isuke und schaute sie böse an. „Tja man beklaut mich eben nicht ungestraft.“, lachte sie. „Sei froh, dass ich dich nicht getötet habe“, fügte sie noch hinzu. „Wie sind wir nach der Sache eigentlich Freunde geworden?“, fragte Isuke und lachte. „Ich weiß nicht vielleicht weil ich nach meinem Ausstieg aus unserem Job wenigstens die neue Königin kennen möchte.“ Isuke nickte verstehend. „Ja die nächste Königin nur noch ein Diebstahl und ich bin es“, sagte sie grinsend und ihre Augen begannen zu funkeln. „Wer hat sich das eigentlich ausgedacht? Der Titel Königin der Unterwelt verliehen an die, die jede Adelsfamilie beraubt haben?“, fragte Isuke, woraufhin Sumireko mit den Schultern zuckte. Ein Klopfen an der Tür unterbrach die beiden. „Herein!“, rief Isuke und ihr Hausmädchen trat ein. „Das wurde eben für sie abgegeben, Madam“, sagte sie höflich und überreichte ihr einen Strauß Blumen und eine Karte. Isuke nahm ihn stillschweigend an und öffnete die Karte, während das Mädchen das Zimmer verließ. „Hübsch ein Verehrer?“, fragte Sumireko woraufhin Isuke den Strauß in den Kamin warf. „Nur noch einer, der auf mein Land und den Einfluss scharf ist“, sagte sie während sie die Karte zerriss. „Tz ja Gott sei Dank habe ich das hinter mir“, kommentierte Sumireko die Aussage ihrer Freundin. „Kein Wunder bei drei toten Ehemännern“, lachte Isuke woraufhin Sumireko mit den Augen rollte. „Das waren alles Unfälle“, rief sie sofort. „Ja und die Giftmörderin, die dich jeden Samstag besucht kommt nur zum Tee trinken zu dir?“, fragte Isuke abfällig. „Wir sind alte Freunde“, sagte sie nur dazu. „Solange deine Geliebte das auch so sieht“, stichelte Isuke weiter gegen sie. „Nein sie stört es nicht und wen ich liebe ist meine Sache“, knurrte Sumireko sie böse an. „Ganz ruhig meine Liebe ich wollte dich nur etwas ärgern“, sagte Isuke und lächelte ihre Freundin etwas unsicher an, woraufhin Sumireko anfing zu lächeln. „Schön, dass du immer noch Respekt vor mir hast meine Liebe“, sagte sie in hochmütigem Ton, woraufhin Isuke mit den Augen rollte. „Nur weil du mich damals im 1 VS 1 besiegt hast“, flüsterte Isuke. „Ja willst du es nochmal versuchen?“, fragte Sumireko und lächelte böse. „Sicher? Ich weiß, dass du seit damals ziemlich viel auf der faulen Haut gelegen hast, außer nachts, mit deinem Hausmädchen, da hast du wenigstens auf arbeitender Haut gelegen“, lachte Isuke in welches Sumireko kurz darauf einstieg. „Früher hätte ich dich dafür gekillt“, sagte Sumireko nachdem sie aufgehört hatte zu lachen. „Irgendwie bin ich schon froh, dass du dich schon zurückgezogen hast, du wärst die Letzte gewesen, die ich als Kontrahentin gewollt hätte.“ „Ich habe mich eben verliebt, das wird dir auch passieren“, prophezeite Sumireko ihr woraufhin sie nur ungläubig den Kopf schüttelte. „Bevor das passiert friert die Hölle zu“, knurrte Isuke sie an. Die Pinkhaarige stand auf hob eines der Dielenbretter an unter welchem sich eine Kiste befand, welche sie auf den Tisch stellte und dort öffnete. Sie war gefüllt mit Schmuck und Juwelen. „Immer wieder schön meine Perlenkette wieder zu sehen“, sagte Sumireko mit Blick in die Kiste. „Ich habe dir eine neue geschenkt“, war alles was Isuke dazu sagte während sie einen grünen Edelstein hinein legte. „So noch einer und ich bin die unangefochtene Königin“, schwärmte Isuke und sah stolz auf ihre Kiste. „Ja der letzte Diebstahl und der schwerste“, sagte Sumireko und sah auch lächelnd auf die Juwelen. „Wann wirst du es tun - morgen oder vielleicht schon heute?“, fragte Sumireko sie, woraufhin Isuke den Kopf schüttelte und auf einen Brief auf dem Tisch deutete. Sumireko schaute auf das Schreiben und ihre Augen weiteten sich. „Das ist ein Scherz, oder?“, fragte sie und sah zwischen dem Schreiben und Isuke hin und her. „Nein und ich stehle es direkt von ihr“, sagte sie mit einem überheblichen Lächeln auf den Lippen. „Das ist verrückt, OK du bist gut, aber das geht zu weit. Sie ist die Prinzessin“, rief Sumireko und senkte dann die Stimme. „Du hast mir die Perlenkette vom Hals gerissen und dafür fast mit deinem Leben bezahlt“ Isuke lächelte. „Ja, aber sie ist die Prinzessen, das behütete Ei, das noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat. Als ob die mich über die Schulter wirft und auf mich einsticht“, lachte Isuke und nahm wieder auf ihrem Stuhl Platz. „Da hast du vielleicht recht, aber sie ist die Prinzessin, behütet wie sonst niemand. Sie hat noch niemand gesehen und tritt zum ersten Mal vor die Öffentlichkeit an ihrem 16. Geburtstag“, sagte Sumireko und sah sie eindringlich an. „Ganz genau dieser Tag wird ihr ewig in Erinnerung bleiben als der Tag, an dem sie von der Besten bestohlen wurde und es wird der Tag meiner Krönung“, lachte Isuke selbstgefällig. „Ob das gut geht? Na ja, dann sehen wir uns wahrscheinlich auf der Party mit oder ohne Maske“, sagte Sumireko kopfschüttelnd. „Ja bestimmt, aber damit es auch funktioniert muss ich mich etwas im Palast umsehen“, sagte Isuke. „Ok aber warum ausgerechnet auf der Party, das ist ein unnötiges Risiko“, rief Sumireko. Währenddessen war ihr Blick auf ihre Freundin gerichtet allerdings sah sie besorgt aus. „Ich will einfach einen Knall als mein Finale“, sagte sie. „Ich weiß es ist riskant, aber ich schaffe das“, fügte sie noch hinzu und strich ihrer Freundin über die Hand die Sumireko zur Faust geballt hatte. Sumireko atmete einmal durch. „Ok ich gebe zu du bist sehr gut, aber versprich mir, dass du vorsichtig bist“, sagte sie und klang dabei besorgt. Isuke nickte. „Du hast mein Wort und das Wort...“, sie machte eine kurze Pause und setzte sich ihre Schwarze Maske auf, welche an den Seiten die bunten Flügel eines Schmetterlings hatte. „Des Pink Falters“, beendete sie ihre Aussage grinsend. Sumireko sah sie mit einem komischen Gesichtsausdruck an. „Wer hat dir eigentlich diesen Namen gegeben?“, fragte sie und Isuke überlegte. „Das ist eine gute Frage, wenn ich es rausfinde erzähle ich es dir“, lachte Isuke nur worin Sumireko einstieg. „Warum ausgerechnet diese Maske?“, fragte Sumireko sie. „Ich brauchte eine Maske und die hat mir nun mal gefallen“, war alles was sie dazu sagte. „Na gut, du hast bestimmt noch etwas vorzubereiten. Dann bis spätestens in zwei Wochen", sagte Sumireko und erhob sich. Nach einer kurzen Umarmung verabschiedeten sie sich voneinander. „Wenn du ein Problem, hast sag mir Bescheid“, sagte
Sumireko und sie nickte. „Danke, ich freue mich, dass ich dich habe“, sagte Isuke und sah sie freundlich an.

