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Göttlich

GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Ariadne Delos Hector Delos Orion Evander
29.08.2019
29.08.2019
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Entschlossen sprang ich aus meinem Bett. Heute war es soweit, ich würde endlich nach Nantucket Reisen, der Stadt, von der ich oft geträumt hatte. Nein, wirklich sie erschien mir wie eine Vision fast jede Nacht in einem Traum, irgendetwas zog mich dahin.
Ich zog mich an und betrachtete vor meinem Aufbruch noch einmal meine Blumen,sie waren sehr schön gewachsen und blühten wunderschön doch bei genauerem betrachten viel mir auf, dass sie mir schon fast traurig entgegenblickten. Ich faste mich und warf nochmal einen letzten Blick in den Spiegel. Meine Hüftlangen, dunkelbraunen, Haare hatte ich in einem Zopf zusammen gebunden, meine vollen Lippen hatte ich mit einem dezenten Gloss geschminkt. Meine Nase  war recht spitz, ein bisschen Elfenhaft und wurde von einigen Sommersprossen geziert. Meine Augen würde man wohl als Rehaugen beschreiben, groß, bernsteinbraun, mit langen Wimpern, die mir fast zu meinen kantigen Augenbrauen reichten.
Ich atmete tief durch, nahm meinen Koffer und verließ das Apartment.
Die Sonne strahlte und eine leichte brise strich sanft über meine Haut. Ich konnte sehr ernst und Aufbrausend sein doch an schönen Tagen wie diesen lächelte ich der Sonne entgegen und trotzte nur so vor Freude.
Ich stieg in mein bescheidenes Auto und fuhr los.
Auf dem weg zur Fähre, die mich nach Nantucket nehmen musste kreisten meine Gedanken.
Die Idyllische Landschaft zog an mir vorüber und wie so oft schon dachte ich über mein Leben nach.
Das letzte Jahr in meinem kleinen Cottage war wie Frieden für mich, ich war zwar immer allein aber die Natur gab mir Kraft, trotzdem musste ich nach Nantucket. Meine Kindheit verlief eher tragisch, man hatte mich nach der Geburt in einem Waisenhaus abgegeben und von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gezerrt. Nach meinem 18 Geburtstag wanderte ich aus und lies das ganze hinter mir.
Ja und nun, verließ ich wie so oft mein gewohntes Umfeld und suchte nach etwas nicht greifbarem für mich. Vielleicht nach Liebe? Geborgenheit? Sicherheit?
Ich wusste es nicht aber ich hoffte, das Nantucket mir etwas mehr Klarheit über mein Leben und meine Visionen verschaffen würde.
Ich fuhr mit meinem Auto auf die Fähre und lehnte mich in meinem Sitz zurück.
"Klopf...Klopf" erschrocken fuhr ich hoch, einer der Arbeiter klopfte an meiner Scheibe und gab mir zu verstehen, dass ich losfahren sollte. Schlaftrunken startete ich meinen Motor und fuhr von der Fähre.
Ich parkte im Hafen, nähe eines kleinen Cafes, und holte mir dort einen Kaffee.
Die Insel war wunderschön und das Meer glitzerte türkis in der Sonne. Fast Magisch erschien mir die Wirkung, die diese kleine Insel auf mich hatte.
Ich nahm mir einen Reiseführer und beschloss zum Strand zu fahren.
Ich stellte mein Auto in einer kleinen Nische ab, nahm meinen Rucksack und genoss es am Wasser zu sitzen und zu verharren.
Nach 15 Minuten packte mich die Neugier und ich lief den Strand einige Meilen entlang, an einem ruhigen Plätzchen, sah ich nichts und niemanden außer ein riesiges Haus einige Meter entfernt, zog  das meiste aus und ging in Unterwäsche ins Wasser. Ich fühlte mich so leicht und trieb einige Meter vom Strand davon.
Mit schnellen Bewegungen war ich wieder am Strand und legte mich aufs Handtuch.
"platsch" ein lautes plätschern war zuhören, ich sprang von meinem Handtuch und stellte erschrocken fest, dass ein junger gut aussehender Mann soeben aus dem Meer gekommen war in dem ich zuvor niemanden gesehen hatte.
Er bemerkte meine Anwesenheit, verschränkte die Arme und starrte mich an.

HECTORS Sicht von der Szene :

Wie so oft schwamm ich vor dem Sonnenuntergang nochmal eine Runde. Schnell bemerkte ich eine zierliche Gestallt im Wasser. Neugierig schwamm ich hin und hielt die Luft an als ich sie sah. Ein zierliches Mädchen kam aus dem Wasser. Ihre langen Haare umspielten ich liebliches Gesicht, ihre helle Haut strahlte in der Sonne und ihr perfekt geformter Körper ließ mich schaudern.
Vorsichtig schwamm ich näher und betrat den Strand, sie bemerkte trotz meiner Vorsicht schnell, dass ich aus dem Wasser gekommen war.
Ich brachte zunächst kein Ton raus, ihre großen leuchtenden Augen schauten mich an und musterten mich für einen Moment. Auf ihrer kleinen Nase waren einige Sommersprossen und ihre vollen Lippen presste sie zusammen. Sie wirkte Göttlich dachte ich und runzelte nachdenklich die Stirn.
Für eine kurze Zeit dachte ich an Andy und verdrängte den Gedanken ganz schnell.

