Schattendieb

von Juzo-chan
GeschichteHumor, Romanze / P16
OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace Silvers Rayleigh Whitebeard alias Edward Newgate
27.08.2019
13.11.2019
11
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Hey Leute,
hier ist das siebte Kapitel.
Ich hoffe, dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
LG Juzo-chan

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Ein paar Stunden nach dem Gespräch mit Whitebeard sitze ich alleine in dem kleinen Zimmer, dass für die nächste Woche wohl erst einmal meins sein wird. Ich liege auf dem Bett, mein Kopf in dem weichen Kissen und mein Blick starr an die hölzerne Decke gerichtet. So liege ich hier schon seit mehr als einer Stunde und versuche meine Gedanken zu ordnen. Allerdings entflieht mir jeder Gedanken augenblicklich wieder, sobald ich ihn zu fassen versuche. Auch kann ich mich nicht lange genug auf einen konzentrieren, um sie zu sortieren. Es sind einfach so unglaublich viele, dass sie beinahe schon unendlich viel scheinen.
>So wird das nichts. Aber irgendwie muss ich das schaffen.<, denke ich mir. Doch das schlimmste ist, dass ich immer und immer wieder an meinen Traum denken muss. Ich hatte diesen Traum, den mit den drei Jungen, in den vergangenen Monaten recht oft. Ich weiß noch genau, dass ich eine Zeit lange, vor einigen Jahren, sehr viel mit diesen drei Jungs gespielt habe, als ich noch klein war. Sie sind sogar auf einigen meiner Bilder zu sehen, die ich damals gemalt habe. Meine Mutter meinte auch, dass ich viel über sie geredet habe, aber sie scheinen nie bei uns zu Besuch gewesen. Wir haben immer nur draußen gespielt. Leider kann ich mich auch nicht mehr daran erinnern, wo genau wir immer gespielt haben. Ich weiß nur, dass ich von jetzt auf gleich nicht mehr mit ihnen spielen konnte. Wir haben uns plötzlich nicht mehr getroffen. Lange war ich darüber traurig, doch irgendwann habe ich dann neue Freunde gefunden, mit denen ich gespielt habe. Ein paar Jahre – vielleicht drei oder vier – habe ich versucht den Ort zu finden, an dem wir immer zusammen gespielt haben. Immer in der Hoffnung sie dort wiederzutreffen und unsere Freundschaft wieder aufblühen zu lassen. Aber das hat nie geklappt. Tja, und dann habe ich angefangen sie zu vergessen. So weit, dass nur noch dieser schwammige Traum übrig ist und ich mich nicht einmal mehr an ihre Gesichter erinnern kann. Nur zwei ihrer Namen sind noch halbwegs vorhanden. Wobei ich mir selbst bei denen nicht ganz sicher bin, ob sie auch richtig sind.
>Wieso ist eigentlich gerade jetzt dieser Traum wieder aufgetaucht?<, frage ich mich, als ich so darüber nachdenke. Ich meine, ich habe sie immerhin fast vergessen und dann taucht dieser Traum plötzlich ständig wieder ein und hält mich vom Vergessen ab.
Seufzend drehe ich mich zur Seite. Sofort bereue ich das. Ich habe nicht mehr an mein Bein gedacht, welches mich nun schmerzlich an die Verletzung erinnert. Zischend drehe ich mich wieder zurück. Mit viel Mühe unterdrücke ich dem Drang an mein Bein zu fassen aus Angst, dass es dadurch nur noch schlimmer werden könnte. Ich kneife meine Augen zu und versuche den Schmerz zu ignorieren. Klappen tut das nur sehr bedingt. Fast schon verzweifelt denke ich darüber nach, ob ich noch etwas machen könnte. Dann trifft es mich, wie ein Schlag.
>Meine Tasche!<, schießt mir ein Gedanken durch den Kopf. Wie konnte ich sie nur vergessen? Ich hätte doch einen der Kommandanten, die mich hierher gebracht haben, danach fragen können. Dann hätte ich das Problem mit meinem Bein nicht mehr… oder zumindest nicht in diesem Ausmaß.
