King and Lionheart

von congeries
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
31.08.2019
13.10.2019
15
67837
16
Alle Kapitel
36 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Hinweise/Warnungen vorab:

- Das Rating ist wegen späteren Kapiteln mit Bedacht gewählt. Ich bitte darum, es ernstzunehmen.
- Die Geschichte wird sich langsam aufbauen.
- Updates folgen alle paar Tage. Ein gewisser Puffer an Kapiteln ist bereits vorhanden, sodass Updates vorerst  gesichert sind.
- Hinweise auf Fehler in Logik, Grammatik oder Rechtschreibung sind wie immer herzlich willkommen.

Auch diesmal ein Dankeschön an SaraScarlet, die nicht müde wird, sich mein Gejammer anzuhören und mir wenn nötig einen Tritt in den Allerwertesten zu geben.

_________________________________________________________________________________________________________

Clinton war nur eines von vielen Vierteln Manhattens. Es lag zwischen dem Hudson River und der 59th Street sowie 8th Avenue und 4th Avenue. Bis heute war es für seine trächtige Geschichte bekannt. Die große Hungersnot in Irland Mitte des 19. Jahrhunderts sowie der Bevölkerungsschub nach dem amerikanischen Bürgerkrieg sorgten dafür, dass in Clinton mehr Menschen lebten, als der Platz es hergab. Sie horteten sich in Armenvierteln und Slums zusammen, wo sie unter menschenunwürdigen Bedingungen lebten. Ohne staatliche Ordnung kam es schnell zur Bildung von Banden und Gangs. Die Prohibition war ihre Blütezeit. Jeder versuchte das größte Stück am illegalen Alkoholgeschäft zu erwerben. Bandenkriege eskalierten. Gewalt war an der  Tagesordnung, die nicht selten im Tod endete.

In den 60ern führte man Container für den Frachttransport ein, was zum Untergang der West-Side-Piers führte, da hier die Logistik eines Containerhafens nicht aufgebaut werden konnte. Unzählige Bewohner verloren ihre Jobs und rutschten in die Armut ab. Sie führten ein Leben im sozialen Elend oder wandten sich aus Mangel an Alternativen der Kriminalität zu. Die Fertigstellung des Lincoln Tunnels hatte denselben Effekt. Zurecht sprach man damals von Clinton hinter vorgehaltener Hand, mit Abfälligkeit in der Stimme oder Furcht. Es war eine raue Gegend.

Heutzutage war oberflächlich betrachtet nicht mehr viel davon übrig. Clinton hatte sich zu einem Schmelztiegel New Yorks entwickelt, wo die Mischung der Einwohner nicht bunter sein könnte: Rentner und  Familien lebten friedfertig neben Yuppies, Künstlern, Studenten und seit ein paar Jahren auch neben jungen Finanzexperten, die sich auf der Wall Street beweisen wollten. Clubs, Bars und Restaurants schossen wie Pilze aus dem Boden und untermauerten mit ihren vielschichtigen Angeboten die multikulturelle Einstellung der Gegend: Clinton war kein Viertel mehr, das ausschließlich von irischstämmigen Arbeitern geprägt wurde. Inzwischen war jeder hier willkommen, unabhängig der Hautfarbe, Religion oder Sexualität. Die gute Lage nahe des Central Parks und des Broadways machte es außerdem beliebt für Touristen.

Dieser Wandel brachte dem Viertel auch den neuen und neutraleren Namen 'Clinton' ein, benannt nach dem früheren Gouverneur DeWitt Clinton.

Für Deacon war Name nur eine schlecht sitzende Maske. Er bevorzugte den alten Begriff, der heute seltener benutzt wurde, obwohl er so viel treffender war: Hell's Kitchen.

