Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ein wahrer Avenger

KurzgeschichteAllgemein / P12
OC (Own Character) Tony Stark / Iron Man
27.08.2019
27.08.2019
1
2.920
4
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
27.08.2019 2.920
 
Hallo, Freunde der Sonne!
Ich weiß, ich bin momentan was das Posten angeht sehr übermotiviert, aber ich schätze, das legt sich wieder;-P
Nun, zu dieser FF gibt es nicht wirklich viel zu sagen, außer dass die Charaktere logisch nicht mir gehören und das es wahnsinnig viel Spaß gemacht hat, sie zu schreiben. Lasst es mich also gerne wissen, wenn es euch gefällt, dann kommt auch mal wieder sowas! Und generell bin ich für jedes Review dankbar. Jetzt aber wie gehabt, viel Spaß!
LG, eure Sunny


Ein wahrer Avenger
Ein Summen und Blinken erfüllte den Raum. Metallisches Klappern und blecherne Stimmen, die unverständliche Worte von sich gaben, waren zu hören und ein Geruch von Metall und Chemie lag in der Luft. Die Neonröhren an der Decke tauchten das ganze Ambiente in helles Licht. Mit aufgerissenen Augen schaute Peter sich im Labor des Erfinders und Superhelden Tony Stark um. Es war nicht so, als dass er das erste Mal hier war, aber diese gewisse Magie, die von diesem Ort ausging faszinierte ihn immer wieder. Zumal sich bei jedem seiner Besuche im Labor ein gänzlich anderes Bild aufzufinden war. Ob nun einer der Knöpfe an den Computern in einer anderen Farbe blinkte oder gar eine Gerätschaft dazugekommen oder verschwunden war – man fühlte sich immer wieder überwältigt, als tauche man in eine neue Welt ein.
Tony Stark, auch unter dem Namen Ironman bekannt, wuselte durch die Räume seines Labors und werkelte an den Gerätschaften herum. Und dabei verhielt er sich nicht wie jeder x-beliebige Erfinder, der seine Schöpfungen verbessert, nein, vielmehr wirkte es, als habe jede dieser Geräte ein Eigenleben, dass Tony so gut kannte, wie sein eigenes.
Peters Aufgabe bestand darin, seinem Ausbilder zuzusehen, denn obgleich Peter immer mehr Fortschritte machte war er noch lange nicht soweit, dass er auf eigene Faust an den ganzen, mit Sicherheit unbezahlbaren und unersetzlichen Einzelstücken herumbasteln durfte. Aber anders als in diesen ultralangweiligen Chemiestunden, in denen ein Lehrer nach fünf Fehlversuchen einem Stoffgemisch ein leises Puffen entlockte und von den Schülern ein geheucheltes Erstaunen erwartete, spielte das Zusehen in Starks Labor in einer ganz anderen Liga. Mr. Stark ging hier vollkommen auf und war so in seine Arbeit vertieft, dass man als Außenstehender durchaus den Eindruck bekommen konnte, er bemerke gar nicht, dass Peter auch noch im Raum war. Doch diese Illusion hatte der Teenager schon lange nicht mehr. Denn mochte Mr. Stark noch so abwesend sein und ihm den Rücken zukehren, ein Griff in die falsche Richtung reichte um von Tony mit einem teils strengen teils belustigten „Peter, liegenlassen!“ ermahnt zu werden.
An einem Freitagnachmittag hockte Peter mal wieder nach der Schule in Starks Labor. Es war in letzter Zeit sehr ruhig auf den Straßen von Queens, weil die Weihnachtszeit in Gange kam. Noch nicht die hektische „ich brauche aber noch Geschenke“-Phase, sondern der Hauch einer feierlichen Stimmung, der selbst dem größten Weihnachtsmuffel einen friedlichen Geist einhauchte. Da war an Verbrechen auf den Straßen nicht so viel los und Peter hatte in seiner Rolle als Spiderman kaum etwas zu tun.
Das war zwar prinzipiell gut, aber es machte ihn hibbelig und hyperaktiv und seine Tante May war es so leid, ihn zuhause ständig an der Decke herumturnen zu sehen, dass sie ihm erlaubt hatte, nach der Schule sofort zu Mr. Stark ins Labor zu gehen. Sofern er seine Hausaufgaben rechtzeitig erledigte. Peter hatte bemerkt, dass Mr. Stark in den letzten Tagen immer abwesender und gestresster wirkte, ganz anders, als der Ironman, den er kannte. Normalerweise war Tony die Ruhe selbst und ließ sich nur von wirklich schlimmen Dingen aus der Fassung werfen. Dass der Erfinder in letzter Zeit offenbar ziemlich neben der Spur war, beschäftigte den Schüler.