Genervt stöhnend, schließe ich meine Augen und lege meinen Arm über diese und lasse mich dabei zurück in das Kissen fallen. Daran hätte ich mal früher denken sollen. Natürlich kann ich nach einen von ihnen suchen. Allerdings würde das wohl auch ohne Verletzung und humpeln auf diesem riesigen Schiff ewig dauern. So werde ich sicher die gesamte Woche dafür brauchen. Oder ich warte einfach, bis jemand vorbeikommt und passe ihn dann ab. Ehrlich gesagt, kann ich wirklich nicht sagen, was davon schneller gehen wird.
Durch ein Klopfen werde ich aus meinen Gedanken gerissen.
>Das ging jetzt aber schnell.<, denke ich mir. Immerhin habe ich gerade erst daran gedacht, dass ich einfach warte, bis jemand vorbeikommt. Als es noch einmal klopf erwache ich aus meiner Starre.
„Ja?“, frage ich und richte mich wieder etwas im Bett auf. Die Tür öffnet sich und niemand anderes, als die Feuerfaust kommt herein. Einen Moment schaue ich ihn irritiert an. Mit ihm habe ich nun wirklich nicht gerechnet, er schien nicht gerade erfreut über meine Anwesenheit gewirkt. Immerhin hat er mich die ganze Zeit über angestarrt und ziemlich ernst drein geblickt. Oder habe ich das falsch gedeutet?
„Hast du einen Moment Zeit?“, fragt die Feuerfaust noch immer mit einem ernsten Unterton. Ich schlucke den Klos in meinem Hals herunter, welcher sich gerade gebildet hat. Dann nicke ich stumm. Die Feuerfaust kommt in das Zimmer herein, schließt die Tür hinter sich. Kurz schaut er sich im Raum um, sein Blick bleibt an einem Stuhl hängen. Schnell greift er sich diese und zieht in sich ein Stück weiter in den Raum hinein. Schließlich lässt er sich auf diesen fallen und schaut nun mich wieder direkt an. In seinen Augen ist ein Schimmer zu sehen, als er mich anschaut. Fast so als hätte er Hoffnung auf irgendetwas. Allerdings habe ich keine Ahnung, auf was.
Es vergehen ein paar Minuten, in denen wir uns anschweigen. Ich habe so lange nichts gesagt, da die Feuerfaust immerhin mit mir reden wollte. Doch als er immer noch nicht beginnt zu sprechen, habe ich genug davon.
„Hab ich etwas gemacht?“, frage ich ihn schließlich leise. Irritiert schaut er mich an.
„Nein, wie kommst du darauf?“, fragt er nun mich. Jetzt schaue ich ihn irritiert an.
„Na ja, du kommst her und willst reden, dabei wirktest du bisher nicht gerade von meiner Anwesenheit begeistert.“, erkläre ich vorsichtig. Einen Moment schaut er mich schweigend an, dann schüttelt er leicht seinen Kopf.
„Das ist es nicht. Es ist nur… du erinnerst mich an jemanden.“, beginnt die Feuerfaust. Verwundert schaue ich ihn an.
>Ich erinnere ihn an jemanden?<, frage ich mich selbst im Stillen.
„Daher wollte ich dir nur eine Frage stellen. Danach gehe ich sofort wieder, wenn du das willst.“, meint er dann. Ich schaue ihn kurz verblüfft an. Ich wollte ihn ja auch nicht vom Kopf stoßen.
„So meinte ich das nicht.“, sage ich daher: „Was möchtest du mich denn fragen?“ Ich lege meinen Kopf leicht schief und schaue ihn abwartend an. Eine Angewohnheit, die ich schon habe, seit ich denken kann. Manchmal ist das echt nervig, besonders dann, wenn jemand meint, sich darüber lustig machen zu müssen.