Niemand – kein New Yorker und kein Geschichtsschreiber – konnte mit Sicherheit sagen, woher Hell's Kitchen seinen Namen hatte. Natürlich gab es viele Theorien: er könnte eine Erinnerung daran sein, unter welchen unmenschlichen Bedingungen die irischen Einwanderer früher hier gelebt hatten. Vielleicht war es auch der Name eines Slums oder einer längst vergessenen Bande. Andere Gerüchte besagten, der Name kam von den verfluchten Seelen, die hier lebten und nicht warteten, bis sie in der Hölle landeten, sondern Luzifers Hinterhof selbst auf die Erde brachten.

Was auch immer der Grund war, in Deacons Augen gab es keine bessere Bezeichnung für die Gegend, in der er aufgewachsen war und schon sein ganzes Leben verbrachte. Wenn er durch die Straßen lief – vor allem nachts –, dann ließ er sich von den Neonlichtern der Clubs oder den nett beschrifteten Schildern der Restaurants genauso wenig täuschen wie von den renovierten Hochhäusern. Banden gab es immer noch und die Kriminalität pulsierte wie ein eigenständiges Lebewesen in diesem Viertel, wie es schon immer der Fall gewesen war.

Deacon musste es wissen. Er war ein Teil davon.

Genau aus dem Grund stand er an diesem Herbstabend auf der 10th Avenue vor einem asiatischen Kleinwarenhandel und wartete darauf, dass Knox endlich das Geld des Besitzers einsammelte und sie von hier verschwinden konnten.

Schutzgeld zu kassieren gehörte zu den Aufgaben, die Deacon am wenigsten leiden konnte. Er war froh, dass es im Laufe der letzten Jahre zu der kleinsten Einnahmequelle der Wests geworden war. Es gab viele Dinge, die er als Mitglied der Mafiabande nicht gerade berauschend fand, aber Leuten ihr Geld wegzunehmen, die sich hier etwas aufgebaut hatten und ehrlich ihre Geschäfte betrieben, erschien ihm unnötig grausam. Früher, vor vielen, vielen Jahren, war es ein lukratives Geschäft gewesen. Niemand überfiel einen Laden, der unter dem Schutz der Mafia stand. Außer man war wirklich lebensmüde. Heutzutage hatte die Polizei und Versicherungen das Konzept ziemlich über den Haufen geworfen. Es gab nur noch wenige Läden wie diesen, die Vinny nicht gewillt war, vom Haken zu lassen. Deacon nahm an, dass es weniger mit dem Geld zu tun hatte – was sie hier einsammelten war Peanuts im Vergleich zu dem, was Vinny sonst an einem Abend verdiente. Es ging mehr darum, den Ruf zu wahren und die Bewohner daran zu erinnern, dass es die Wests immer noch gab und sie die Kontrolle über die Gegend hatten.

Wenn Vinny mal wieder so ein Zeichen setzen wollte, schickte er meistens Deacon. Das war nicht immer so gewesen. Deacon gehörte nicht gerade zu den brutalsten oder gefährlichsten von Vinnys Leuten. Er befand sich irgendwo in dem soliden Mittelfeld. Er war weder besonders groß noch besonders breit gebaut. Nichts, womit man jemanden automatisch Angst einjagen konnte. Erst seit ein paar Jahren – seit Deacon aussah, als wenn er einen Kampf gegen einen Grizzlybären verloren hätte – benutzte Vinny ihn für solche Dinge. Deacon war jetzt nicht viel gefährlicher als er es mit 25 Jahren gewesen war. Er sah jetzt nur so aus und das reichte Vinny anscheinend.

Also eigentlich sollte er derjenige sein, der im Laden stand und das Geld forderte. Stattdessen übernahm Knox diese zweifelhafte Ehre, dem das im Gegensatz zu Deacon keine Bauchschmerzen bereitete und der auch nach zwei Jahren immer noch frisch genug dabei war, um eine Menge lernen zu müssen.

Nur warum zur Hölle brauchte Knox so lange?