Später am Abend am Anwesen der Königsfamilie-

Isuke kletterte gerade in ihrem schwarzen Lederoutfit und der Maske an einem Seil hoch zu einem Balkon. „Das ist einfacher als gedacht“, dachte sie und schwang sich über das Geländer, als sie hörte wie etwas zerriss gefolgt von einem Leisen Aufschlagen. „Scheiße!“, schrie sie innerlich und sah über die Brüstung des Geländers. Irgendwo dort unten lag nun ihr Dolch. „Warum muss das ausgerechnet jetzt passieren?“, murmelte sie leise. Der Garten war groß und unter dem Balkon befand sich eine Hecke, in der der Dolch wahrscheinlich gelandet war. Sie wog es kurz ab, hinunterzusteigen und ihn zu suchen oder weiterzumachen. „Egal selbst wenn man einen Dolch hier findet, weißt das nicht auf mich hin“, dachte sie und trat durch die Balkontür. Das Zimmer war schön eingerichtet. Ein gigantisches Himmelbett und ein Kleiderschrank. An den Wänden hingen Bilder die Landschaften und Personen zeigten, einige ehemalige Könige und ihre Frauen. Gerade als sie sich der Zimmertür näherte, hörte sie Schritte von draußen. „Scheiße, warum jetzt!“, schrie sie innerlich und sah sich im Raum um. "Heute läuft wohl alles schief", dachte Isuke und lief zum Kleiderschrank. Sie wusste, dass es nicht das beste Versteck war, aber es war besser als nichts. Schnell schlüpfte sie durch die Tür und ließ sie einen Spalt breit offen als sich auch schon die Zimmertür öffnete. Innerlich betete sie: „Bitte, geh, bitte, geh!“ Durch den Türspalt sah sie jemanden das Zimmer betreten. Ein Mädchen. Sie hatte lange rote Haare, die sie in einer Art Pferdeschwanz trug und an ihrem Leib schlichte Kleidung. Sie musste ungefähr so alt sein wie sie, plus minus ein Jahr. „Ein Hausmädchen“, dachte sie während das Mädchen sich im Raum umblickte. Ihr Blick blieb an den Bildern hängen und flog dann weiter durch das Zimmer. Langsam näherte sie sich dem Schrank. Nein, nein, nein!“, schrie die Einbrecherin innerlich während sie die Augen schloss und betet, dass das Mädchen sich nicht auf sie zubewegte. Warum war sie ausgerechnet jetzt unbewaffnet? Ein Schnitt durch die Kehle und fertig. Sie schloss ihre Augen und betete innerlich. Isuke hörte das Geräusch der sich öffnenden Tür und riss ihre Augen auf. Ein Schrei hallte durch den Raum, als das Mädchen sie sah. Isuke machte einen Schritt nach vorne und wollte sie packen, als weitere Stimmen an ihre Ohren drangen. „Prinzessin Sagae, geht es Ihnen gut?“ Dabei klopfte es an die Tür. „Prinzessin Sagae?" Diese Worte drangen in ihre Ohren und ließen sie zum ersten Mal zittern. Angst hatte sich in der jungen Diebin breit gemacht. In dem Moment öffnete sich die Zimmertürm Isuke sah schon ihr Ende vor ihrem geistigen Auge, als sich die Schranktür schloss. „Ja alles ok, ich habe mich nur vor einer Spinne erschreckt“, sagte das Mädchen zu der Wache, die höchstwahrscheinlich gerade den Raum betreten hatte. „Warum müssen Sie auch immer wieder hierherkommen, sie wissen das ihr Vater das nicht möchte?“, fragte die Wache die Prinzessin. „Ich liebe dieses Zimmer, schließlich war es das meiner Mutter“, sagte sie mit trauriger Stimme. „OK dann wünsche ich Ihnen noch eine angenehme Nacht“, sagte die Wache, woraufhin ihr ein Stein vom Herzen fiel. Isuke hörte die Schritte, die sich aus dem Raum entfernten. Isuke spürte ihren eigenen Herzschlag gegen ihre Brust schlagen, sie hatte Angst und war aufgeregt. Sie brauchte einige Momente, um durchzuatmen und beruhigte ihr wie wild schlagendes Herz. „Er ist weg du kannst rauskommen.“ Ihr sich gerade beruhigendes Herz machte einen Aussetzer. „Warum?“, fragte sie sich als sie wieder die Stimme des Mädchens hörte. „Komm raus ich tue dir nichts“, hörte sie die Stimme des Mädchens. Langsam und vorsichtig öffnete sich die Schranktür. Isuke trat heraus. Vor ihr auf dem Bett saß die vermeintliche Prinzessin. „Wenn ich meinen Dolch gehabt hätte, was wäre dann passiert?“, fragte sie sich. Eine Wache auf einem ihrer Einbrüche zu töten war eine Sache, aber die einzige Prinzessin des Landes? Das wäre etwas gewesen, das sich nicht unter den Teppich kehren lässt. „Warum?“ Mehr brachte sie nicht über die Lippen. Das Mädchen lächelte sie an. „Warum nicht?