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Für die Seele des Halbblutprinzen

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Fantasy / P12 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter Lucius Malfoy OC (Own Character) Remus "Moony" Lupin Severus Snape
30.08.2019
15.10.2019
45
89.382
212
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Dieses Kapitel
14 Reviews
 
 
30.08.2019 1.343
 
Hallo,
ja ich weiß, ich wollte Pause machen. Aber mir war heute so unsagbar langweilig... gut... ich weiß nicht ob das hier funktioniert, denn es wird eine nicht ganz so normale Schulstory, wie ihr es sonst von mir kennt.
Ich habe zwar etwas ähnliches schon mal geschrieben, aber ganz anders, also nur weit entfernt ähnlich.
Es ist ziemlich viel diesmal anders, einiges bleibt auch gleich und so wie ihr es von mir kennt, aber ich will das mal unbedingt versuchen.
Und wenn es klappt, dann wird es eine ganz fantastische Story.
Und noch etwas muss ich anders machen... als Alan Rickman damals starb, habe ich geschworen niemals wieder eine Geschichte zu schreiben, in der Severus Snape tot ist. Für diese Story muss er es aber sein, es ist ein ganz entscheidender Bestandteil des Plots.
Ich will auch nicht mehr so viele eigene Charaktere wie in den letzten Storys einbringen, das war so viel das ich teilweise was vergessen habe, aber ich brauche ja einen Ersatz-Zaubertränkemeister.
Ich habe die Wahl zwischen Rowanne Bowley und unseren Grafen Rabenwacht.
Eigentlich wäre Verandis ein besserer Schulleiter, aber für die Story brauche ich Lucius und der kann Zaubertränke nicht.
Es gäbe aber auch kein Pairing Verandis x Harry. Beim Pairing bin ich mir noch unsicher, es könnte Lucius x Harry werden oder eben ein anderes. Das andere würde sich dann aber über den Großteil der Story nicht zeigen, es würde sich sehr lange (und langsam) aufbauen.
Aber vielleicht habt ihr es auch schon gemerkt, ich lege nicht mehr soviel Wert auf Liebesgeschichten.
Ich sollte nicht zu viel vorher verraten, meine größte Unsicherheit ist eine Lösung für das Problem zu finden, welches den Plot der Story bestimmt. Bei vielen meiner anderen Geschichten, die ich beendet habe, hatte ich eine Lösung für das Hauptproblem schon am Anfang parat. Wobei ich ja auch eigentlich die ganze Story über Zeit habe eine Lösung zu finden.
Aber gut, vielleicht klappt es diesmal auch so... ah ich gebe zu, ich bin etwas nervös, und das obwohl ich die Idee nicht erst seit gestern habe, sondern sogar schon vor „Das Blut eines Helden“.
Aber vielleicht könnt ihr mir mit euren zahlreichen Ideen auch helfen.
Was Feinde angeht, es wird nur nebenbei wahrscheinlich etwas Zoff mit Weasleys geben, aber nicht mit Hermine. Ich glaube da habe ich euch in der letzten Story zu viel angetan.
So jetzt aber genug vom Vorwort, ich hoffe ihr habt viel Spaß beim Lesen,
eure Zuckerspinne

P.S. Ich bin mit dem Titel nicht wirklich zufrieden, kann sein das mir noch was besseres einfällt