KORES Sicht:

"Gibt es ein Problem?" fragte ich empört über die Geste des Mannes, er musterte mich weiterhin mit seinen Tiefblauen Augen und sagte schließlich "Naja, eine Fremde befindet sich auf meinem Anwesen"
Mein Mund klappte runter "Auf deinem Anwesen? Ich wollte nur eine runde Schwimmen"
Er lächelte aus dem nichts und hielt mir seine Hand hin "Hector" sagte er in einem freundlicheren Ton "Kore" antwortete ich verlegen.
Er setzte sich zu mir ans Wasser, die Sonne glitzerte auf seiner gebräunten Haut und seinem Muskulösen Oberkörper, einige Narben waren an seinem sonst so makellosen erscheinen zu erkennen, was es für mich noch schwerer machte ihn nicht anzustarren.
"Bist du neu hier? ich habe dich noch nie zuvor gesehen und die Insel ist klein" fragte er
Ich schreckte auf und ermahnte mich.
"Ja, ich bin neu. Ich habe zuvor in meinem Cottage, weit von hier, gewohnt"
Er nickte
"Urlaub?" fragte er trocken
"Nein, ich bin von heute auf morgen hergekommen...irgendetwas zieht mich hier her aber das ist bei der Landschaft ja auch kein Wunder" sagte ich und grinste ihn an.
"Ich verstehe" sagte er ruhig und schaute mich merkwürdig an.
Ich sprang auf um das Gespräch zu beenden "Ich gehe jetzt jedenfalls nochmal eine Runde schwimmen bevor es dunkel wird, wenn ich darf?" sagte ich entschlossen
Er stand auf und zog mich mit einer unglaublichen Leichtigkeit ins Wasser.
"ehy" kreischte ich und musste losprusten. Kleine Wasser tropfen landeten in meinem Gesicht. "Du wolltest doch schwimmen gehen aber bei mir zu Hause gelten meine Regeln" höhnte er und spritzte mich mit einer Ladung Wasser ab. "Ist das so?" sagte ich, holte aus und spritzte ihn mit einer riesen Ladung Wasser ab. Er wirkte kurz überrascht. "So so, ganz schön viel Kraft für so ein zierliches Mädchen sagte er und beäugte mich merkwürdig.
Ich drehte mich um um mich auf die nächste Ladung Wasser vorzubereiten und stellte erschrocken fest, dass ein kleiner Fuchs drauf und dran war sich an meinem Rucksack zu bedienen. Langsam und bedächtig lief ich auf den kleinen Fuchs zu, nahm das Brot aus meiner Tasche und streckte ihm meine Hand entgegen. Der Fuchs zögerte nicht, nahm das Brot und aß es genüsslich auf.
Hector, der das Szenario beobachtet hatte stand nah hinter mir und blinzelte verwirrt durch seine langen Wimpern. "Wow, er vertraut dir" sagte er verblüfft " Das arme Tier ist ganz abgemagert" sagte ich traurig und zog mir meine Sachen über.
"Ich muss jetzt los mir einen Ort zum schlafen suchen" sagte ich "okay, die Pension ist auf der anderen Seite der Insel" erwiderte er
"Oh okay" sagte ich und war über meine Spontanität verärgert, jetzt konnte ich wahrscheinlich noch eine ganze Stunde dorthin fahren.
Ich kramte in meiner Tasche und musste feststellen, dass ich mein Autoschlüssel nicht fand, auch beim wiederholten male blieb er unauffindbar "Scheisse!" rutschte es mir raus.
Hector sah mich erschrocken an "Meine Autoschlüssel sind weg" sagte ich etwas ruhiger.
Panik stieg in mir hoch und ich suchte den Sand mit meinen Augen ab.
"Lass uns morgen weitersuchen, es wird dunkel, ich werde ihn schon finden mach dir keine Sorgen...wenn du magst kannst du bei uns im Gästezimmer übernachten. Meine Mutter hat bestimmt nichts gegen."sagte er ruhig und sah mich eindringlich an. Ich seufzte laut auf und nahm sein Angebot an.
Wir liefen zu einem wunderschön gepflegten Garten und betraten das Anwesen. Hector lächelte mir zu und führte mich in die Küche wo viele Menschen saßen. Mir stockte der Atem, so komisch es sich auch anhören mag aber diese Familie war atemberaubend schön... Na super so war ich nun unter einem Dach mit lauter attraktiver Menschen. Ich errötete und spürte wir mir die Hitze in meine Wangen stieg. "Das ist meine Familie" sagte Hector ich brachte nur ein verlegenes "kore" heraus.
 
 
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