“, fragte sie und klopfte neben sich auf das Bett. „Bitte setz dich doch“, fügte sie auffordernd hinzu. Isuke gehorchte und setzte sich neben sie. „Warum?“, fragte Isuke noch einmal. „Weil ich dich bewundere“, sagte die Prinzessin und mied ihren Blick. Fragend schaute Isuke auf und schaute dem rothaarigen Mädchen in die Augen. „Was?“, fragte sie überrascht. „Ich, ich bewundere dich“, wiederholte das Mädchen. „Aber, warum?“, fragte Isuke ängstlich. „Du bist frei, du kannst tun was du willst und, und...“, begann sie, aber Isuke verstand schon. Wenn sie wirklich die Prinzessin war, hatte sie dieses Anwesen in den letzten 16 Jahren noch nie verlassen. Sie kannte niemanden außerhalb dieses Hauses. Ein wenig tat sie ihr schon leid. „OK“, sagte Isuke nur. „Und warum tust du es?“, fragte die Prinzessin sie. „Um die Königin der Unterwelt zu werden“, sagte Isuke wie aus der Pistole geschossen, ihre Augen lagen auf der Prinzessin. Ohne nachzudenken hatte sie ihr geantwortet. Die Prinzessin schwieg und schaute sie mitfühlend an. „Und weiter?“, fragte die Prinzessin. „Nichts, das war der Wunsch meiner Eltern“, antwortete Isuke ihr ehrlich. „Deine Eltern wollten, dass du eine Diebin wirst?“, fragte sie und klang interessiert an ihrem Leben. „Ja sie haben mich von der Straße geholt und darum schulde ich ihnen etwas“, begann die junge Diebin zu reden und schlug sich, dann die Hand vor den Mund. „Warum erzähle ich ihr das?“, fragte sie sich selbst. „Ich verstehe“, sagte die Prinzessin. „Du hast keine Angst vor mir?“, fragte Isuke nach ein paar Minuten des Schweigens. Sie schüttelte den Kopf. „Nein, warum sollte ich? Du hast noch nie jemanden getötet außer er hat dich angegriffen“, sagte die Prinzessin. „Ja, aber ich habe auch gerade keine Waffe“, begann Isuke, aber sie lächelte die Diebin nur an. „Du hättest mich auch ohne Waffe zum Schweigen bringen können“, antwortete sie. Es war komisch für Isuke sie saß hier mit jemandem zusammen, der sie kannte und keine Angst vor ihr hatte. „Wenn du uns bestohlen hast dann wirst du also zur Königin?“, fragte sie woraufhin Isuke nickte. Sie hob ihre Hand und hielt ihr einen goldenen Ring mit einem eingelassenen Topas unter die Nase. „Dieser Ring ist ein Erbstück nimm ihn und dann hänge deinen Job an den Nagel“, sagte sie freundlich. Isuke bewunderte den Ring. „Der muss ein Vermögen wert sein“, dachte Isuke und sah gierig auf den Ring, schob aber die Hand zur Seite. „Nein einen geschenkten Sieg will ich nicht“, sagte die Diebin und die Prinzessin nickte verstehend. „Pass nur auf, nicht dass sie dich erwischen“, murmelte das Mädchen. „Keine Angst Prinzessin“, sagte Isuke selbstsicher. „Haruki“, flüsterte die Rothaarige. „Was?“, fragte Isuke. „Ich heiße Haruki also nenn mich bitte auch so“, sagte sie mit fester Stimme. „Na gut, Haruki was kann ich für dich tun?“, fragte Isuke wobei sie ihren Namen besonders betonte. Fragend sah die Prinzessin die junge Diebin an. „Du hast gerade mein Leben gerettet, bzw. verschont dafür möchte ich dir etwas geben“, Sagte Isuke freundlich und schaute ihrem gegenüber tief in die Augen. „Nun ich würde gern...“, begann Haruki wurde aber mit jedem Wort immer leiser bis Isuke nichts mehr verstand. „Was hast du gesagt?“, fragte die Junge Diebin. „Ich möchte gerne dein Gesicht sehen“, sagte Haruki ängstlich. „Da kann ich mich auch gleich deinen Wachen Stellen“, rief Isuke und hielt sich die Hand vor den Mund- Sie hatte selbst bemerkt, dass sie zu laut wurde. „Tut mir leid“, murmelte die Prinzessin und sah traurig zu Biden. Isuke stand auf und lief zur Tür. „Gehst du?“, fragte Haruki und sah der Diebin nach, welche nickte. „Dann bis bald“, sagte die Prinzessin lächelnd. „Haruki!“, rief Isuke mit fester Stimme. Als sie sich umdrehte, sah sie gerade noch wie die Diebin ihre Maske auszog. Harukis Augen weiteten sich, als sie der jungen Diebin ins Gesicht sah. „Um diese Zeit ist die Küche leer und von dort aus kommst du in den Garten“, sagte Haurki und schaute wie hypnotisiert in das Gesicht der Diebin. „Sie ist wunderschön“, schoss es Haruki durch den Kopf. Ohne ein Wort des Abschieds verschwand die Diebin durch die Tür, während sie sich die Maske wieder überzog.