Prolog

Es war schwarz.
Alles war schwarz.
Von dem Zeitpunkt an, als Harry den toten Körper sah, bis zum Tag der Beerdigung. Vollkommene Dunkelheit, es war als würde er nur funktionieren, Schwärze... und Regen.
Es regnete, ein Woche nach der Schlacht von Hogwarts, Harry James Potter befand sich allein auf dem Friedhof und sah zu wie der tiefschwarze Sarg magisch in die Erde hinabgelassen wurde.
Davor war nichts, alles schwarz, Harry existierte nur, er atmete, bewegte sich, lief, schlief, war wach, aß, aber um ihn herum war alles nur schwarz. Bis zu diesem Moment, es regnete... es regnete so stark wie an keinem Tag zuvor, seit der Schlacht.
Eine Woche zuvor regnete es auch, der Regen wusch das Blut von den Gesichtern der Verletzten und Toten, es regnete während der ganzen Schlacht, und nun tat es das wieder.
Der Himmel war so schrecklich dunkel, Harry spürte wie seine Kleidung auf der Haut klebte. Er konnte aber nicht mehr tun als zu beobachten wie der Sarg im Boden versank, und eigentlich war ihm alles andere auch egal geworden.
Er existierte nur noch, in einem Leben aus Schwärze, Dunkelheit...
Niemand sonst war zu der Beerdigung gekommen, nicht mal ein Redner oder ein Totengräber, nun ja, es gab auch nur noch wenige, allein reiche Zauberer leisteten sich so etwas für ihre Angehörigen. Und seit der Schlacht war dies nicht der erste Sarg, der einfach nur in die Erde gezaubert wurde.
Der Tote in dem Sarg, er hatte niemanden gehabt. Er war allein gewesen, aber deswegen stand Harry nicht an diesem regenreichen Sonntag auf dem Friedhof.
Harry weinte.
Seit der Schlacht weinte er zum ersten Mal, es war eine Woche her, in all dieser tiefen Dunkelheit wagte er es nicht eine Träne zu vergießen. Oder jemandem auch nur ansatzweise zu zeigen, wie er empfand. Er wohnte im tropfenden Kessel und um ihn herum war alles schwarz.
Wie ein Mantel, der sich mit dem Moment um ihn legte, als er den toten Körper fand... als er die Leiche des Mannes sah, der nun in die Erde hinab gelassen wurde.
Harry sprach auch nicht, er wohnte nur im tropfenden Kessel, ihm war egal was die Presse über ihn schrieb, die Briefe seiner Freunde las er nicht, er schrieb ihnen auch nicht. Er tat einfach nicht mehr, als ich am Leben zu erhalten.
Alles war schwarz.
Die Beine des jungen Mannes gaben nach und er kniete sich weinend in den Matsch.
„Das habe ich nicht gewollt“ schluchzte er laut auf und vergrub seine Hände in der weichen, kalten Erde.
Viele waren in der Schlacht gestorben, Freunde und Feinde, aber irgendwie hatten sie doch auch damit gerechnet.
Alles war schwarz... so schrecklich dunkel.
Und Harry war in diesem Moment genauso ein siebzehnjähriger Junge, wie vor der Schlacht. Was brachte es ihm denn Voldemort getötet zu haben?
Was brachte es ihm denn sein Schicksal erfüllt zu haben, wenn etwas geschah, was nicht geschehen sollte?
Ein leicht dumpfes Geräusch erklang, als der Sarg sein Ziel erreichte und der Zauber anfing die Erde darauf zu schaufeln.
Sicher würden seine Freunde nicht verstehen wieso Harry gerade weinte, wieso sich sein Körper so schwach anfühlte, so hilflos.
Wieso er nur um diesen Toten trauerte, und nicht um die anderen.
Es hätte alles anders werden können, glücklicher, besser... freier.
Und wieder wurde alles schwarz, je mehr Erde auf den Sarg fiel.
„Harry“ fragte plötzlich eine männliche Stimme:
„Harry Potter?“
Harry sah auf, sah eine schwarze Hose und ebenso dunkle Stiefel, die eines erwachsenen Mannes, daneben dasselbe jünger und etwas kleiner, er sah hoch, zweimal halblange, blonde Haare und blaue Augen.
Erwachsen, groß, älter, der andere so alt wie Harry.
„Du siehst miserabel aus“ stellte der Jüngere fest und der Ältere packte ihn, stellte ihn auf die Füße. Sie sahen aber auch nicht besser aus, so glaubte Harry dies, sie trugen Verbände, an Beinen und Armen, und schwarzes Tuch um das rechte Handgelenk, sie trauerten. Harry hatte es nicht gewagt selbst ein solches anzulegen. Er wollte nicht gefragt werden um wen er trauerte.
„Deine Brille ist kaputt“ stellte der Ältere fest und reparierte sie mit einem Zauber:
„Und du hast geweint.“
Natürlich hatte er geweint, ein wenig Wut kam in Harry hoch und er wusste nicht mal wieso, aber sollte man denn nicht weinen, wenn man zu einer Beerdigung ging. Was machten die Beiden überhaupt an diesem Ort? Wenn sie dem Ganzen hätten beiwohnen wollen, dann waren sie dafür definitiv zu spät.
Der junge Mann wandte sich dem Grab zu, der Zauber war fertig, doch nun wurde ein einfacher Grabstein von zwei Totengräbern gebracht. Sie ließen ihn gemeinsam schweben und setzten ihn dann an das obere Ende des Grabes.
Hatten die beiden blonden Männer ihn besorgt?
Ja, eindeutig, und deswegen waren sie wohl auch gekommen. Und auch wenn Harry noch nicht ganz verstand, was da auf dem Grabstein eingraviert war, es nicht verstehen wollte, so glaubte er doch eine gewisse Art von Liebe in den Worten zu spüren.
Er schluchzte wieder auf und der Ältere nahm ihn fest in den Arm.
„Wir sollten ihn mit nach Hause nehmen“ schlug der Jüngere vor:
„Es sieht aus, als hätte er seit der Schlacht nicht mal seine Klamotten gewechselt. Und ich meine mich daran zu erinnern, dass es nicht nur danach aussieht.“
„Ja, erledigen wir das hier und nehmen ihn dann mit“ stimmte der Ältere zu, Harry konnte nichts anderes als zu weinen und dabei auf den Grabstein zu starren.
„Hier liegt Professor Severus Snape“ stand darauf:
„Freund, Held, und für immer unvergessen.“
 
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