after a century

OneshotRomanze, Schmerz/Trost / P12 Slash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
30.08.2019
30.08.2019
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So, nach dieser äußerst chaotischen Woche muss ich mal wieder ein bisschen … was schreiben *lach* sonst gehe ich wirklich in den Keller heulen.

Ich dachte, ich hätte schon alles erlebt, aber es ist immer wieder schön, wie einem das Gegenteil bewiesen werden kann ^.-

Das ist ein kleiner Beitrag zum Projekt Coming home
von Aieda

Die Vorgaben können da nachgelesen werden, auch was Wahlvorgaben waren, ich habe da ein bisschen was aufgegriffen.
Zur Story will ich nicht viel vorneweg nehmen, nur … ja, ich habe es mal wieder getan *hehehe*

Mir gehören keine Rechte an der Show, den Charakteren oder dem Projekt. Ich verdiene auch nicht einen Cent mit dem Geschreibe und wie immer gibt es alle Schreibfehler direkt zum Mitnehmen und auf Wunsch auch mit Adoptionsurkunde.

Viel Spaß (??) ^^


*****

after a century


Ein leises Zischen erklingt, kaum wahrzunehmen in der Hektik einer Stadt, die auch weit nach Mitternacht nicht völlig zur Ruhe kommt.
Ein Mann tritt aus der dunklen Gasse, die leicht asiatischen Züge verhelfen ihn zu einer zeitlosen Schönheit und dadurch wirkt er nicht älter als 30. Seinen Modegeschmack würden stille Beobachter sicher alles etwas schräg ansehen, aber jeder, der den jungen Mann kennt weiß, so war er schon immer. Nur sind viele von denen, die ihn kennen, schon lange tot und doch hat es den Hexenmeister wieder nach New York City gezogen.

Der junge Mann ist gar nicht mehr so jung, aber auch nicht so alt wie die Zeit selber.
Nein, Magnus Bane ist schon ein paar Jahrhunderte auf der Erde unterwegs, als Hexenmeister nicht weiter verwunderlich. Wenn man sie nicht gerade mit brachialen Mitteln tötet, sind Hexenwesen in der Regel unsterblich.

Aber vor einem guten Jahrhundert ist Magnus doch gestorben.
Nicht im wörtlichen Sinn, was er zutiefst bedauert, aber als Alexander Lightwood, die Liebe seines ewig langen Lebens in seinen Armen gestorben ist, in seinem Armen starb, da starb auch etwas in Magnus.
Als die Augen seines Mannes für immer erloschen, da war sich Magnus sicher, auch er wird sterben. Genau dort, genau in diesem Moment!

Doch es geschah nicht!
Niemand erbarmte sich, niemand war in der Lage, den Hexenmeister von dieser Qual zu erlösen und so floh Magnus förmlich aus der Stadt, versteckte sich in den Bergen Nepals und führte ein Leben in der Einsamkeit.
Es war selbst für seine beste Freundin Catarina nicht gerade leicht, ihren Freund aus diesem dunklen Loch der Verzweiflung auszugraben und schlussendlich ist es auch nur ihr und einer dieser alten Weisheiten zu verdanken, dass Magnus wieder einen Fuß in die Stadt setzt, die ihm alles genommen hat.

Magnus sieht Cat fast schon vor sich, wie eine durchsichtige gute Fee und der Satz Egal wohin du gehst, dein Herz wird immer dort sein, wo es glücklich war! Klingt wieder in seinen Ohren.
Ach, Cat, wenn du nur wüsstest! würde er ihr gerade, als er am Ende der Straße seinen alten Apartmentblock erblickt, sagen und mit schwerem Herzen seufzt er auf.

Magnus macht sich auf den Weg zu seinem Loft, denn in all den Jahren hat er immer dafür gesorgt, dass es weiter sein Wohneigentum bleibt und sich niemand am Loft vergreifen kann. Auch wenn er die Erinnerung gern hinter sich lassen würde, wirklich loslassen kann Magnus von der wundervollen Zeit mit seinem Alexander nicht.

Mit schnellen Schritten geht der Hexenmeister die letzten Meter hin und fast schon andächtig streicht er über den verblassten Namen Lightwood-Bane am Klingelbrett.
Die Post hat er sich immer zuschicken lassen, egal wo ihn die Zeit hintrieb und so hat sich hier bis auf ein bisschen Werbung von Lieferdiensten und anderen Unsinn nicht viel ansammeln können.
Mit einem kleinen Schnipsen springt die Eingangstür auf und mit schlurfenden Schritten geht Magnus die Treppe nach oben.