Deacon warf einen Blick die Straße hoch und wieder runter, beobachtete die Passanten um sich herum. Geschäftsleute, die endlich Feierabend hatten und auf dem Weg nach Hause waren. Rentner auf dem Weg zum Clinton Park für einen Abendspaziergang. Junge Studenten, die sich für eine wilde Nacht in der Stadt aufgebrezelt hatten. Fast jeder, der an ihm vorbeilief und ihm ins Gesicht sah, erstarrte für einen Moment. Früher war Deacon das unangenehm gewesen und er hatte sich automatisch weggedreht oder seine Kapuze tiefer ins Gesicht gezogen. Inzwischen starrte er einfach zurück, bis es den anderen unangenehm wurde, sie den Blick abwandten und hastig an ihm vorbei huschten. Alleine vor dem Laden zu stehen sorgte dafür, dass kaum einer sich hereintraute.

Allerdings hatte Deacon nicht vor, den ganzen Abend hier zu stehen. Er warf einen Blick durch die Glastür und sah Knox' roten Schopf auch sofort an der Theke, die Unterarme lässig auf dem Tresen gelehnt und Deacon würde wetten, dass er gerade ein breites Grinsen im Gesicht hatte.

Die Glocke bimmelte leise, als Deacon den Laden betrat. Weder Knox noch die junge Asiatin hinter der Kasse blickten sich nach ihm um. Sie war damit beschäftigt, sehr mädchenhaft über irgendwas zu kichern, das Knox gerade von sich gab. Deacon verdrehte die Augen, trat hinter seinen Freund und räusperte sich. "Bist du fertig?"

Die Frau sah ihn an und gab ein erschrockenes Geräusch von sich, während Knox nur abwehrend mit der Hand winkte. "Gleich! Hetz mich nicht. Ich erzähl Aiko hier gerade von meinem Ruhmreichen Sieg letztes Wochenende!"

"Du hast beim Boxen einen Anfänger auf die Matte geschickt. Das ist nicht ruhmreich."

"K.o.-Schlag!"

Deacon sah die junge Frau an. "Hat er dir auch von seiner Freundin erzählt, mit der seit drei Jahren zusammen ist?"

"Alter!" Knox wirbelte zu ihm herum und warf ihm aus grünen Augen einen ziemlich empörten Blick zu. "Fall mir doch nicht in den Rücken, Mann!"

"Du bist nicht zum Flirten hier", erinnerte Deacon ihn unbeeindruckt. "Hast du das Geld?"

Brummend wedelte Knox mit einem Umschlag vor seiner Nase.

"Nachgezählt?"

"Natürlich. Ich bin kein Idiot!"

Deacon murmelte ein 'da wäre ich mir nicht so sicher' vor sich her und packte Knox am Arm, um ihn mit nach draußen zu ziehen. "Bis zum nächsten Mal, meine Schöne!", verabschiedete der sich grinsend von der Frau, die ihnen einfach nur irritiert hinterher blinzelte.

Erst als sie fünf Schritte vom Laden weg waren, riss Knox sich von ihm los und starrte ihn kurz finster von der Seite an. "Wieso musst du mir immer die Tour vermasseln?"

"Weil Ava mir die Eier lang zieht und dich direkt kastriert, wenn du so einen Scheiß baust."

"Damit würde sie sich ein Eigentor schießen."

Deacon warf seinem Freund einen langen, vielsagenden Seitenblick zu. "Das würde sie von nichts abhalten und das weißt du auch."

Fröhlich lachte Knox auf, stellt den Kragen seiner Jacke auf, um sich vor dem kalten Wind zu schützen, und ließ sich in einen gemächlichen Trott fallen. "Das macht sie ja so großartig!"

"Ja, Ava ist verdammt großartig. Sie hat was viel Besseres verdient als dich!"

"Ey!"

"Du weißt, dass ich Recht habe. Eine Frau wie sie findest du nie wieder. Du kannst froh sein, dass sie deinen hässlichen Arsch noch nicht auf den Mond geschossen hat.Also warum machst du so einen Scheiß?"

Sie blieben an einer roten Fußgängerampel stehen, wo Knox unbekümmert mit den Schultern zuckte. "Ich mache gar nichts. Es ist doch nur ein wenig harmloses Flirten."