„Bist du es vielleicht, Lia?“, fragt er mich schließlich, auch wenn er dabei echt unsicher wirkt. Er schaut mich nicht direkt an. Seine Augen gehen durch den Raum, bleiben aber nie lange irgendwo hängen und komme nicht einmal in meine Richtung. Und dieser Raum ist nicht gerade groß. Außerdem knetet er dauernd seine Hände. Doch all das nehme ich nur nebenbei wahr. Zu sehr schockiert mich seine Frage. Immerhin nennt mich niemand Lia, außer…
>Kann das wirklich sein? Ich dachte, das sei nur ein Zufall.<, denke ich mir und starre Ace einfach unentwegt an.
„Entschuldige, wenn ich dich mit dieser Frage genervt hat. Ich hatte es nur irgendwie gehofft. Denk ab besten einfach nicht weiter darüber nach.“, meint die Feuerfaust dann plötzlich und macht Anstalten aufzustehen. Sofort springe ich auf und halte ihn davon ab. Zumindest wollte ich da, allerdings sacke ich sofort zusammen, als ich mit meinem Bein auftrete. Ich sehe den Boden schon näher kommen… erneut, und wieder werde ich rechtzeitig aufgefangen.
„Langsam solltest du aber wissen, dass das nicht so ganz klappt.“, kommt es leicht tadelnd von Ace. Ich schaue ihn verlegen an, kann spüren, wie mir die Hitze in die Wangen steigt.
„Danke.“, murmle ich leise vor mich hin. Mit Leichtigkeit setzt die Feuerfaust mich wieder auf dem Bett ab.
„Okay, ich gehe dann mal wieder.“, meint er dann und dreht sich erneut um. Dieses Mal aber schaffe ich es, ohne aufzuspringen, ihn festzuhalten. Auch wenn ich seine Hand nur gerade so erreichen kann.
„Warte doch mal!“, meine ich nur. Er bleibt tatsächlich stehen und schaut mich fragend an. Doch ehe er mich fragen kann, was ich will, komme ich ihm zuvor.
„Woher kennst du meinen Namen? Ich habe ihn nicht einmal gesagt. Und woher kennst du diesen Spitznamen? So nennt mich schon seit Jahren keiner mehr.“, ich schaue ihn, während ich das sage, eindringlich an. Nur die drei Jungs haben mich so genannt, niemand sonst. Sie gaben mir diesen Spitznamen, da der Jüngste von ihnen irgendwie ein Problem mit Amelia hatte. Was auch immer an meinen Namen so schwer war.
Kurz ist erstaunen in dem Gesicht des jungen Mannes vor mir zu sehen. Das erste Mal schaue ich es mir genauer an. Er hat ebenfalls Sommersprossen, so wie einer der Jungs aus meinem Traum. Ebenso hat er schwarzes, zerzaustes Haar. Und auch ein freches Grinsen ist von ihm bekannt. Es passt so einiges.
>Ist das wirklich möglich?<, frage ich mich. Doch ehe ich diese Frage laut aussprechen kann, werde ich auch schon plötzlich in eine Umarmung gezogen. Sofort umfängt mich eine unglaubliche, aber nicht unangenehme Wärme.
>Der hat wirklich von der Feuerfrucht gegessen.<, geht es mir durch den Kopf, als ich seine Körperwärme spüre.
„Du bist es also doch.“, murmelt nun er. Vorsichtig lege auch ich meine Arme um ihn.
>Ob er es wirklich ist? Aber kann es wirklich nur ein Zufallen sein? Das müsste dann aber ein verdammt großer Zufall sein.<, meine Gedanken hören nicht auf sich zu drehen.
„Ruffy würde sich wohl riesig freuen, wenn er wüsste, dass du wieder da bist.“, meint Ace plötzlich, als er sich wieder von mir löst und mich mit einem breiten Grinsen anschaut. Ich allerdings kann ich nur verwirrt anschauen.
„Wieso nur Ruffy? Was ist mit Sabo?“, frage ich ihn, doch als ich die Frage ausspreche, fällt es mir selbst wieder ein. Sabo ist tot… okay, er ist nicht tot, aber Ace denkt es. Sofort zieht ein trauriger Schatten über seine Züge.