Isukes trat den Heimweg an, runter in die Küche durch diese und ab in den Garten. Ohne auch nur einen Gedanken an ihren Dolch zu verschwenden lief sie von dem Anwesen. Ihr Kopf war wie leer gefegt bis sie, eine Stunde Fußweg später, zuhause angekommen war. Stieg durch das offen gelassene Fenster und lief nach oben. Unterwegs streifte sie sich die Maske und ihr Oberteil ab. In ihrem Zimmer zog sie sich vollständig um. In ihrem Schlafgewand verließ sie ihr Zimmer und lief in ihr Arbeitszimmer. Dort packte sie sich ein Glas und eine Schnapsflasche. Das war das letzte woran sie sich erinnerte, das und wie der geleerte Boden des Glases aussah.

„Isuke! Isuke!“, rief eine bekannte Stimme, ihr Kopf dröhnte vor Schmerzen. „Jetzt wach auf.“ Die Stimme klang diesmal ernster. Die Pinkhaarige ließ ein leises Stöhnen von sich hören, als sie eine Backpfeife traf. Sie schrie auf und setzte sich gerade hin. „Was ist?“, fragte sie und versuchte ihren dröhnenden Kopf zu ignorieren. „Es musss ja super gelaufen sein“, sagte Sumireko mit der leeren Flasche in der Hand. „Vergiss es einfach“, stöhnte Isuke und rieb sich die Schläfen. „Warum bist du überhaupt so früh am Morgen hier?“, fragte sie ihre Freundin. "Morgen? Es ist Nachmittag. Frustsaufen, weil du etwas versaut hast ist eine Sache, aber das hier geht zu weit“, lachte Sumireko und klopfte mit dem Glas auf die Flasche. Ein lautes Klirren hallte durch das Zimmer, „Oh Gott was habe ich dir getan?“, klagte Isukie während sie sich den Kopf hielt. „Ich habe nichts getan. Die Frage ist was du versaut hast?“, fragte sie und streichelte ihrer Freundin fürsorglich über den Rücken. Isuke stöhnte, sie wusste, dass sie es ihr erzählen musste.