"Ja? Dann macht es dir also nichts aus, wenn ich ihr davon erzähle, wie du hübschen Asiatinnen schöne Augen machst?"

Amüsiert sah er dabei zu, wie Knox eine ganze Spur blasser wurde, bis die Sommersprossen auf seinem Gesicht deutlicher zu sehen waren. "Das wagst du dich nicht!"

Deacon grinste.

"Okay, okay, ist ja schon gut! Ich reiß mich zusammen." Knox brummte, während sie die Straße überquerten, eine Gruppe angetrunkener Jugendlicher umrundeten und ihren Weg durch eine Seitengasse fortführten.

"Im Ernst", war Deacon nicht bereit, das Thema schon gehen zu lassen. "Ava ist fantastisch. Wenn du schlau bist, dann steckst du ihr einen Ring an den Finger, bevor sie doch noch die Beine in die Hand nimmt und abhaut."

Diesmal sah Knox ihn amüsiert von der Seite an. "Manchmal vergesse ich, das in dir ein kleiner Romantiker schlummert."

Das war wohl die Untertreibung des Jahrhunderts. Früher war er der festen Überzeugung gewesen, dass er mit 32 Jahren längst mit der richtigen Frau verheiratet war, sich irgendwo ein nettes Haus gesucht hatte und ein spießiges, normales Leben führte.

Stattdessen steckte er immer noch hier fest und ging allem aus dem Weg, was auch nur entfernt nach fester Beziehung aussah.

"Wenn du ach so weise Ratschläge zu geben hast, wieso hältst du dich dann nicht selbst dran?", wollte Knox wissen. "Wieso suchst du dir nicht endlich mal eine hübsche Blondine,  der du einen Ring an den Finger stecken kannst?"

"Du weißt genau warum."

In einer ergebenen Geste hob Knox beide Hände. "Das ist Jahre her. Wie lange willst du deswegen noch Trübsal blasen?"

"Lange."

"Das ist es überhaupt nicht wert."

"Knox", warnte Deacon mit dunkler Stimme. "Lass es gut sein."

"Okay, okay! Kein Grund, sich gleich ins Höschen zu machen! Ich meinte ja nur."

Nach wenigen Minuten kamen sie an der Kreuzung 9th Avenue und West 50th Street an, wo sich Vinnys Bar Abyssos – kurz Abys – befand. Sie ignorierten den Eingang, schlenderten an dem großen Backsteingebäude vorbei in den Hinterhof, wo Deacon mit einem Satz auf die Mülltonne sprang, während Knox sich mit dem Rücken gegen die Wand neben der Hintertür lehnte und eine Packung Zigaretten aus der Innenseite seiner Jackentasche hervorzauberte. Es war ihr kleines Ritual, mit dem sie immer einen Auftrag beendeten. Der einzige Unterschied zu früher war, dass Deacon sich keine Zigarette von Knox mehr geben ließ, sondern sich einen Kaugummi in den Mund schob und versuchte dem Drang zu widerstehen, sich mit Nikotin vollzupumpen.

Trotzdem hielt Knox ihm die Packung mit einem fragenden Blick hin. "Kippen werden dich nicht ins Grab bringen", prophezeite er ihm, wie so oft, und im Stillen gab Deacon ihm Recht. Irgendwas – oder irgendwer – würde schneller sein.

Dennoch schüttelte er den Kopf, woraufhin Knox ihm einen 'selbst Schuld'-Blick zuwarf und sich seine Zigarette anzündete. "Meinst du, Vinny hat heute noch was für uns zu tun?"

Deacon strich sich eine blonde Strähne aus dem Gesicht und kaute angestrengt auf dem Kaugummi herum, bis der süßliche Geschmack von Erdbeeren auf seiner Zunge stärker war als der scharfe Rauchgeruch in der Luft. "Keine Ahnung, das wird er uns gleich sagen. Warum, hast du heute noch was vor?"

"Pizza besorgen und meine Freundin daran erinnern, dass ich eine gute Partie bin."