„Sabo lebt nicht mehr.“, sagt er mit bedrückender Stimme: „Er wurde von der Weltregierung ermordet.“ Wut legt sich in seine Stimme.
>Ich werde es ihm nicht sagen. Noch nicht.<, geht es mir durch den Kopf: >Ich werde keinem hier von den Storyverlauf erzählen. Stattdessen versuche ich ihn zu ändern, ohne dass sie es bemerken.< Da ich die nächsten Tage sowieso noch auf der Moby Dick bleiben werde, kann ich bis dahin ohne Probleme alles im Auge behalten. Aber wie ich es danach anstelle, da werde ich mir noch einen Kopf machen müssen. Ich weiß nur leider nicht, wann genau Teach versuchen wird Thatch zu töten. Ich sollte dafür wohl am besten Thatch und auch Teach im Augen behalten. Nur wie ich das anstelle, ist noch die Frage. Aber da wird mir auch noch was einfallen.
Im Stillen habe ich noch einen weiteren Entschluss gefasst, neben dem Plan Thatch und Teach im Auge zu behalten. Bevor ich Ace davon erzähle, dass Sabo noch lebt, werde ich den Blonden selbst aufsuchen. Ich sollte ihn wohl finden können mit meinen Fähigkeiten. Immerhin habe ich dafür so einige Helfer aus dem Reich der Toten zur Hilfe. Da sollte das schon machbar sein.
„Oh man, was ist denn hier los?“, fragt plötzlich eine erstaunte Stimme von der Tür aus. Verwirrt löse ich mich etwas von Ace. Erst jetzt fällt mir auf, dass er mich noch immer umarmt. In der Tür stehen Marco, Thatch, Izou und Haruta. Hochrot löse ich mich von Ace und schaue leicht geschämt zur Seite weg. Darauf hin lachen Izou und Thatch doch wirklich laut los, während Haruta und Marco nur grinsen.
„Also für einen gesuchten Dieb wirst du ganz schön schnell nervös.“, meint Marco dann nur. Ich spüre, wie mir die Hitze noch stärker in die Wangen steigt.
„Als Dieb darf ich nun mal schüchtern sein. Meine Besuche fallen doch sowieso meistens erst hinterher auf.“, meine ich darauf nur. Sofort lachen Thatch und Izou noch mehr und auch das Grinsen der anderen beiden wird noch breiter.
„Nur bei dem letzten hat das nicht ganz geklappt.“, meint dann Haruto. Ich bin mir ziemlich sicher bei ihm etwas Schadenfreude herauszuhören.
„Ich habe die Falle nun mal unterschätzt. Außerdem waren die informiert… wobei ich zu gerne wüsste von wem.“, beginne ich laut zu überlegen. Diese Frage interessiert mich wirklich brennend.
Meine Aufmerksamkeit wird allerdings von diesen Gedanken abgelenkt, als ich etwas Kleines und Rosafarbendes auf Thatch Schulter sehen kann.
>Das kann doch nicht sein.<, denke ich mir. Dort sitzt doch wirklich mein kleines Häschen. Thatch scheint meinen Blick richtig zu deuten und grinst mich nun breit an.
„Es scheint mich wirklich zu mögen. Ich werde es schon den ganzen Tag nicht los, mal abgesehen von dem Moment, indem du aufgewacht bist. Da wurde es echt nervös und ist plötzlich losgelaufen, deswegen kamen wir ja auch in dem Moment in das Zimmer herein.“, meint er und krault doch wirklich den Kopf des Häschens: „Aber sag mal, wie machst du das?“ Neugierig werde ich nun von allen Seiten angesehen.
„Ich kann einen Teil meiner Lebensenergie an andere abgeben und so auch leblose Gegenstände Leben einhauchen… solange ich diese selbst gemacht habe.“, erzähle ich ihnen mit Stolz. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass von ihnen keine Bedrohung ausgeht. Mag auch an Ace liegen, welcher noch immer neben mir liegt.
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