Das Campe das mein leben veränderte

von Yu Liy
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Grell Sutcliffe OC (Own Character) Undertaker
25.08.2019
08.10.2019
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Die Briefe & Der gut gemeinte Gefallen
Sonntag 07.07.2019 – Liys Sicht


Okay ganz ruhig Liy rede erstmal mit Grell vielleicht hat er ja die Briefe genommen und liest sie sich durch, das hat er ja schon mal gemacht. Mit dem Gedanken machte ich mich fertig für das Frühstück und ging als ich fertig war aus dem Haus. Das Camp, in welchem wir waren, war nicht spektakulär. Es gab jeweils die Häuser; auf der rechten Seite waren die, der Jungs, welche blau waren und auf der linken waren die, der Mädchen, welche wiederum rot waren. In der Mitte befand sich ein Waldweg und dann gab es noch Waschhäuser auch jeweils wieder in rot und blau. Außerdem befand sich hier noch ein Grillplatz und  zum Schluss ein Unterstand aus Holz mit einer kleinen Küche und einer großen, runden Sitzgruppe, wo alle gerade so hinpassten. Als ich dort ankam, quetschte ich mich neben Grell. „Sag mal Grell hast du vielleicht meine Briefe genommen?“, fragte ich ihn leise, sodass es keiner mitbekam. „Nein habe ich nicht, wieso fragst du? Sag nicht sie sind weg?“ „Doch sind sie alle. Ich habe keinen mehr gefunden.“ „Aber vielleicht wirst du dann auch mutiger. Es war sowieso langsam Zeit das du sie abschickst.“ „Was soll das denn jetzt heißen? Was wenn Adrian seinen Brief liest! Oh Gott, was denkt er sich jetzt nur von mir?“ „Ich denke, du stellst dir das viel schlimmer vor als es ist. Also, wenn ich so einen Brief von dir bekommen würde, würde ich mich freuen und das ziemlich süß finden.“ „Ja, du vielleicht, aber ob er das so sieht, ist noch einmal etwas anderes.“ Ich war nervös und konnte nur hoffen, dass er den Brief weder bekommen noch ihn gelesen hatte.

Adrians Sicht  
Als ich heute Morgen aufgestanden und gerade unterwegs zum Waschhaus war, kam mir die kleine Schwester von Liy entgegen und hielt mir einen Brief entgegen. Der Briefumschlag war grün und darauf stand in einer sehr schönen Handschrift:  To: Adrian Crevan  25 Gloucester Ave  London EC1Y 8SY United  Kingdom Ich bedankte mich bei Seryna, worauf diese fröhlich weghüpfte. Nachdem ich im Waschhaus fertig war, ging ich in mein Haus zurück. Dort setze ich mich auf mein Bett und las mir den Brief durch. Er war mit derselben schönen Handschrift geschrieben und das Papier war Briefpapier mit Blumenmuster.
Du wirst diesen Brief zwar nie Lesen, aber ich weiß nicht mehr was ich machen soll und da ich zu schüchtern bin, um mit dir zu reden schreibe ich diesen Brief. Als ich dich das erste Mal gesehen habe, sind mir als erstes deine bezaubernden silber-weißen Haaren aufgefallen. Ich finde, sie schimmern leicht, wenn das Licht im richtigen Winkel auf sie fällt. Wir haben nie wirklich etwas zusammen gemacht, aber wenn du mich anschaust, kann ich in deine grün-gelblichen Augen sehen, die eine tiefe Wärme ausstrahlen.  Am Anfang habe ich nur gedacht, dass es eine kleine Schwärmerei ist, die ich empfinde, aber als du mir dann das erste Mal in der Pause ein deiner Kekse angeboten hast, den ich nur zu gerne angenommen habe, wurde mir klar, dass das nicht nur eine Schwärmerei ist. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, ich konnte keinen  klaren Gedanken mehr fassen und mein Kopf war leergefegt. Als du mich liebevoll angelacht hast, wurde ich knallrot und habe mein Kopf nur weggedreht. Immer wenn ich an dich denk, raubt es mir den Atem und mein Herz fängt an zu rasen. Jedes mal wenn ich dich sehe, wird mir schwindelig, meine Knie werden weich und ich habe das Gefühl umzukippen. Die Narbe in deinem Gesicht ist ein charmantes Detail, welches dich nur noch attraktiver macht. Und ich würde gerne wissen woher du sie hast, aber das wird mir wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Ich finde es reizvoll wie du in den Mathestunden immer mit deinen stilvollen, langen, schwarzen Nägeln auf dem Tisch klapperst, wenn du nachdenkst. Ich könnte noch ewig so weiterschreiben, aber da müsste ich auf der Rückseite weiterschreiben und das ist zu schade für so einen Brief. Deshalb sage ich jetzt nur noch zum Schluss; Ich finde dich sehr attraktiv Adrian Crevan.      
In Liebe,
Liy


Wow diese Worte sind richtig süß. Ich sollte sie mir mal vorknöpfen. Nachdem ich das beschlossen hatte, ging ich zum Frühstück. Sie saß natürlich wieder neben Grell. Ich setzte mich ihr gegenüber und zwinkerte ihr zu. Sie wurde rot und sah weg, worauf ich lächelte, dann etwas aß und sie die ganze Zeit leicht anschaute. Nachdem alle gefrühstückt hatten, ging es ans Programm, bei welchem wir in Gruppen eingeteilt wurden. Ein Teil ging in den Wald, um die Natur zu untersuchen und der andere ging mit den Jüngeren zu den Ponys, die heute extra gebracht wurden, damit die Jüngeren, die reiten wollten, reiten konnten und die, die dazu keine Lust hatten, durften im Camp bleiben und spielen oder malen. Die dritte Gruppe passte auf die Jüngeren auf, die im Camp blieben. In der Gruppe, die in den Wald ging, waren William und noch ein paar andere. In der Gruppe, die mit den Kleinen ausreiteten waren Grell, Liy, ich und natürlich noch andere Mitschüler. Das war die perfekte Gelegenheit mir Liy vorzuknöpfen. Nachdem alle fertig waren, gingen die Wald- und Reitgruppen los. Wir hatten bei den Ponys zwei Fjords, drei Deutsche Part-Bred Shetlandponys und zwei Islandponys. Ich bekam ein hellbraunes Islandpony mit schwarzer Mähne. Sein name war Andi und er war ganz niedlich. Nachdem alle auf den Ponys saßen, ging es auch schon los. Ich war hinter Liy und Grell die nebeneinander liefen. “„Grell dürfte ich mal alleine mit Liy sprechen?“, fragte ich Grell nachdem wir ein ganzes Stück gelaufen waren. „Na klar darfst du Adrian, sie tut es ja nie.“ „Ja, das weiß ich.“ Liy wurde nervös, was ich daran erkennen konnte, dass sie den Strick mit dem sie das Pony führte fester umklammerte und sie sah Grell nach dem Motto: „Du kannst mich doch nicht alleine lassen” an. Er tat es aber dennoch, ging ein Stück weiter vor und nervte irgendeinen Typen, den er toll fand. Ich gesellte mich neben Liy. Sie war knallrot und konnte fast Grells Haaren Konkurrenz machen. „Liy, ich wollte dir nur sagen, das ich die Worte in dem Brief echt süß finde, aber ich habe eine Freundin.“ „B-Brief w-welcher B-Brief?“ Ich zog den Brief aus meiner Jackentasche. „Diesen Brief Liy.“ Sie sah den Brief an und schluckte. “Adrian d-das… ähm na ja, den Brief habe ich nur geschrieben, weil jemand anderes dachte ich wäre in ihn verliebt“, sagte sie schüchtern. „Ach ja und wer, wenn ich fragen darf?“ „Den kennst du nicht.“ „Wie viele Briefe gibt es?“ „Es gibt drei weitere“, kam es einfach so aus ihr raus. Liy war davon selbst überrascht und hielt sich die Hand vor den Mund. „Interessant, also bin ich der Vierte. Wie dem auch sei, ich finde deine Worte echt entzückend, aber ich habe wie bereits erwähnt eine Freundin.“ „Das weiß ich doch Adrian.“ „Gut Liy. Aber wir können gerne etwas Zeit zusammen verbringen, wenn dich das tröstet.“ „Ähm… das musst du nicht tun, wenn du nicht willst.“ „Und wenn ich will? Ich mag dich. Du bist niedlich und nett.“ „Dann sehr gerne.“ Sie lächelte schüchtern. „Ich würde dir ja jetzt ein Keks anbieten, aber ausnahmsweise habe ich mal keine dabei.“ „Schon gut Adrian.“ Wir schwiegen uns den Rest des Weges an. Als wir am Abend am Lagerfeuer saßen, saß Grell links von Liy und ich rechts von ihr. Ich hatte meine Kekse in die Mitte von uns gestellt und sie durfte sich bedienen. Und so klang der Abend dann aus. Ich hatte sehr viel Spaß mit Liy und Grell.