Der Bleistift machte ein kratzendes Geräusch auf dem Papierschnipsel, auf den Peter eine Skizze von einer Mischung aus Schwert und Schild kritzelte. Das tat er in letzter Zeit öfters, immer dann, wenn Stark in einem der Nebenräume arbeitete skizzierte Peter etwas auf den herumliegenden Papierfetzen. Es machte mehr Spaß, als er gedacht hätte und er merkte, wie er von Mal zu Mal besser wurde. Natürlich war er noch weit davon entfernt, ein richtiger Erfinder zu sein, aber es fühlte sich trotzdem gut an. Auch wenn Peter die Zeichnungen immer sofort verschwinden ließ, sobald sein Ausbilder sich näherte. Denn er wollte nicht riskieren, dass der dachte, er würde sich langweilen.
Mit konzentriert verzogenem Gesicht verbesserte er die Klinge seines Schwertes und bemerkte nicht, wie die Glastür hinter ihm aufging und sich leise Schritte näherten.
Mr. Stark schaute Peter über die Schultern. „Gar nicht mal schlecht“, bemerkte er und Peter fuhr zusammen, als er Starks Stimme unmittelbar neben seinem linken Ohr hörte. Reflexartig versuchte er, den Zettel hastig verschwinden zu lassen. „He, jetzt zeig mal her“, meinte er und nahm es ihm blitzschnell aus der Hand. Tony betrachtete es eingehend und Peter spürte Hitze in sich aufsteigen. Aber Starks Gesicht öffnete sich zu einem Grinsen. „Wirklich nicht schlecht, Kleiner. Aber du musst einen Mechanismus einbauen, der das Schwert vom Schild trennt, weil man sich nicht gleichzeitig verteidigen und angreifen kann, verstehst du?“ Über Peters Kopf bildeten sich drei Fragezeichen und der Avenger lachte leise. „Also, du kannst nicht gleichzeitig mit dem Schwert angreifen und dich mit dem Schild verteidigen. Im Prinzip ist es zwar eine gute Idee, beides zu verbinden, aber man muss es so machen, dass man sie trennen kann, weißt du?“ Peter nickte langsam. Stark lächelte ein bisschen und gab ihm den Zettel zurück.
Sein Ausbilder setzte sich ihm gegenüber und Peter senkte den Blick wieder auf die Skizze. Sein Bleistift kratzte weiter über das Papier, aber er malte nur Strichmännchen, wobei er Stark durch seine Wimpern hindurch beobachtete.
Sobald er saß verschwand das Grinsen von seinem Gesicht und er sah ausgelaugt, ja, beinahe verzweifelt aus. Er wirkte müde und hatte Ringe unter den Augen. Peter öffnete den Mund, um zu fragen, ob etwas passiert sei, da hob sein Ausbilder den Kopf. Er vergrub ganz kurz das Gesicht in den Händen, atmete geräuschvoll aus und meinte: „Peter, hör mir zu. Es ist etwas passiert. Etwas… schlimmes. Ich muss dich hier alleine lassen.“ Er hob eine Hand, denn Peter machte den Anschein, etwas sagen zu wollen. „Es ist sicherer so. Das Ungeheuer ist in den äußeren Kreisen von New York unterwegs und verwüstet allen Anscheins nach, nun ja, alles. Aber wir haben auch ein Problem, dass näher hier dran liegt. Es ist ein, in Ermanglung eines besseren Wortes, Monster, dass sich vom Rand von Queens hierher ins Zentrum bewegt. Aber“ Erneut hob Stark die Hand, weil Peter die Augen aufriss, „aber dieses Etwas bewegt sich sehr langsam. Also: Du bleibst hier, ich sperre alles ab und gehe weg, komme sobald ich kann wieder hierher. Und du bleibst hier und tust nichts Unüberlegtes, klar? Du fasst am besten gar nichts an und hältst sicherheitshalber die Stellung. Aber dieses Monster wird nicht hierher kommen, bevor ich wieder da bin.“ Das sollte Peter wohl beruhigen, aber er spürte, wie sein Herz schneller schlug. „Aber…, wenn doch?“ Stark schüttelte den Kopf. „Wird es nicht. Trotzdem, reine Sicherheitsmaßnahme… Komm mit.“
Er erhob sich so ruckartig, dass Peter zusammenzuckte und machte eine Bewegung mit der Hand, er solle ihm folgen. Das tat Peter und lief hinter seinem Ausbilder her. Dieser führte ihn zu einer Glastür, die tonlos aufglitt und betrat einen Nebenraum.