Hier und da bleibt er kurz stehen, streicht über ein paar Brandflecken, wo er mal diesen unglaublich nervtötenden Dämon Feuer unter den Arsch gemacht hatte, weil er immer wieder Alexander umgarnen wollte. Oder bei der Scharte im Holzgeländer, wo Alexander ein Schwert reingeschlagen hatte, weil sein Parabatai unbedingt im Treppenhaus trainieren wollte. Das geschmacklose Bild von der alten Dame aus dem dritten Stock hängt noch immer schief an der Wand und bei dem Anblick muss der Hexenmeister schon lächeln. Die Frau war zäh, hat ihn immer wieder böse angeblickt, weil er offenbar mit einem anderen Mann zusammen war. Doch schlussendlich ist auch sie irgendwann für immer eingeschlafen.

Magnus schluchzt kurz auf bei der Erinnerung!
Zu sehr hätte er es sich gewünscht, das auch sein Alexander noch mehr Zeit gehabt hätte. Er hatte angefangen, seinem Shadowhunter die Welt zu zeigen und auf der Reiseroute waren noch so viele Orte markiert.
Doch dieser blöde Angriff hatte ihnen das alles genommen.

Und bevor sich Magnus wieder fangen kann, die Augenblicke wieder abschütteln kann, die sich so tief in seine Gedanken vergraben haben, dass er sie niemals wieder vergessen wird, so schnell steht er schon vor dem Loft und erschrickt schon ein wenig beim Anblick an die Tür, die sich in all der Zeit nicht verändert hat.

Langsam, fast schon zögerlich, als würde eine fremde Macht verhindern wollen, das er eintritt, öffnet Magnus die Tür und fühlt sich sofort wieder in die Zeit zurückversetzt.

Und nochmals Nein, Mags. Du zauberst hier nicht alles wieder lila. Die Farbe ist echt nicht mein Fall und ein wenig Mädchenhaft sieht es schon aus!
„Das war violett, nicht lila, Darlin´.“ Die Tränen sammeln sich in den Augen des Hexenmeisters, als ihn seine Erinnerungen die Szene vorspielen, als würde es gerade passieren.
Ein schattenhafter Alexander steht nur eine Armlänge von ihm entfernt und nur zu gern würde Magnus ihn jetzt in den Arm nehmen. Auch wenn er eigentlich weiß, dass es nur eine Erscheinung ist, nicht der reale Shadowhunter.
Magnus blinzelt durch die Tränen hindurch und schaut sich zur Küche um, als sich die Szene verändert und ihm wieder längst vergangenes vor Augen führt.
Keine Chance, Magnus. Ich werde dich nicht heiraten und dir die Rune der Liebe und Hingabe auf deine Haut brennen, wo wir doch wissen, dass sie dir schaden wird. Wir werden wie zwei normale Menschen heiraten, mit Ringen und Blumen und der Party. Denn ich werde dich ganz sicher nicht an dem Tag, der der schönste in meinem Leben werden soll, verletzen. Und damit ist die Diskussion auch durch.
„Mein sturer, kleiner Nephilim. Die Hochzeit war aber auch schön, auch wenn ich den Schmerz gern angenommen hätte, die die Rune versprach.“

Ruhelos wandert Magnus weiter, versucht weiteren seiner Erinnerungen aus dem Weg zu gehen. Doch insgeheim sucht er genau das … die Zeiten, als alles noch normal und chaotisch und voller Leben war.
Die Zeit, als er noch lebte und nicht teilnahmslos dem nachtrauerte, was er hatte.

Er entdeckt den Balkon wieder und tritt raus in die kühle Luft der Nacht, mit einer Szene vor Augen, die voller Leidenschaft und Verlangen ist. Und mit diesem Moment weht auch ein Lufthauch durch das Loft und lässt die Tür am Eingang mit einem leisen Schlag zuknallen. So, als würde jemand wollen, dass neugierige Nasen draußen bleiben sollen. Als würde man vor die Tür gesetzt werden, damit Magnus den Moment des Nach-Hause-Kommens ganz für sich allein hat.


*****

So, und damit war es das auch schon wieder ^^ hat wie immer Spaß gemacht und mir geht es tatsächlich schon wieder besser *hehehe*
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