Bungo Stray Dogs x Digimon x Noragami: Der Neuanfang

CrossoverFantasy, Übernatürlich / P16
31.08.2019
14.09.2019
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Leomon: „Also gut, ich werde euch jetzt erst einmal mit euren Digimon-Partnern bekanntmachen. Sie werden euch auf eurer Reise durch die Digiwelt begleiten. Wenn ihr euch erst einmal miteinander vertraut gemacht habt, werde ich alles Weitere erläutern, in Ordnung?“

Wir nicken Leomon gespannt zu.

Es wirft einen Blick über die Schulter und ruft mit lauter Stimme:
„Kommt her! Ihr könnt jetzt rauskommen!“

Daraufhin schießen aus den umliegenden Büschen ein paar Gestalten hervor und versammeln sich um Leomon. Nur zwei von ihnen stürmen schnurstraks auf Kari und T.K. zu!
Die Freude steht den vieren eindeutig ins Gesicht geschrieben.

???: „Kari!!!“

???: „T.K.!!!“

Kari: „Gatomon!!! Du bist wirklich auch hier!“

T.K.: „Hallo, Patamon!!! Komm her!“

Die beiden Digimon springen voller Elan direkt in Karis und T.K.s Arme, die sie bereits ausgebreitet haben. Sie alle scheinen wirklich glücklich zu sein, ihre jeweiligen Partner wiederzusehen. Gatomon und Patamon werden jedenfalls richtig fest durchgeknuddelt, ehe sie ihre beiden Menschen aufmerksam anblicken. Ihre Augen glänzen richtig.

Patamon: „Ich bin so froh, dich zu sehen!!! Du bist aber ganz schön groß geworden, T.K.! Ich hätte dich fast nicht erkannt.“

Gatomon: „Das wollte ich zu dir auch gerade sagen, Kari. Du bist richtig hübsch geworden!“

Kari: „Haha - danke, Gatomon!“

T.K.: „Uns sieht man die vergangenen acht Jahre wirklich an - haha. Ihr verändert euch ja sogesehen nicht, aber ich freue mich, dass es euch gut geht!“

Während die vier ihre Wiedersehensfreude ausleben, beobachte ich sie aus den Augenwinkeln mit einem Lächeln auf den Lippen.
Das sind also Karis und T.K.s sogenannte „Digimon-Partner". Noch weiß ich zwar nicht genau, was es mit so einer Partnerschaft auf sich hat, aber an den beiden Beispielen kann man sehr gut erkennen, dass es eine tiefe, freundschaftliche Bindung auf beiden Seiten geben muss. Irgendwie finde ich das echt schön.

Im Gegensatz zu Leomon sind Patamon und Gatomon eher klein.
Gatomon ähnelt einer weißen Katze mit großen Ohren auf zwei Beinen. Es hat große, blaue Glubschaugen und trägt einen goldenen Ring an der Spitze seines langen, violett-geringelten Schwanzes. Um seinen Hals hängt außerdem eine silberne Trillerpfeife.
Man könnte meinen, dass es hellgrüne Handschuhe an seinen Pfoten trägt, aus welchen scharfe, schwarze Krallen ragen, die an einer gewöhnlichen Katze viel zu groß und bedrohlich wirken würden. Jedenfalls würde ich lieber keine Bekanntschaft mit ihnen machen wollen - haha ...

Patamon hingegen sieht eher aus wie ein … übergroßer, knuffiger Hamster mit Flügeln, würde ich am ehesten sagen. Die Flügel haben dieselbe orangene Farbe wie der größte Teil seines Körpers - nur der Bauch sowie die kurzen Beinchen sind beige. Seine Augenfarbe ähnelt der von Gatomon.
Eigentlich sehen sie beide schon sehr süß aus, muss man sagen.

Jedenfalls ist es wirklich schön mitanzusehen, wie sehr sie sich freuen. In den vergangenen acht Jahren müssen sie sich echt wahnsinnig vermisst haben.

Mein Blick wandert zu den anderen Digimon, die zu uns gestoßen sind.
Jedes von ihnen scheint bereits instinktiv zu wissen, wer sein Partner ist, denn sie kommen geradewegs auf jeweils einen von uns zu.
Das heißt ... Auf jeden außer ... ...
Warte ... Moment mal ... ...
Plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen!
Ach ...  du ... Scheiße ... !
Mir fällt gerade ein, dass ich doch eigentlich gar nicht hier sein dürfte! Die Situation hat mich so gefesselt, dass ich das komplett vergessen habe!
Ich werfe einen hektischen Blick auf den Baum, in dem sich das Tor zu unserer Welt ... ... befand ...
Ja ... „BEFAND'!
Just in dem Moment, als ich meinen Kopf in die Richtung des besagten Baumes gedreht habe, ist es direkt vor meinen Augen verschwunden!
Einfach futsch! Weg! In Luft aufgelöst!
Und das bedeutet also ... dass die vorhin erwähnten zehn Minuten um sind und es sich gerade geschlossen hat ...