An den Wänden standen jede Menge piepsende und blinkende Geräte und im hintersten Teil des Raumes befand sich eine stahlgraue Kuppel auf einem Sockel. Stark ging mit großen Schritten auf sie zu, streckte den rechten Zeigefinger aus und berührte die Kuppel, die sofort durchsichtig wie Glas wurde und den Blick auf eine Phiole freigab. Eine giftig aussehende, grüne Flüssigkeit schwappte darin herum, obwohl die Phiole vollkommen ruhig stand.
Ohne das er sagen könnte, warum, überzog sich Peters Körper mit einer Gänsehaut. Tony Stark nahm die Hand wieder zurück und augenblicklich nahm die Kuppel wieder die Farbe von Nebel an. Tony wandte sich zu Peter und meinte mit einem eisernen Ernst in der Stimme: „Diese Phiole darf auf keinen Fall von hier verschwinden, ja? Nur, dass das klar ist“, fügte er in einem nicht sehr überzeugendem ruhigen Tonfall hinzu. „Es wird ohnehin nichts passieren. Aber damit du Bescheid weißt. Okay? Du bleibst im Hauptzimmer, bis ich wieder da bin. Bis dann.“ Und mit einer fließenden Bewegung und einem Schnippen war der Ironman verschwunden.
Ein Klicken und Rasseln von überall verkündete, dass sich alle Eingänge von selbst verriegelten und tatsächlich, Peter schaffte es gerade noch, aus der Glastür zu schlüpfen, ehe auch diese zuschlug und mit einem hohen Summton abgeriegelt wurde.
Und so schnell wie die Tür zuging fühlte Peter sich unbehaglich. Zwar war der Raum in keinster Weise dunkler geworden, aber ohne den geschäftig herumwuselnden Mr. Stark wirkte der Raum trist. Unsicher setzte Peter sich wieder an den Schreibtisch und kritzelte weiter auf seinem Zettel herum, bis er bleigrau war. Die Zeit verging viel zu langsam. An sich konnte man sich in diesem Labor selten langweilen, weil es immer etwas anzusehen gab, aber das ungute Gefühl in seinem Magen dämpfte die Begeisterung, hier alleine zu sein, beträchtlich. Er wusste, dass Mr. Stark es hatte sagen müssen, aber es wäre ihm lieber gewesen, wenn er nicht erfahren hätte, dass ein Ungeheuer hier sein Unwesen trieb.
Unruhig ging Peter durch das Büro und beobachtete die Zeiger, die auf seinem Ziffernblatt umherkrochen. Nichts geschah, bis auf Peters Herz, dass scheinbar für einen Hundertmeterlauf trainierte.
Doch plötzlich hörte er etwas. Es war ein Geräusch, wie man es in New York öfters hörte, aber es war kein schönes Geräusch. Es war ein Schrei. Ein Schrei von ungeheurer und ungetrübter Angst und wurde von einer ganzen Welle von Schreien verfolgt. Wie elektrisiert sprang Peter auf. Ein kreischendes Klappern war in unmittelbarer Nähe zu hören und ein grässliches Krachen von Metall auf Beton. Peters Herz schlug nun so schnell, dass er es fast gar nicht mehr wahrnahm. Er wusste instinktiv, was das sein musste. Irgendwie, keine Ahnung wie, musste das Monster, entgegen aller Berechnungen von Mr. Stark, jetzt schon hier sein. Und es war offensichtlich unmittelbar vor dem Labor. Peters Hände begannen zu zittern.
