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[Good Omens] Bolero

Kurzbeschreibung
OneshotÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P18 / Div
Anthony J. Crowley Erziraphael
31.08.2019
31.08.2019
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Imagination…

Oder war es vielleicht dann doch etwas mehr?

Es würde mich sehr freuen, wenn ihr diese Story zu Maurice Ravel’s Bolero lesen würdet… es kommt dann vielleicht noch besser…

…rüber.

Ansonsten ist diese Story völlig unabhängig zu meinen anderen Stories zu betrachten. ;)

Ganz liebe Grüße, Lucy!

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Bolero by Maurice Ravel.

„Du bist ja ganz aufgelöst… ist dir der Satan persönlich begegnet?“, Crowley saß legere, wie immer auf irgendeiner Parkbank im Berkeley Square Garden und feixte frech zu Aziraphale, der ein klitzekleines bisschen… sehr überfordert drein blickte.

„Was, der Satan? Nein, nicht wirklich, oder vielleicht dann doch… irgendwie.“, der Engel blickte sich noch einmal um, um sicher zu gehen, dass auch wirklich, wirklich alles so war, wie es sein sollte.

„Es ist heute, gerade heute kein guter Tag zum Lunch… und gerade mit Dir nicht!“, nervös zupfte der geheiligte Freund an seinen Fingern.

„Ja, ja… ich weiß Bescheid… wir haben nichts, aber auch gar nichts gemeinsam, diese Story ist etwas betagt!“, Crowley rutschte auf der Bank etwas zur Seite, „…na, setz dich zu mir, Engel.“

Das war der Crowley, wie er ihn kannte, aber was zum Teuf… in Herrgotts Namen war heute Nacht los?

„Danke…“, ein wenig verzwickt lugte er zum Dämon, der zwar nichts sagte, aber mit einem äußerst erwartungsvollen Blick und mit der Brille auf der Nasenspitze seinen einzig wahren Engel anstarrte, wie Schlangen es eben somit ihrer Beute tun.

„Ahm… ja… also, es war heute Nacht.“, der Dämon blieb regungslos. „Ich war unterwegs, in einem Traum… mitten in der dunklen Nacht! Nicht weil mir das etwas ausmachen würde…“, auf was wollte der Engel nur hinaus? Aziraphale, sprach ja ab und zu mal so ein geheiligtes Kauderwelsch, aber jetzt sprach er in Rätseln.

„Obwohl es Halloween war… ich bin ja ein Engel und die…“, jetzt war es selbst dem geduldigsten Dämon zu viel und unterbrach Zira in seinem mühsamen Geschwurbele.

„Das ist mir sehr wohl aufgefallen, dass du Ein Engel bist! Was ist Los… ENGEL!?“

„Also, ich war… bei dir in meinem Traum! Und du… du warst wieder diese große prächtige Schlange… rot und schwarz, die Schuppen deiner Haut schimmerten im Licht wie ein Regenbogen in der Nacht und deine wunderbaren Augen haben geleuchtet. Dein schlanker und muskulöser Schlangenkörper hat sich dann gleich zur Begrüßung, um meinen… nicht ganz so schlanken Leib… empor gewunden, zuerst ganz langsam zwischen den Beinen… dann an meinen Lenden vorbei über die… bedeckte Brust, bis hin zu meinem… Antlitz… und deine gespaltene Zunge schnellte genüsslich über meine Lippen. Das einzige, was du dann noch zu mir gesagt hast war… End-lich… mein Engel!“, er kam bei diesen Worten ins Schwärmen und seine Stimme überschlug sich förmlich, weil die Worte alle auf einmal ins Freie wollten.

„END-LICH… Engel!“, wiederholte der Dämon nur nüchtern.
„Was?“
„Was!“
Etwas entgeistert blinzelte Aziraphale zum Höllenvertreter hinüber, „Wie meinst du das jetzt? Ach, egal, ich war dann jedenfalls bei dir und du… hast dann diese Musik aufgelegt… oder schon vorbereitet… Maurice Ravel glaub ich war es… Bolero und dann…“, der Engel spitze vorsichtig die Lippen.

