Attack on Titan x Pokémon - Vs. Marley

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
OC (Own Character)
31.08.2019
12.10.2019
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Nachdem sie sich vergewissert hatten, dass Eren wirklich wieder da war, gingen die Soldaten zusammen mit der blauen Leuchtfackel in Hendriks Büro, um den endgültigen Plan festzulegen.

„Eine friedliche Lösung ist leider unmöglich geworden“, meinte Armin. „Nach der Invasion auf Marley hat die Welt ihre Meinung über die Eldia auf Paradis klargestellt: für sie sind wir Teufel, die von der Erde verschwinden sollen. Aber sollen wir das wirklich tun und alle Eldia in die Welt der Pokémon übersiedeln?“

„Das könnte sehr schwierig werden“, sagte Hanji. „Ich meine, wie sollen wir die Eldia dazu kriegen, in eine andere Welt zu gehen und die ihnen bekannte Heimat zu verlassen? Sie werden wohl kaum einfach so zustimmen.“

„Aber auf uns werden sie hören“, mischte Zeke sich nun ein, der bisher stillschweigend in einer Ecke gesessen hatte. „Die Eldia auf Paradis sehen Eren und mich als Erlöser ihres Reiches an. Wenn wir mit ihnen reden, werden sie es verstehen.“

„Und wieso sollten wir dir vertrauen?“, sagte nun Levi. „Du elende Bartfratze hast schließlich Erwin und viele andere Soldaten vom Aufklärungstrupp auf dem Gewissen. Mit welcher Berechtigung sollten wir diesen verrückten Plan ausführen?“

„Weil ich die wahre Eldia-Rehabilitationsgruppe bin“, erwiderte Zeke tonlos. „Jetzt erfindet der Typ schon Namen“, meinte Rena und bedachte den Tier-Titanen mit einem misstrauischen Blick.

„Er sagt die Wahrheit“, sagte nun Eren. „Unser Vater war damals ebenfalls Mitglied dieser Gruppe, bevor er zusammen mit Dina verhaftet und nach Paradis geschickt wurde. Später gab er dann den attackierenden und den Urtitanen an mich weiter. Zeke will die Eldia wirklich retten, und ich will das auch. Ich finde, wir sollten diesen Plan durchführen, nachdem wir Marley einen letzten Schlag verpasst haben.“

„Moment noch“, unterbrach Zeke wieder. „Bevor wir das tun, möchte ich gerne noch mit Reiner, Porco und Pieck, den anderen Titanenwandlern, reden. Sie haben es verdient, die Chance zu erhalten, ebenfalls ein friedliches Leben ohne ihr Schicksal, nach 13 Jahren zu sterben, zu leben. Glaubt mir, sie haben ein gutes Herz und werden mir zuhören.“

Alles sah nun Hendrik an. Seine Entscheidung würde darüber urteilen, was sie tun würden. „Bist du dir sicher, dass das klappen wird?“

„Ich schwöre es bei meiner Ehre“, versprach Zeke und beugte sich vor. „Wenn ihr mir vertraut, stelle ich mich als neuer Rekrut der blauen Leuchtfackel unter dein Kommando. Ich schwöre diesem Team die Treue und tue alles, was nötig ist.“

Hendrik war tatsächlich beeindruckt von seiner Ehrlichkeit. Es schien Zeke Jäger ernst zu sein, diesen Plan durchzuführen. „Na dann, herzlich willkommen, Agent Jäger!“, sagte der Kommandant feierlich und reichte Zeke seine Hand, die er nach kurzem Zögern schüttelte. Daraufhin erhielt der Tier-Titan unter den erstaunten Blicken der Anwesenden den schwarzen Kapuzenumhang der blauen Leuchtfackel, den er sich sofort umband. Auch seine Anti-Titanen-Fußfessel wurde ihm schließlich abgenommen.

