Für die Seele des Halbblutprinzen

GeschichteFamilie, Fantasy / P12 Slash
Draco Malfoy Harry Potter Lucius Malfoy OC (Own Character) Remus "Moony" Lupin Severus Snape
30.08.2019
21.09.2019
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Kapitel XVII

„Da ist er“ Harry, Hermine und Draco standen mittlerweile alle Drei in der Tür des Honigtopfes und wehrten immer wieder die Flüche ab, die auf sie und das Geschäft abgefeuert wurden. Der Besitzer zeigte sich da recht gelassen, auf seinen Waren lagen diverse Schutzzauber und wahrscheinlich pochte er auch darauf Harry Potter im Laden stehen zu haben.
Gerade als er aber dann doch fragen wollte ob alles in Ordnung war, sah man einen großen, kräftigen Tiger, mit einer Krähendame auf dem Kopf sitzend, durch Hogsmeade laufen. Er folgte den Flüchen zu ihrem Ursprung und dann hörte man ihn auch schon brüllen und fauchen.
Die Zauber hörten auf, die drei Freunde ließen erstmal alle Süßigkeiten im Geschäft und liefen dann ebenfalls in die Richtung, fanden den Tiger gerade bei der Rückverwandlung zum Lehrer und Karliah stürzte sich ihrem Besitzer glücklich in die Arme. Natürlich lobte Harry sie auch gleich dafür, dass sie so schnell Hilfe finden konnte.
Und da waren sie, Ginny und Ron, mit den Zauberstäben in den Händen.
„Ich wusste es“ schimpfte Professor Martin Peaks:
„Ich habe es euch förmlich angesehen, dass ihr einmal auf solch eine dämliche Idee kommt. Euer Hass scheint euch wirklich den Verstand zu vernebeln.“
„Das ist alles Potters Schuld“ zeigten die Geschwister auf ihren ehemaligen Freund, der daraufhin nur leicht eine Augenbraue hob:
„Er hat Malfoy auf unsere Eltern gehetzt und jetzt müssen sie ihm zweitausend Galleonen zahlen.“
„Meine Investition in den Scherzartikelladen der Zwillinge, samt der Zinsen. Wenn es nicht legal wäre, würde ich gar nichts bekommen“ wehrte Harry fast schon tonlos ab.
„Du hast doch was gedreht“ brüllte Ron voller Wut:
„Dir kriechen sie doch im Ministerium alle in den Arsch, und Malfoy erst recht.“
„Wenn es so wäre, hätte ich versucht euer ganzes Geld zu bekommen“ antwortete Harry weiterhin trocken:
„Stattdessen habe ich mir aber nur genommen, was mir zusteht. Und wenn sich das die Zwillinge nicht leisten können, haben sie wohl einiges falsch gemacht und dann war es erst recht Zeit mir mein Geld zurück zu holen. Nicht das ich gar nichts bekommen hätte, weil sie pleite gegangen sind.“
„Es war ein Geschenk“ brüllte Ginny:
„Du bist ein verdammter Lügner.“
„Es war eine Investition, weil sie das Geld als Geschenk nicht annehmen wollten, und es gibt einen Vertrag darüber. Deswegen konnte ich es mir ja auch zurück holen. Und jetzt habe ich keine Lust mehr mit euch darüber zu diskutieren, wir wollten eigentlich nur in Ruhe einkaufen.“
„Ich werde euch übrigens verklagen“ fügte Draco noch hinzu:
„Ihr habt mich auf offener Straße angegriffen, wir haben uns nur verteidigt. Da wird die Gerichtsverhandlung nicht einmal eine Stunde dauern, bis ich Recht bekomme und wahrscheinlich auch ein Schmerzensgeld zugesprochen. Schreibt euren Eltern sie sollen schon mal anfangen zu sparen, denn ich werde natürlich auf die Anwälte zurückgreifen, die auch für meinen Vater arbeiten.“
„Dreckiger...“ Ron kam nicht weiter, Professor Peaks hatte ihn und seine Schwester am Kragen gepackt und zog sie nun kraftvoll mit sich. Er war zwar kleiner als die Beiden, aber ganz eindeutig so stark wie seine Animagus-Gestalt.