Einige Zeit später in der sie Sumireko alles erzählt hatte.

„Du hast ihr dein Gesicht gezeigt?“, schrie sie und schaute sie geschockt an. „Ich weiß auch nicht was mich da geritten hat, ich habe es einfach getan?“, stöhnte Isuke und vergrub das Gesicht in ihren Händen. „Versaut ist wohl noch untertrieben“ , sagte Sumireko und schaute auf ihre verkaterte Freundin. „Das wars wohl mit der Königin der Unterwelt“, sagte sie und drehte sich um. „Nein!“, erklang eine feste Stimme hinter ihr. „Nein?“, fragte Sumireko und drehte sich zurück zu ihr. „Nein, ich habe einen kleinen Fehler gemacht, aber daraus kann ich auch meinen Vorteil ziehen“, sagte Isuke „Einen Vorteil? Sie kennt dein Gesicht und du hast einen sicheren Sieg ausgeschlagen du hättest deinen Titel schon, wenn du nicht so verdammt stolz wärst“, knurrte Sumireko. „Ja sie kennt mich jetzt, aber sie mag mich das kann ich zu meinem Vorteil nutzen“, stöhnte Isuke und erhob sich langsam. Sumireko zog eine Augenbraue hoch und drehte sich zu ihr. „Sie mag mich, das nutze ich aus, um Informationen zu bekommen und dann beende ich mein Meisterwerk“, sagte Isuke lächelnd und lehnte sich an den Tisch. „DU bist eine Idiotin, das wird in die Hose gehen“, sagte Sumireko nur und verließ das Zimmer und hinterließ eine verkaterte Isuke.

Am selben Abend saß Isuke in dem Schlafzimmer, aus dem sie am Abend zuvor vor der Prinzessin geflohen war. „Bitte komm“, betete sie als sich die Tür öffnete und eine ihr bekannte Person das Zimmer betrat. „Hallo Prinzessin“, begrüßte Isuke sie freundlich woraufhin sie zusammenzuckte. „Hast wohl nicht mit mir gerechnet?“, fragte Isuke und erhob sich vom Bett auf welchem sie es sich bequem gemacht hatte. Schnell schloss Haruki die Tür hinter sich und schüttelte den Kopf. „Was willst du?“, fragte Haruki etwas ängstlich. „Keine Sorge ich will dir nichts tun“, sagte sie schnell. „Warum bist du dann hier?“, fragte die Prinzessin. „Naja ich hatte lange keinen mehr zum Quatschen, und du hast mein Gesicht gesehen, also entweder lassen wir das unter den Tisch fallen und reden etwas oder ich muss leider Zeugen verstummen lassen“, sagte Isuke mit einem bösen lächeln. „Dann will ich reden“, sagte sie schnell und setzte sich auf das Bett. „Schön also Prinzessin erzähl mir was von dir“, sagte Isuke und nahm ihre Maske ab. „Haruki“, murmelte die Prinzessin leise. „Was?“, fragte sie unsicher. „Wenn du mit mir reden willst, nenn mich Haruki“, sagte sie und bemühte sich selbstsicher zu klingen. „Nun gut Haruki, erzähl mir was von dir“, sagte Isuke fast schon zu freundlich. „Was soll ich dir erzählen? Ich lebe hier wie ein Vogel im Käfig, mehr als dieses Haus und den Garten kenne ich nicht“, sagte sie traurig und ließ den Kopf hängen. „Wirklich? Du bist hier nie raugekommen? So wie du aussiehst kennst du doch bestimmt ein paar Schleichwege aus dem Anwesen raus?“, fragte Isuke und spitzte die Ohren. „Ja ok es gibt ein paar Schleichwege, aus dem Anwesen aber die führen nur in den Garten“, antwortete sie etwas betrübt. „So, aber jetzt erzähl du mir was von dir“, sagte Haruki mit fester Stimme und sah die Diebin an. „OK, ich ….“ da stoppte Isuke schon, was sollte sie ihr erzählen ihr Name? Nein. Was sie außerhalb ihres Diebesdaseins Tat? Nein. „Na komm irgendwas“, sagte Haruki und rückte etwas näher an Isuke heran. „Meine Eltern haben mich auf der Straße gefunden, Sie gaben mir alles was ich brauchte, nein mehr noch, mehr als ich jemals gewollt habe“, sagte Isuke, es sprudelte geradezu aus ihr heraus ohne dass sie merkte was die sagte. Alles was sie noch merkte war, dass sie der Prinzessin tief in die Augen sah. Isuke riss die Augen auf und sah Haruki geschockt an. “Warum habe ich ihr das erzählt?“, fragte sie sich selbst. „Warum tust du es dann? Das Stehlen?“, fragte Haruki und schaute sie fragend an. „Es war etwas das meine Eltern….“, begann Isuke stoppte dann aber. „Vergiss es einfach. Bis bald“, sagte sie, stand auf und lief zum Balkon. „Ich bin jeden Abend hier in diesem Zimmer“, hörte sie noch Harukis Stimme, während sie das Seil hinunterkletterte.

