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A very special relationship

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAbenteuer / P12 / Gen
May Parker OC (Own Character) Peter Parker / Spiderman
25.08.2019
04.09.2019
4
3.661
6
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
26.08.2019 858
 
Hallo liebe Leute und vielen Dank für die lieben Worte von Kevin Clevis! Das hier ist die Fortsetzung des ersten Teils (Ach nee XD). Nicht wundern, warum ich so schnell hintereinander poste, aber diese Fanfiction ist schon eine ganze Weile fertig und ich möchte sie einfach schnell "loswerden", wenn ihr versteht, was ich meine.
Ich freue mich weiterhin über jedes Review und ja, viel Spaß!

Dunkelheit
Peter fasste erneut an seinen Hals und zuckte zusammen. Die Kette. Sie summte und vibrierte. Das Notsignal. Und er hatte es einfach nicht bemerkt. „Scheiße!“, rief Peter aus und sein Herz stolperte los. So ein Mist! Augenblicklich umfasste er den silbernen Anhänger, dann spürte er ein ihm mittlerweile vertrautes Ziehen in seinem Magen und drehte sich wahnsinnig schnell um sich selbst.
Als die Dunkelheit ihn wieder ausspie trug er seinen Anzug und stand-ja, wo stand er eigentlich? Peter sah sich um, doch er kam nicht weit. Gerade hatte er einen Schritt gemacht, da fasste ihn jemand grob an der Schulter. Peter fuhr herum und schlug reflexartig zu. Doch die andere Person reagierte noch schneller und hielt sein Handgelenk fest. Jetzt erkannte Peter plötzlich auch das Gesicht und wurde knallrot. Es war niemand anderes als Mr. Stark. Sein Ausbilder. „Mr.-Mr. Stark, Sir“, stammelte er peinlich berührt. „Da bist du ja endlich!“ Jede Wärme war aus der Stimme von Iron Man verschwunden und unwillkürlich spürte Peter eine Gänsehaut an seinem Rücken. „Ich… hab gestaubsaugt“, brachte er zu seiner Entschuldigung hervor. Doch kaum hatte er es ausgesprochen, hätte er sich am Liebsten die Zunge abgebissen. Gestaubsaugt! Er kam zu spät zu einem vermutlich wichtigen Einsatz und das einzige, was er vorzubringen hatte war, dass er gestaubsaugt hatte. „Also, ich meine, ich habe Tante May geholfen und gestaubsaugt und dann nichts gehört und…“, versuchte er sich zu entschuldigen, doch Tony hob eine Hand und er verstummte. Die Hitze, die in Peter aufgestiegen war, kühlte nun langsam ab, als das Gefühl in seinen Magen zurückkehrte: Etwas stimmte hier nicht. „Peter, ich möchte, dass du mir versprichst, nichts Unüberlegtes zu tun“, sagte Mr. Stark.
Er sah ihm so eindringlich in die Augen, dass Peter gar nicht anders konnte, als zu nicken. Tony fuhr fort: „Es geht um deine Tante. Sie ist verschwunden.“ Peter fühlte sich, als rase er mit einem Aufzug in die Tiefe. Er brachte keinen Ton hervor, seine Lippen waren in einer Art stummen Flehens zu Tony gerichtet. Lass das ein Witz sein. Aber es war kein Witz. Was das betraf machte sein Ausbilder niemals Witze. May war weg. Und darum… „Ich bin ja so bescheuert“, hörte Peter sich selbst sagen. Seine Stimme war merkwürdig leise und hohl. „Ich bin so blöd. Ich habe doch gemerkt, dass sie nicht mehr da war. Ich dachte…ich dachte, sie sei im Bad…“ Seine Stimme versagte. Nicht auch noch Tante May! Es reichte doch, dass Onkel Ben tot war. Nicht auch noch seine Tante. Sein Blick ging ins Leere. Er nahm nichts wahr, nicht einmal den Druck von Tonys Händen auf seinen Schultern. Seine Beine begannen zu zittern. „Ich muss sie finden“, sagte er leise, aber bestimmt. Er ignorierte das strenge „Peter, nein!“, riss sich los und schlug die Tür des Raumes zu.
Sowie jene geschlossen war löste Peter sich aus seiner Starre. Er lief los, war mit einem Satz aus dem geöffneten Fenster geschwungen und segelte nun über die mittlerweile gut gefüllten Straßen New Yorks. Er arbeitete wie auf Autopilot, sein Gehirn traf die Entscheidungen selbstständig. Später könnte er nicht sagen, auf welchen Wegen er sich an diesem Tag bewegt hatte. Ja, er könnte nicht einmal beantworten, wie lange er unterwegs war. Er rannte, er kletterte, er sprang, er seilte sich ab. Er rief immer wieder, suchte Orte auf, an denen seine Tante gerne war.
Die Dämmerung brach herein und brachte Kälte und Regen mit sich, der stellenweise schon Schnee wurde. Peter war das alles egal. Er spürte die Kälte nicht. Er spürte den Regen nicht. Alles was er spürte war der stechende Schmerz in seinem Inneren, wenn er an Tante May dachte und daran, dass er sie womöglich nie wieder sah.
Als der Himmel schwarz wurde nahm Peter seine Maske ab. Er befand sich auf keinem realen Einsatz. Er zog seinen Anzug aus, rannte aber in unveränderter Geschwindigkeit weiter. Der Regen durchnässte seine Haare, seine Kleidung, einfach alles, aber dem Fünfzehnjährigen war es egal. Immer und immer wieder rief er nach seiner Tante, doch in der nächtlichen Stille hörte er nur seinen eigenen keuchenden Atem und seine Schritte, die von den Häusern widerhallten.
Er war überall gewesen. Überall. Und nirgends war sie. Ein Brennen und Stechen arbeitete sich durch seine Kehle und er hatte das instinktive Verlangen, sich einfach auf den Boden zu kauern und zu weinen. Doch dann nahm er sich zusammen. Er würde Tante May finden!
Und ihn traf ein Geistesblitz. Die Hütte. Die alte Gärtnerhütte am Friedhof, die mit der Zeit immer mehr zu einer Laube geworden war. Tante May war dort oft gewesen, nachdem sie die Blumen an Onkel Bens Grab ausgetauscht hatte. Peter schöpfte neue Energie als er loslief. Er glaubte, auf der richtigen Spur zu sein.
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