„Und wie gehen wir jetzt genau vor?“, wollte Hanji nach Abschluss der Formalitäten wissen. „Nun, wir werden zunächst Zeke vorschicken, um mit den anderen Kriegern zu reden und zu versuchen, sie ebenfalls auf unsere Seite zu ziehen. Wenn sie dabei sind, können sie mit uns zusammen antreten. Wenn nicht, müssen wir sie ebenfalls besiegen. Während des Gesprächs werden wir uns zwischen den Häusern verstecken und auf Zekes Signal hin den Angriff starten, und zwar aus allen Richtungen mithilfe der Portale. Soweit alles klar?“

Entschlossen nickten die Soldaten und gingen dann mit Alberta zu ihren Waffenkammern, um in den Umgang mit ihren Spezialwaffen sowie den Motorrädern vertraut gemacht zu werden. Obwohl eigentlich langes Training dafür erforderlich war, verstanden die Soldaten schnell und konnten gut mit ihnen umgehen.

An diesem Abend, dem Abend vor Beginn der Mission, hatten sie sich in der Kantine versammelt und besprachen noch einmal die letzten Details. „Reiner, Porco und Pieck befinden sich meines Wissens nach nicht in einem der Gettos, sondern im Ausland, also können wir dort ohne Probleme angreifen.“

„Wo denn genau im Ausland?“, fragte Alberta nach, ihr Noctuh saß auf ihrer Schulter und drehte immer wieder seinen Kopf. „Vermutlich kommen sie morgen auf Paradis an“, spekulierte Zeke. „Vor dem Kampf in Rebellio sprachen die Generäle davon, den Kiefer, den Gepanzerten und den Karren erneut auf die Insel zu schicken und einen gewaltigen Angriff zu starten. Deshalb schlage ich vor, sie dort zu erwarten und dann den Plan durchzuführen.“

Viele nickende Köpfe trafen auf diese Aussage.

„Dann geht es jetzt also auf das Ende zu“, bemerkte Eren, der die Arme verschränkt hatte. „Dies wird die letzte Schlacht sein, ehe wir endlich frei sind…“

Er wurde von Rena unterbrochen, die soeben den Raum betreten hatte, an ihren Seiten zwei Kinder, die sie seit längerem nicht mehr gesehen hatten.

„Gabi! Falco!“, rief Zeke sichtbar freudig und schloss die beiden Kinder in seine Arme, die zwar überrascht waren, aber in guter Verfassung waren.

„Ich habe die beiden wieder hergebracht, nachdem ich einen Abstecher nach Mele-Mele gemacht habe“, berichtete Rena und stemmte die Hände in die Hüften. „Häuptling Zeke!“, rief Gabi, die trotz allem erleichtert schien, den Anführer ihrer Einheit wiederzusehen, ebenso Falco.

Nachdem sie nun noch ein paar Erlebnisse ausgetauscht hatten, machten sie Feierabend, um sich für die morgige große Schlacht auszuschlafen. Den Soldaten wurden zunächst die Gästezimmer zugewiesen, obwohl Zeke nun ein offizieller Agent war und zur Sicherheit zwei Mitglieder vor seiner Tür Wache hielten.

Hendrik war gerade auf dem Weg in sein Zimmer, nachdem Rena und Alberta sich zu Bett begeben hatten, da kamen Hanji und Levi mit seiner Einheit auf ihn zu.

„Wir möchten gerne noch eine Sache mit dir besprechen“, fing Armin an und kratzte sich am Hinterkopf. „Worum geht es denn?“, fragte Hendrik ruhig. „Nun, es ist so, dass wir nach dieser Schlacht und der Übersiedlung der Eldia den Aufklärungstrupp, die Mauergarnison und die Militärpolizei nicht mehr brauchen werden. Deshalb würden wir gerne, wenn alles über die Bühne gegangen ist, ebenfalls der blauen Leuchtfackel beitreten.“

Hendrik war nicht sonderlich überrascht, dass die Soldaten auch dabei sein wollten. Dadurch würden sie die Gelegenheit haben, die Welt zu entdecken und wahre Freiheit zu spüren. „Ich bin einverstanden“, bestätigte er kurz, woraufhin die Aufklärer nickten. „Wenn das hier vorbei ist, ernenne ich euch zu Agenten der blauen Leuchtfackel.“

„Bekommen wir dann auch eigene Pokémon?“, fragte Hanji aufgeregt. „Ich denke, das lässt sich arrangieren“, versprach Hendrik mit einem leichten Lachen.

Also trennten sie sich nun, um eine letzte Nacht zur Vorbereitung zu nutzen, bevor am nächsten Morgen die letzte Schlacht steigen würde.