Und dann passierte alles auf einmal. Ein ohrenbetäubendes Krachen erfüllte den Raum und Stücke von Putz und Stein flogen umher. Peter stolperte rückwärts und musste ein Netz abschießen, um nicht glattweg von den Füßen gerissen zu werden. Ein weiterer Schlag, der den Boden unter seinen Füßen erzittern ließ, und das Monster stand vor ihm. Man konnte es wohl am ehesten mit einem gigantischen Roboter aus Metallschrott vergleichen, der bei jeder Bewegung quietschte und rasselte, wie eine alte Fahrradkette. Ein Gesicht war nicht zu erkennen, dafür gewaltige Hände, die suchend im Raum umhertasteten. Peter handelte instinktiv, wie man eben handelt, wenn ein übergroßer Metallriese vor einem steht und drauf und dran ist, die gesamte Einrichtung von Tony Stark zu zerstören. Er begann Netze und Seile auf seinen Gegner abzuschießen in der Hoffnung, er würde dann so abgelenkt werden, dass er nicht zur Tür gelangte.
Peter bezweifelte, dass der Roboter einen Plan verfolgte, wie es aussah, walzte er einfach grundlos alles nieder. Ein Netz legte sich um das, was wohl den Kopf darstellen sollte und das Monster brüllte auf. Das Geräusch wie Fingernägel, die über eine Tafel kratzen, war wohl noch über Kilometer zu hören. Die Hand des Riesen schnellte nach vorne, geradewegs auf Peter zu, der, ohne nachzudenken einen Satz machte und kopfüber an der Decke hing. Das Ablenkungsmanöver, in er Theorie zwar durchaus gut, taugte in der Praxis nicht all zu viel. Denn der Riese schien nichts sehen zu können und nun war ihm der Weg zur Glastür frei. Ehe Peter auch nur piep sagen konnte, war die metallene Faust nach vorne geschnellt und das Glas zerborsten wie eine Eierschale.
„NEIN!“ Von diesem Schrei leicht abgelenkt drehte das Monstrum sich verwirrt um. Peter nutzte diesen minimalen Vorsprung, schwang sich an einem Seil in den Raum mit der Kuppel und sah sich hektisch um. Sein Atem ging stoßweise, er wusste, dass er handeln musste. Denn der Riese war bereits wieder im Anmarsch, wobei er einen blinkenden Automaten von der Wand riss. Peters Herz schlug zum Zerspringen. Er war noch etwa drei Meter von den Ungeheuer entfernt.
Da fiel ihm plötzlich ein Schwert ins Auge. Es war rot-golden und reflektierte das Licht der teilweise zerbrochenen Deckenlampen so penetrant, als riefe es Peters Namen. Er hatte zwar in seinem ganzen Leben noch nie so ein Schwert in der Hand gehabt, geschweige denn eine Ahnung, wie man mit diesen Teilen umging, aber es war lang, spitz und scharf und das war alles, woran Peter in diesem Moment dachte.
Er packte das glänzende Heft mit beiden Händen und schwang es über die Schulter. Ein singendes Geräusch durchschnitt die Luft und ein lauter Schlag war zu hören, als Metall auf Metall traf. Erneut ließ das Monstrum einen ohrenbetäubenden Schrei hören, war aber nicht längerfristig behindert.
Ein ums andere Mal schlug Peter zu, doch allmählich wurden seine Arme lahm. Das Schwert war eindeutig zu schwer für ihn und zu lang, aber es war die einzige Waffe, die er hatte. Peter dachte nicht daran, was die Leute auf der Straße wohl denken mochten. Inzwischen lagen überall Bruchteile von irgendwas herum und der Riese machte es sich scheinbar weiterhin zur Aufgabe, das gesamte Inventar zu zerstören. Peter keuchte unterdessen, seine Lungen brannten und sein Herz trommelte wie wild in seiner Brust. Er fühlte sich, als stünde sein gesamter Körper in Flammen. Doch dann kratzte er seine letzten Kräfte zusammen und stieß mit einem halben Schmerzensschrei zu. Und die mittlerweile beinahe glühende Klinge des Schwertes schlug ein Loch in den Brustkorb des Metallriesen, dessen Schrei abbrach und zu einem Krächzen gerann.
Die Metallmassen begannen zu rauchen und sackten in sich zusammen. Erneut hob Peter das Schwert. Er traute dem Riesen nicht, solange er sich noch bewegte. Und gerade als er das Schwert zum letzten Mal hob durchbrach ein Schrei die Luft: „PETER!“
Das Schwert glitt dem Teenager aus den wunden Fingern und fiel mit einem Singen zu Boden. Hinter Rauchschwaden verborgen stand Tony Stark, einige Kratzer im Gesicht und eine leicht blutende Wunde an der Schläfe. Mit wachsendem Entsetzen sah der Ironman sich um. Peter tat es ihm gleich und spürte, wie seine Knie anfingen zu zittern.