Zwei Wochen waren vergangen Isuke hatte die Prinzessin jeden Abend besucht, um sie auszuhorchen. Wie sie es sich selbst einredete. Sie nahm sogar die zwei Stunden Fußweg jeden Tag in Kauf dafür aber besonders viel hatte sie nicht erfahren. Meistens nur Probleme, die sie mit ihrem Vater hatte und zu ihrem Glück auch den einen oder anderen Schleichweg vom Haus in den Garten. „Wenigstens etwas“, dachte sie sich obwohl sie diese nicht wirklich gebraucht hätte. Das Reinkommen war kein Problem. Isukes Blick wanderte zu dem hellblauen Kleid, das auf dem Bett lag, auf welchem ihre Einladung für die Feier lag. Schnell hatte sie sich umgezogen und war diesmal per Kutsche auf den Weg zum Anwesen der Königsfamilie. Isuke betrat das Anwesen diesmal durch die Vordertür was eine Premiere für sie war und ließ sich in den großen und festlich geschmückten Ballsaal führen. Das Fest war bereits in vollem Gange als sie ankam. Sie war mit Absicht etwas zu spät, um der Begrüßungsrede zu entgehen, die sie nur gelangweilt hätte und um sich selbst daran zu hindern sich am Wein zu vergreifen. Während sie sich unter die Menschen mischte und den Anmachversuchen einiger Männer auswich. Nach einiger Zeit fand sie sogar Sumireko in der Menschenmenge. Neben ihr stand ihr Hausmädchen und wie sie nun auch sicher wusste ihre Geliebte. Vermutet hatte sie das schon länger Sumireko war viel zu nett zu ihr, verglichen mit anderen. „Naja jedem das seine“, dachte Isuke sich und ihr Blick wanderte weiter durch die Menge. Zu ihrem Glück sah sie keine Prinzessin, wenn sie sie traf dann wäre das ein Desaster, so viele hier kannten ihren Namen und wenn rauskommt wer sie war, wäre ihr Leben vorbei. Wobei Haruki ihr Geheimnis behütet hatte. „Hallo Miss Inukai“, drang eine Stimme an ihre Ohren. Sie drehte sich um, vor ihr stand der König. „Woher kennt der mich?“, fagte sie sich. „Eure Majestät“, sagte sie freundlich lächelnd und machte eine kurze Verbeugung. „Wie geht’s Ihnen?“, fragte er Isuke freundlich. „Gut abgesehen von den ganzen, Anschreiben von männlichen Singles“, sagte sie und unterdrückte einen Würgereiz beim Gedanken an die ganzen Anmachen. „Naja man kann es verstehen, eine junge Frau in den besten Jahren, Sie sind sehr gefragt“, sagt er woraufhin Isuke mit den Augen rollte. „Leider, wenn sie alle in meinem Alter wären könnte ich es ja Ertragen, aber teilweiße sind sie um die 40, oder versuchen mich mit einem ihrer Kinder zu verkuppeln“, klagte Sie und vergaß für einen Moment mit wem sie redete, zu ihrer Überraschung lächelte er. „Das noch niemand versucht hat mich mit seiner Tochter zu verkuppeln wundert mich nur“, scherzte Isuke und lachte, kurz machte er ein überlegendes Gesicht stimmt aber dann in ihr Gelächter ein. „Ah meine Tochter kennen sie noch nicht, oder?“, fragte er als ein Mädchen im weißen Kleid zu den beiden trat, auf den ersten Blick dachte Isuke sie trägt ein Hochzeitskleid. Ihr Blick wanderte über Isuke. „Nein das Vergnügen hatten wir noch nicht“, sagte Haruki und hielt Isuke ihre Hand hin. „Isuke Inukai“, sagte sie obwohl sie wusste, dass es ein Fehler war. „Prinzessin Haruki Sagae“, sagte sie und schüttelte ihre Hand. Der König verließ die beiden kurz darauf und Harukis Blick wanderte über ihre vermeintliche Freundin „Also du gehörst also auch zum Adel.“ „Ja“, murmelte Isuke und schaute sich nach einem Fluchtweg um. „Also was tust du hier?“ „Was wohl ich muss euch noch beklauen und ich glaube ich habe gerade das Richtige gefunden“, sagte Isuke und setzte ein böses Lächeln auf. Fragend sah die Prinzessin sie an. „Deine wunderschöne Kette“, sagte sie und legte ihre Finger auf die Kette. Haruki atmete plötzlich auf und sah sie mit großen Augen an. „Spielen wir fangen. Ich jage deine Kette und du versteckst dich. Wenn ich gewinne bekomme ich noch ein Geschenk“, sagte Isuke und lächelte verschlagen. „Und wenn du meine Kette nicht bekommst?“, fragte die Prinzessin, woraufhin Isuke sie fragend anblickte. „Als ob du dich verstecken könntest“, wollte sie schon sagen. „Dann gibst du deine Karriere als Diebin auf“, sagte sie und Isuke fing an zu lachen. „Dann lauf mal schön und denk dran ich habe heute Maske und Dolch dabei“, sagte Isuke grinsend woraufhin Haruki etwas nervös wurde und sich aus dem Raum schlängelte. „Fehler bleib lieber da wo viele Menschen sind“, dachte Isuke bevor sie sich langsam an die Verfolgung machte. Haruki lief durch das leere Anwesen, scheinbar war jeder im Ballsaal. Sie war auf der Flucht vor Isuke, sie bog um eine Ecke und blieb stehen. Mit einer Hand lehnte sie sich an eine Wand und begann durchzuatmen. Gerade als sie wieder zu Atem gekommen war schlangen sich zwei Arme um ihren Bauch. „Gefangen!“, hörte sie eine bekannte Stimme in ihrem Ohr. Die Hände wanderten hinauf zu ihrem Dekolletee und legten sich auf ihre Brust. „Wo ist die Kette?