In mir steigt eine unangenehme Hitze auf - mein Herz pocht heftig.
Jetzt bin ich also hier, kann nicht mehr zurück, und gehöre dabei nicht mal zu den auserwählten Digirittern.
Schöne Scheiße ... Was mach‘ ich denn jetzt?!
Es ist nicht so, dass ich nicht trotzdem hierbleiben wollen würde, aber ... wie erklär' ich Leomon das jetzt am besten?
Mir ist das gerade echt unangenehm ... Und außerdem will ich nicht, dass irgendwer meine Enttäuschung bemerkt, denn Irgendwie bin ich jetzt sogar richtig neidisch auf die anderen. Ich hätte auch gerne einen Digimon-Partner gehabt ...
Betreten gucke ich zu Boden ...

Chuuya, der immer noch neben mir steht, scheint meine Unsicherheit aufgefallen zu sein und möchte mich wohl darauf ansprechen, doch auf einmal beginnt die Erde zu beben ... ! Noch bevor die anderen überhaupt dazu kommen können, ihre Digimon-Partner anständig zu begrüßen, knicken hinter uns einige Bäume um und ein großer Felsbrocken kommt mit hoher Geschwindigkeit aus dem Wald geschossen! Er rast zielgenau auf mich zu!
Alle anderen schwärmen schreiend zu allen Seiten aus - nur ich kann mich vor Schreck nicht einmal bewegen und starre dem Geschoß nur mit aufgerissenen Augen entgegen … !

Chuuya: *Corruption!!!*

Chuuya nimmt Anlauf und versucht, auf den Felsbrocken zu springen, um ihn mit seiner Fähigkeit zu stoppen, aber es passiert nichts … ! Stattdessen wird Chuuya von ihm mehrere Meter zur Seite geschleudert! Er kann den Sturz gerade noch irgendwie abfangen, hat nun aber keine Chance mehr, von seiner Position aus etwas unternehmen zu können!

Chuuya: „HA … ?! Was sollte das denn jetzt?! SCHEISSE ... ! TANIYA, GEH DA WEG!!!“

Es geht alles blitzschnell! Alle starren entsetzt in meine Richtung.

Kari: „TANI!!!“

Ich kneife fest die Augen zusammen, doch kurz bevor mich der Felsen treffen würde, werde ich plötzlich zur Seite gerissen!

Ich mache vorsichtig die Augen auf und finde mich in Leomons Armen wieder. Es konnte schnell genug reagieren, um mich aus der Schusslinie ziehen zu können.
Was für eine Reaktionsfähigkeit ...
Der Felsbrocken schlägt nur einen Sekundenbruchteil später mit einem gewaltigen Knall auf dem Waldboden ein und hinterlässt einen kleinen Krater.

Nachdem Leomon mich neben Chuuya abgesetzt hat, wendet es sich in die Richtung, aus der das gefährliche Wurfgeschoß kam.
Mittlerweile ist da ein noch riesigeres Digimon erschienen … !

Eigentlich bin ich ja der Ansicht gewesen, Leomon wäre schon zu groß geraten, aber das da ...
Ich recke den Hals und muss schlucken.
Das Ding ist bestimmt fünf Meter hoch und sieht selbst aus, als würde es nur aus braunen Felsen bestehen - Kopf, Arme, Beine, ... alles.
Wir starren es alle fassungslos an - nur Leomon stellt sich ihm entgegen.

Kari: „Das ist ein Golemon!!! Aber wieso greift es uns an?!“

Leomon: „Ich erkläre es euch später! Erstmal kümmere ich mich darum!“

Leomon stößt sich mit aller Kraft vom Boden ab und stürmt blitzschnell auf Golemon zu!

Leomon: *Königsfaust!*

Die Erde erzittert erneut! Leomons Angriff geht direkt durch Golemon hindurch, woraufhin dessen tonnenschwerer Körper zu Boden kracht und sich aufzulösen scheint.
Im nächsten Moment ist es komplett verschwunden.

Der Schreck sitzt uns tief in den Knochen. Ich starre immer noch wie gelähmt auf das Stückchen Wald, welches gerade verwüstet worden ist, aber es scheint vorbei zu sein …

Leomon kommt wieder zu uns und wendet sich erstmal mir zu.

Leomon: „Geht es dir gut?“

Mit sicherlich kreidebleichem Gesicht schaue ich zu ihm auf. Ich zittere etwas, was sich auch in meiner Stimme bemerkbar macht.

Taniya: „Ja … Alles in Ordnung. Danke, Leomon …“

Währenddessen schlägt Chuuya links neben mir heftig mit der Faust auf den Boden.

Chuuya: „VERDAMMT!!! Warum hat Corruption nicht funktioniert … ?! Ich konnte überhaupt nichts tun … !!!“

Leomon nähert sich ihm langsam und blickt zu ihm hinunter.