"Das muss aber eine verdammt gute Pizza sein."

"Fick dich!" Knox warf ihm mit dem zusammengeknüllten Papier der Zigarettenpackung ab – oder versuchte es zumindest. Er verfehlte Deacon um eine ganze Handbreite.

"Mit deinen Wurffähigkeiten beeindruckst du sie sicher nicht."

"Ich habe andere Talente!"

"Ach ja?" Zweifelnd hob Deacon eine Augenbraue.

"Natürlich! Ich bin -" Knox hielt inne, sah an Deacon vorbei zum Ende der Gasse und runzelte leicht die Stirn. "Ich wusste nicht, dass er heute kommt."

Deacon warf einen Blick über die Schulter und obwohl die Gestalt, die auf sie zukam, noch halb im Schatten verborgen war, erkannte er den Mann sofort. Es war unmöglich, es nicht zu tun. Deacon kannte sonst niemanden, der sich so ruhig und elegant bewegte wie ein Raubtier auf Beutezug.

Obwohl es vollkommen ruhig in der Gasse war, konnte man die näher kommenden Schritte kaum hören. Deacon versuchte, nicht unruhig hin und her zu rutschen, aber als Phoenix fast bei ihnen war und das Licht der Lampe über der Hintertür auf seine Gestalt fiel, musste Deacon ein Schaudern unterdrücken. Gefährliche Männer gehörten zu seinem Alltag wie Wasser in den Hudson River gehörte. Aber Phoenix … Phoenix war der gefährlichste von allen.

Zum Glück kam er immer nur vorbei, um Vinny zu besuchen. Allen anderen begegnete er mit einer Wand aus Ignoranz.

Auch jetzt würdigte er keinen von ihnen auch nur eines Blickes. Knox trat schlauerweise ein paar Schritte zur Seite und machte Platz. Doch als die behandschuhten Finger sich um den Türknauf legten, hielt er auf einmal inne, drehte den Kopf und sah Deacon direkt ins Gesicht.

Phoenix gehörte zu den wenigen Menschen, die nicht einmal mit der Wimper zuckten, wenn sie ihn das erste Mal sahen. Weder vor sieben Jahren, noch jetzt. Bei jedem anderen fand Deacon das ziemlich angenehm. Jetzt wünschte er sich, der Mann würde genauso peinlich berührt oder von ihm aus auch angeekelt den Blick wieder abwenden.

Er starrte ihn weiter an. Direkt in die Augen, bis Deacon Gänsehaut bekam.

„Kann ich irgendwie helfen?“, unterbrach er die drückende Stille in der Hoffnung, so schnell wie möglich wieder aus dem Aufmerksamkeitsfeld zu verschwinden.

Langsam legte Phoenix die Stirn in Falten, als wenn er erst darüber nachdenken musste. „Ist Vinny schon da?“

„Uhm … keine Ahnung“, gab Deacon zu. „Wir waren noch nicht drin. Aber wenn er nicht da ist, dann wird er sicher bald kommen. Er ist nie unpünktlich zu Verabredungen.“

Phoenix nickte auf eine Art, die klarmachte, dass er das selbst wusste. Natürlich tat er das. Deacon hätte sich am liebsten die Hand ins Gesicht geschlagen.

„Wie heißt du noch mal?“

Überrascht hob er den Blick. „Deacon?“

„Ist das eine Frage oder eine Antwort?“

„Eine Antwort. Ich heiße Deacon.“

Wieder dieses feine Stirnrunzeln. Er sah aus, als wenn er noch etwas sagen sollte, doch er presste nur die Lippen aufeinander, öffnete die Tür und verschwand endlich ins Innere. Deacon atmete erleichtert aus.

„Was zur Hölle war das?“, stellte Knox eine sehr berechtigte Frage.

Sie tauschten einen verwirrten Blick aus, bevor Deacon unschlüssig die Schultern hob. „Ich habe absolut keine Ahnung.“ Aber es gefiel ihm nicht. Kein bisschen.
Review schreiben