Wenn Narren Tränen vergießen:

OneshotSchmerz/Trost / P12
24.08.2019
24.08.2019
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Am Anfang: unser Schöpfer, entscheiden ob wir je existieren dürfen, und wenn ungewollt? Leiten wir das Schicksal eigenständig? Unbewusst oder kontrolliert? Jedes Wesen sollte eine Chance bekommen geboren zu werden. Eventuell begibt Es sich mit Komplikationen ins Abenteuer. Gewöhnlich ist das Leben unterfangen, selten zuvorkommend, dass dachte sich jetzt auch dieser Narr, der zuvor niemand war.

>>Blasphemie!<<, schrie diese alte, sie warf dem Narren etwas entgegen. Noch bevor er kontern konnte, besetzt die Tomate seine Wange.Traurig blicken diese Augen, in dieses Antlitz der gebrächlichen Frau.
>>Arrest hast Du!<<, die Scharniere der Tür machen sich bemerkbar, als diese mit Schwung zurück ins Schloss fiel. Dem Narren wurde der Verbot zugewiesen, wofür? Was hatte er angestellt?

Zuerst zückte er ein Tuch aus seiner Hosentasche, es ist ein schon älteres Taschentuch. Seid die Tomate seine Wange getroffen hatte und nur noch die Hälfte des Fruchtfleisches dort daran haftet, lag die andere Hälfte bereits auf den beflasterten Boden. Seinen Zeige und Mittelfinger positionieren​ sich an das Spitze Ende des Taschentuch's, mit dem Daumen hielt er das Untere Restende fest. Mit Zeige und Mittelfinger übte er Druck auf die betroffene Stelle aus, und wischt sich das Fruchtfleisch von der Wange weg. Während er sich von der Kirche entfernt begegnet er einen Brunnen der im Mittelpunkt von der Stadt errichtet ist. Dieser ist bis zum Anschlag mit Wasser befüllt, eine Gelegenheit das Taschentuch direkt zu reinigen.
>>Dies ist kein Standort um eure Habe zu reinigen!<<, wurde der Narr erneut von jemanden ermahnt.

>>Die Bewohner benutzen dieses Wasser zum Verbrauch, nicht um ihre Wäsche zu waschen.<<,
Gerade als dieser das Tuch eintauchen wollte, stoppte er kurz vor der Wasseroberfläche. Sein Gesicht war zuvor noch auf das Innere des Brunnen's gerichtet, allerdings ändert sich das.

Er betrachtet jetzt etwas das anschaulich ist. Eine junge Frau mit blonden Haaren.
>>Du bist doch der junge den man Gotteslästerer nennt.<<, eine zierliche Frau, sehr gepflegt, scheint sie vom guten Hause zu sein? Der Narr schloss seine Lider, etwa aus Scham? >>Was kann ein kleiner Junge getan haben?<<, möchte sie wissen. Keine Antwort folgt auf ihre Frage. Stattdessen entfernt sich der Narr vom Brunnen und somit aus dem Blickfeld der Frau. Währenddessen haben seine Wangen eine eindrucksvolle Farbe angenommen.

Warum spricht er nicht? Wahrscheinlich schämt er sich. Nein. Es ist keine Wahrscheinlichkeit, sondern Ernst zunehmend bedingt. Er weigert sich Worte zu sprechen, seine einsame Vergangenheit hemmt den Narren daran. Seine Gedanken wandeln in ihr. Jedem ist er gleichgültig, lieb wäre es allen wenn er öffentlich verrecken würde. Diese Einstellung haben viele Bewohner. Sie möchten mit dem Unglücksbringer nichts zu schaffen haben. Er bewohnt einen so genannten Keller, dort wo das elend Haust. Die Ratten sind seine einzigen Freunde die er hier unten hat. Mitleid kannten die Leute nicht mit ihm. Er sollte sich dem Gesocks anschließen. Jedes Mal wenn er in sein Quartier eintritt, hinterlässt die Stadt einen bitteren Nachgeschmack. Nichts weiter als ein Bett aus Stroh und ein kleiner Tisch mit einer Öllampe. Eingerichtet wie in einem Kerker. Die Schuhe hinterlassen ein schlürf Geräusch, unter seinen Füßen war wieder ein kalter Boden, obwohl das Stroh die kälte noch gut isolieren kann, ist es dennoch sehr unbequem. Dies Entspricht dem unteren Niveau.  

Kleine fiep laute sind aus einer der Ecken zu vernehmen, die zu einer Ratte gehören, die sich gerade durch ein kleines Loch gezwängt hat. Sie lief zum Ende, bis zur Tür wo vor kurzem noch der Narr eingetreten ist. Sie musste wohl seinen Geruch vernommen haben. Er ging vor bis zu dem Tisch mit der Öllampe, daneben befand sich noch ein Gegenstand. Ein Spiegel. Den Griff nahm er in seine rechte Hand und betrachtet sein Antlitz dort drinnen. Das ist seine Identität, aber sein Vorname? Er hatte keinen, alle sprachen ihn als "Narren", an, der er war. Nie hatte er darüber nachgedacht, dass er sich selbst einen Namen aus denkt. Seine Erzeuger, sind nicht dazu im stande gewesen, ihm je einen zu geben. Eigentlich trifft ihm auch keine Schuld, er ist Würdelos, ohne Hoffnung. Nachts verfällt er dem Selbstmitleid, Tränen vergießt er täglich. Dies sind alles Schmerzen die seine Seele plagen. Hinzugefügt wird eine pikante Prise der Bewohner dieser Stadt. Als er diese Stadt als Weise betrat, wurde er von den Bürgern empfangen. Er durfte im Kloster aushelfen und Botengänge absolvieren. Bis ihm ein Jahr später etwas unterstellt wurde, Falsch Aussagen wurden gemacht. Er sollte das Kreuz gestohlen haben und dafür das Geld einkasiert haben. Hierfür gibt es allerdings noch keinen Beweis und dennoch sind die Bürger davon überzeugt das der Narr der einzige Anhaltspunkt ist, worauf die Bewohner wetten das er das Kreuz gestohlen hat. Keiner kann das bezeugen, aber schuldig soll er trotzdem sein.

Mit der Zeit entwickelt sich der Narr zur einem Erwachsenen Mann, und da ihn alle den "Narr", nennen Kleidet er sich inzschwischen auch schon wie einer. Er hatte seine Identität gefunden. Außerdem nennt er sich jetzt selbst Cicero, der Name der Mal für einen Zirkus bestimmt war und jetzt ihm gehört. Es sind einige Jahre vergangen und auch er hat einige Erfahrungen gesammelt, aber noch nicht seine Vergangenheit verkraftet. Er kann sie nicht vergessen, sondern nur rechen. Die damalige Nonne die ihm etwas unterstellt hatte, lebt nicht mehr. Dafür dennoch das Kloster. Eine Schreckens Tat begann der Narr, und besudelt das Kloster mit Blut. Jemand würde irgendwann davon erfahren, wenn er aber schnell genug wäre um zu entkommen, niemand würde ihn finden. Also taucht er unter und zieht weiter durch die Welt, durch das töten der Nonnen gewann er Selbstvertrauen und verlor dadurch sogar seinen Verstand. Es machte ihn verrückt. Ein ehemaliger Einzelgänger stieg den Posten zum Assassienen hinauf. Das hätte wohl niemand von ihm gedacht?