Leomon: „Mir war bereits gesagt worden, dass einige von euch für Menschen ungewöhnliche Fähigkeiten haben sollen. Diese Fähigkeiten scheinen in der Digiwelt allerdings nicht zu funktionieren - deswegen hast du deine gerade nicht einsetzen können. Ich wollte euch eigentlich später noch darüber aufklären …“

Chuuya wird merklich wütend und funkelt Leomon hasserfüllt an. Das ist gar nicht gut ... !

Chuuya: „DAS HÄTTEST DU UNS SCHON VIEL FRÜHER …“

Taniya: „… CHUUYA!!!“

Ich knie mich vor ihm hin und lege meine Hände auf seine Schultern. Eindringlich sehe ich ihm ins Gesicht und versuche dabei, mein Zittern zu unterdrücken.

Taniya: „Hör‘ auf!!! Nicht mal Leomon hätte wissen können, dass sowas passieren würde! Es hat mich gerettet und uns alle beschützt!"

Um sicherzugehen, dass meine Worte auch bei ihm ankommen würden, musste ich die Stimme etwas erheben, was ich nicht oft mache. Ich senke sie aber sogleich wieder ein bisschen.

Taniya: „Wir sollten ihm dankbar dafür sein … Also beruhige dich bitte, okay? Es ist alles gut gegangen - nur das zählt.“

Es dauert einen Moment, bis Chuuya wirklich ruhiger wird. Seine Gesichtszüge entspannen sich aber allmählich wieder und er atmet tief durch.
Nun steht er langsam auf und sieht nach oben in Leomons Gesicht. Ich tue es ihm gleich.

Chuuya: „Taniya hat Recht ... Entschuldige. Ich danke dir, dass du sie eben beschützt hast. Du hast im Endeffekt für unsere aller Sicherheit gekämpft ... Ich denke, ich kann dir jetzt vertrauen.“

Die beiden sehen sich lange an.
Leomon fängt an zu lächeln und streckt Chuuya seine Hand entgegen.

Leomon: „Du scheinst sehr mutig zu sein. Ich vertraue dir auch - immerhin sind wir jetzt Partner.“

Nicht nur Chuuya, sondern auch ich und die anderen gucken bei diesem Satz etwas überrascht aus der Wäsche.
Leomon ist Chuuyas Partner ... ? Ehrlich gesagt habe ich bis jetzt angenommen, dass es lediglich eine Art Bote wäre, der uns abholen und einweihen sollte. Da lag ich wohl daneben.
Chuuya hebt etwas irritiert die rechte Augenbraue.

Chuuya: „‘Partner’ … ?“

Leomon: „Ja, ich bin dein Digimon-Partner, kleiner Chuuya.“

Chuuya starrt Leomon einfach nur erstaunt an. Als er nach einigen Sekunden seine Fassung wiederfindet, greift er langsam nach seiner ausgestreckter Hand.

Chuuya: „Das hätte ich jetzt absolut nicht erwartet … Aber ich muss zugeben, dass es sich nicht schlecht anfühlt ...“

Er macht eine kurze Pause.

Chuuya: „Also … Auf gute Zusammenarbeit, Leomon!“

Sie grinsen sich gegenseitig an.
Dieser Moment zwischen den beiden bereitet mir Gänsehaut. Sie passen bei näherer Betrachtung so gut zusammen, obwohl sie sich doch in vielerlei Hinsicht voneinander unterscheiden.
Ich kann nicht anders, als über die zwei zu lächeln. Auch den anderen, die das Geschehen bislang schweigend mitverfolgt haben, steht die Erleichterung, dass sich die beiden jetzt vertragen, ins Gesicht geschrieben. Nur Rika scheint das Ganze augenscheinlich natürlich nicht großartig zu interessieren - naja, wen soll das noch wundern? Sie scheint tatsächlich irgendwas gegen Chuuya zu haben - aber vielleicht hat sie auch einfach nur ein grundsätzliches Problem mit ihren Mitmenschen.

Bevor die beiden voneinander ablassen, guckt Chuuya allerdings plötzlich etwas entnervt zur Seite.

Chuuya: „Ah, da fällt mir allerdings gerade ein ... Könntest du bitte dieses ‘kleiner Chuuya’ in Zukunft sein lassen … ? Nur ‘Chuuya’ reicht doch vollkommen aus, meinst du nicht auch ... ? Noch so ein Spruch, und es setzt was!“

Er blickt Leomon schmollend in die Augen und scheint seine Hand etwas fester zu quetschen. Leomon ist erst etwas überrascht von Chuuyas Körperkraft, stimmt aber schließlich grinsend zu.

Leomon: „In Ordnung, Chuuya."

Die meisten von uns können sich ein Lachen nicht verkneifen. Das ist typisch Chuuya.
Allerdings bin ich echt erstaunt, dass er sich so schnell mit Leomon anfreunden konnte, obwohl er es bis vor ein paar Minuten noch angefeindet hatte.
Nun ist zwischen den beiden anscheinend alles geklärt.
Ich find's toll - und ich glaube, die beiden werden ab jetzt sehr gut miteinander auskommen.
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