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Is it love? Vampire - Drogo - Mein Leben mit Biss

GeschichteMystery, Fantasy / P18 / Gen
26.08.2019
26.08.2019
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Ich musste mich von Drogo trennen und von ihm weggehen. Es ist das Beste so, denn Viktor kann jederzeit am Herrenhaus ankommen. Wenn er mich dort vorfindet, haben Drogo und ich definitiv keine gemeinsame Zukunft mehr. Denn ich bin nicht wie er, unsterblich, ich kann jederzeit dem Tod in die Augen blicken.

In Gedanken versunken, laufe ich mit meinem Gepäck in Richtung Stadt, ich gehe ohne Umwege und ohne Zeit zu verlieren zu Sarah. Ich habe den Bartholys versprochen die Zauberer davon zu überzeugen sich mit den Vampiren zu verbünden, um gegen den Urvampir Viktor Bartholy zu kämpfen. Die am meisten gefürchtete Person in Mystery Spell, oder soll ich lieber Wesen sagen?

Wieder schweifen meine Gedanken zu Drogo ab, ich vermisse ihn jetzt schon so sehr. Er hat gesagt, dass ich ganz fest an ihn glauben soll, dann findet er mich überall. Ob das wirklich funktioniert? Soll ich das ausprobieren, oder doch lieber vernünftig bleiben? Nicolae hat mir versprochen, dass er deren Geist verschließt, damit Viktor, Drogo, nicht mehr besetzen bzw. benutzen kann, um an mich ran zu kommen. Die ganze Zeit frage ich mich, woher Viktor von mir weiß.

Ich stelle mir das letzte Treffen mit Drogo im Nebengebäude vor, als er mich wieder gebissen hat, ich hatte eine solche Angst zu sterben, aber ich habe auch gespürt dass er nicht er selbst war. Tief im Inneren wusste ich das, doch trotzdem musste ich meine Zauberkräfte gegen ihn einsetzen, um mein Leben zu retten. Ich war so voller Angst und Wut, als ich ins Herrenhaus zurück rannte, doch wenn Viktor von ihm Besitz ergriffen hat, kann ich ihm da böse sein? Nein verdammt, ich liebe diesen Mann so sehr. Ich wünsche mir so sehr, dass er mich den Rest des Weges zu Sarah begleitet, dass er mich dabei unterstützt, ihr zu zeigen, dass er nicht der ist, für den sie ihn und seine Brüder halten. Aber was soll ich ihr sagen, wenn sie die Bissspuren sieht und sie wird sie sehen, denn sie sind weder verbunden, noch habe ich sie unter einem Schal verstecken können, da ich so schnell aufbrechen musste.

Auf einmal weht ein kühler Wind um mich herum, ich erschaudere leicht, und meine Gedanken springen sofort wieder zu Viktor. Hat er mich gefunden? Ich schaue mich um, aber ich kann nichts erkennen. Ich sehe direkt vor mir eine Sitzbank um einen Baum. Ich mache eine kurze Pause, setze mich hin und entspanne mich und versuche wieder Luft zu bekommen. Meine Gedanken müssen wieder sortiert werden. Wie ein Mantra bete ich mir still vor: „Valerie, komm wieder runter, alles wird gut, du schaffst das!" Mehrmals wiederhole ich diese Worte. Als ich plötzlich merke, dass sich jemand neben mich setzt.

„Na kleines Ding! Du hast nach mir gerufen?"

Ich erschrecke, drehe mich um und schaue direkt in Drogos schelmisch lächelndes Gesicht, sein Blick ist voller Zuneigung.

„Drogooo!", voller Freude rufe ich seinen Namen.

„Mein Engel, ich habe dir gesagt, wenn du fest an mich denkst, dann find ich dich."

„Ja, ich weiß, aber..." ich halte kurz inne... „Hat Nicolae deinen Geist schon verschlossen?"

Drogo antwortet mit einem Nicken: „Ja, ich halte zwar eigentlich nicht viel von so etwas, aber die Zeiten ändern sich. Ich möchte dir nicht noch einmal wehtun, dich nicht beißen, ich liebe dich, und ich will nicht, dass Viktor unsere Liebe zerstört." Sein Blick ist traurig und voller Leid.