“, fragte Isuke aufgeregt. „Die habe ich versteckt. Viel Spaß beim Suchen“, kicherte Haruki. „Du spielst unfair“, kommentierte Isuke diese Aktion. „Habe ich von dir gelernt“, kicherte Haruki weiter. „Wie lange willst du eigentlich noch meine Brüste befummeln?“, fragte sie Isuke, welche errötete und sofort die Hände von ihr nahm. Haruki drehte sich zu der vermeintlichen Diebin um und ihr stockte der Atem. Ihr enges, schwarzes Lederoutfit verschlug ihr abermals die Sprache. Die Maske und der Dolch verliehen ihr dabei noch eine gewisse Aura der Gefahr. Sie hatte sie zwar schon oft in diesem Outfit gesehen, aber heute war es anders heute war sie hier, um sich das zu holen was sie begehrte und sie wusste sie würde sich nicht aufhalten lassen. „Wenn du sie findest, ich bin an unserem Treffpunkt.“ Mit diesen Worten ging sie an Isuke vorbei nicht ohne nochmal ihren ganzen Körper interessiert zu mustern. Kaum war sie um die Ecke verschwunden, schrie Isuke auf. „Scheiße!“, schrie sie und schlug gegen die Wand. „Die verarscht mich doch“, knurrte Isuke und drehte sich um. “Irgendwo zwischen hier und dem Ballsaal muss die Kette sein“, dachte Isuke und fing an zu suchen. Einige Zeit später rannte Isuke durch die Gänge des Schlosses verfolgt von einigen Wachen. Wie konnte sie nur so ein Pech haben und in den Wachraum hineinlaufen. Verfolgt von einigen Soldaten rannte sie um eine Ecke und sprang dann in eine geöffnete Tür. Welche sie sofort hinter sich verschloss. Sie hörte die schnellen Schritte der Soldaten, welche an dem Zimmer vorbeiliefen. Isuke öffnete das Fenster und verließ dadurch das Zimmer. Ihr Blick wanderte über den verlassenen Garten, bevor sie sich auf den Weg machte. Leise schlich Isuke an der Hauswand entlang, den Dolch gezogen bereit sich zu verteidigen sollte sie auf jemanden treffen. Nach einer halben Runde um das Gebäude erreichte sie den Balkon, über den sie immer ins Haus eingebrochen war, auf welchem sie Haruki sah. Sie saß auf dem Geländer die Beine über der Kannte und schaute verträumt hoch in den Himmel. „Das sie keine Angst hat ihr Kleid dreckig zu machen“, dachte Isuke und trat aus dem Schatten. „Du wartest ja wirklich“, rief sie woraufhin die Prinzessin zusammenzuckte. Sie hatte sie wohl erschreckt. Sie schaute sich schnell um beugte sich dann nach vorne. Dabei verlor sie den Halt und stürzte hinunter. „Diese Idiotin!“, rief Isuke innerlich und rannte auf sie zu. Mit einem Sprung nach vorne erreichte sie Haruki, welche in ihren Armen landete und beide landeten auf dem Boden. „Mensch was machst du für Sachen?“, klagte Isuke. „Tut mir leid ich habe den halt verloren“, nuschelte sie und schaute die Diebin mit großen Augen an. „Pass besser auf“, sagte sie kühl und stand auf. In Wahrheit war sie erleichtert, dass ihr nichts passiert ist. „Isuke du blutest“, rief Haruki und zeigte auf ihr Bein an welchem sich eine Kratzspur befand. „Halb so schlimm“, sagte sie als sie hinter sich Rufe hörten. „Da ist sie!“ "Scheiße die Wachen“, knurrte Isuke und lief los. An der nächsten Ecke des Gebäudes blieb sie kurz stehen und schaute zurück. Ein paar der Wachen waren bei Haruki stehen geblieben wahrscheinlich, um zu sehen ob es ihr gut geht. Gerade als sie weiter laufen wollte sah sie wie Haruki etwas glänzendes aus ihrem Ausschnitt zog. „Die hatte sie die ganze Zeit dabei“, knurrte Isuke und fühlte sich von ihr verarscht. Zurück konnte sie nicht mehr also lief sie vom Gelände. „Ich habe es versaut“, klagte sie einige Zeit später, als sie wieder zuhause ankam. Maske und Dolch verstaute sie wieder im Arbeitszimmer und ließ sich dann in ihr Bett fallen. Am nächsten Tag war Isuke deprimiert. Sie saß in dem alten Arbeitszimmer vor ihr auf dem Tisch die Kiste mit den Juwelen und ihre Maske. Als sich die Tür öffnete und Sumireko eintrat in ihren Armen trug sie einen großen Strauß weißer und roter Rosen. Wobei die roten Rosen ein Herz bildeten und die weißen drum herum waren. „Hey wie geht’s dir?“, fragte sie freundlich und sah ihre Freundin aufmunternd an. „Es geht“, sagte sie stumpf und schaute auf die Blumen. „Eine Aufmunterung?“, fragte Isuke, woraufhin Sumireko den Kopf schüttelte. „Nein die wurden eben für dich abgegeben. Es gibt wohl doch noch Männer mit Geschmack“, sagte sie und legte den Strauß auf den Tisch. Isuke nickte nur und besah sich die Blumen. „Soll ich sie gleich ins Feuer werfen oder willst du die Karte erst lesen?“, fragte Sumreko lächelnd. „Ach gib her“, stöhnte sie und nahm ihrer Freundin die Karte ab. Sie überflog den Brief und ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Sie nahm die Blumen und lief zur Tür. Als sie sie öffnete, lief eines ihrer Hausmädchen vorbei, welches sie anhielt. „Stell die doch bitte in eine Vase und dann in mein Schlafzimmer“, sagte Isuke ungewohnt freundlich. Sumireko sah ihr fragend dabei zu und
schnappte sich schließlich aus Neugier den Brief.