„Mitkommen“ schimpfte er:
„Es geht direkt zum Schulleiter und der wird euch sehr wahrscheinlich die nächste Zeit nicht mehr nach Hogsmeade lassen. Mir reicht es endgültig mit euch.“
„Er kann uns gar nichts“ jaulte Ginny.
„Ihr habt Schüler angegriffen, und ich habe es gesehen. Und das reicht vollkommen. Ich bin mir ganz sicher, er wird euch einiges dazu zu sagen haben.“
Und schon verließen sie Hogsmeade, Harry und seine beiden Freunde atmeten fast gleichzeitig tief durch.
„Wir haben alles richtig gemacht“ nickte Hermine:
„Und uns nur verteidigt. Und auch wenn es offensichtlich war, dass sie etwas ausheckten, war es doch sehr gut „Ihn“ zu haben. Ohne seine Warnung wären wir sicher nicht so aufmerksam und vorsichtig gewesen.“
„Wir müssen uns noch heute daran machen eine Lösung für das Problem zu finden“ bestimmte Harry ernst:
„Gehen wir die Süßigkeiten kaufen und dann ab in die Bibliothek.“

„Ich halte Peaks auch für sehr kompetent“ sie befanden sich wieder in der Schule und Harry erzählte dem geisterhaften Zaubertränkemeister alles was in Hogsmeade passierte:
„Aber er ist unordentlich wie eine ganze Horde Malfoys und er schläft in seiner Animagus-Gestalt.“
„Ist das schlimm“ fragte Harry neugierig:
„Also, macht es etwas mit dem menschlichen Körper, wenn man mindestens acht Stunden täglich in der Animagus-Gestalt ist?“
„Du siehst es doch an ihm, die Schnurrhaare sprechen Bände. Dein Pate hat das nie gemacht, aber es hätte auch ihn verändert. Der Körper gewöhnt sich an die Regelmäßigkeit. Mich würde es nicht wundern, wenn Peaks irgendwann seine Schüler anschnurrt. Wieso braucht Hermine so lang?“
Sie befanden sich vor dem Zugang zum Gryffindor-Turm, Draco und Harry mussten draußen warten und eigentlich wollte ihre Freundin nur ein Buch holen.
„Das weiß ich auch nicht, kannst du vielleicht nachsehen“ bat der Held den Professor, woraufhin dieser einfach durch das Portrait der fetten Dame ging und im Turm verschwand, eine Sekunde später kam er wieder raus.
„Die beiden Weasleys haben sie gestellt und zielen mit den Zauberstäben auf sie“ schimpfte er, woraufhin Harry den Stab ebenfalls zog und Draco informierte:
„Das Passwort ist „Weihnachtsferien“.“
„Weihnachtsferien“ schimpfte Harry.
„Slytherins sind hier nicht erlaubt“ warnte die fette Dame:
„Auch du leider nicht, Harry.“
„Hermine ist in Gefahr! Mach auf, oder ich mache auf und du weißt das ich es kann. Und das es nicht angenehm ist“ zischelte der Held schlangenhaft:
„WEIHNACHTSFERIEN!“
„Slytherin hat dich wirklich böse gemacht“ seufzte das Portrait leicht theatralisch und gewährte ihnen dann Einlass in den Gryffindor-Gemeinschaftsraum. Dort wollte Ron gerade auf Hermine zaubern, aber im nächsten Moment lagen er und Ginny schon gelähmt am Boden.
Sie hatten nicht mit einem Angriff gerechnet, da auch sonst niemand von den Gryffindors da war. Die meisten befanden sich entweder beim Mittagessen, oder auf dem Quidditschfeld, irgendwo in Hogwarts oder doch noch in Hogsmeade.