Von vielen der Gerätschaften und Computer waren bloß noch kleine, rauchende Häufchen übrig, andere waren total zerdellt und ausgebeult. Panik stieg in Peter auf. Er hatte die unersetzlichen Unikate von Ironman höchstpersönlich zerstört! Er merkte, wie ihm das Blut aus dem Gesicht wich, er wollte etwas sagen, doch Stark kam ihm zuvor.
Mit großen Schritten stieg er über die Trümmer des Monstrums hinweg, sein Gesicht war blass. „Was hast du gemacht?“, fragte er tonlos. Schuldgefühle fraßen sich in Peters Eingeweide wie Parasiten. Er wollte etwas sagen, sich rechtfertigen, doch seine Stimme ließ ihn im Stich. Was hätte er schon sagen sollen?
Mr. Stark lief eilig an ihm vorbei, doch Peter brachte nicht die Kraft auf, sich zu ihm umzudrehen. Nicht nur, dass der Kampf an ihm zerrte, er konnte es nicht über sich bringen, seinem Ausbilder ins Gesicht zu schauen. Nie wieder würde er das können. Doch dann hörte Peter etwas, was sein Herz dazu veranlasste, sich schmerzhaft zusammenzukrampfen. Es war ein ruckartiges Einatmen voller Schmerz und vielleicht auch Schock.
Mit einem Mal prasselten die Worte aus ihm heraus: „Ich habe nichts gemacht, das schwöre ich, aber dieser Riesenheini kam hier plötzlich rein, er hat die Frontwand zerstört und…“ Weiter kam er nicht.
Er bekam urplötzlich keine Luft mehr und brauchte einige Augenblicke, um zu verstehen, dass das daran lag, dass sein Gesicht an ein Stück Stoff gepresst wurde. Und einige weitere Augenblicke, um zu realisieren, dass dieses Stück Stoff zum T-Shirt von Tony Stark gehörte. Dessen Herz schlug so heftig gegen seine Rippen, dass Peter es richtig hören konnte und er spürte ein hektisches Atmen irgendwo über seinem linken Ohr. Zögerlich hob Peter die Arme und legte sie ebenfalls um seinen Ausbilder und sein Idol. Er verstand die ganze Welt nicht mehr, doch aus irgendeinem Grund schien Mr. Stark nicht böse zu sein. Im Gegenteil, Peter registrierte nicht ohne Schock, wie die Brust vor ihm erzitterte und der Avenger mit erstickter Stimme: „Danke!“ flüsterte.
Schließlich ließ er ihn los und schaute ihn aus seinen unglaublich braunen Augen eindringlich an. Sie schwammen beinahe unmerklich in Tränen und wieder hatte Peter das Bedürfnis, irgendwas zu sagen. Und wieder kam Stark ihm zuvor: „Du hast es geschafft, das Monster von der Kuppel fernzuhalten. Die Phiole ist noch ganz.“ Mr. Stark sah ihn beinahe stolz an.
„Aber… die anderen Sachen. Die Maschinen und Computer, sie sind alle… kaputt!“ Peter konnte nicht ganz verhindern, dass seine Stimme zitterte. Die Anstrengung überrollte ihn mit Macht und auf einmal schien der Boden zu schwanken. Er musste zwei Ausfallschritte zur Seite machen, um sein Gleichgewicht wiederzufinden und spürte, wie zwei starke Hände ihn am Arm packten. Er wurde auf den Boden gedrückt und seine Sicht klärte sich wieder einigermaßen. „Geht schon… bin nur geschafft…“, murmelte er schwach.
Das Gesicht Tony Starks schob sich in sein Sichtfeld. „Peter, du hast ein Monster ganz alleine besiegt und das getan… nun, nicht, was ich dir gesagt habe, aber dass, was in der Situation erforderlich war. Du hast das getan, was ein Avenger getan hätte. Ich danke dir, Kleiner!“ Peter spürte eine Wärme, die sich von seinem Herzen aus ausbreitete. Er hatte getan, was ein Avenger getan hätte. Er hatte Mr. Stark geholfen. Er hatte etwas Gutes getan. Er lächelte schwach, dann umschloss ihn die Erschöpfung.
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast