Drag me to hell

GeschichteMystery, Übernatürlich / P18 Slash
Alexander Hephaestion
27.08.2019
10.09.2019
37
38266
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Drag me to hell


Vorwort: Diese Geschichte hat mit dem „Tunnel“ wirklich überhaupt und gar nichts zu tun! Auch die Charaktere sind komplett andere – ich habe einfach Lust, mich in einer AU-Geschichte auszutoben, die wirklich böse und tricky ist. Inspiriert dazu hat mich unbeabsichtigt Prof. Jeanne Reames mit ihrem Cover zu Band 2 ihrer Alexander-Jugendstory „Dancing with the lion“, zu dem (Cover) sie sagte, es sähe etwas aus wie ein...... nun ja, ich will ja nicht alles verraten hier. ;-) der Spruch auf jeden Fall hat mich schwer inspiriert, und so geht’s in eine vollkommen andere Richtung hier. Michael Schmitz würde sich die letzten Haare ausraufen, wenn er das wüsste! :D – Nun ja, kommt mit in das düstere Reich der Songs von Lord of the Lost, die auch mitschuld sind, an allem, und die Geschichte ist auch nach einem ihrer Songs benannt, wer möchte, kann den Text ja mal nachgooglen, dann weiß er vielleicht bisschen, in welche Richtung das jetzt gehen könnte. Ach ja. Poppy Z. Brite lässt eventuell auch noch irgendwie grüßen, vor allem, was Haarfarbe und Strähnchenlook angeht. Aber ob jemand das wundervolle Buch „Lost Souls“ noch kennt....? Auf jeden Fall hatte ich mannigfache Inspiration, und es läuft auf eine nette Story raus, die ich eventuell zart besaiteten Menschlein nicht empfehlen kann. Mein lieber Nikolai..... willst du mal meine düstere Seite kennen lernen? Willkommen auf der dunklen Seite der Macht! :D --- liebe Andi, du liest das hier bestimmt auch – DIR wird’s gefallen, für dich hab ich ganz viele Insider drin, wenn's um Locations geht... wirst sehen. Und wer noch so liest, ist selbst schuld.

Have MORDs fun! (Ich werd ihn haben!)




1. Prolog: Tot – für immer

'Endlich werde ich frei sein....', seine Gedanken schweifen ab, er ist alleine, er spürt, wie sich Thanatos nähert, und er reicht ihm bereitwillig seine Hand.

Zu lange hat er gelitten, zu lange stand er im Schatten dessen, der aufgebrochen war, von Makedonien aus die Welt zu erobern, zu lange hat er es ertragen und zu lange war er loyal. Viel früher hätte er eingreifen müssen, um sich zu retten und vielleicht die Welt, aber er hat zugesehen, mitgemacht, unterstützt.

Wie oft er selbst dabei in Stücke gerissen wurde, hat er nicht mehr mitgezählt. Dabei war es einzig Alexandros' Herz, das er begehrte, und selbst das bekam er nicht, zumindest nicht ungeteilt.

Dabei war er treu, bis zuletzt. Nie wäre er auf die Idee gekommen, seinen Geliebten zu hintergehen oder zu betrügen. Treu wie Gold sah er zu, wie Alexandros sich durch die Weltgeschichte und deren Betten bewegte, er ließ Roxane, Bagoas, Stateira, und wie sie noch alle hießen, der Name ist Legion, über sich ergehen. Er sah zu, und er handelte nicht. Nie hatte er über seine Gefühle gesprochen, und nie hatte es einen anderen oder eine andere gegeben. „Du bist nichts ohne mich!“ hat Alexandros zu ihm gesagt, und so verhielt es sich. Er war nichts ohne seine große Liebe, für die er alles geopfert hat, alles. Sein Leben, sein Herz, seine Seele.

Er lächelt, jetzt, da er an Alexandros denkt, an ihre ersten Tage gemeinsam in Mieza, als Schüler des Aristoteles. Er lächelt, als er an die heimlichen Berührungen denkt, an die ersten scheuen Küsse, an ihr erstes Mal gemeinsam im Zimmer des Prinzen. Wie aufgeregt er war, wie schüchtern, wie auserwählt er sich gefühlt hat – Alexandros liebte ihn, ausgerechnet ihn, einen unbedeutenden Jungen aus Pella, und er liebte Alexandros, aus ganzem Herzen, die Tatsache ignorierend, dass es sich um den künftigen König handeln würde. Alle Hindernisse umschifften sie, sie hielten zusammen wie Pech und Schwefel...... bis zum Tod seines Vaters, des Königs von Makedonien.  

Danach änderte sich nahezu alles.


Alles musste er ansehen, alles ertragen, obwohl er es besser wusste – auf was das alles hinaus läuft. Aber es war nicht seine Aufgabe, das zu kritisieren, daran hat ihm Alexandros nie zweifeln lassen. Alles ging immer nach dem Willen des Königs, und so ertrug und trug er es – bis zum letzten Atemzug, bis jetzt.

Er ist nicht da, sein Freund, sein Geliebter, sein Achilles. Wo auch immer er ist, er ist jetzt nicht bei ihm, jetzt, da er sich anschickt, die Welt zu verlassen. Auch gut. Weitere Vorwürfe könnte er eh nicht ertragen, von wegen, er ließe ihn allein, im Stich - er wird sich nicht dafür entschuldigen, dass er nun stirbt.

Jetzt wird er frei sein.

Frei von Alexandros, dem König von Makedonien, dem Großkönig von Persien, seinem Freund und  - Geliebten. Frei von dem unsäglichen Mythos des Achilleus und des Patroklos, dem er so stoisch nachgegeben hat, wohl wissend, was seine Rolle darin war – und er hasste es! - frei von der Verantwortung, hinter Alexandros zu stehen, für ihn zu bürgen, ihm den Rücken zu stärken, egal, was für einen horrenden Unsinn der König plante oder noch plant.

Arabien!

Nie im Leben, zumindest nicht in meinem, denkt er, als er lächelnd den letzten Atemzug tut und in Charons Nachen steigt.




'Ich bin frei....!'


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