„Hallo Isuke,

Ich hoffe dieser Brief erreicht dich und du hast nicht das Land verlassen, weil du gescheitert bist. Dein Geheimnis werde ich selbstverständlich bewahren.

Ich wollte mich nochmals dafür bedanken, dass du mich gerettet hast und hoffe, dass die Verletzung nicht schlimmer geworden ist. Auch wenn du es wahrscheinlich nicht willst, würde ich mich freuen, wenn du mich mal wieder besuchen würdest. Ich weiß, dass die Blumen als Dankeschön bestimmt kein Trost darüber sind, dass du den Titel Königin jetzt doch nicht tragen kannst, woran ich ja nicht ganz unschuldig bin, aber ich hoffe sie muntern dich trotzdem etwas auf.

In Liebe deine Prinzessin.

„Nun meine Königin du hast es also doch geschafft“, sagte Sumirkeko und legte den Brief auf die Box. Fragend sah Isuke sie an. „Nein, habe ich nicht“, sagte sie betrübt. „Doch du hast der Prinzessin das Herz gestohlen ich finde das zählt“, sagte sie und machte eine kleine Verbeugung. Schlagartig besserte sich Isukes Laune. „Wirklich?“, fragte sie lächelnd. „Ja und jetzt die wichtigste Frage: Was tust du jetzt?“, fragte Sumrieko während Isuke zum Tisch zurückkam und den Brief mitsamt der Maske in dem Kästchen verstaute, welches sie wieder in ihr Versteck packte. „Wirst du uns jetzt verlassen und im nächsten Land weiter machen?“, fragte Sumireko und behielt ihre Freundin genau im Blick, welche wohl scharf nachdachte. „Nein, ich bleibe. Schließlich habe ich hier eine süße Prinzessin, um die ich mich kümmern muss“, sagte Isuke lächelnd. „Ich habe es prophezeit. Du hast dich endlich verliebt“, rief Sumireko und freute sich, dass ihre Freundin doch blieb. Isuke rollte mit den Augen. „Das wirst du mir noch ewig vorhalten, oder?“, fragte sie Sumireko, woraufhin diese nickte.

Hallo meine Lieben, ich hoffe euch hat dieser „kleine“ OS gefallen, über eine review würde ich mich sehr freuen. Ich überlege momentan aus ihm eine neue Story zu machen die dann auch alle anderen Character mit einbindet. Die story wird dann auch etwas in die Fantasy Richtung gehen. MIT hexen Magiern usw. Genre, ALtersempehlungen usw kännen sich bei Fortsetzung noch ändern.

Zum ende hin möchte ich mich noch bei Winter Night bedanken die so lieb war als Beta Leserin hier mal drüber zu schauen, vor dem Upload.

MFG Infernalsniper
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