„Was dann… Und Maurice Ravel ist bei uns ein gefragter Künstler… wenn’s um das eine geht, dann ist er echt genial!“

Aziraphale wurde es etwas unheimlich… wie zum… Henker kam er ausgerechnet Jetzt auf das Eine?

„Ahm, ja, du hast auf alle Fälle einmal mit deiner Zunge geschnalzt und überall war diese Melodie zu hören. Himmlische Harmonien!“, er schloss die Augen und summte kaum hörbar immer wieder diese eine Tonfolge.

„Also als himmlisch würde ich das jetzt nicht unbedingt bezeichnen…“, stellte Crowley ziemlich sachlich fest.

„Im leisen Klang hast du dann einen Knopf nach dem anderen… aufgehaucht, dann die Fliege einfach so verschwinden lassen… bis ich…“, der Engel zögerte… und der Dämon ließ seine Zähne blitzen, strahlend, wie Diamanten!

„Jaaaa?!“, flötete er ihm entgegen, mit dem einen erwartenden Unterton, als ob er schon längst wüsste, was kommen würde.

„Ich war nackt… vollkommen entblößt und… mein Körper war so… menschlich!“, diese Entrüstung, die Aziraphale vorgaukelte kaufte ihm der Dämon beim besten Willen nicht ab.

„Du meinst wohl… MÄNNLICH!“, grinste Crowley sich eines in sich hinein.

„Ja… das auch! Dann deine rhythmischen Bewegungen… im Einklang mit der Musik… gleichmäßig hast du jede einzelne Faser meines Körpers… massiert und dann lagen wir… auf deinem Tisch.“ Die Augen des Himmelsboten weiteten sich. „In deinem elastischem Schlangenkörper hast du mich dann gebettet, wie auf Federn… weich war es… warm und es wurde feucht, als du mit deinem langen Ende…“, ein wohliger Schauer jagte durch den gottgegebenen Leib.

„Tief und… immer tiefer… in mich… uhhh, war das himmlisch… die Gefühle haben meine göttliche Seele berührt, du hast mein Herz umschlungen, als du so tief in mir drinnen warst.“ Er atmete schwer und obwohl sie hier in aller Öffentlichkeit in einem Park saßen, überkam dem Engel erneut dieses paradiesische Empfinden der absoluten Glückseligkeit.

Crowley lauschte… seine Augen weiteten sich, und jenes gleichmäßige Wiegen nahm auch seinen Körper in Beschlag.

„Deine Zunge raubte mir dann auch noch fast den Atem… wahrlich höllisch brannte dein geschuppter Körper auf der Haut und…“, Aziraphale konnte es kaum noch verstehen, als er bemerkte, wie nahe er jetzt in diesem Augenblick Crowley gekommen war, er rieb fast schon den eigenen Oberschenkel auf dem des Dämons.

„…und dann dieser wilde und ungebändigte Schrei der Erfüllung…“, Crowley formulierte die Worte, welche Aziraphale bereits dachte.

„Noch nicht vorbei… wir blieben dann noch liegen, eingehüllt in meinen Flügeln… und du dann ebenfalls als… männlich-menschliches Wesen…“, zufrieden zischelte der Dämon und spielte sinnlich mit seinen roten Locken. Offensichtlich wusste er was noch kommen sollte.

„Beim zweiten Mal war es dann nur noch… fantastisch. Das Fegefeuer stell ich mir nicht so heiß vor, wie dein tiefstes Innerstes…“, für jedermann sichtbar hielt Aziraphale Crowley eng umschlungen und nur noch ein winziger Hauch existierte noch zwischen Beider Lippen und die Zungen kamen sich schon bedenklich nahe.

„Und du bist der Meinung, das war alles nur ein extensiver, intensiver Traum?“ flüsterte ihm der Vertreter des Höllenschlundes ihm entgegen.

„Natürlich…?“, war es das nicht? Erschrocken und mit großen Augen starrte er nun den Dämonischen an.

„In meiner Vorstellungskraft ist alles real…, wenn ich es mir nur ausdrücklich wünsche!“, und aus seiner schwarzen Jackentasche zauberte er eine schneeweiße Feder hervor… nachdem sich die Lippen berührten und beide, wie in einem gottesgleichen Liebesrausch, sich unendlich lange küssten…

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Vielen, vielen Dank fürs Lesen!


;-)
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