„Lucius hat ihnen wohl Hogsmeade für das ganze restliche Jahr verboten“ seufzte Hermine erleichtert:
„Und da haben sie mich, als Verräterin, natürlich verantwortlich gemacht. Ich hole schnell mein Buch und dann gehen wir in die Bibliothek.“
„Lassen wir die Beiden hier so liegen“ fragte Harry neugierig und tippte Ron mit der Fußspitze an.
„Ja, irgendwer wird sich bestimmt erbarmen und sie befreien“ grinste Draco, sie warteten einige Momente und verließen den Turm dann wieder, wo Hermine sich bei Severus leise bedankte.
„Du bist sehr gemein, Harry Potter“ jammerte die fette Dame sehr betroffen, woraufhin der junge Held sich entschuldigte.
„Es war nur wegen Hermine, die beiden Weasleys haben sie bedroht“ erklärte er sanft.
„Ja, sie haben sich sehr verändert“ klagte das Portrait:
„Immer wenn ich mit ihnen reden will beschimpfen sie mich nur und drohen mit Verzauberung. Aber ich bin ja auch nur ein Bild, und sie sind legitime Schüler.“
„Wir erzählen es dem Schulleiter und Professor Lupin“ versprach Hermine sofort und dann machten sie sich eilig auf den Weg in die Bibliothek, unterwegs trafen sie tatsächlich Remus und erzählten ihm nicht nur von den Bedrohungen der fetten Dame.
„Tatsächlich“ staunte er:
„Und die beiden Weasleys liegen gelähmt im Gemeinschaftsraum?“
„Ja“ nickte Harry zustimmend, er scheute sich keineswegs zuzugeben, dass er und Draco in den Turm eingebrochen waren. Es war ja um Hermine zu retten, nur ließen sie bei der Erzählung natürlich die Beteiligung von Severus Snape heraus.
„Dann werde ich jetzt erstmal zu Lucius gehen, ein langes Gespräch mit ihm führen und dann reden wir Beide wohl sehr intensiv mit der fetten Dame. Eventuell muss sie uns alles drei- oder viermal erzählen“ schmunzelte der stellvertretende Schulleiter leicht amüsiert, so ein Lähmzauber schadete ja nicht und vielleicht nutzten die Geschwister die Zeit um ein wenig nachzudenken. Aber... nein, wahrscheinlich nicht, dafür waren sie zu sehr voller Hass und Wut.
„Geht ihr lernen“ fragte Remus neugierig und legte seine Hand auf die Schulter des Helden:
„Ihr seht sehr geschäftig aus, und voll bepackt mit Süßigkeiten... sind das da Lutscher mit weißer Schokolade?“
„Eventuell ja“ schnurrte Harry fröhlich.
„Ich sollte sie konfiszieren, das sind einfach zu viele Süßigkeiten für euch alle drei auf einmal.“
„Du könntest uns auch darum bitten“ stemmte Hermine die Fäuste in die Hüften und schob leicht das Kinn vor, was anzeigte, dass sie es nicht wirklich ernst meinte.
„Ich bin ein armer Werwolf, der dieses Wochenende nicht einmal ansatzweise nach Hogsmeade kommt“ fiepte Remus daraufhin und schon wurden die drei Schüler butterweich, gaben ihm nicht nur die Lutscher, sondern auch eine Tafel Himbeerschokolade:
„Wenn ihr Hilfe braucht, egal bei was, dann meldet euch bei mir. Schickt mir zur Not Karliah.“ Er wuschelte den Dreien kurz durch das Haar und setzte dann seinen Weg, etwas langsamer fort, von unten herab sahen sie dann wie er sich unterwegs einen der Lutscher in den Mund steckte.
„Schade das er sich in Professor Bowley schockverliebt hat“ seufzte Hermine und Harry nickte heftig dazu.
„Schlimm seid ihr“ klagte Draco:
„Los, wir müssen jemanden retten und nicht Werwölfe anschmachten.“
„Wir schmachten ihn nicht an, er wäre nur der perfekte Mann“ bestimmte Hermine lachend und sie gingen eilig in die Bibliothek, wo einige Schüler über den Hausaufgaben saßen, Madame Pince ein Buch las und dann auch Severus erschien.
„Er ist sehr intelligent“ fügte die junge Frau noch hinzu:
„Sicher kann man sich stundenlang mit ihm unterhalten.“
„Ich würde mich nicht unbedingt mit ihm unterhalten wollen“ murmelte Harry mit roten Wangen und Severus wollte sofort wissen, um wen es ging:
„Remus.“
„Der Weichwolf“ schnaubte der durchsichtige Zaubertränkemeister:
„Da habe ich dir wirklich mehr Geschmack zugetraut. Zum Glück scheint er ja bei Professor Bowley landen zu können, da ist die Chance größer das wenigstens du einen anständigen Mann abbekommst.“
„Remus ist anständig“ klagte Harry sofort und achtete dabei auch darauf, dass wirklich nur seine Freunde ihn hören konnten:
„Ich dachte du bist mit ihm befreundet.“
„Ja, aber du und deine Zukunft liegen mir mehr am Herzen als alles andere. Lupin ist doch gut versorgt, er hat einen Job, eine zukünftige Partnerin und keiner schimpft mehr über sein Dasein als Flohträger. Außerdem war ich nie darauf aus mich um ihn zu kümmern, ich hatte schon genug davon ihm immer seinen Trank brauen zu müssen“ bestimmte Severus trocken, was aber nicht verhinderte das der junge Mann daraufhin ganz gerührt rote Wangen bekam und sich eine Träne wegwischen musste:
„Jetzt weine bloß nicht wieder, das ist peinlich und hatten wir doch eigentlich auch hinter uns, oder?“
„Danke“ murmelte Harry leise und setzte sich, mit Hermine und Draco, an einen der Tische, wo sie erstmal ihre Süßigkeiten ausbreiteten.
„Wofür“ fragte Severus, Hermine überlegte was für Bücher sie brauchten und sie machten eine kurze Liste, wahrscheinlich alles über Geister, Seelen und Wiedererweckung, und natürlich auch darüber was man machen konnte, wenn eine Seele seinen Körper verlor:
„Allein das ihr hier für mich sitzt, und alles dafür tun wollt damit ich wieder einen festen Körper bekomme, das macht mich schon verdammt dankbar. Es ist nicht selbstverständlich.“
Harry stand schweigend auf und verkündete dann alle Bücher über Wiedererweckung raus zu suchen, zusammen mit Severus ging er in die entsprechende Abteilung dafür.
„Ich will das du lebst und glücklich wirst“ nickte Harry ernst und suchte nach Büchern, die ihnen vielleicht weiterhalfen:
„Wahrscheinlich werden wir irgendwann dafür in die verbotenen Abteilung müssen, aber das hier ist zumindest ein Anfang.“
„Ich kann mitlesen, wenn jemand für mich umblättert“ schlug Severus vor, woraufhin Harry sehr nachdenklich wurde:
„Und das wärst dann du, weil du mich als einziger hören und sehen kannst. Aber so kommen wir vielleicht etwas schneller ans Ziel. Und wenn ihr wirklich in die verbotene Abteilung müsst, dann kann ich zumindest schon mal vorher reingehen und nachsehen wo die Bücher sind, die ihr sucht. Wir schaffen das schon, es muss einfach einen Weg geben.“
„Ja, den gibt es bestimmt“ Harry atmete tief durch und zog dann „Wiedererweckung von Toten – eine theoretische Abhandlung“ aus dem Regal:
„Das wird verdammt viel Arbeit.“

(Konnte euch ja nicht so hängen lassen :)  aber dafür gibts jetzt morgen Definitiv kein Kapitel)