Ich lächle ihn an: „Ich weiß Drogo, das vorhin im Nebengebäude, dass warst nicht du. Er hat von dir Besitz ergriffen und du konntest dich nicht wehren, du hattest mich gewarnt, aber ich wollte es nicht wahrhaben. Ich habe nur dich und mich gesehen, unsere Liebe, die so magisch ist. Noch nie hat jemand in meinem Leben so etwas in mir ausgelöst, noch nie habe ich eine solch tiefe Liebe gespürt, das mit uns ist etwas ganz Besonderes. Und wir sollten gemeinsam versuchen, dafür zu kämpfen, wenn wir uns gegen Viktor stellen müssen, dann nehme ich dieses Risiko auf mich. Ich konnte ihn quasi vorhin auch von mir entfernen, allein mit meiner Zauberkraft, ich bin davon überzeugt, wenn ich meine Kräfte besser kennen und einzusetzen lerne, dass ich zu ganz Großem im Stande bin." Während ich diese Wort eindringlich an ihn richte, halte ich seine Hände, damit er merkt das ich es ernst und ehrlich meine, die ganze Zeit über schaue ich ihm dabei in die Augen.

Zögerlich nickt er. Wir sind in den letzten Tagen viel erwachsener geworden, habe ich das Gefühl.

„Mein Engel, was soll ich tun, ich tue alles damit wir zusammen bleiben können. Ich lasse mein „kleines Ding!" nicht im Stich." Ich muss schmunzeln bei seinen Worten.

„Weißt du, dass mich dieser Kosename am Anfang so stinksauer gemacht hat, genauso wie deine herablassende Art mir gegenüber?", gestehe ich ihm.

Wieder nickt er: „Es tut mir leid, wie ich dich zu Beginn unserer Kennenlernphase behandelt habe, ich war wie vom Blitz getroffen, als du vor mir gestanden hast. Ich wusste selbst nichts damit anzufangen. Also versuchte ich ein Arschloch zu sein. Was dich aber scheinbar noch mehr interessierte." Dieses Mal bin ich diejenige, die nickt.

„Es tut gut mal normal mit dir reden zu können, Drogo." Ich lehne mich zu ihm rüber, kuschele mich in seinen Arm und flüstere ihm „Ich liebe dich" ins Ohr. Er dreht sich vollends zu mir hin und seine Lippen berühren ganz sanft meine. Nachdem unsere Zungen ein wenig im jeweils anderen Mund einen kleinen Tanz vollführten, sagte er: ... „Und nun begleite ich dich zu Sarah." Ungläubig starre ich ihn an. Niemals hätte ich mit diesem Vorschlag aus seinem Mund gerechnet. Er sieht meine Verblüffung und schiebt „Wir müssen sie von uns überzeugen und das sieht sie am besten, wenn wir beide zusammen sind, damit sie schnallt das wir keine Monster sind. Mein Engel, zusammen, da bin ich mir sicher, schaffen wir es, sie zu überreden. Und wenn Sarah überzeugt ist, wird sie alle anderen auch davon überzeugen können." Ich nicke und denke „Woooow, wo ist mein Drogo hin, der Sarah hasst", als könnte er meine Gedanken lesen, spricht er weiter: „Es wird Zeit die Wogen zu glätten und gemeinsam gegen „V" zu kämpfen." Ich sehe ihn wieder skeptisch an. Er spricht weiter, „Ich habe das Gefühl, je öfter man seinen Namen nennt, desto schneller ist er hier." Er zieht die Schultern hoch und schwenkt die Arme aus. Wieder nicke ich und sage: „Okay dann „V"" und lächele. Ich stehe auf und nehme ihn an der Hand, unsere Finger vereinen sich und wir gehen gemeinsam weiter zu Sarahs Stadtwohnung.

Den Rest des Weges sehen wir uns immer wieder verliebt an und küssen uns auch hin und wieder, aber im Großen und Ganzen verläuft das eher schweigsam.

„Ich weiß gar nicht, ob sie zuhause ist, es ist schon spät, vielleicht hätte ich sie vorher anrufen sollen", sage ich. Drogo bleibt stehen, nimmt mein Gesicht zwischen seine Hände und sagt: „Valerie, mach dir bitte nicht immer so viele Gedanken. Sarah muss morgen genau wie wir zur Uni, also wo zum Teufel soll sie jetzt sein? Sie wird im Bett liegen und schlafen, aber da muss sie jetzt durch." Er grinst und gibt mir einen Kuss. Abermals nicke ich und wir laufen noch ein Stück weiter. Etwa 10 Minuten später sind wir da. Ich bleibe stehen. Und schaue nach oben, es brennt noch Licht bei ihr. Ich klingele.
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